Studie: „Krankheitsverändernde Ernährung“ bei Multipler Sklerose

Cannabis als Medizin bei Multipler SkleroseHier ist eine aktuelle Studie, die darauf eingeht, dass die analgetischen (betäubenden) und anti-spastischen Effekte von Cannabis, seinen Inhaltsstoffen und weitere endocannabinoid-verbessernde Stoffe und Ernährung sich positiv auf die Krankheit auswirken. Darüber hinaus scheinen auch FAAH-Hemmer des Endocannabioidsystems beteiligt zu sein.

„Disease modifying nutricals“ for multiple sclerosis.

Pharmacol Ther. 2015 Apr;148C:85-113. doi: 10.1016/j.pharmthera.2014.11.015. Epub 2014 Nov 27.

Schmitz K1, Barthelmes J1, Stolz L1, Beyer S1, Diehl O1, Tegeder I2.

Abstract

The association between vitamin D and multiple sclerosis has (re)-opened new interest in nutrition and natural compounds in the prevention and treatment of this neuroinflammatory disease. The dietary amount and type of fat, probiotics and biologicals, salmon proteoglycans, phytoestrogens and protease inhibitor of soy, sodium chloride and trace elements, and fat soluble vitamins including D, A and E were all considered as disease-modifying nutraceuticals. Studies in experimental autoimmune encephalomyelitis mice suggest that poly-unsaturated fatty acids and their ‚inflammation-resolving‘ metabolites and the gut microflora may reduce auto-aggressive immune cells and reduce progression or risk of relapse, and infection with whipworm eggs may positively change the gut-brain communication. Encouraged by the recent interest in multiple sclerosis-nutrition nature’s pharmacy has been searched for novel compounds with anti-inflammatory, immune-modifying and antioxidative properties, the most interesting being the scorpion toxins that inhibit specific potassium channels of T cells and antioxidative compounds including the green tea flavonoid epigallocatechin-3-gallate, curcumin and the mustard oil glycoside from e.g. broccoli and sulforaphane. They mostly also inhibit pro-inflammatory signaling through NF-κB or toll-like receptors and stabilize the blood brain barrier. Disease modifying functions may also complement analgesic and anti-spastic effects of cannabis, its constituents, and of ‚endocannabinoid enhancing‘ drugs or nutricals like inhibitors of fatty acid amide hydrolase. Nutricals will not solve multiple sclerosis therapeutic challenges but possibly support pharmacological interventions or unearth novel structures.

Direkt zur Studie: PubMed: „Disease modifying nutricals“ for multiple sclerosis.

Warum hilft Cannabis bei Entzündungen, Schmerzen… Veränderungen der microRNA könnte die Lösung sein

Die Forscher Prakash Nagarkatti und Mitzi Nagarkatti untersuchen seit Jahrzehnten an der USC (University of South Carolina) Medizinschule die Effekte der aktiven Inhaltsstoffe von Marihuana bei Autoimmunkrankheiten. Ihre Forschung in Bezug auf die molekulare Ebene und dem Effekt von THC darauf könnte neue medizinische Behandlungen hervorbringen.

In ihrer Studie behandeln die Forscher die Effekte von THC auf die microRNA, einer erst kürzlich entdeckten Variante von Molekülen. RNA reguliert die genetische Aktivität und die Verarbeitung im Körper und microRNA sind kleine RNA-Moleküle, die auch die Gene regulieren. Eine Veränderung der Moleküle, zum Beispiel in ihren Aktivitätslevel, könnte bei Krankheiten wie Arthritis, MS (Multipler Sklerose) und Diabetes helfen.
Die Forscher injizierten Labormäuse THC und analysierten die Effekte auf 609 verschiedene microRNA-Typen. Sie fanden heraus, dass 13 microRNA durch THC deutlich verändert  wurden. Die Ergebnisse werden im The Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.Der nächste Schritt der Studie wäre herauszufinden, welche microRNA rauf- oder runtergeregelt erden müssten um bestimmte Wirkungen auf Gene zu haben, und damit auf bestimmte Krankheiten. Forscher fanden eine starke Verbindung von microRNA und der Unterdrückung von Entzündungen. Sie glauben, dsas ihre Forschung Grundlegend sei für die Entwicklung potentieller Behandlungsmöglichkeiten für Entzündungskrankheiten und Krebs.

via smellthetruth

Neue Literaturübersicht: 200 Studien zu dem therapeutischen Potential von Cannabis von NORML

Grafik des NORML Booklet Cover - Cannabis in der TherapieIn dieser Woche hat die US-Amerikanische Legalize-Organisation NORML die vierte Auflage ihrer Literaturübersicht zu dem therapeutischen Nutzen von Cannabis veröffentlicht. Das Review umfasst nahezu 200 Studien und ist auf dem neusten Stand (2011).

