US-Rechnungshof sagt die nationale Anti-Drogenstrategie sei ineffektiv und uneffizient

Washington, DC: Der Rechnungshof (GAO) der USA hat in der letzten Woche einen Bericht veröffentlicht, der aussagt, dass die staatlichen Anti-Drogenbemühungen ineffizient und uneffektiv sind. Der Rechnungshof ist ein überparteiliches Untersuchungsorgan des Kongress der Vereinigten Staaten. Es prüft staatliche Vorhaben im Hinblick auf Korruption, Effizienz und Missmanagement. In seinen Aufgaben ähnelt es dem deutschen Bundesrechnungshof und der Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt.

Der Bericht sollte zusammenfassen ob die Antidrogenstrategie der Obamaadministration ihre Ziele erreicht habe. 2010 hatte das Büro des Weissen Hauses zur nationalen Drogenpolitik (ONDCP) in seiner nationalen Drogenstrategie seine Ziele festgelegt. In fast allen Fällen wurden diese nicht erreicht, so die Autoren.

Der Bericht fasst zusammen: „Die öffentliche Gesundheit, die sozialen und ökonomischen Konsequenzen des Drogenkonsums, verbunden mit dem eingeschränkten finanziellen Umfeld der letzten Jahre zeigt, dass es notwendig ist, dass föderale Programme effizient und effektiv mit ihren Ressourcen umgehen. ONDCP hat eine 5-Jahres Strategie entwickelt um den Gebrauch illegaler Drogen und dessen Konsequenzen zu reduzieren, aber unsere Analyse zeigt Stagnation im Fortschritt bei vier von fünf Zielen, für die Primärdaten verfügbar waren.“

Insbesondere kritisieren die Autoren des Rechnungshof den verfehlten Umgang mit der wachsenden Anzahl von jungen Cannabiskonsumenten. Sie wiesen auch die Behauptung der ONDCP zurück, dass ein vermehrter Konsum unter Erwachsenen auf die größere Verfügbarkeit von medizinischen Cannabis zurückzuführen sei. So schreiben sie, „Die Studie untersuchte den Effekt der Gesetze zu medizinischen Marihuana. Die Studien ausserhalb unserer Kritieren zeigten gemischte Effekte auf den Konsum unter jungen Menschen auf. Die Studien, die in unsere Kritieren passten, zeigten geringen bis keinen Effekt der Gesetze auf das Konsumverhalten von jungen Menschen.“

Der gesamte Text des Berichts ist online Verfügbar auf: der Webseite der GAO, Id 653354

Interessant wäre es auch mal, den deutschen Bundesrechnungshof darüber zu befragen…

via NORML

Cannabisblüten im Flugzeug vaporisieren

Grafik Rauchen nein, Vaporisieren jaKanada: Es ist sehr schade, dass man auf einem kommerziellen Flug nicht Rauchen kann. Aber wir haben uns schon ein paar mal gefragt, ob denn nicht Vaporisieren möglich wäre. Das ist kein Rauchen. Also wenn du ein legaler Konsument von medizinischen Cannabisblüten bist…. kann man dann auf einem Flug vaporisieren? Wir wissen es nicht – Aber Lisa als Calgary hat es gerade getan.

via DailySmoker

USA: FDA stimmt neuer Studie zu Marihuana und Posttraumatischen Stress zu

Die Multidisziplinäre Vereinigung für psychedelische Studien aus Santa Cruz hat gerade die Erlaubnis der FDA erhalten, die Effekte von Cannabis auf posttraumatische Stressstörungen zu studieren.

Vor einigen Monaten hat die MAPS schon ihre ersten experimentellen Sitzungen in ihrer zweiten MDMA Studie begonnen, die auch um PTSD handelte.

PTSD eine sehr schwere medizinische Verfassung gegenüber der Gesundheit und zur Zeit belastet es etwa 7.8 Prozent der US-Amerikaner. Es wird durch das Ausssetzen in gefährlichen oder extrem stressigen Situationen ausgelöst, die in langwidrigen Symptomen äussern wie verstörende Flashbacks, stressige Emotionen, Panikattacken und Alpträume.

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USA: Delaware ist der 16. Bundesstaat mit medizinischem Marihuana Programm

Delaware, ein Bundesstaat der USADie Washington Post berichtet, dass am heutigen Freitag der Gouverneur Jack Markell ein Gesetz unterschrieben hat, dass Delaware zu dem 16. Bundesstaat macht, in dem medizinisches Marihuana möglich wird.

