Gedenkveranstaltung für Drogentote in Moskau

Und so sehen Gedenkveranstaltungen für Drogentote in Moskau aus:

Am Internationalen Drogennutzer Tag, den 1. November 2009, haben sich Aktivisten vor der Förderalen Drogenkontrollbehörde (FDCS) in Moskau versammelt, um den Toten durch Drogen zu gedenken. Die Demonstranten legten Blumen und weisse Schuhe (das Symbol des Todes) auf die Treppen der Behörde um den vielen Leben, welche die russische Drogenpolitik fordert, zu gedenken.

Jedes Jahr sterben tausende von Menschen in Russland wegen drogenbezogenen Überdosierungen und Infektionen. Viele von diesen Toden hätten einfach verhindert werden können mit der Hilfe von evidenzbasierten schadensmindernen Programmen. Trotz der Effektivität dieser Programme führt die Anti-Drogenbehörde einen Krieg gegen die Drogengebraucher/innen. Und wie in jedem Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer.

Der friedliche Protest wurde brutal von der Polizei zerschlagen. Fünf Demonstranten wurden verhaftet für 5 Stunden, später mussten sie vor einen Richter. So reagieren die Russischen Behörden auf die Bürger, die ihre Meinung zu der Regierungspolitik sagen – und der Rest von Europa assistiert, weil sie ökonomische Interessen über Menschenrechte stellen.

Weitere Filme zu Drogenpolitik bei dem Drogenreporter

Blick nach Österreich: Hanfdorf Reingers

TheBlunTV, eine Videoproduktion von Legalisieren.at, ist unterwegs im „Hanfdorf“ Reingers in Östereich und zeigt eine dreiteilige Reportage über eine wunderbare Pflanze und Ihre Möglichkeiten. Das Hanfdorf ist auch ein tolles Ziel für den Urlaub, es ist sehr nahe an der Grenze zur Tscheschichen Republik gelegen.

Leider wissen noch viel zu wenig Menschen, das man über 50.000 Artikel aus diesem wunderbaren Rohstoff Hanf verarbeiten kann. Im Gegensatz zu anderen Indrustrie- und Baustoffen ist Hanf biologisch abbaubar und ausserdem voller Vorteile gegenüber vergleichbaren Materialien. (TheBlunTV)

Videobericht Hanfdorf Reingers Teil Eins

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Der WHO-Kokain Report den DU nicht sehen sollst

Coca Strauch IllustrationDie Publikation der größte Studie zu Kokain, die auf diesem Planeten erstellt wurde – und das schon in den frühen 90er Jahren von der UN Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von dem UN Inter-Regionalen Kriminalitäts- und Justiz Forschungsinstitut (UNICRI) bezahlt, wurde auf Druck der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) unterdrückt. Dies passierte, als klar wurde, dass in dem Bericht Fakten genannt werden, die direkt konträr sind zu den Mythen, Stereotypen und Propaganda die der „Krieg gegen die Drogen“ gebracht hatte. (Link zu Wikileak-Seite mit dem Bericht, Mirror 1, Mirror 2)

Quelle und Weiter bei Drugsense, The WHO cocaine report the US didn’t want you to see. Hat es bis in den Guardian geschafft.

Kurze Fassung

Zwei hervorragende Aussagen des WHO-Reports sind:

  • „Gelegentlicher Kokainkonsum führt nicht typischerweise zu großen oder kleineren physischen oder sozialen Problemen. [..] eine Minderheit der Personen [..] nutzen es gewohnheitsmässig für eine kürzere oder längere Periode, und litten nur an geringen oder garkeinen negativen Konsequenzen.“
  • Und: „Die Nutzung des Kokablattes hat anscheinend keine negativen Effekte auf die Gesundheit und hat positive Therapeutische, Sakrale und soziale Funktionen für die indigenen Menschen in den Anden.
  • (Update, um was negatives Einzubauen:) Die Kokainkonsumenten berichteten sehr oft Menschenrechtsverletzungen durch Polizeibeamte und die hohe Korruption in dem Justizapperat.Die Nutzer hätten klargemacht, dass ein solches Verhalten nicht gerade zu Änderungen ihres Verhaltens beitragen würde.

Update

Und hier ist der Link zu Wikileaks mit dem WHO-Kokainreport Dokument. 1995 wurde von der Regierung der USA gedroht, die Finanzierung für die WHO einzustellen, wenn der Report veröffentlicht werde.

Thailand: Internationale Drogenkontrollbehörde lehnt Verantwortung für Massenmorde ab


In dem am 5. März 2008 erschienen jährlichen Internationalen Drogenbericht für 2007 lehnt die INCB unproportionale Bestrafungen ab: Nach Ansicht der Kontrollbehörde sind die drogenbezogenen Fälle davon abhängig, ob sie in Übereinstimmung mit den Konventionen und dem Gesetz stehen. Dies sei darauf begründet, da die Konventionen nur auf einem Mindeststandard beruhen und weiterhin auch von den jeweiligen Landesregelungen und -Historie abhängig sei. Einige Staaten würden Drogengrosshändler verfolgen, während andere nur kleine Fälle bearbeiten würden.

“Gerechte Strafen seit 1988″

Der Report sagt aus, dass mit der Konvention von 1988 einige Staaten als “sichere Hafen” für Drogentransporteure gebrandmarkt wurden. Mit dem Abschluss der Konvention werde vermehrt darauf geachtet dass mehr Aktivitäten gegen den Drogentransport unternommen werden sollte. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Bestrafungen gerecht wären: Entzug der Freiheit, Geldstrafe und Sanktionen,wie zum Beispiel Konfiszierung. Hinsichtlich in regionalen, als auch in lokalen, wie auch im Bezug zum Endkonsumenten, sollen die Strafen progressiv reduziert werden. Die Konvention behandele Endkonsumenten wie Kriminelle. Die Form der Bestrafung solle aber geringer Ausfallen als bei Drogentransport.


Von der Polizei erschossener Drogendealer

Die schwarze Liste

Trotzdem wurden weiterhin überzogene Urteile gefällt. Ein erschreckendes Beispiel nimmt dabei Thailand ein. Die Regierung hat kurz vor dem Erscheinen des Internationalen Drogenreports 2007 angekündigt 4000 Personen zu töten. Schon 2003 wurden “Schwarze Listen” erstellt, die dann mehr oder weniger offiziell Abgearbeitet worden sind. Selbst das Regime musste feststellen, dass über die hälfte der Beschuldigten völlig Unschuldig seien.

Weiteres dazu:

Quelle: Die Hanfplantage, http://www.hanfplantage.de


Community March July 11, 2004 Bangkok, Thailand The Opening Day of the XV International AIDS Conference