2012: Ein Meilenstein in der Reform der globalen Drogenpolitik?

Es zeigt sich langsam, dass 2012 ein historisches Jahr in der Bewegung für die Reform der globalen Drogenpolitik sein wird mit einer Abfolge von ersten und großen Tabubrüchen:

  • Im Januar wurde Guatemalas Präsident Otto Perez Molina der erste noch im Amt sitzende Kopf, welcher sich offen für die Legalisierung ausspricht. Seitdem hat sich die Debatte über die Drogenlegalisierung auf weitere lateinamerikanische Staaten ausgebreitet und sogar die Unterstützung der katholischen Kirche in Guatemala, El Salvador und Kolumbien erhalten.
  • Am 14. und 15. April wurde die Legalisierung von Drogen zum ersten mal auf einem sehr großen internationalen Treffen besprochen, dem „Summit of the Americas“ (Ein Dialogtreffen von nord- und südamerikanischen Staaten).
  • In den USA ist die Unterstützung für die Legalisierung von Cannabis zu Rauschzwecken das erste mal laut Umfragen über 50% gestiegen. Colorado, der Bundesstaat Washington und Oregon haben Initiativen zur Legalisierung von Marihuana auf der Abstimmungsliste.
  • Am 20. Juni wurde Uruguay das erste Land welches Pläne zur Legalisierung von Marihuana vorlegte. Die Ankündigung von Uruguay ist eine Einladung an andere Regierungen, da dies eine lokale Regelung sein wird.
  • Globus Grafik von der Lage von UruguayDas Vorhaben in Uruguay die Legalisierung von Cannabis voranzutreiben, nimmt Form an, und es scheint, dass die Kultivierung zum persönlichen Gebrauch ein Teil davon sein wird. Die Regierung von Uruguay versucht aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen, insbesondere aus den Erfahrungen der Niederlande und Portugal, als auch von der Erfahrung mit dem Medizinalhanf der USA, welcher starke Rückschläge in den letzten Jahren hinnehmen musste.

    Die Reform der Drogengesetzgebung bekommt definitiv ein Momentum in den Amerikas, insbesondere in Lateinamerika. Es liegt an uns, dieses Momentum in eine echte Reform umzuwandeln. Aktivisten aus Oregon, Washington und Colorado müssen sich als Wähler registrieren lassen um an den Wahlen im November teilnehmen zu können und sie müssen gezielt informiert werden.

    Der Vorschlag von Uruguay zur Legalisierung wird sich auch weiter Hinziehen mit weiteren Kämpfen und es gibt keine Garantie für einen Erfolg. Gegnerische Parteien werden weiterhin dagegen sein, wie man erwarten sollte, und die öffentliche Meinung ist noch immer unsicher.

    Uruguay benötigt deine Hilfe in der Tilgung eines historischen Fehlers. Teile den folgenden Link auf deinen sozialen Netzwerk oder per Email, es ist eine englische Webseite mit einer Petition für die Legalisierung in Uruguay: http://www.world-war-d.com/2012/06/22/petition-in-support-of-the-controlled-legalization-of-marijuana-in-uruguay/

    Wiederhole das von Zeit zu Zeit, so oft du möchtest. Jeder Klick hilft, jede Aktion, jede Demonstration!

    Für deine spanisch-sprachigen Kontakte kannst du den folgenden Link teilen: http://www.facebook.com/sharer.php?u=http://www.world-war-d.com/2012/06/24/peticion-apoyo-a-legalizacion-controlada-de-marihuana-en-uruguay/

    Jedes Mal wenn jemand die Petition unterzeichnet, werden Unterstützungsbriefe mit deiner Unterschrift an den Präsidenten José Mujica und die zwei großen Oppositionsparteien gesendet.

    2012 präsentiert unerwartete Gelegenheiten. Eine Erfolgsgeschichte in Uruguay wäre ein Meilenstein für die Bewegung für eine Reform der Drogenpolitik. Auch die Annahme der Legalisierungsinitiativen in Colorado, Washington State und/oder Oregon wären ein Signal für eine deutliche Verschiebung der Verhältnisse.

    Danke nochmal für deine Hilfe!

    Original von Jeffrey Dhywood (Investigativer Autor, Autor des Buches „World War D – The Case against prohibitionism, roadmap to controlled re-legalization“), kleinere Änderungen durch die Redaktion

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