Polen schliesst Smartshops

Die Polnische Regierung verkündete am letzten Montag, dass sie etwa 1000 Läden geschlossen hat, welche die neueren Designerdrogen, wie Mephedron und Kräutermischungen mit synthetischen Cannabioniden (unter Namen wie Spice und K2), verkauft haben. Sie wollen auch ihre Drogengesetze den neuen Substanzen anpassen.

„Der Staat wird nicht davor zurückweichen, wenn es um die rechtliche Seite im Kampf gegen die Verfügbarkeit dieser Substanzen.“ sagte Justizminister Krzysztof Kwiatkowski am Montag den Journalisten. „Dies wird ein sehr langer und schwieriger Kampf, da unsere Gegner sehr gut vorbereit, Reich und entschlossen sind.“ sagte Kwiatkowski.

Die synthetischen Drogen haben durch die Krankenhauseinweisung einiger Konsumenten in Polen in den letzten Wochen Schlagzeilen gemacht. Es gab auch eine Handvoll Todesfälle, welche den Designerdrogen zugerechnet werden, trotzdem eine tatsächliche Verbindung der Substanzen und der Todesfälle weiterhin unklar ist. In einer Aktion, welche vorletzte Woche begonnen hatte, verschlossen Polizei und Gesundheitsinspektoren die Türen der Läden. Aber das war erst der Anfang, sagte Kwiatkowski.

Er sagte, die Regierung würde Handeln, um die Schlupflöcher in den existierenden Drogengesetzen zu stopfen. Dazu gehöre die Einführung einer 3-Jahres Gefängnisstrafe für Personen, die Minderjährigen Substanzen verfügbar machen, die Gefährlich für sie sind. Eine weitere Maßnahme soll es den Gesundheitsinspektoren ermöglichen, jede Substanz die als Gefährlich erachtet wird, für 18 Monate aus den Läden zu verbannen.

Es wird nicht ohne Kampf gehen. Die Besitzer von Ladenketten, welche diese Substanzen verkauften, sagten der Zeitung Polska, dass sie Planen, den Staat wegen der Schliessungen zu verklagen.

Mehr als ein dutzend US-Bundesstaaten, Deutschland und viele andere haben K2 und Spice schon verboten.

via StopTheDrugWar

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