Ohne große Fanfaren wurde das Gesetz verabschiedet. Ein Sprecher sagte, der Markell wolle das Gesetz so schnell wie möglich Unterzeichnen damit die lange Zeit bis das Programm am laufen ist nicht noch weiter Verzögert wird.

Das neue Gesetz erlaubt es Personen ab 18 Jahren oder Älter mit bestimmten schweren Krankheiten, die durch Marihuana erleichtert werden können, bis zu sechs Unzen (eta 168 Gramm) der Droge besitzen zu dürfen. Patienten die sich dafür Qualifizieren können dann zu staatlich lizensierten und regulierten „Abgabezentren“ gehen, die sich in jeder der drei Counties in Delaware befinden werden. Diese Zentren bauen dann das Cannabis an und produzieren und geben Marihuana ab.

via Washington Post

USA: Investorennetzwerk für medizinisches Marihuana gestartet

25.3.2011: Nur kurz nach der Veröffentlichung des ersten US-Amerikanischen Marktberichts über die Größe des Marktes für medizinisches Marihuana, welcher auf 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, hat die ArcView Gruppe ihren Zusammenschluss als erstes Angel-Finanzierungsnetzwerk für die Cannabisindustrie bekannt gegeben. Das ArcView Angel Netzwerk wird die frühen Stadien der Finanzierung und die Investition in föderal legale Geschäfte innerhalb der Industrie für medizinisches Cannabis ermöglichen. Darüber hinaus werden sie das Cannabis Investmentforum abhalten, eine neuartige Serie von Veranstaltungen für die Top-Cannabisgeschäfte und qualifizierte Investoren.

Medizinisches Marihuana als Kapitalanlagemöglichkeit

„Außergewöhnliche Gewinne erwarten die Investoren, die mutig und visionär genug sind, um einen Teil beizusteuern, um diese neue Cannabisindustrie aufzubauen.“ sagte Stephen DeAngelo, Vorsitzender der ArcView Gruppe als auch geschäftsführender Vorstand des Harborside Gesundheitszentrum, das größte Modellkollektiv für medizinisches Cannabis. „Das ArcView Angel Netzwerk wird die Türen zu den erfolgversprechendsten Geschäftsmöglichkeiten öffnen.

„Es gibt viele, an dem Cannabissektor interessierte Investoren und Gründer, die Gelder benötigen. Aber bislang gab es nicht viele Investitionen. Der Mangel an Marktdaten, das Wissen über die Industrie und der Zugang zu Möglichkeiten waren für die Investoren bislang unakzeptable Risiken.

Das ArcView Angel Netzwerk und der See Change Strategie Marktbericht zielen gemeinsam darauf ab, potentiellen Investoren die Informationen zu geben, die sie für gute Investitionsentscheidungen benötigen sowie einen ständigen Fluss der besten Investitionsmöglichkeiten“, sagte der CEO der ArcView Gruppe, Troy Dayton.

Der See Change Marktbericht schätzt die derzeitigen Verkäufe der bundesstaatlichen medizinischen Marihuanaprogramme bei 1,3 Milliarden US-Dollar mit einem 5-Jahres Marktpotential von 8,7 Milliarden. Da etwa 60% der Kosten für die Verkäufe aus anderen Dingen resultieren als das Cannabis, zeigt der Bericht, dass dort ein Markt von etwa eine Milliarde Dollar für andere Geschäfte, welche Verkäufer unterstützen, existiert.

Das beinhaltet alles von Software, über Werbung, Personal, Verpackung, Versicherung, Laborüberprüfungen und weiteres. Diese Satellitengeschäfte bedienen einfach nur die existierenden Verkäufer. Zusätzlich kommen noch weitere Geschäftsfelder zum Beispiel um die Patienten zu unterstützen (z.B. mit Konsumgerätschaften), Unterstützung bei dem Anbauen der Pflanzen (Dünger) sowie Investoren (zb. Marktdaten).

