Urvater des MDMA erkrankt: Kein Ruhestand für Zauberer?

Die Shulgins: Alexander Sasha und Ann ShulginJeder weis, wer die Shulgins sind. Es ist fast Unmöglich, ihr gemeinsames Erbe für die psychedelische Kultur und für die menschliche Gesellschaft als Ganzes einzuschätzen. Sie haben uns nicht nur eines unser beliebtesten Amphetaminderivate gebracht, sie haben sie auch noch zuerst an sich selbst getestet und ausführliche Notizen veröffentlicht, so dass der Rest von uns von ihren Erfahrungen lernen kann. Sasha ist wohl einer der größen Psychopharmakologen, die je gelebt haben. Ann ist Pionier auf dem Gebiet der Therapie mit Empathogenen. Ihre Liebesgeschichte hat Millionen von Menschen inspiriert. Das ist nur der Anfang. Ausserdem sind sie vielleicht das niedlichste alte Ehepaar, was es gibt.

Ich selber hatte die Gelegenheit, die Shulgins auf dem Entheovision Kongress in Berlin zu treffen.

Es ist also schon fast ein Schock, wenn man dann erfährt, dass die Beiden am Ende ihres Lebens Schwierigkeiten bekommen. So hatte Sasha 2010 einen Herzinfarkt und benötigt seit dem medizinische Hilfe. Dazu gesellt sich ein Geschwür und Demenz. Er bekommt gegen die Demenz ein Medikament, das von einem anderen Älteren aus unserer Kultur erfunden wurde: Albert Hofmann – der es Hydergine nannte.

In den USA wird es Ergoloid genannt und ist sehr teuer. Aber es funktioniert. Es hilft, das Zersetzen der Nerven zu verlangsamen. Seitdem geht es ihm schon wieder besser, aber die Kosten von gut 360$ am Tag fressen die Ersparnisse auf.

Hiermit der Aufruf, die Shulgins zu Unterstützen!

Psychiaterstunden kosten locker 100 EUR oder mehr. Viele von euch kennen die Do-It-Yourself Variante davon: MDMA. Denk an die vielen schönen Stunden, die du damit hattest. Vielleicht wäre es ganz cool, nur 1% der Ersparnisse dadurch an die Shulgins zu spenden?

Wie wäre es mit einem „Shulgins Unterstützer“ Tisch auf deinem nächsten Event, Party, Konferenz oder Festival? Oder einfach nur dadurch, dass du diese Info weitergibst…

Spenden können per Kreitkarte oder Paypal hier getätigt werden. Interessant ist auch das Monatsabo!
http://www.shulginresearch.org/home/donate/

Bar, Schecks oder Geldanweisungen können an die folgende Addresse geschickt werden:
Sasha Shulgin
c/o Transform Press
PO Box 13675
Berkeley, CA 94712

Informationen über www.ecstasy-info.de

Ecstasy-Info.de wird von der Scientology Organisation betrieben. Diese Webseite ist keine ernstzunehmende Quelle für Informationen über Ecstasy. Viel besser und differenzierter sind da die Drugscouts (finanziert durch Gelder von der Stadt Leipzig) oder der Wikipedia und Eve&Rave.

Wie wird Ecstasy hergestellt?

In der Seitenstatistik fand sich die interessante Frage “Wie wird Ecstasy hergestellt?”. Also mal ebend youtube angeworfen, und siehe da, es findet sich ein Video über die Herstellung von Ecstasy.

Auf der Seite Drogenkult.net / Fachinformationen zu Ecstasy finden sich ausführliche Informationen zur Substanz, zu Wirkung, Nebenwirkungen und Safer-Use.

Drugchecking bezeichnet die Untersuchung solcher Ecstasyprodukte. Auf der Drugchecking Seite von Eve&Rave können aktuelle Pillenwarnungen abgerufen, und sich über das Konzept des Drugchecking informiert werden. Für nicht-deutsche Pillenlisten, schaue auf meinen Artikel zu Pillenlisten im Netz.

Wie genau Ecstasy hergestellt werden kann, steht in dem Buch “Psychedelische Chemie” von Daniel Trachsel und Nicolas Richard. In diesem Buch werden detailliert die gängisten 50 psychoaktiven Substanzen beschrieben, mit deren Herkunft, Wirkungsart und -dauer, Dosierung, Einnahmearten, Gefahren und Risiken, Pharmakologie und historische Aspekte. Weiterhin liegen umfassende und übersichtliche Synthesevorschriften und alternative Synthesestrategien mit Literaturangaben vor. Einfach ist es dennoch nicht! Die Wirkungen der Substanzen wird in Form von Erlebnisberichten beschrieben.

Das Buch ist in der 3. Auflage beim Nachtschatten Verlag für etwa 30 Euro erhältlich. ISBN: 978-3-907080-53-5, 430 Seiten, 14 x 21 cm, Erscheinungsjahr: 2000.

Zur gesetzlichen Seite: Vielerorts wird behauptet, die Herstellung von Ecstasy wäre illegal oder verboten. Dies ist nicht richtig. Die Herstellung ist von Substanzen, die dem Betäubungsmittelrecht unterstehen, ist in Deutschland genehmigungspflichtig! Dass heisst, wenn du ein Pharmazeut oder Apotheker bist, kannst du einen Antrag bei dem Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte stellen. Diese Genehmigung ermächtigt dich ganz legal, z.b. für Forschungen, diese Substanzen herzustellen.

Noch eine kleine Erklärung am Rande: Ecstasy wird auch häufiger Exstasy, XTC oder Extasi geschrieben. Ecstasy ist der richtige Begriff und der ursprüngliche (!) Hauptwirkstoff ist das MDMA.