Drogengebrauch in der Schwangerschaft wird nicht mit schlechten Abschneiden in der Schule in Verbindung gebracht

Das Onlinejournal „Vulnerable Children and Youth Studies“ hat vor kurzem die Ergebnisse einer Studie durch ein Team Wissenschaftler von dem Boston Medical Center vorgestellt. Diese Studie zeigt, dass der Konsum von Kokain, Tabak und Marihuana während der Schwangerschaft keine Effekte auf die akademische Laufbahn der Kinder habe. Auf der anderen Seite zeigt sie, dass Kinder, die dem Alkohol während der Schwangerschaft der Mutter ausgesetzt sind und kein fötales Alkoholsyndrom zeigten, schlechter bei den Tests, insbesondere in Mathematik, logischem Denken sowie Sprache, abschnitten.

Es wurde angenommen, dass der Konsum von Kokain (bzw. Crack-Kokain) während der Schwangerschaft das Kind beeinträchtigen, so dass die akademischen Leistungen niedriger seien. Die Frage war, ob diese Ergebnisse nur von dem Konsum des Kokains kommen, oder ob es eher an anderen Drogen, die meist mit im Spiel sind, liege, wie Alkohol, Tabak und Marihuana und dass diese die Kinder anders beeinflussen.

Die Studie untersuchte die akademischen Leistungen von 119 Personen: 11 Jahre alte Kinder in Vorstädten mit wenig Einkommen. Diese Kinder wurden in die Querschnittsstudie gesteckt. Die Leistungen wurden nach dem Wechsler Individual 15 Achievement Test-Second Edition, WIAT-II, bewertet und das Ergebnis war, dass der Konsum der Mutter von Kokain, Marihuana und Tabak während der Schwangerschaft nicht mit schlechten Leistungen korrelierte. Der führende Autor der Studie, Ruth Rose-Jacobs, ScD, Professor für Pediatrik an der Boston Universität für Medizin sagte: „Unsere Resultate sind konsistent und zeigen weitere Anhaltspunkte, dass einem Aussetzen von Kokain während der Schwangerschaft bei Schulkindern aus polytoxischen Verhältnissen und psychosozialen Stressoren nicht mit vorhergesagten schlechteren Leistungen zusammenhängen.

Bezugnehmend auf Alkohol während der Schwangerschaft und dem schlechteren Abschneiden bei Tests ist dies signifikant, da die Analysen entsprechend für die anderen Substanzen überprüft wurden. Auch hatten alle Kinder, die an der Studie teilgenommen haben, keinerlei Anzeichen für das fötale Alkoholsyndrom, welche den Test beeinflussen hätte können.

Schlechte Testergebnisse von Kindern, die dem Alkohol während der Schwangerschaft ausgesetzt waren sind von potentieller Wichtigkeit bei der Bildung. „Die Studienergebnisse zeigen, dass Kinder mit der Vergangenheit von selbst geringer Aussetzung von Alkohol während der Schwangerschaft und die schulische Schwierigkeiten insbesondere bei Arithmetik haben und depressive Phasen erleben, sollten eigenständig evaluiert werden sollten um bessere Möglichkeiten und Methoden der Bildung, die auf sie zugeschnitten sind, bekommen können.“ so Rose-Jacobs.

Für die komplette Studie kann auch Gina Digravio vom BMC angeschrieben werden: Gina.Digravio@bmc.org .

via Doctortipster und Boston University

Ähnliche Beiträge

Die Drogenpolitische Woche der USA Nachdem wir jetzt einen russischen UN-Drogenzar im Amt haben, wenden wir den Blick wieder auf die USA. Dort ist eine sehr spannende Woche zu Ende gega...
Kalifornische Bierbrauer gegen die Hanf-Entkrimina... Es geht hoch her in den USA zur Volksabstimmung über die Entkriminalisierung von berauschenden Marihuana für Personen über 21 Jahren in "geringer Meng...
Statement des JES Netzwerkes zur Situation und Bür... Am 25.3.2009 wurde im Neuen Deutschland ein Artikel mit einem Interview mit Dirk Schäffer, Sprecher des Netzwerkes "Junkies Ehemalige und Substituiert...
Komasaufen mit Mechthild Dyckmans (FDP) Endlich stellt mal jemand die essentiellen Fragen. Bei der Veranstaltung "Hip Hop gegen Komasaufen", einem von den Privaten Krankenversicherern mit 10...