Schon 15 Meldungen auf dem Cannabis Streckmittelmelder

Der Deutsche Hanf Verband hat Ende Mai einen Streckmittelmelder für Marihuana gestartet. Und in der kurzen Zeit des Online-seins von weniger als einem Monat sind schon 15 Meldungen eingegangen!

Obschon Konsumentenvertreter, Gesundheitsexperten und Suchtforscher für öffentlich zugängliche Informationen über gestrecktes Gras warben, verweigert die Bundesdrogenbeauftragte sie bis heute. Sabine Bätzing sieht in Warnungen vor gefährlichen Streckmitteln, „eine unzulässige Verharmlosung des Konsums von Cannabis an sich.“

Der Deutsche Hanf Verband kann und will dies nicht tatenlos hinnehmen und sucht schon länger nach ein effektiven Möglichkeiten, diesem politisch gewollten Dilemma entgegen zu treten. Mit dem Streckmittelmelder hat er im Mai einen weiteren Baustein der Anti-Streckmittel-Kampagne des DHV.

Erstmals haben Cannabiskonsumenten nun die Möglichkeit, ihre Leidensgenossen anonym und tagesaktuell mit Informationen über gefährliche Verunreinigungen und ihre Nebenwirkungen zu informieren.

Der Streckmittelmelder beschränkt sich jedoch nicht darauf, die Fälle zu dokumentieren. Er bietet darüber hinaus die Möglichkeit zu erklären, wie man die Verunreinigungen erkennt und gibt Cannabiskonsumenten Tipps, wie sie den Konsum gefährlichen Marihuanas vermeiden können.

Mittelfristig verspricht sich der DHV von den nutzergenerierten Streckmittelwarnungen auch einen politischen Erfolg. Je zahlreicher und flächendeckender die Berichte über verunreinigtes Marihuana sind, umso schwerer dürfte es dem Bundesgesundheitsministerium fallen, sie als „bedauerliche Einzelfälle“ ab zu tun.

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