USA: Eine Verhaftung alle 19 Sekunden wegen einer Drogenstraftat

Neue Zahlen des FBI zeigen den Fehlschlags des „Kriegs gegen die Drogen“

Grafik zu Drogenverboten - Erinnerst du dich an die Prohibition? Sie funktioniert noch immer nicht!Washington, D.C. – Ein neuer FBI Bericht, welcher am heutigen Tag veröffentlicht worden ist, zeigt dass eine Verhaftung wegen Drogen alle 19 Sekunden in den USA geschieht. Eine Gruppe von Polizeibeamten und Richtern, welche die Legalisierung und Regulierung der Drogen fordert, zeigt an den Statistiken, dass mehr als 1,6 Millionen Drogeninhaftierte seit 2010 der Beweis sind, dass der „Krieg gegen die Drogen“ ein Fehlschlag ist, der niemals gewonnen werden kann.

„Seit der Eröffnung des „Krieges gegen die Drogen“ vor 40 Jahren haben wir Abermillionen von Menschen eingesperrt mit dem Ziel, den Drogenkonsum zu reduzieren. Tatsächlich zeigt der Fakt, dass unsere Polizisten im letzten Jahr viel Zeit damit verbrachten, 1,6 Millionen Mitbürger zu verhaften, dass es einfach nicht funktioniert. In der heutigen Ökonomie können wir es uns nicht leisten, drei Personen pro Minute zu verhaften für den Fehlgeschlagenen „Krieg gegen die Drogen“, so Neill Franklin, ein Drogenfahnder aus Balitmore im Ruhestand, der nun die Gruppe „Strafverfolger gegen die Prohibition“ (LEAP) führt. „Wenn wir die Drogen legalisieren und besteuern, könnten wir nicht nur Gelder durch das Einstellen der grausame Politik der Inhaftierung freigeben, wir können die Gesellschaft sicherer machen, indem die Kartelle und Banden, welche jetzt den Schwarzmarkt kontrollieren. austrocknen.“

In seinem Buch „The Murderers“ und in verschiedenen Interviews offenbarte er, dass ihm die Drogenpolitik immer nur als Machtinstrument zur Durchsetzung der Interessen der äußeren Rechten diente. (Aus Wikipedia: Harry J. Anslinger)

Der heute Veröffentlichte FBI Bericht, welcher an dieser Stelle gefunden werden kann, zeigt dass 81,9 Prozent aller Verhaftungen in Zusammenhang mit Drogen nur wegen Besitzes stattfanden und 45,8 Prozent aller Verhaftungen im Zusammenhang mit Drogen wegen dem Besitz von Marihuana.
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Polen: Hanfdemo geht in Polizeigewalt unter

Wie in vielen anderen Ländern fand auch in Polen der Global Marihuana March – eine globale Demonstration für die Legalisierung von Cannabis – in Warschau statt. Auch diese Demo wurde wie viele andere Demo’s aufgezogen: mit einem Protestmarsch, der auf die sinnlosen Marihuanagesetze aufmerksam machen will und zu zeigen, dass die Konsumenten und Gebraucher von Hanf zusammenstehen und für eine Veränderung in der Gesellschaft kämpfen.

Massenhaft Polizei gegen den Global Marihuana March in Warschau, Polen

Während des Protestzuges wurden einige Personen wegen dem Besitz von Marihuana verhaftet und zu einer nahen Polizeistation gebracht. Kurz darauf sind die Demonstranten zu dieser Polizeistation gegangen um nach der Freilassung ihrer Freunde zu fragen. Hier ist, was sich dann abgespielt hatte:


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Brasilien: Richter sagt, alles müsse Legalisiert werden

Schau dir mal dieses kurze Video von dem brasilianischen Richter Maria Lucia Karam an, der dem Al Jazeera erzählt, warum alle Drogen weltweit legalisiert werden müssen, wenn wir die gewalttätigen Kartelle stoppen wollen. Unterstütze die Kampagne, die auf der Youtube-Seite verlinkt ist, es hilft uns, die Info weiterzutragen.