Die ArcView Gruppe möchte den aufstrebenden Markt der legalen Cannabisindustrie fördern durch das Zusammenführen von fortschrittlich denkenden Investoren und Gründern. Die ArcView Gruppe wird das Datum und den Ort des ersten Cannabis Investmentforum nach Investoren und Gründermöglichkeiten ausrichten.

via sfgate

USA: Marihuanabusiness mit Viagra gleichauf

Medizinisches Marihuana wird ein „Blockbuster“ Medikament. Der jährliche Verkauf beläuft sich auf fast zwei Milliarden US-Dollar, steigend. Dies sind die Zahlen aus den Bundesstaaten mit den toleranteren Gesetzen.

Erst genutzt, dann verlacht, dann gehetzt und nun ein riesiges Geschäft: Die medizinischen Eigenschaften von Marihuana, dem Blütenstand der Cannabispflanze, bringt der Industrie riesige Zuwächse. Das ist kein Wunder: Marihuana ist seit jeher als vielfältiges Medikament einsetzbar und sehr günstig zugleich. Nun sind wir Zeuge eines wachsenden Ökosystems rund um das medizinische Marihuana.

Es liegt ein ganz bestimmtes Aroma in der Luft in der Industrie des medizinischen Marihuanas. Es ist der Geruch des Geldes – mit dem Hinweis auf gute Geschäfte.
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USA: DEA erkennt endlich Marihuana als Medizin an

Grafik zu Cannabis als MedizinWenn du gedacht hast, es könnte nach den Dekaden von Verlogenheit eine formale Entschuldigung geben, liegst du völlig falsch. Aber nun räumt die US-Drogenverfolgungsbehörde (DEA) zumindest ein, dass Marihuana einen unglaublichen medizinischen Wert hat – in dem sie den Pharmaunternehmen die exklusive Erlaubnis zur Herstellung von Pillen daraus gibt.

„Marihuana hat keinen wissenschaftlich haltbaren medizinischen Wert.“ Dies sagten die Unterlagen der Drogenverfolgungsbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika auf Seite Sechs des „White Papers“ der Behörde von Juli 2010 aus, mit der Überschrift „Position der DEA zu Marihuana“.

Aber nur vier Monate nach dieser „kein-medizinisches-Gras“ Stellungnahme der Behörde, kündigten sie an, dass sie eine Erlaubnis für die Regulierung von Vermarktung von pharmazeutischen Produkten, die aus der Pflanze gewonnen werden, vergeben wollen. Diese Produkte sollten THC enthalten, die primäre psychoaktive Komponente im Cannabis. (alternet)
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Abgebrannt? Versuchs mal mit Drogen verkaufen

Ein Bericht über die Arbeit, medizinisches Marihuana an die Abgabestellen zu verkaufen. Junge Amerikaner wurden schwer getroffen von der Wirtschaftskrise. In Kalifornien ist das Bereitstellen von Gras an medizinische Abgabestellen eine lukrative Quelle für Geld.

21.1.2011: Tony schlägt den Kofferraum zu und klettert auf den Fahrersitz. Er legt sein Telefon auf die Konsole und lässt den Motor an. Ich sitze auf dem Mitfahrersitz. Tony ist wie einer von vielen kalifornischen 20-odersoetwas-jährigen Typen. Er arbeitet an seinem Collegeabschluss. Er hat eine Freundin. Er hat sogar sein eigene Business gestartet.

Aber ich frage ihn, als er das Auto aus dem Parkplatz fährt, wieviel Marihuana wir wohl herumfahren?

„Vierundvierzig Pflanzen,“ sagt er lachend „Nicht so viele.“
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30 Fakten über Arizonas neue Marihuana als Medizin Gesetze

USA: Die Wahl ist ausgezählt und die Proposition 203 in Arizona – dem Gesetz zu medizinischen Marihuana in Arizona – wurde mit der knappen Mehrheit von 4341 Stimmen (841346 JA, 837005 NEIN) angenommen. Nun gibt es viele Personen, die sich für die Details des neuen Gesetzes interessieren. Hier einige Highlights aus dem Gesetzesvorhaben:

