Hemp Car: Das Auto, das auf dem Acker wächst

Veröffentlicht am 6. Juli 2009 von tribble
Diesen Artikel drucken

Folgender Artikel aus der Wikipedia ist eine schöne Anekdote an die Auto- und Wirtschaftskrise:

Das Hemp Car (Hanfauto) wurde in den 1930er Jahren von Henry Ford entwickelt. Es hatte eine naturfaserverstärkte Kunststoffkarosserie aus Hanffasern und wurde mit Methanol betrieben, der ebenfalls aus Nutzhanf gewonnen wurde. Der Motor lief mit Hanföl oder Ethanol.

Foto von Henry Fords Auto aus Hanf

Geschichte

Henry Ford beschäftigte sich bereits seit 1910 mit nachwachsenden Biorohstoffen, besonders Hanf und dessen Verarbeitung zu Kraft- und Kunststoff. Nachdem der Anbau nach Verabschiedung des Marijuana Tax Act 1937 verboten war, konzentrierte er sich dabei besonders auf Soja, was er auf seiner Versuchsfarm in Michigan anbauen ließ.

Der Prototyp des Hemp Car wurde 1941 nach zwölf Jahren Forschung und Entwicklung als “Zukunftsauto” mit dem Slogan Das Auto, das vom Acker wächst präsentiert. Bei der Präsentation schlug Ford werbewirksam mehrmals kräftig mit einem Hammer auf die Karosserie ein, um die außergewöhnliche Stabilität des Materials zu demonstrieren welches als zehn mal stoßfester als entsprechend verwendete Metalle beschrieben wurde. Auch die Fenster waren aus Kunststoff. Das Hemp Car wog mit 900 Kilogramm etwa 450 Kilogramm weniger als ein Auto mit Metallkarosserie. Sowohl Werbung als auch die Weiterentwicklung des Automobils wurden bereits Ende 1941 wieder eingestellt.

Kurzvideo zum Hanfauto

Weblinks zum Auto vom Acker

  • hempcar.org
  • Mathias Brökers: Peak Oil – Über das Ende des Ölzeitalters, die Visionen der Autopioniere Diesel und Ford und die Wiederkehr des Universalrohstoffs Hanf. (Teil 1), Teil II bei heise.de
  • Hemp Car (Hanfauto) bei Wikipedia

Update

Ich hab ganz vergessen, die “moderne” Variante des Hanf-Autos zu verlinken: Den Lotus Eco Elise, jetzt mit Video!

Ähnliche Artikel:

Klick es! - Deine Stimme für mehr Zuschauende

Mit diesem Link kannst du den Artikel bookmarken bei einem Dienst deiner Wahl. Wenn dir die Infos gefallen, kannst du auch den RSS-Feed abonnieren.

Share

Auf Yigg können die Benutzer selber Nachrichten einstellen, bewerten und kommentieren. Mit einem Yigg oder öffentlichen Lesezeichen (Bookmarks) kannst Du dafür sorgen, dass mehr Menschen diesen Artikel lesen. Du musst Dich dafür noch nicht einmal registrieren. Dafür bitte oben in der Grafik auf "Yigg It" klicken!