GW Pharma veröffentlicht Preis für neues CBD-Medikament Epidiolex

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Vor kurzem wurde das neue CBD-Medikament Epidiolex in den USA zugelassen. Cannabidiol (CBD) ist ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze. Versicherte Patienten werden in Zukunft bis zu 200 US-Dollar pro Monat für das Medikament ausgeben. Es wird insbesondere für die Behandlung von zwei schweren Arten der Epilepsie verwendet, das Dravet Syndrom und das Lennox-Gastaut Syndrom.

Für unversicherte kostet Epidiolex etwa 32.500 USD pro Jahr oder etwa 2700 US-Dollar pro Monat. Das deckt sich mit Preisen für andere Medikamente, die bei diesen Krankheiten verwendet werden. Der Preis für das Medikament wird, ähnlich wie in Deutschland auch, durch Verhandlungen mit den Versicherungen festgelegt.

Dennoch kann durch den Status als „Orphan Drug“, also ein Medikament für seltene Krankheiten, ein höherer Preis erzielt werden. Auch müssen nicht ganz so viele Studien durchgeführt werden, um an den Markt zu kommen.

Nordamerika ist der am schnellsten wachsende Markt über OTC CBD Produkte, aber einige Experten warnen vor dem Problem der Reinheit von nicht-pharmazeutischen CBD Produkten.

Eine Studie im letzten Jahr von der Journal of the American Medical Association zeigte auf, dass etwa 70% der auf dem OTC-Markt erhältlichen Produkte andere Mengen an CBD enthielten als angegeben. In Europa, wo Epidiolex zzt. die Zulassung durchläuft, konnte das Internationale Cannabis and Cannabinoids Institut in einer Studie Karzinogene in 20 von 29 nicht-pharma CBD Produkten aufzeigen, die sie analysierten.

Der Markt für OTC CBD Produkte wird in den USA auf 200 Mio. USD geschätzt. In Europa ist die Legalitätslage zu CBD uneinheitlich. Grundsätzlich geht es nach der Nutzung, zb. als Medikament, als Ernährungsmittel oder andere. Natürlich vorkommendes CBD in Lebensmitteln, wie zb Hanftee, ist normalerweise Nutzbar. CBD als Zusatz oder CBD-Öl ist nach Auskunft des Lebensmittelamtes ein „Novel Food“ und da noch niemand CBD in Europa angemeldet habe, sei es bislang nicht möglich, solche Produkte auf den Markt zu bringen. Darunter fielen auch CBD-Öle, die als Nahrungsergänzung verkauft werden.

Durch die unzureichende Regulierung werden wir in Zukunft noch mehr Produkte sehen, die nicht das halten, was sie versprechen. Produzenten und Händler werden auf andere Produktkategorien gehen, wie man das schon von den Räuchermischungen wie Spice und den sogenannten „Badesalzen“ sehen konnte.

via hemptoday

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