  • Die erlaubte Menge an Marihuana für Patienten und Fürsorger beträgt 2,5 Unzen (etwa 70 Gramm).
  • Wenn einem Patienten oder Fürsorger die Erlaubnis zum Anbau erteilt wird, beträgt das Limit 12 Pflanzen, die in einer „geschlossenen und gesicherten Anlage“ angebaut werden müssen, die als „Eckkammer, Raum, Treibhaus oder einem anderen geschlossenen Bereich“ definiert ist.
  • Um sich zu Qualifizieren benötigt es folgende Krankheiten: Krebs, Glaukom, HIV/AIDS, Hepatites C, ALS (Lou Gehrig’s), Crohn’s, ALzheimer, Kachexie und Abmagerungssyndrome, starke und chronische Schmerzen, starke Übelkeit, Krämpfe (wie bei Epilepsi) und andere heftige und anhaltende Spastiken (wie bei Multipler Sklerose).
  • Fürsorger müssen 21 Jahre alt sein und eine Überprüfung ihres Strafregisters auf bestimmte Vergehen über sich ergehen lassen.
  • Fürsorger dürfen nicht mehr als fünf Patienten versorgen, es muss eine Ausweiskarte für jeden geführt werden.
  • Fürsorger können eine Aufwandsentschädigung erhalten – keinen Lohn – und nur von ihren eigenen Patienten.
  • Patienten- und Fürsorgerkarten für medizinisches Marihuana halten ein Jahr und enthalten ihr Foto, Name, Addresse, Geburtsdatum und die Markierung ob es genehmigt worden ist, medzinisches Marihuana zuhause anzubauen.
  • Wenn der Bundesstaat innerhalb von 45 Tagen keine Karte ausstellen konnte, hat eine Kopie des Antrags die gleiche Kraft wie die Karte.
  • Patienten und Fürsorger müssen ihre Fingerabdrücke an die Strafverfolgungsbehörden übermitteln und einen Vertrag unterschreiben, dass sie kein Marihuana an Nicht-Patienten abgeben werden.
  • Patienten und Fürsorger können Marihuana an andere Patienten für eine Gebühr abgeben, solange sie nicht wissentlich die Vorratshaltung von 2,5 Unzen des Patienten überschreiten.
  • Nicht-Profitorientierte Abgabestellen für medizinisches Marihuana werden erlaubt.
  • Ein Patient, welcher innerhalb von 25 Meilen zu einer Abgabestellt wohnt, soll nicht sein eigenes medizinisches Marihuana anbauen.
  • Patienten und Fürsorger sollen kein medizinisches Marihuana in einem Schulbus, der Schule oder Besserungsanstalten bei sich führen.
  • Patienten sollen kein Marihuana in öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderen öffentlichen Plätzen rauchen.
  • Patienten sollen nicht unter dem Einfluss von Marihuana Auto fahren; dennoch sind Abbauprodukte von Marihuana kein Anzeichen für einen Einfluss.
  • Die Bebühr für nicht-profitorientierte Abgabestellen soll nicht mehr als 5000 oder 1000 US-Dollar betragen um eine Lizens erneuert zu bekommen.
  • Abgabestellen müssen ihr eigenes medizinisches Marihuana kultivieren, dies können sie vor Ort oder an einer anderen physikalischen Addresse.
  • Patienten und Fürsorger können Marihuana an Abgabestellen abtreten, aber nicht gegen Entschädigung.
  • Weder die Abgabestelle noch der Anbau soll innerhalb von 500 Fuss zu einer Schule stattfinden.
  • Es dürfen nicht mehr als eine Abgabestelle pro 10 Apotheken existieren, mit der Ausnahme dass es mindestens eine Abgabestelle in jedem Bezirk geben kann.
  • Die Karte oder Empfehlung für Patienten aus anderen Bundesstaaten, die medizinisches Marihuana ermöglichen, werden in Arizona anerkannt, aber sie dürfen nicht unbedingt in den Abgabestellen einkaufen.
  • Patienten in Betreuungsanstalten können auf nicht-Rauch Methoden limitiert werden und nur in bestimmten Gebieten; trotzdem müssen solche Anstalten diese Limitationen nicht umsetzen.
  • Abgabestellen müssen einen einzelnen sicheren Eingang und ein starkes Sicherheitssystem haben und weiterhin ist keinerlei Medikamentation an diesem Ort gestattet.
  • Abgabestellen müssen die Käufe der Patienten registrieren und sicherstellen, dass sie nicht mehr als 2,5 Unzen von jeder Abgabestelle innerhalb einer 14-tägigen Periode erhalten.
  • Es soll ein sicheres, webbasiertes Überprüfungssystem geben, zugänglich für die Strafverfolgungsbehörden und die Abgabestellen um die Namen von Patienten und Fürsorgern anzugeben, aber nicht ihre Addressen und wieviel Marihuana ein Patient von den Abgabestellen in den letzten 60 Tagen erhalten hat.
  • Nicht-Patienten können nicht bestraft werden wenn sie in Nähe einer gesetzestreuen Nutzung von medizinischem Marihuana sind oder dem Patienten Paraphernalia (Blättchen, Tabak..) geben.
  • Schulen und Hauseigentümer dürfen die Nutzer von medizinischem Marihuana und ihre Fürsorger nicht diskriminieren außer sie unterstehen einer Strafe der Förderalbehörden.
  • Arbeitgeber dürfen Patienten und ihre Fürsorger nicht diskriminieren und ein positiver Test auf Marihuanaabbauprodukte sind kein Grund für eine Disziplinierung oder einen Patienten zu entlassen.
  • Krankenhäuser oder medizinische Behandlungen, inklusive Organtransplantationen, dürfen den Patienten nicht wegen ihrem Gebrauch von medizinischem Marihuana verweigert werden.
  • Die Fürsorgepflicht von Patienten kann nicht wegen ihrer Nutzung von medizinischen Marihuana entzogen werden.

