Eine seltsame Krankheit geht unter den Politikern um

Foto des ehemaligen Präsidenten Polens,Aleksandr Kwasniewski. Quelle Wikipedia, RegierungsfotoDer ehemalige Präsident Polens ist das letzte Opfer des Ruhestand-Drogenpolitik-Erleuchtungs-Syndrom und der erste registrierte Fall in Osteuropa.

Ein Geist geht um auf der Welt – der Geist der Reform in der Drogenpolitik. Alle Macht der alten Welt hat sich in einer heiligen Allianz versammelt um diesen Geist auszutreiben: Der Papst und der UN Drogenzar, Putin und Obama, die Parteivertreter in China und Amerikanische Strafverfolger.

Aber selbst unter Mitgliedern dieser heiligen Allianz ist diese seltsame neue Epidemie ausgebrochen. Wissenschaftler nennen es das „Ruhestand Drogenpolitik-Erleuchtungs Syndrom“ auch „Post-Retirement Drug Policy Enlightenment Syndrome“ (PRDPES) im Englischen. Am meisten kommt es bei ehemaligen Strafverfolgungsbeamten und ehemaligen politischen Entscheidungsträgern vor. Die dafür empfindlichsten Personen sind jene, die vorher einen signifikanten Teil zu dem „Globalen Krieg gegen die Drogen“ beigetragen haben. Symptome dieser Krankheit sind Gewissensbisse, das Verneinen konventioneller Glaubensgrundsätze, radikale Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und ein starker Trieb, die Drogenpolitik zu reformieren.

Einige der PRDPES Patienten haben neue Lobbygruppen gegründet um lebensrettende Maßnahmen für die durch den Krieg gegen Drogen zerstörten Gemeinschaften zu bewerben. Ein Beispiel ist LEAP, Law Enforcement Against Prohibition (Strafverfolger gegen die Prohibition), die größtenteils aus ehemaligen Polizeibeamten, Strafverfolgern und Richtern besteht und viele von ihnen waren leidenschaftlicher Krieger im Krieg gegen die Drogen, bis sie die Krankheit erreichte. Die Epidemie hat sich am meisten unter ehemaligen Lateinamerikanischen Präsidenten ausgebreitet, welche der „Globalen Kommission zur Drogenpolitik“ beigetreten sind um eine Reform der Drogenpolitik zu bewerben.


Video der HCLU über die polnische Drogenpolitik – mit englischen Untertiteln (über die Youtube Funktion)

Der letzte PRDPES Fall konnte in Osteuropa verzeichnet werden. Der ehemalige Präsident von Polen, Aleksandr Kwasniewski, ehemals ein starker Befürworter von strengen Drogengesetzen in seinem Land, ist das neueste Opfer. In einem eigenen Artikel in der New York Times zeigt er offensichtliche Symptome der Krankheit. Er gibt etwas zu, was ein gesunder politischer Entscheidungsträger niemals machen würde – das er falsch gelegen habe. Darüber hinaus möchte er politische Führer in anderen Regionen der Welt von den Empfehlungen der Kommission überzeugen, sie an Board holen und Politik machen, die den Menschen wirklich helfe.

via drugreporter

Update Kanada

CMAJ zufolge sagt eine der ehemalig höchsten Richtern in Kanada, Louise Arbour, dass die neuen Mindeststrafen für Drogenvergehen auf „sehr schlechten Strafgesetzen beruhen“ und eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit sowie dem Konzept der juristischen Ausgewogenheit sei.

Polen schliesst Smartshops

Die Polnische Regierung verkündete am letzten Montag, dass sie etwa 1000 Läden geschlossen hat, welche die neueren Designerdrogen, wie Mephedron und Kräutermischungen mit synthetischen Cannabioniden (unter Namen wie Spice und K2), verkauft haben. Sie wollen auch ihre Drogengesetze den neuen Substanzen anpassen.

„Der Staat wird nicht davor zurückweichen, wenn es um die rechtliche Seite im Kampf gegen die Verfügbarkeit dieser Substanzen.“ sagte Justizminister Krzysztof Kwiatkowski am Montag den Journalisten. „Dies wird ein sehr langer und schwieriger Kampf, da unsere Gegner sehr gut vorbereit, Reich und entschlossen sind.“ sagte Kwiatkowski.
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Polen: Hanfdemo geht in Polizeigewalt unter

Wie in vielen anderen Ländern fand auch in Polen der Global Marihuana March – eine globale Demonstration für die Legalisierung von Cannabis – in Warschau statt. Auch diese Demo wurde wie viele andere Demo’s aufgezogen: mit einem Protestmarsch, der auf die sinnlosen Marihuanagesetze aufmerksam machen will und zu zeigen, dass die Konsumenten und Gebraucher von Hanf zusammenstehen und für eine Veränderung in der Gesellschaft kämpfen.

Massenhaft Polizei gegen den Global Marihuana March in Warschau, Polen

Während des Protestzuges wurden einige Personen wegen dem Besitz von Marihuana verhaftet und zu einer nahen Polizeistation gebracht. Kurz darauf sind die Demonstranten zu dieser Polizeistation gegangen um nach der Freilassung ihrer Freunde zu fragen. Hier ist, was sich dann abgespielt hatte:


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Wie ist das mit dem Cannabis in Polen?

Direkt neben Deutschland liegt ein weites, interessantes Land: Polen. Steffen hat im Tagesrausch Video vom 13.4.2009 mit dem Chefredakteur der Hanfzeitung Spliff gesprochen. Berichtet wird wie das Kifferklima in Polen so ist und was beim Global Marijuana March-Event in Warschau geplant ist. Ausserdem sprachen sie über Wolne Konopie, die kostenlos Hanfsamen in Polen verteilen. Das komplette Interview als Text gibt es auf Steffen Blog – Nun aber nicht mehr lang lesen, hier ist das Video:
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Polnische Regierung will Hanfblatt Symbol verbieten

In den News der größten Polnischen Tageszeitung “Dziennik” (”Täglich”) findet sich ein Artikel, dass die Koalition, welche die Regierung stellt, Liga Polskich Rodzin (LPR, www.lpr.org, übersetzt ‘Liga polnischer Familien’) eine rechts-aussen Partei, die Benutzung des Marihuana Symbols (das Hanfblatt) auf T-Shirts, Stifen, Pfeifen, Hüten usw verbieten möchte.

Nicht, dass dies alleine schon unglaublich wäre, als eine Form von Zensur und kulturellem Aufräumen mit Symbolen die sie nicht mögen, es ist auch direkt gegen die Hanflegalisierungskampagnen in Polen; wie wäre es möglich, eine landesweite Kampagne zum Informieren über, oder dem Legalisieren oder Entkriminalisieren von Hanf ohne das Hanfblatt Symbol zu machen?

Somit würde die Prohibition den politischen Fortschritt durch Zensur der politischen Debatte über die Drogengesetzgebung zerstören.
Möchtest du dich Engagieren, dass dies nicht passiert? Kontaktiere das polnische Parlament (Sejm, http://www.sejm.gov.pl ), den Senat ( http://www.senat.gov.pl ) und den Präsidenten ( http://prezydent.pl ) ??
Hier ist der Link zu dem Artikel, auf polnisch: http://www.dziennik.pl/Default.aspx?TabId=95&ShowArticleId=29033

Update:
Folgt man einem Gerichtsurteil und der zuständigen EU-Kommission ist ein solches Verbot wegen der EU-Werberichtlinie und Freihandel gemäß Artikel 226 EG-Vertrag nicht zu halten: Hier der Link dazu!