Kalifornien: Entkriminalisierungs-Gesetzesvorhaben durchgewunken

Kalifornien und das CannabisKurz bevor die Sitzung der Gesetzgeber am Dienstag endete, hat die kalifornische Versammlung dem Gesetzesvorschlag SB 1449 von Senator Mark Leno zugestimmt, welcher den einfachen Besitz von Marihuana komplett entkriminalisieren soll. Die Gesetzesnovelle passierte den Senat im Juni und kommt nun auf den Schreibtisch von Gouverneur Arnold Schwarzenegger.

Die Auszählung der Wahl sagte 43 zu 33 und sehr klar entlang der Parteilinien. Demokraten unterstützten das Gesetz mit 40-8, während die Republikaner mit 23-2 dagegen waren.

Unter aktuellen kalifornischen Gesetzen ist der Besitz von unter einer Unze Marihuana (etwa 28 Gramm) mit einer Maximalstrafe von 100 US-Dollarn belegt, aber es ist immer noch eine Ordnungswidrigkeit. Das bedeutet, dass die Person, die mit einem Joint oder einem Tütchen Gras erwischt wird, noch immer Verhaftet, seine Daten aufgenommen werden und die Person im Gericht erscheinen muss. Ausserdem wird eine Polizeiakte darüber angelegt. Es bedeutet auch nutzlose Arbeit für die Polizei und Gerichte.
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Gras-Spiritualist und Befürworter als Sachverständiger bei Gericht

Foto von Chris Conrad, Cannabissachverständiger3.3.2010, Kalifornien: Chris Conrad ist kein Arzt und hat auch keine medizinische Ausbildung. Er ist auch kein Anwalt. Aber auf jeden Fall kennt er seinen Weg durch die Gerichtssäle von Kalifornien. Und er verdient nicht schlecht als Experte und sachverständiger Zeuge um zu beurteilen, wieviel Marihuana jemand benötige für seinen persönlichen Bedarf – oder ob es Besitz zum Verkauf ist.

Er ist auch ein unbeirrbarer Befürworter der Cannabislegalisierung und ist ein Autor, der Marihuana als spirituelles Mittel und religöses Sakrament sieht.

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