Der gesamte Text des Gesetzesvorhabens ist bei NORML Stash zu finden. Via NORML Blog

Lange Wartezeiten für Patienten in Deutschland und Kanada

Patienten und Kritiker sagen, dass es zu lange dauert bis eine Lizenz für medizinisches Marihuana ausgestellt wurde. So mussten in Kanada einige Patienten bis zu sechs Monate warten, für eine Erlaubnis die nur ein Jahr gültig ist. In Deutschland zieht die Erlaubnisvergebezeit teilweise zwischen 4-6 Wochen, und eine Lieferzeit der Blüten bis über 4 Wochen hin. Für die Patienten und betreuenden Personen unhaltbare Zustände!

Berlin-Ottawa: Es dauert viel zu lange bis Erlaubnisse für medizinisches Marihuana ausgestellt werden. Das Gesundheitsministerium von Kanada, ähnlich dem Gesundheitsministerium bei uns bzw. dem Bfarm, vergibt Lizenzen an Menschen mit heftigen Krankheiten und einem Rezept ihres Doktors. Fast 5.000 Kanadier haben eine Erlaubnis, Cannabis mit sich zu führen um ihre chronischen Schmerzen zu lindern oder ihren Appetit anzuregen, und etwa 3500 haben eine Lizenz zum Selbstanbau, von denen die Patienten in Deutschland noch träumen.

Einige Patienten sagen, dass es zu lange Dauert bis man eine Änderung oder eine Erneuerung der Lizenz bekommt. Und sie haben Angst, dass sie Probleme wegen dem Besitz bekommen oder ihnen gar die Wohnung von der Polizei gestürmt wird während sie warten.
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Medizinisches Marihuana Eis

Kalifornien: In Santa Cruz hat eine neue Abgabestelle aufgemacht, und deren neueste Idee ist Eiscreme mit medizinischem Marihuana. Viele Menschen wollen nicht rauchen, um die für sie günstigen Cannabinoide aufzunehmen und so soll dieses Projekt eine Alternative darstellen. Ein kompletter Becher soll demnach die Menge von acht Joints enthalten und auch so wirken:

USA: T-Mobile wurde verklagt, da sie Marihuanabezogene SMS blockieren

USA: In einem Fall von freier Meinungsäusserung und Netzneutralität wurde T-Mobile von einer SMS-Firma verklagt, da sie den Zugang zum T-Mobile Netz blockierten. Dies passierte, da ein Kunde Informationen über medizinisches Marihuana verschickte.

Am Freitag, den 17.9.2010 verklagte (PDF mit der Schrift) Ez Texting, eine in New York ansässige Firma die Geschäfte bei ihren SMS-Marketing unterstützt, T-Mobile am U.S. Bezirksgericht von Süd New York. Die Firma ist eine, welche viele von diesen Services anbieten, bei denen man Informationen bekommt, wenn man ihnen ein bestimmtes Wort schickt – zum Beispiel „Sende „Jeans“ an 313131″

Bannergrafik von WeedMaps In der Klageschrift sagte Ez Texting, dass T-Mobile den Zugang zum Netz unterbrochen hatte, nachdem sie in Erfahrung brachten, dass es von einem Kunden genutzt wurde, der nicht „abgesegnet“ sei: legalmarijuanadispensary.com auch bekannt als WeedMaps, welche sich selbst als „eine Gemeinschaft, wo Patienten, die medizinisches Marihuana konsumieren, mit anderen Patienten interagieren können um zu Diskutieren und lokale Cannabis Kooperativen, Doktoren und Abgabestellen bewerten “ beschreiben.