SAFER boykottiert Starbucks

Die Organisation SAFER (Safer Alternative for Enjoyable Recreation) hat zum Boykott von Starbucks aufgerufen. Starbucks unterstützt mit ihrem Geschäft die Organisation „Colorado Drug Investigators“ (CDIA), die mit Bildern von Gewalt ihre Agenda verbreitet. Es scheint, dass es bei der CDIA mehr um Arbeitsplatzsicherung geht als um das wohlergehen der Menschen.

Natürlich kann man sich auch über andere Dinge bei Starbucks empören: Wie z.b. Knebelverträge mit den Kaffeebauern…

Folge dem Link zu der Kampagne und schicke E-Mails an die Geschäftsführung von Starbucks und andere, um dich über diese Geschäftspolitik zu empören!

Logo zum Starbucks Boykott

Update

WhyProhibiton hat eine E-Mail gesendet, in der es heisst, dass Starbucks eine offizielle Presseerklärung veröffentlicht hat, in der sie sich von der CDIA, einer Anti-Medizinisches Marihuana Gruppe, distanzieren. Es ist nicht viel bekannt über die Colorado Drug Investigators Association (CDIA) Gruppe. Insbesondere, seitdem ihre Webseite seit dieser Öffentlichkeit offline genommen wurde. Alles was wir wissen, ist, dass der Vorstand der CDIA besetzt ist durch Mitglieder der Drogenstrafverfolgungsbehörden.

Aus der Zeitung Seattle Post Intelligencer:

Starbucks sagt, dass die Firma keine finanzielle Unterstützung für diese Gesetzeshütergruppe in Colorado gibt.

„Diese Organisation scheint uns zu attackieren, da eine örtliche Gesetzeshütergruppe in Colorado unser Logo auf ihre Webseite gestellt hat. Starbucks hat dazu keine Stellung bezogen, sagt die Presseerklärung weiterhin. „Wir haben großen Respekt für die Männer und Frauen der örtlichen Strafverfolgung. Dennoch haben wir keine dieser Organisationen durch unsere Firma gesponsort. Es gehört zu der Eigenständigkeit der Läden, Gruppen, die in der Nachbarschaft aktiv sind, zu unterstützen. Unsere Läden unterstützen Organisationen öfters dadurch, dass sie Kaffee für Veranstaltungen spenden.“

Das ist eine gute Neuigkeit für Aktivist/innen in der Drogenpolitik, da es bedeutet, dass Starbucks nicht mit der Prohibitionslobby assoziiert werden möchte! Gratulation an alle, die Starbucks kontaktiert haben!

UK: Republikanische Antidrogen Gruppe versteckte Rohrbomben

9.12.2009: Eine Gruppe die sich selbst „Republikanische Aktion gegen Drogen“ nennt, hat gesagt, dass sie fünf Rohrbomben in Londonderry platziert haben. Die Gruppe beschreibt dies als „eine Serie von koordinierten Attacken“. Zwei der Geräte wurden in Autos in dem Bezirk Creggan am Sonntag Nacht deponiert und zündeten nicht, während ein Auto in dem Bezirk Buncrana Road von weiteren zwei Geräten attackiert wurde. Ein fünftes Gerät wurde hinter einem Haus in dem Bezirk Bogside deponiert.

In einer Stellungnahme im Derry Journal, sagte die Gruppe „RAAD“, dass fünf Geräte deponiert worden sind, von denen drei explodierten.

„RAAD hatte zwei Personen interviewt, die Hanfsamen gekauft hatten, Lampen und hydroponische Ausrüstung. Sie bauten die Samen erfolgreich in einer Drogenfabrik an. Das Geld daraus sollte für das Kokaingeschäft genutzt werden. Das wird nicht toleriert.“

Es zeigte sich auch, dass die Autos, die durch RAAD angegriffen worden sind in dem Bezirk Creggan, einem Mann gehörten, den diese Organisation schon fünf mal in diesem Monat in die Beine geschossen hatte.

via newsletter.co.uk

S.W.A.T. Bitte nicht schiessen!

