UK: 12000 Kinder wegen Drogen verhaftet; Fragwürdige Forscher lehnen Schadensminderung ab und wollen mehr Überwachung

Der Dailymail berichtet von einer Statistik in Großbritannien, nach der etwa 12000 Kinder unter 16 Jahre wegen Drogendelikten im letzten Jahr verhaftet worden sind. Als wenn das nicht schon erschreckend genug wäre, was mit diesen Menschen passiert, wenn sie erst einmal in den Fängen der Justiz und der Psychiater gelangen, kommt es in dem darauf folgenen Artikel dazu, von Kathy Gyngell, einer Wissenschaftlerin am Zentrum für Politikstudien noch besser. Sie verteufelt international anerkannte schadensmindernde Massnahmen und wünscht sich mehr Überwachung in den Schulen. Einige der von ihr kritisierten Maßnahmen scheinen auch mir nicht so sinnvoll zu sein, aber es liegt eher in den Händen der Evaluierung, ob die Maßnahme etwas bringt, oder nicht. Das sind ziemlich fragwürdige Standpunkte für eine Forscherin, die Schadensminderung ablehnt und mehr Überwachung und Eindringen in die Privatsphäre, letztendlich dem Körper, an Schulen möchte.

Hier ein paar Auszüge:

„Auf der „Deine Meinung“ Seite sagt [er, Drogen hätten ihn positiv und sicher gestimmt, mit Zeilen wie „ich liebte es bekifft zu sein – das schiebt die schlechten Zeiten beiseite, und die guten Überschatten sie. Nur mit Abhängigkeit und abhängigen Konsum müsse man aufpassen, sagte er und bezieht sich damit auf die Informationen von FRANK (einem Präventionsprogramm in UK). Etwas spät für Eltern von unwiederbringlich durch Cannabis geschädigte psychotische Teenagern.

Die Psyche von Kindern und Jugendlichen ist natürlich etwas Schützenswertes, wird aber kaum einen heranwachsende Person an der Neugier hindern. Etwas Verbotenes fördert die Neugierde noch mehr. Und wenn dann doch die Neugierde siegt, gibt es in einem unkontrollierten Schwarzmarkt keine Qualitätskontrolle oder Schutz vor eventuellen Schädigungen. Aber weiter zum Text:

„[..] die Regierung lehnt ernsthafte Präventionsprogramme ab, die keine „wissenschaftliche Haltbarkeit“ hätten, jene zu Rechtfertigen – bevor sie sie überhaupt ausprobiert haben.

Dennoch haben einige Schulen die Effektivität von Spürhunden und Drogentests demonstriert. Sowohl in Schweden als auch in den USA sind schon seit einigen Jahren, effektive, durch die Polizei durchgeführte, Schulpräventions und Interventionsprogramme am laufen. Mit dramatischeren Reduzierungen von Drogengebrauch unter Jugendlichen als hier.“

Wie schlimm kann man eigentlich sein, kleinen Menschen Hunde und Drogentests bis in die Blase hinein aufzuzwingen?

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