Die Anklageschrift sagt auch aus, dass T-Mobile den Service für Ez Texting weiter verhindert, nachdem der Carrier informiert wurde, dass aus Angst ausgeschlossen zu werden, WeedMaps gekündigt wurde. Dazu muss man sagen, dass WeedMaps für Menschen da ist, in deren Bundesstaat medizinisches Marihuana legal ist und somit auch selbst ein legales Geschäft darstellt.. Die Klageschrift sagt weiter aus, dass Ez Texting bankrot gehen wird, wenn sie nicht wieder Zugang zum T-Mobile Netz erhalten.

Gigi Sohn, Vorstand der interessensgemeinschaft Public Knowledge (Öffentliches Wissen) sagte dazu: „Der Fall ist ein weiteres Beispiel für völlig willkürliche Entscheidungen durch den Carrier, bei dem sie Textnachrichten zwischen einem Konsumenten und einer Organisation, die miteinander reden wollen, blockieren. Die Regulierungsbehörde (FCC) sollte dem ein schnelles Ende setzen und das durchsetzen, was wir schon vor drei Jahren von ihr forderten.“

2007 hat Public Knowledge eine Petition gestartet, welche die Regulierungsbehörden aufforderte, die Nicht-Diskriminierungsgesetze, welche bei Telefonanrufen gelten auch auf Textnachrichten auszuweiten.

via cnet

Update

T-Mobile meint dazu, dass sie berechtigt seien, beliebige Textmitteilungen zu blockieren um ihre Kunden zu schützen.

Cannabis-Umstufung: E-Mail an das Bfarm

Das Bfarm, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist in Deutschland für die Zulassung von Arzneien zuständig. Die Hanfplantage berichtete über eine Meldung der Apotheke-Adhoc, dass Cannabis-Extrakt als Wirkstoff von Fertigarzneimitteln von einem Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel zur Umstufung in Anhang III, verschreibungsfähige Betäubungsmittel, vorgeschlagen wurde. Neben der Tagungsordnung findet sich nicht viel. Nun möchte Ich natürlich auch wissen, ob dies eine Ente war oder Realität – also habe ich eine E-Mail an das Bfarm verfasst. Ich bin gespannt auf die Antwort:
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Wann wird Cannabis hierzulande verkehrsfähig?

Berlin:Laut einer Meldung der Apotheke-Adhoc vom 4.5.2010 hat ein Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel (BtM) dem Gesundheitsministerium empfohlen, Cannabis-Extrakt als Wirkstoff von Fertigarzneimitteln in die Anlage III des BTM-Gesetzes aufzunehmen und damit verkehrsfähig zu machen. Die Präparate könnten dann auf BTM-Rezept verordnet werden. Dazu hier die Ergebnisse des Sachverständigenrates zu Cannabisarzneien
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USA: Historische Abstimmung legalisiert medizinisches Marihuana in Columbia

Foto des Washington State Monuments, von WikipediaWashington D.C.: Am Dienstag, den 4.5.2010 wurde eine Änderung an einem Gesetz für medizinisches Marihuana mit überragender Mehrheit von der Ratsversammlung im Bundesstaat Columbia angenommen, dem schon 1998 über 69 Prozent der Wähler zugestimmt hatten. Der US-Kongress hatte die sogenannte „Initiative 59“ seit mehr als eine Dekade blockiert, bis es die Blockade letztes Jahr löste. Washington ist die Hauptstadt und der Regierungssitz der Vereinigten Staaten. Das Stadtgebiet von Washington ist identisch mit dem District of Columbia.

Von Bügermeister Adrian Fenty wird erwartet, dass er das Gesetz unterschreibt, dann hat der Kongress 30 Tage Zeit um das Gesetz zu überprüfen, bevor es gültig wird. Wenn dies passiert ist, wird der Bundesstaat Columbia ein weiterer Bundesstaat von den bisherigen 14 sein, in denen bedürftige Patienten medizinisches Marihuana bekommen können – ohne die Angst vor der Strafverfolgung.