Heute erreichte mich eine eMail vom DRCNet aus den USA:
S.W.A.T. shooting at you
Die Grafik zur linken ist von der Webseite des SWAT Teams in Lima, Ohio, USA. Januar 2008 hat das Team das Haus von Tarika Wilson und Anthony Terry im Rahmen einer normalen Strafverfolgung wegen Drogen gestürmt. Ein Mitglied des SWAT Teams schoss und hat Wilson – einen unbewaffneten 26-jährigen – getötet, sowie einen Finger des Ein-Jahr alten Sohnes, den er hielt, abgeschossen. Ein weiteres Mitgied von SWAT hat die zwei Familienhunde getötet. Die Polizeistation hat danach diese Grafik von ihrer Webseite genommen. Wilson’s Killer wurde wegen zwei Ordnungswiedrigkeiten versetzt und arbeitet weiterhin für die Polizei, allerdings nicht mehr im SWAT Team.

SWAT wurde für Notfall oder sehr intensive Situationen erschaffen, wie Geiselnahme oder Scharfschützen. Heutzutage sind die SWAT Teams in mehr als 50.000 Einsätzen unterwegs, in den meisten Fällen kleinere Drogenrazzien. Das ist gefährlich und falsch, wie die Tötung von Wilson, die Verstümmelung des Kindes – und das Bild, wie sich SWAT vor diesem Vorfall dargestellt hat. Schaue dir das folgende Video an, „SWAT Razzien – Niemand ist sicher„, leite es an Freunde weiter, vor allem US-Bürger, oder stelle es auf deine Webseite.

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GHB/GBL Diskussion: Take Back The Night – Sexismus bekämpfen, Vergewaltigungen verhindern! / Drink Spiking

Take Back The Night
Sexismus bekämpfen, Vergewaltigungen verhindern!

Ihr habt euch die neuen Schuhe angezogen, den coolen Glitzergürtel umgelegt und freut euch die ganze Woche schon auf die anstehende Party.

Zusammen mit anderen tollen Menschen wollt ihr das Leben genießen, euch austoben und einfach eine schöne Zeit haben. Davon wollen wir euch auch gar nicht lange abhalten, sondern wünschen euch viel Spaß.

Bitte achtet dabei aber auch darauf, dass die Party für euch oder andere nicht zur negativen oder gar grausamen Erfahrung wird:

Immer wieder gibt es Berichte vom und Diskussionen um den gezielten Einsatz der Droge GHB als Waffe zur geplanten Vergewaltigung bei Parties und Afterhours. Dabei wurde Menschen (in der Regel Frauen) die Droge versteckt verabreicht, um sie in ihrer Wahrnehmung und ihren motorischen Fähigkeiten so weit einzuschränken, dass sie sich vor Angriffen auf ihre psychische und physische Integrität, meist in Form von Vergewaltigung, nicht mehr schützen konnten.

So etwas darf nicht passieren und wir alle können und müssen etwas dafür tun, Vergewaltigungen zu verhindern.

Deshalb: Wenn Situationen komisch wirken, sprecht das an!

Wenn Leute den Eindruck machen, sie hätten keine Kontrolle mehr über sich, dann sorgt dafür, dass sie sich sicher ausruhen können, lasst sie nicht allein!

Wenn ihr sexuelle Handlungen bemerkt, bei denen eine_r der Beteiligten nicht mehr anwesend zu sein scheint, dann geht euch das was an!

Lieber einmal mehr nachfragen, als einmal zu oft nicht hingesehen zu haben!

Wir alle sind verantwortlich für das, was auf einer Party und in anderen Situationen passiert, in denen wir uns bewegen.

Was dabei jedoch auch bedacht werden muss ist, dass Vergewaltigungen die unfassbare und grausame Spitze eines Eisbergs sind. Denn auch und gerade bei Partys kommen sexistisches Verhalten und Grenzüberschreitungen vor, die ein gesellschaftliches Klima schaffen, welches Vergewaltigungen überhaupt erst möglich macht. Wenn z.B. die alltägliche Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts einfach so hingenommen wird, dann schafft diese Akzeptanz auch die gesellschaftliche Grundlage für sexualisierte Gewalt gegen sie.

In diesem Sinne muss auch dieses Problem bekämpft werden, um Vergewaltigungen zu verhindern. Die Rede ist von Sexismus.

Mit diesem haben wir auf die eine oder andere Art und Weise alle zu kämpfen. Sexismus ist freilich mehr als Blau vs. Pink, Bohrmaschine gegen Wischmob oder Spielzeugauto vs. Barbiepuppe.

