Kaum ist es illegal gibt es einen Schwarzmarkt für „Spice“

Kaum ist die Kräutermischung in Österreich illegalisiert worden, ist ein Schwarzmarkt für die Kräutermischung Spice entstanden. Toxikologe Rainer Schmid vom AKH in Wien berichtet dass für ein halbes Gramm etwa 100 Euro verlangt werde (Quelle siehe unten). Er spricht von einer „psychischen Bombe“. Ein super Stichwort für die Regenbogenpresse. Ich denke er bezieht sich da auf die reine Wirksubstanz und nicht auf die Kräutermischungen.

Ich bin gespannt, wie sich die illegalisierung auf den Spice-Markt in Deutschland auswirken wird… Die Strafverfolgung nimmt ja schon formen an, siehe den Link zuvor. Auf EBay konnte ich diesen Preis für Spice nicht ausmachen – allerdings geht es dort um die 40 Dollar los. Grosse Spice-Sammelpakete sind aber schonmal teurer: 6 Packungen a 3 Gramm für 300 Dollar. Nicht gerade Preisgünstig!

Die reinen Substanzen können im Internet von, zum Beispiel, chinesischen Herstellern zu beziehen. Von dem JWH-018 welches ich im Internet gesehen habe rate ich ab. Das was ich gesehen habe war bräunlich. Der Mensch, der das Molekül entwickelt hat, schrieb aber von einem „hellen beige“. Die industrielle Herstellung scheint also nicht sonderlich sauber abzulaufen.

Weiterhin wurde ein drittes Molekül HU-210 bei einer Beschlagnahme in Ohoi gefunden. Dieses Molekül ist in der medizinischen Cannabisforschung schon mehr bekannt als JWH-018 oder CP-47,497.

HU-210 soll sich ebenso stark an die Cannabinoid-Rezeptoren im Körper binden wie ‚CP-47,497‘, die Wirkung ist also um einiges intensiver als natürliches Cannabis sagte Schmid.

HU-210 wurde 1988 in einer Gruppe um Prof. Raphael Mechoulam entwickelt. Mechoulam hat auch das THC entdeckt und dessen wirksames Prinzip beschrieben.

Quelle: DiePresse Österreich

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