US-Rechnungshof sagt die nationale Anti-Drogenstrategie sei ineffektiv und uneffizient

Washington, DC: Der Rechnungshof (GAO) der USA hat in der letzten Woche einen Bericht veröffentlicht, der aussagt, dass die staatlichen Anti-Drogenbemühungen ineffizient und uneffektiv sind. Der Rechnungshof ist ein überparteiliches Untersuchungsorgan des Kongress der Vereinigten Staaten. Es prüft staatliche Vorhaben im Hinblick auf Korruption, Effizienz und Missmanagement. In seinen Aufgaben ähnelt es dem deutschen Bundesrechnungshof und der Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt.

Der Bericht sollte zusammenfassen ob die Antidrogenstrategie der Obamaadministration ihre Ziele erreicht habe. 2010 hatte das Büro des Weissen Hauses zur nationalen Drogenpolitik (ONDCP) in seiner nationalen Drogenstrategie seine Ziele festgelegt. In fast allen Fällen wurden diese nicht erreicht, so die Autoren.

Der Bericht fasst zusammen: „Die öffentliche Gesundheit, die sozialen und ökonomischen Konsequenzen des Drogenkonsums, verbunden mit dem eingeschränkten finanziellen Umfeld der letzten Jahre zeigt, dass es notwendig ist, dass föderale Programme effizient und effektiv mit ihren Ressourcen umgehen. ONDCP hat eine 5-Jahres Strategie entwickelt um den Gebrauch illegaler Drogen und dessen Konsequenzen zu reduzieren, aber unsere Analyse zeigt Stagnation im Fortschritt bei vier von fünf Zielen, für die Primärdaten verfügbar waren.“

Insbesondere kritisieren die Autoren des Rechnungshof den verfehlten Umgang mit der wachsenden Anzahl von jungen Cannabiskonsumenten. Sie wiesen auch die Behauptung der ONDCP zurück, dass ein vermehrter Konsum unter Erwachsenen auf die größere Verfügbarkeit von medizinischen Cannabis zurückzuführen sei. So schreiben sie, „Die Studie untersuchte den Effekt der Gesetze zu medizinischen Marihuana. Die Studien ausserhalb unserer Kritieren zeigten gemischte Effekte auf den Konsum unter jungen Menschen auf. Die Studien, die in unsere Kritieren passten, zeigten geringen bis keinen Effekt der Gesetze auf das Konsumverhalten von jungen Menschen.“

Der gesamte Text des Berichts ist online Verfügbar auf: der Webseite der GAO, Id 653354

Interessant wäre es auch mal, den deutschen Bundesrechnungshof darüber zu befragen…

via NORML

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