Allerdings geht die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts tatsächlich mit einer allgemeinen Strukturierung und Unterteilung der Gesellschaft in unterschiedliche Bereiche , die jeweils ziemlich eindeutig Geschlechtern zugeordnet sind, einher. Diese als männlich oder weiblich gedachten Tätigkeiten, Gefühlsregungen, gesellschaftliche oder ökonomische Positionen sind ausgehend von ihrer geschlechtlichen Zuordnung hierarchisch geordnet.

Insgesamt sind die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen wir uns bewegen sehr komplex und auf die eine oder andere Art sind wir alle daran beteiligt und von ihnen geprägt, so auch vom Patriarchat. Deshalb haben auch wir alle die Verantwortung uns damit weitergehend auseinander zu setzen und diese Zustände zu bekämpfen.

Sexismus muss als gesamtgesellschaftliches Phänomen betrachtet werden und darf nicht als Einzelfall oder Privatsache eingestuft werden.

Ob wir oder andere uns sagen, wir müssten Kinder kriegen und uns für die Familie aufopfern, weil wir Frauen seien oder ob wir immer stark sein müssen, weil wir Männer seien. Das alles ist Sexismus.

Auf Partys kann das praktisch schon ein aufdringliches Antanzen oder auch ein unangenehmes Anmachen sein. Vielleicht hast du auch schon Situationen erlebt, wo du selbst die Grenzen von anderen überschritten hast oder wo du Grenzüberschreitungen erlebt hast.

All das ist bislang alltäglich und deshalb müssen wir, um Sexismus zu bekämpfen, alle gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Daher achtet auf das Einhalten von Selbstverständlichkeiten, damit sie es auch bleiben:

Wichtig ist zu respektieren, dass jede Person selbst bestimmt, ab wann es für sie unangenehm wird – und daran sollten sich andere dann auch halten.

Wenn du möchtest, dass andere eine gute Zeit haben, dann sei sensibel und sprich mit ihnen.

Achte darauf, dass sie sich nicht von dir bedrängt oder überrumpelt fühlen.

Durch sexistisches Verhalten aber insbesondere dadurch, dass Vergewaltigungen passieren, bekommen Menschen das Gefühl von Angst und Unsicherheit, entschließen sich dann besser zu Hause zu bleiben oder sich von Beschützern abhängig zu machen, obwohl sie vielleicht viel lieber alleine ausgehen würden.

Auch das dürfen wir nicht zulassen! Wir wollen nicht, dass eine_r sich einschließen muss vor lauter Angst!

Vergewaltigungen und Sexismus haben nur dann keine Chance, wenn sich alle gemeinsam dagegen wehren und aufeinander achten.

Was deine Grenzen überschreitet, entscheidest dabei ganz allein du selbst. Das kann schon bei ätzenden Anmachsprüchen oder Anstarren anfangen. Wenn du dich in deiner Situation unwohl fühlst, ist es dein gutes Recht, das deutlich zu machen und von anderen darin unterstützt zu werden.

Gleichzeitig bedeutet das auch: Achte darauf, die Grenzen von anderen Menschen wahrzunehmen und zu respektieren.

Die Verantwortung für einen guten Umgang miteinander kann nicht nur bei den Betroffenen von sexistischen Grenzüberschreitungen lieben.

Deshalb noch einmal: Schaut hin, fragt nach, wenn nötig greift ein und holt euch Unterstützung!

Wir können gemeinsam Handeln, wir alle können etwas dafür tun, dass Sexismus auf unseren Partys keinen Platz mehr hat.

Damit es für alle eine schöne Party wird.

Anmerkung von der Hanfplantage: Meiner Meinung nach ist auch die Fixierung der Medien auf bestimmte Substanzen Sexismus und lenkt vom eigentlichen Problem ab!