Dies ist ein herausragender Sieg für die Hauptstadt der USA und für tausende potentieller Bewohner des Bundesstaates, die von einem sicheren und legalen Zugang zu medizinischem Marihuana profitieren werden.

via MarijuanaPolicyProject, Hanf Journal, auch weitere 254 Meldungen (5.5.,4:45 Uhr) z.b. AFP

Update

Das Gesetz ist durch, es werden jetzt acht Abgabestellen für medizinisches Marihuana in Washington D.C. eingerichtet.

Aktualisiert am 27.7.2010

Weltrekord im Jointrauchen: US Marihuana Patient

Am 20. November 2009 hat Irvin Rosenfeld, ein Börsenmakler aus Florida, den Weltrekord für den Konsum von Cannabiszigaretten gesetzt.

Foto von Irv Rosenfeld, hält den Weltrekord in Joints Rauchen, USADie Bundesregierung der Vereinigten Staaten hat Rosenfeld und drei weitere US-Bürger seit Dekaden mit der rauchbaren Cannabismedizin versorgt. Irv Rosenfeld bezieht seine Medizin seit 27 Jahren und ist damit der am längsten bekannte Cannabispatient.

Einer von Vier Patienten wurde intensiv Untersucht im Jahre 2001 durch die Organisation „Patienten ohne Zeit“ als Teil der „Missoula Studie„. Irv befand sich in einem sehr guten gesundheitlichen Zustand für einen Mann in seinem Alter. Alle medizinischen Untersuchungen wurden von unabhängigen Stellen durchgeführt, da die US Behörden niemals eine solche gesamtübersichtliche Untersuchung gefordert hatten. Dadurch konnten sie auch nicht die Effizienz des Pflanzenprodukts, das sie da medizinisch verabreichen, durch den sogenannten „Compassionate New Drug Program“ der Arzneimittelzulassungsbehörde FDA, entdecken.

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USA: Polizei gegen Ärzte

Am 17.11.2009, eine Woche nach den Anrufen der Aktivisten hat die Drogenkontrollbehörde der USA (Drug Enforcement Agency – DEA) ihre Webseite aktualisiert, um die neuesten Standpunkte der Amerikanischen Ärztegesellschaft „AMA“ wiederzuspiegeln. Die Ärztegesellschaft verlangt eine Überprüfung des Klasse I Status von Marihuana. Klasse 1 bedeutet, keine medizinische Nutzen.

Die Aktualisierung entfernt mehrere Referenzen zur AMA, wie „die AMA empfiehlt, dass Marihuana eine Klasse 1 – kontrollierte Substanz bleibt“ und „die AMA lehnt Vorschläge von Marihuana als Medizin ab“. Diese Änderungen kamen nach über einer Woche nachdem die AMA ihre neue Position zu Marihuana veröffentlicht hatte.

Wenn es um den Status von Marihuana als Klasse 1 Droge geht, ist es jetzt ein Kampf zwischen Strafrechtlern und Doktoren. Die Polizei sagt, es hätte keinen medizinischen Wert, aber die Doktoren – die es ja wohl wissen müssen – sagen es hat einen Wert, oder wollen zumindest eine Überprüfung durch die Regierung. Und wiedereinmal liegt es an den Befürwortern des medizinischen Marihuanas, sich zu wundern, was die Strafverfolgungsbehörden überhaupt in dieser Debatte zu suchen haben. Es wird interessant, wie die DEA die neue Position der AMA beschreiben wird.

Das Marihuana Policy Projekt wird es euch wissen lassen.

Cops vs. Doctors

Medizinisches Marihuana: American Medical Association will Überprüfung des Betäubungsmittelstatus

Die größte Organisation von Ärzten in den USA, die American Medical Association (AMA), hat ihre lange gehaltene Position dass Cannabis keinen medizinischen Wert hätte, revidiert. Die Gruppe hat anstelle dessen eine neue Position zu dem „medizinischen Marihuana“ bezogen und ruft zu einer Überprüfung des Betäubungsmittelstatus (Schedule I Drug – ohne akzeptierten medizinischen Nutzen und kontrollierte Substanz) auf. Zuvor hatte die AMA den Schedule I Eintrag bevorzugt. Dies kann als historischer Schritt gesehen werden.

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Legalisiertes Cannabis? Wir könnten schon auf dem Weg sein..

Die neue Politik der Obama Administration ist „möglicherweise“ Teil des Prozesses, sagt ein konservativer Kolumnist.

