Cannabis Entzugssymptome sind nur kurzzeitig und betreffen nur wenige Personen, sagt eine Studie

Halle: Symptome die mit einem sogenannten „Cannabis Entzug“ in Verbindung gebracht werden unter „Marihuanaabhängigen“ Personen sind relativ milde und nur kurzzeitig, berichtet eine neue Studie. Darüber hinaus scheint nur eine sehr kleine Gruppe von Personen davon betroffen zu sein, sagt eine neue klinische Studie aus, die im Magazin „Drugs and Alcohol Dependence“ erscheinen soll.

Forscher von vier unterschiedlichen deutschen Universitäten haben die Entzugssymptome von 73 freiwilligen Personen mit diagnostizierter „Cannabisabhängigkeit“ untersucht.

„Die Intensität der meisten und berichteten Symptome waren am ersten Tag am stärksten und haben dann abgenommen“, wird geschrieben. „Die meisten Symptome sind zwischen geringer und mittlerer Intensität. Die gröbsten und am meisten berichteten Probleme sind Schlafprobleme (21 Prozent), Schwitzen (28 Prozent), Wärmeanwandlungen (21 Prozent) und verminderter Appetit (15 Prozent). Andere psychologische Effekte waren Unruhe (20 Prozent), Nervösität (20 Prozent) und Traurigkeit (19 Prozent). Im übrigen hatten weniger als 50 Prozent der beteiligten Personen physische oder psychologische Entzugssymptome.

„Nur eine sehr kleine Gruppe hat Entzugssymptome von Cannabis erfahren, trotz der festgestellten Diagnose von Cannabisabhängigkeit nach den DSM-IV Kritieren“.

Die Studie ist der erste Versuch einer Untersuchung von Cannabisentzugssymptomen in einer Patientengruppe die als Marihuanaabhängig diagnostiziert ist.

Eine Studie von der US National Academy of Sciences, Institute of Medicine im Jahre 1999 berichtete dass die Entzugssymptome von Cannabis, wenn sie denn festgestellt würden, typischerweise „mild und subtil“ im Gegensatz zu anderen Rauschmitteln wie Tabak oder Alkohol seien.

Der komplette Text der Studie wird in dem „Drug and Alcohol Dependence“ Magazin erscheinen.

via NORML

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