Veröffentlicht auf der Hanfplantage, www.hanfplantage.de
Autor_in unbekannt, Text von einem Flyer von einer Party

PS: Wenn du diesen Artikel wichtig findest, freue ich mich über deine Stimme dafür bei Yigg

World Wide Marijuana March – Presserundschau – Moskau, Brasilien, Antwerpen

Worldwide Marijuana March in Moskow: the continuation

Nach der Repression bei dem Moskauer GMM im Jahre 2007 haben wir die Idee, einen Marsch zu organisieren verworfen und haben uns selbst auf einen Cannabis Spaziergang beschränkt, wie es ihn auch 2006 gab. Vor zwei Jahren war unsere Aktion ein grosser Erfolg. Keine Cannabisaktivisten verhaftet, die Polizei war einigermassen freundlich und alle Spaziergänger konnten die ganze Zeit über Sprechen, Singen, Trommelspielen und so weiter. In diesem Jahr hofften wir, etwas ähnliches zu organisieren.

Wir haben ein offizielles Statement auf der Cannabis Legalize League Webseite veröffentlich, so dass sowohl Regierung als auch Aktivisten sehen konnten dass es keine Märsche in Moskau 20008 geben wird. Wir bieteten unseren Unterstützer_innen an, zu der “Freundschaft der Nationen” Fontaine bei dem Alles-über-Russland Ausstellungszentrum. Es sollten keine Banner oder andere Arten von politischer Propaganda mitgebracht werden: nur thematisch passende Kleidung, hervorragende Stimmung und musikalische Instrumente.

Kurz nachdem unser Statement veröffentlich war, sahen wir uns aggressiven Reaktionen aus der Föderalen Drogenkontrollbehörde FSDC ( eine Institution wie der US-Amerikanischen Drug Enforcement Agency (DEA) ) gegenüber. In einem Interview mit einer der meist bekannten russischen Nachrichten Agentur hat der Direktor der FSDC unsere Aktionen wie folgt kommentiert:

“Die Legalisierung von Cannabis als Droge ist steht ausser Frage. Dieses Thema muss überhaupt nicht diskutiert werden. Solche Aktionen sind die größten Brüche des Friedens und Hooliganismus. Das sind schlimme Auswüchse, auf welche die Behörde der inneren Sicherheit und Psychiater reagieren sollten.”

Als wir zu dem “Freundschaft der Nationen” Denkmal am 3. Mai um 15 Uhr nachmittags kamen, mussten wir feststellen dass die Fontaine von Truppen der OMON (eine russische Spezialeinheit der Polizei, die z.b. auch im Tschetschenienkrieg eingesetzt wird) und Metallzäunen abgeriegelt war. Mitglieder von OMON und nicht-uniformierte Menschen fischten sich verdächtige aus der Masse herraus und es machte keinen Unterschied ob es ein Rastafari, ein Punk, ein Emo oder nur ein langhaariger Typ war.

In nur wenigen Minuten wurden acht Personen ohne einen Grund festgenommen. Einige von ihnen wusste nichts von unserer Aktion und kamen zum Russland Ausstellungszentrum um nur Spass an ihrem freien Tag zu haben. Alle Journalisten, die es geschaft haben den Verhaftungen zu entgehen, wurden gezwungen ihre Videos und Fotos zu löschen, unter der Androhung von Arrest und der Zerstörung ihrer Kamera.

40 Minuten später sass ich in Gesellschaft von acht oder zehn Personen in 200 meter entfernung zur Fontaine. Wir taten nichts und verbrachten unsere Zeit mit Gesprächen und dem warten auf weitere Aktivisten, so dass wir zu einem ruhigeren Platz gehen konnten.

Kurz bevor wir den Platz verlassen wollten kam eine Gruppe von OMON zu uns uns sagte uns, dass wir auf unseren Plätzen bleiben sollen. Ich kann mich noch gut anden Marsch im letzten Jahr Erinnern und da es möglich war, versuchte ich wegzurennen. Ich hatte Glück und schaffte es bis zum Russland Ausstellungszentrum als ein Fusstritt einer nicht-uniformierten Person mich stoppte. Zwei Sekunden freier Fall – und ich lag auf dem Boden. Ich konnte nicht selbst aufstehen und Truppen von OMON begannen mich zu schlagen. Ich erinnere mich nicht mehr daran wie ich in den Militärbus kam. Meine linke Seite war verletzt, aber die Männer im Bus gaben mir keine medizinische Hilfe. Ich bekam erst auf dem Polizeirevier etwas Hilfe.

