USA: Staaten mit Medizinalhanf haben bis zu 25% weniger Tote durch Überdosis von Schmerzmitteln

Eine schon etwas ältere Studie, aber noch mal interessant zu erwähnen: In den 13 Bundesstaaten der USA, die zwischen 1999 und 2010 die Möglichkeit für Medizinalhanf eingeführt haben, sind 25% weniger Menschen durch eine Überdosis von opiodhaltigen Schmerzmitteln verstorben. Die USA haben ein großes Problem mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln wie Vicodin und Oxycontin. Die Todesfälle durch Überdosis haben sich seit 1991 verdreifacht und jeden Tag sterben etwa 46 Personen deswegen. Die Studie wurde 2014 im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

„Der Unterschied ist sehr überzeugend“ sagt Studienkoautor Colleen Barry, Gesundheitswissenschaftlerin von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore. Sie merkt an, dass dieser Trend in jedem Bundesstaat, ein Jahr nachdem die Legalisierung durchgesetzt worden ist, einsetzte.

Die Studie legt nahe, dass Patienten die chronische Schmerzen erleiden, ihre Medikamente durch Medizinalhanf austauschen oder damit zusammenhängend ihre Dosis vermindern können. Die Effekte von opiodhaltigen Schmerzmitteln, sowie Heroin und Morphin, verstärken sich unter dem Einfluss von Cannabinoiden. Somit ist eine kleinere Dosis notwendig um die gleichen Effekte zu erzielen und eine Überdosierung weniger möglich.

Barry sagt, dass es „nahezu unmöglich“ sei durch eine Überdosis von Cannabis sterben, so dass die Substitution der wahrscheinlichste Grund für die Reduzierung der Todesfälle sei.

Es gibt aber auch Gegenstimmen. Dr. Andrew Kolodny, Chefmediziner am Phoenix House, einer Entzugsklinik, denkt, dass es weniger an der Substitution liegt, sondern eher daran, dass die liberaleren Bundesstaaten sich auch aktiv mehr um abhängige Konsumenten kümmern und dadurch die Reduzierung entstanden sei. „Es gibt keine Hausärzte in diesen Staaten, die Marihuana verschreiben anstelle von Vicodin.“

Was auch immer der Grund ist, es ist eine tolle Neuigkeit und ein deutliches Anzeichen für eine Drogenpolitik, die weniger „ungewollte Nebenwirkungen“ (UNO-Sprech für tote betroffene Menschen) zeigt.

via Newsweek

Oregon startet heute den Verkauf von Cannabis

Am 1. Oktober 2015 treten neue Gesetze im US-Bundesstaat Oregon in Kraft, welche den Abgabestellen für medizinisches Cannabis ermöglicht, generell an Personen über 21 Jahren zu verkaufen. Ungefähr 200 Verkaufsstellen werden daran teilnehmen und Cannabisblüten an erwachsene Personen verkaufen.

Kunden wird es ab diesen Tag erlaubt sein, bis zu einer viertel Unze (also etwa sieben Gramm) Blüten der Cannabispflanze sowie bis zu vier nicht-blühende Pflanzen zu kaufen. Essbare Cannabisprodukte dürfen erst nächstes Jahr eingeführt werden.

Die neuen Gesetze wurden von den Wählern im November angenommen und wurden zum 1. Juli eingeführt. Sie erlauben Personen über 21 Jahren den legalen Besitz von bis zu einer Unze Cannabisblüten und ermöglichen den nicht-kommerziellen Anbau von bis zu vier Cannabispflanzen. Weitere Details zu dem Gesetz zur Regulierung und Besteuerung werden zu Beginn des nächsten Jahres erwartet. Die davon seperate Gesetzesgebung (Senate Bill 460), welche schon im August unterschrieben wurde, gibt den Abgabestellen für medizinisches Cannabis die Option, auch an Nicht-Patienten und Steuerfrei bis zum 4. Januar 2016 zu verkaufen.

Colorado und Washington erlauben zur Zeit ebenfalls den Endverkauf von Cannabis, während ähnlcihe Regulierungen in Alaska anstehen.