Mit der Entscheidung der Obama Administration, Verkäufer und Nutzer von medizinischem Cannabis nicht weiter zu verfolgen, trotzdem sie gegen föderale Gesetze verstossen, bringt den konservativen Kolumnist George F. Will dazu, zu sagen, dass das Land „offensichtlich in dem Prozess, Marihuana zu legalisieren, ist.“

In der Fernsehsendung von ABC „This Week with George Stephanopoulos,“ verglich Will dass was gerade mit Marihuana passiert, mit den Änderungen der Gesetze bei Alkohol, Glücksspiel oder sogar Prostitution.

„Wir haben Glücksspiel über zwei Generationen hinweg in diesem Land legalisiert. Es wurde als Sünde und Kriminalität angesehen. Ohne irgendeine nationale Debatte oder entscheidenden Punkt wurde es einfach getan“, sagte Will. „Wir haben Prostitution in der Art Legalisiert, als dass jeder das Telefonbuch aufschlagen kann und unter „Escort“ Service fündig wird. Und jetzt sind wir offentlichtlich in dem Prozess der Legalisierung von Marihuana.“

Es ist nicht nur die Gesetzgebung der neuen Obama Regierung zu Marihuana, sondern auch die erweiterte Definition von medizinischen Applikationen für die Droge, welche in einer zunehmenden Anzahl von Bundesstaaten erlaubt ist, anzubauen, verkauft zu werden und als Behandlung für eine Vielzahl von Krankheiten genutzt wird.

„Nun ist der medizinische Nutzen von Cannabis Ängste zu heilen, Schnupfen, und den ganzen Rest“ sagte Will.

180 Grad Wende in der Cannabispolitik

Das neue Regelung – eine 180-Grad Wende von der harten Linie der Bush Regierung – zündete einen Funken für eine weitreichende Diskussion, heute in „This Week“.

In der letzten Woche hat die Obama Regierung neue Regelungen wegen medizinischem Marihuana herausgegeben.
Anstelle der Verfolgung der Nutzer, sollen sich die Behörden ihre Anstrengungen sehr viel mehr auf die Transporteure von illegalen Drogen, inklusive Marihuana, verlegen.

Eric Holder und das Medical Marihuana„Wir werden unsere begrenzten Resourcen nicht für einen Kampf gegen den Marihuanahandel fortführen, bei denen Personen, die ernsthafte Krankheiten und im Einklang mit den bundesstaatlichen Gesetzen stehen, es medizinisch Nutzen.“ sagte Generalstaatanwalt Eric Holder in der letzten Woche.

Das Nutzen und Anbieten von medizinischen Marihuana ist legal in bislang 14 Bundesstaaten der USA: Alaska, California, Colorado, Hawaii, Maine, Maryland, Michigan, Montana, Nevada, New Mexico, Oregon, Rhode Island, Vermont und Washington.

Cannabispolitik ist für viele eine „gemischte Politik“

John Podesta vom progressiven Thinktank Center for American Progress, sagte, dass der Staatsanwalt ein größeres Bild im Auge hätte.

„Ich denke, dass was Eric Holder da gesagt hat, ist, schau – wir haben kaum Resourcen. Wir sollten nicht hinter Leuten her sein, die grauen Star oder Krebs haben, oder irgendwas mit medizinischem Marihuana. Wir haben immernoch einen Feldzug gegen die mexikanischen Drogenkartelle. Somit denke ich, dass wir hier eine gemixte Politik haben“.

„Die Vereinigten Staaten haben die höchste Gefängnispopulation von allen Ländern auf dieser Welt, und ich denke, dass haben wir vor allem den vorgesehenen Gefängnisstrafen für sinnlose Gesetze zu verdanken. Und ich denke, dass die Änderungen, die wir sehen, nun möglicherweise ein Rückzug von dieser Art ist“. Podesta weiter: „Und ich denke, dass hier ist ein Platz, an dem Leute wirklich überlegen sollten, ob sie diese riesige Menge Personen wirklich zu Lasten unserer Gesellschaft einsperren möchten.“

via TaxCannabis.org und ABC News

Video: FOX News – Legalize it?

ENCOD.at hat mich auf diese interessanten Videos gebracht. Faszinierend ist daran, dass es eine recht gute Sendung über Medical Marihuana auf Fox News ist. Fox ist ein konservativer Sender und gehört Rupert Murdoc (News Corp. Inc, u.a. MySpace):

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