World Wide Marijuana March 2008 in Moscow - Einiges an Verletzungen
Die Behandlung auf dem Polizeirevier war um einiges besser als letzes Jahr. Nur ein Typ von 15 unserer festgenommenen Unterstützer_innen hatte größere Probleme mit der Polizei. Es hat uns zwei Stunden gekostet den Grund für unsere Verhaftung zu erfahren. Er klang total lustig und absolut illegal.
Der Grund war, dass der Förderale Drogenkontrolldienst nur mit uns sprechen wollte über die Risiken von Drogen und unseren Aktivitäten sie zu legalisieren.
Nach drei Stunden im Polizeirevier wurden alle von uns freigelassen ohne Anklage, Geldstrafe oder Aufzeichnungen und konnten den Cannabis Spaziergang fortsetzen.

Als Resultat dieses ambivalenten Gesprächs mit den Repräsentativen der Gesetze habe ich jetzt eine Fraktur eines Schlüsselbeins und einige weniger schmerzhaft aber effizientere Verletzungen – einge gute Illustration ihrer Art ein Gespräch zu führen als auch eine gute Gelegenheit für weiteren juristischen Kampf.

Montag, 5. Mai 2008
Quelle: Political lytdybr, A diary of Russian political activist, “Worldwide Marijuana March in Moscow: the continuation ”

Brazil GMM 2008 under repression

In Brasilien wird auch sehr viel gegen den World Wide Marijuana March getan. Von den 10 Städten, in denen der WWMM organisiert wird, hat die Justiz den Aufzug in sechs Städten verboten!

Als Bürger einer Demokratie sind wir sehr enttäuscht und bitten um eure Unterstützung und die aller anderen Marijuana Marsch Organisator_innen.

Wenn du eine Flagge für uns in deiner Stadt hissen kannst, würden wir uns sehr freuen! Bitte mach ein Foto davon und schicke es uns. Die Fotos werden in einem Forum zur Dokumentation der Prohibiton veröffentlicht.

Vielen Dank und einen schönen Marsch für euch!

Realease the Green! PEACE AND JUSTICE FOR ALL
Marcha da Maconha Brasil 2008

http://www.marchadamaconha.org/

Quelle: Cannabis Culture Forum

Antwerpen: Verhaftungen beim World Wide Marijuana March 2008

Liebe Freunde,

World Wide Marijuana March 2008 in Antwerpen
beim heutigen World Wide Marijuana March in Antwerpen wurden vier Mitglieder von “Trekt Uw Plant” (Zieh deine Pflanze auf, Anm. d. Red.) verhaftet mit der Begründung dass sie einen Samen gepflanzt hätten. Einige andere Personen wurden Verhaftet, da sie gegen die vorherigen Verhaftungen protestierten. Details werden noch folgen.

Mittlerweile sind alle frei und sicher nach sechs Stunden Gefangenschaft und Verhör. Die WWMM Aktion konnte dann weitergehen und wurde von etwa 150 Personen besucht. Die Aktion war nicht als Blow-In (ein Open Air Cannabis Konsumraum), wurde aber einer nach dem Einschreiten der Polizei als natürliche Konsequenz dafür, dass die Leute aus Angst vor der Polizei an einen Platz zusammenkamen.

Bücher, T-Shirts und Flyer wurden alle Konfisziert, auch 84 Samen und drei Personen mit Cannabis in ihren Taschen. Diese Personen hatten alle weniger als die offiziell tolerierten 3 Gramm dabei!

Diese Polizeiaktion war anscheinend politisch motiviert durch den Bürgermeister von Antwerpen, Patrick Janssens (auch bekannt als El Kapoen), welcher den Einsatz direkt bestellt hat ohne die Konsultation der Justizbehörden oder der Anzeigenanhme der Antwerpener Polizeikräfte.

Die Antwerpener Polizei gab uns die Erlaubnis für diese Veranstaltung und wusste genau darüber bescheid was wir machen wollten: Für jedes Mitglied des Vereins “Trekt Uw Plant” einen Samen einer Cannabispflanze einpflanzen.

Die Veranstaltung wurde gefilmt – die besten Scenen davon sind bald fertig..

Best wishes,

Joep/Kris/Martin/Jos/Philippe

4. Mai 2008
Quelle: Trekt Uw Plant, Belgien

Die Texte sind unter Nennung der Autoren frei zu verwenden.