„Emerging Clinical Applications for Cannabis & Cannabinoids: A Review of the Recent Scientific Literature“

In dem jetzt erhältlichen Bericht werden etwa 200 neu veröffentlichte wissenschaftliche Studien über die Sicherheit und Effektivität von Marihuana und seinen Komponenten in der Behandlung und Handhabung von neunzehn Krankheitsbildern besprochen: Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), chronische Schmerzen, Diabetes Mellitus, Dystonie, Fibromyalgie, gastrointestinale Störungen, Gliome und andere Krebs-Arten, Hepatites C, Humane Immundefizienz-Virus (HIV), Inkontinenz, arterielle Hypertonie, Multiresistente Staphyloccus aureus (MRSA), Multiple Sklerose, Osteoporose, rheumatischer Arthritis, Tourette Syndrom, Juckreiz und Atemstillstand im Schlaf.
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USA: Forscher entdeckten neuen Marihuanachemie-Rezeptor

9.8.: Hemmung des Rezeptors könnte zu effektiveren Schmerzmedikamenten führen und weitere therapeutische Effekte haben.

Diese Komponenten sind bekannt als „Endocannabinoide“ – eine Wortschöpfung aus „Endo“, Latein für „innen“ und Cannabis, der wissenschaftliche Name des Marihuana Pflanze. Das neuest entdeckte Cannabinoid, welches entdeckt wurde, trägt nun den Namen 2-AG und bindet an Rezeptoren auf Nervenzellen und Mikroglia. Mikroglia sind spezialisierte Zellen, welche die Überlassenschaften von abgestorbenen Zellen und Plaque aufräumen.

Zusammengefasst ist das Signal gedacht um Gehirnzellen neu zu sortieren und Entzündungen einzudämmen. Das könnte erklären, warum ähnliche Komponenten, welche beim Marihuanarauchen aufgenommen werden – und sich wohl an die gleichen Rezeptoren binden – die Symptome von vielen Krankheiten des Gehirns wie Multiple Sklerose, Gehirntumore, Huntingtons Krankheit und weitere Autoimmunerkrankungen sowie Neulogische Störungen mildern kann.

In ihrer Arbeit entdeckten die Forscher, dass 2-AG an ein Enzym bindet, welches ABHD6 genannt wird. Sie sagen, dass dieses Enzym, dessen Zweck vorher unbekannt war „ein wirklich ausgezeichnetes Mitglied des Endocannabinoid Nervensystems darstellt“

Weiterhin zeigte sich, dass dieses Enzym Wasser benutzt um 2-AG abzubauen, welches das Signal und die Effektivität senkt.

Mit dieser Entdeckung ist es möglich, das Enzym zu blockieren und somit die Wirkung von Stoffen im Cannabis oder ihre synthetischen Analoge zu verstärken. Es kann auch zu neuen Komponenten führen, welche der Aufspaltung mit Wasser widerstehen können. Egal wie – diese Forschung wird groß rauskommen und die heilsamen Effekte der Medikamente akzentuieren.

Die neue Studie wird in dem Magazin Nature Neuroscience veröffentlicht. Der führende Autor ist William R. Marrs, während der Seniorautor Dr. Nephi Stella, UW Professor der Pharmakologie und Psychiatrie ist. Die Studie wurde vom Nationalen Institut gegen Drogenmissbrauch (NIDA) und dem Nationalen Institut für generelle medizinische Wissenschaft, beides Teil des Gesundheitsministeriums finanziert. Insgesamt haben 19 Wissenschaftler an der Studie mitgearbeitet, darunter vom Scripps Forschungsinstitut und der Indiana Universität.

via dailytech

Pflegepersonal vs. Menschenwürde: Cannabispatient gefoltert

Empörungsemails können an: feedback@interiorhealth.ca gesendet werden.

Im kanadischen Brook Haven Care Centre in Kelowna/ British Columbia wurde ein Patient physisch gequält, weil er seine staatlich verordnete Medizin einnehmen wollte: Neil Nagy leidet an MS und nimmt am staatlichen Cannabisprogramm der kanadischen Regierung teil. Zu diesem Zwecke erhält er regelmäßig medizinisches Marihuana vom Staat. Um Dritte nicht zu belästigen, verlässt er zu Applikation im Regelfall das Hospitalgelände in seinem elektrischen Rollstuhl.

Das Pflegeheim, in dem er lebt, hat das nun zum Anlass genommen, ihn zu bestrafen, weil die Pfleger und Ärzte „nicht an den Nutzen glaubten“. Herr Nagys Rollstuhl wurde konfesziert und er so der Möglichkeit beraubt, sein Bett zu verlassen oder gar seine Medizin einzunehmen. (hajo)

Update

Es wurde mir zurückgeschrieben: „Thank you for your concern about our patient. His allegations are being reviewed and the results will be provided to him and his family. I can assure you that he is being provided with appropriate care.“

Quelle: Handicapped Man’s Wheelchair Seized Over Medical Marijuana

Video zum Thema mit Interview: