Bolivien startet Coca-Colla und sagt der Company den Kampf an

Wer hätte gedacht, dass Coca so nützlich ist? Die Indigenen, oder „Collas“ genannt, haben es. Und sie sind es, die Coke hinter dem Geld herlaufen lassen werden – mit, unter anderen Dingen, einer neuen Brause:

Mit einem offensichtlichen Wortspiel haben die bolivianischen Cocaleros den Krieg gegen das meist-beliebteste Getränk der Welt erklärt. Gestern hat der Vize-Minister für Coca, Jerónimo Meneses, Coca-Colla, einen neuen Energydrink, hergestellt aus dem „heiligen Blatt“ der Anden, präsentiert.

Dort, wo auch Evo Morales seine Karriere begonnen hatte als Gewerkschaftsführer und späterer Politiker, findet sich das meiste Coca, dass unter dem Gesetz Nr. 1008 seit den 80’er Jahren verboten wurden.

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Kokablatt beim Suchtstoffkommission Treffen in Wien: Tag Eins

11.3.2009: Der erste Tag des Treffens der Suchtstoffkommission (CND) ist in der Presse geprägt von dem Auftreten von Evo Morales, dem bolivianischen Präsidenten.

UN Drogenzar Antonio Costa und Evo MoralesDieser hat vor der UN-Suchtstoffkommission eine flammende Rede über das Kokablatt gehalten – und es auch, vor versammelter Teilnehmerzahl, aus der Tasche gezogen, in den Mund gesteckt und gekaut. Weiter unten findet sich ein Interview mit Morales aus dem Österreichischen Fernsehen. Auch die Demonstration gegen das Unrecht der Drogenprohibition findet Erwähnung in den Medien.

Eines noch am Rande: das CND bloggt und twittert (es gibt auch dort Diskussionen)auch.

Newsartikel und ähnliches

Blogstimmen

Nicht-Drogenbezogene Artikel

Ältere Artikel zum Suchtstoffkommisionstreffen

Auch schon vor dem aktuellen Treffen wurde heiss geschrieben über die Drogenpolitik:

Tag Null

Einen Tag vor der Suchtstoffkommissions-Sitzung hat auch Europa die neue Drogenstatistik herrausgegeben. Anlass zu einigen Diskussionen: Das Drogenproblem sei nicht kleiner geworden, sondern größer:

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Erstes Globales Forum von Produzenten illegalisierter Pflanzen vom 29-31.1.2009 in Barcelona/Spanien

Warum kultivieren Menschen in bestimmten Regionen der Welt Pflanzen, die von internationalen Verträgen als illegal deklariert wurden? Das ist die bestimmende Frage auf die das „Erste Globale Forum der Produzenten illegalisierter Pflanzen“ (FMPCDI) eine Antwort zu geben versucht. Das Globale Forum findet vom 29. bis 31. Januar 2009 in Barcelona/Spanien statt.

Logo des Globalen Forum der Produzenten illegalisierter Pflanzen
Das FMPCDI soll ein Raum für Dialoge sein in dem die Teilnehmer ihre Erfahrungen austauschen, Probleme besprechen und ihre Situation reflektieren können. Es soll um zukünftige Zusammenarbeit gehen um die Menschenrechte in den betreffenden Gemeinschaften zu schützen und Modelle für nachhaltige Entwicklungen aufzuzeigen.

An dem Forum werden mehr als 50 führende Hersteller von agrikulturellen Produkten wie Cannabis, Mohn und Coca sowie Organisationen aus dem sozialen Bereich aus Asien, Lateinamerika, Afrika und Europa teilnehmen und zum ersten Mal auf mehr als 20 internationale Experten, Nicht-Regierungsorganisationen, Regierungsorganisationen und Produzenten aus anderen Kontinenten treffen.

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Suchtmittel bei radioeins

Zuhörermeinung für radioeins:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe radioeins für relativ seriös gehalten. Allerdings haben Sie mich in den aktuellen Nachrichten, welche vor einigen Sekunden (27.11.2007, 15 Uhr) lief, sehr enttäuscht.

Der Sprecher sprach zum Thema “Drogen- und Suchtbericht” über “Suchtmittel”.

Dieses Wort ist ein Unwort!

KEINER auf dieser Welt benutzt ein Mittel um Süchtig zu werden!

Korrekt – wenn auch sehr altertümlich – würde es “Rauschmittel” heissen! Oder noch besser: “illegalisierte Substanz”. Denn es sind Menschen dafür verantwortlich, dass Cannabis, Coca und andere illegal sind!

Weiterhin will ich Anmerken, dass viele der Organisationen die im Zusammenhang mit dem “Drogen und Suchtbericht” zuarbeiten – und diesen erwähnten Rückgang beim Cannabiskonsum erzielt haben – ehrenamtlich und ohne staatsunterstützung Arbeiten. Das lässt der Radiosprecher nicht durchschauen – als ob es alles nur Regierungsangelegenheit wäre.

Im Gegenteil: Die Regierung verhindert echte Aufklärung!