FHXB Museum: Legalize it?! oder mit Drogen Politik machen?

Veranstaltung im Friedrichshain Kreuzberg Museum: Legalize it?! Tagung zur DrogenpolitikMittwoch, den 28. Mai 2014 – Legalize It!? Tagung im FHXB Museum

Aus der Ankündigung:

Der illegale Drogenhandel im Görlitzer Park und das gerade aufgelöste Protestcamp der Lampedusa-Flüchtlinge auf dem Oranienplatz stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses an Kreuzberg. Beide Themen sind miteinander verwoben und im Nukleus auf das globale Problem der Armutsmigration und der Unverhältnismäßigkeit der Verteilung von Ressourcen zurückzuführen. Mit der Tagung „Legalize it?!“ möchten das FHXB Museum und das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung die aktuelle Situation analysieren und realistische Lösungsstrategien entwickeln. Hierzu laden wir Politiker_innen, Historiker_innen, Aktivist_innen und sozial Engagierte zur Diskussion ein. U.a. werden Prof. D. J. Korf von der Universität Amsterdam und Dr. Dominic Corva vom Think Tank: Center for the Study of Cannabis and Social Policy, Seattle über ihre Erfahrungen mit der Legalisierung weicher Drogen berichten. Das ausführliche Programm finden Sie hier. Anmeldungen (es gibt begrenzte Plätze!) nehmen wir gern auch schon jetzt entgegen.

Meine Kritik an der Veranstaltung Legalize it?! des Friedrichshain-Kreuzberg Museums

Folgendes übersendete ich den Organisatoren privat per eMail und sehe damit die Diskussion als eröffnet an:

Werte Damen und Herren,

hiermit möchte Ich Ihnen eine fachliche Kritik an der Tagung übersenden.

Ich persönlich finde es sehr schade, dass auf dem Podium keine Uservertretung sitzt.

Auch finde ich das Start-Seminar der „rebellischen Jugend in Kreuzberg“ unpassend. Die herrschende Drogenpolitik ist aus rassistischen Ansichten vor über 100 Jahren entstanden, und dies geht mir aus dem Programm zu wenig hervor. Wir haben ein Gesundheitsproblem und kein Jugendproblem.

Meiner Meinung nach befinden Sie sich mit dem Text “
Der illegale Drogenhandel im Görlitzer Park und das gerade aufgelöste Protestcamp der Lampedusa-Flüchtlinge auf dem Oranienplatz stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses an Kreuzberg. Beiden Themen sind miteinander verwoben und im Nukleus auf das globale Problem der Armutsmigration aufgrund der Unverhältnismäßigkeit der Verteilung von Ressourcen zurückzuführen. Als traditioneller Ort des Protestes und der Toleranz hat Kreuzberg Signalcharakter auch im Umgang mit diesen beiden Themen.

völlig auf dem Holzweg, und zwar aus dem folgenden Grund. Drogen sind illegalisiert, und diese Menschen sind illegalisiert. Von der Spaltung des Protestcamps in Flüchtlinge ohne Papiere und die sogenannte Lampesua-Gruppe durch die Administration mal ganz zu schweigen.

Beide Themen sind aus historisch gewachsenen, rassistischen Motiven illegalisiert. Das ist keine Armutsmigration, das ist die einzige Möglichkeit der „Illegalen“, den „illegalen Markt“ zu bedienen, da sie aus den historisch-rassistischen Motiven hier nicht legal arbeiten dürfen. Für EU-Ausländer, oder Drittstaaten mit Vertrag, auch aus wirtschaftlich schwächeren Gebieten, gilt dies nicht, da diese ja Arbeiten dürfen.

Hinsichtlich der Signale: Es ist überaus hochnäsig und vermessen, anzunehmen, die Jugend oder junge Menschen würden sich an irgendwelchen Politikern orientieren. Es lässt eher einen Zweifel von Realitätssinn aufkommen.

Hinsichtlich der Bürgermeisterin Herrmann: Sie hat in der Zeitung angegeben, dass in dem Görlitzer Park auch andere Drogen neben Cannabis gefunden worden und damit eine „rote Linie“ (warum keine weisse?) Überschritten wurde und nun wieder mehr Repression stattfinden muss.
Ich bin der Meinung, dass wenn man an den Bundestag absperren würde und die Anwesenden Durchsuchen würde, würde man sicherlich die gleichen „bösen“ Substanzen sicherstellen können.

Ich frage mich: Soll hier Drogenpolitik gemacht werden, oder mit Drogen Politik?

mit freundlichen Grüßen,

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