Die Steuereinnahmen in Washington aus dem Cannabisverkauf betrugen 90 Millionen USD in den ersten 15 Monaten, während die Steuereinnahmen in Colorado insgesamt 70 Millionen USD im vergangenen Jahr betrugen.

Quelle: NORML USA

WEED3 – Die neue Sendung von CNNs Dr. Gupta

Auf dem Höhepunkt des Cannabis-Feiertages, dem 20. April (4/20), feuert Dr. Sanjay Gupta, der Neurochirug und Star-Journalist für medizinische Themen bei CNN seine neue Salve gegen die förderalen Verbote der Pflanze Hanf.

Präsident Obama wird über die Legalisierung von medizinischem Cannabis in dem CNN Spezial „WEED 3“ von Dr. Sanjay Gupta auftreten. Dr. Gupta fragt Präsident Obama, ob er den Senat bei dem Vorhaben unterstützt, den Krieg gegen medizinisches Marihuana auf förderaler Ebene zu beenden.

Dem Bericht zufolge sagt der Präsident, dass er sich das weiter im Detail anschauen müsse, aber vorsichtig verschriebenes medizinisches Marihuana scheint tatsächlich in einigen Fällen die einzige Lösung zu sein, und man solle der Wissenschaft folgen und nicht den Ideologien.

Weed 3 bietet eine der am besten besetzten Plattfomen für die Geschichten der Patienten, die durch mediznisches Marihuana gerettet wurden. Dr. Gupta fokussiert sich auf die Fälle von reinem Cannabis gegen die Symptome von PTSD und Sichelzellenanämie und als Alternative zu tötlichen Schmerzmedikamenten. Dr. Gupta sagt, die Amerikaner wurden systematisch an der Nase herumgeführt über Cannabis und die Nation benötige eine „medizinische Cannabisrevolution“. Dr. Gupta dazu:

„Es gibt interessante neue Forschung über die Nutzung von Marihuana, die sich auf die Leben von zehntausenden Personen, darunter Kinder und Erwachsene, positiv auswirken könnte. Dazu gehört die Behandlung von Krebs, Epilepsie und Alzheimer, um nur einige zu nennen. Alleine auf das Thema Schmerz bezogen, kann Marihuana den Bedarf an Schmerzstillern senken und gleichzeitig die Zahl der versehentlichen Überdosierungen durch Schmerzstiller senken, welche eine der am meisten vorkommenden und verhinderbare Todesarten in diesem Land ist.“

Journalisten sollten keine Position einnehmen. Es macht Sinn. Objektivität ist der König. Aber an irgendeinem Punkt sollten die offenen Fragen beantwortet werden. An irgendeinem Punkt sollten umstrittene Positionen gelöst werden. An irgendeinem Punkt sollte der gesunde Menschenverstand herrschen.

Also hier ist es: Wir sollten medizinisches Marihuana legalisieren. Wir sollten es National umsetzen. Und – wir sollten es jetzt machen.“

CNN bringt WEED3 nach den Wiederholungen von WEED und WEED3, start ist 19 Uhr östliche Zeit, 16 Uhr pazifische Zeit

via SfGate: Dr. Sanjay Gupta drops bomb with ‘WEED 3’ on eve of 420

USA: DEA warnt vor „bekiffte Hasen“ wenn Medizinalhanf legalisiert wird

Foto eines Stonten Feldhasen

Foto eines Stonten FeldhasenIn Utah wird gerade über ein Gesetzesvorhaben gesprochen, welches bestimmten Patienten erlauben würde, sich mit essbaren Formen von Cannabiswirkstoffen bzw. -blüten zu behandeln. Das Schlimmste dabei wäre wohl, dass das Wildleben im Bundesstaat einen „Geschmack dafür kultivieren“ könne, so die Aussage eines „Experten“ der Drogenverfolgungsbehörde DEA. Diese interessante Aussage findet sich im verlinkten Video ab Minute 58:00.

„Ich muss mit Fakten umgehen, mit Wissenschaft“, sagte der Spezialagent Matt Fairbanks. Er ist Mitglied des „Marihuana Ausrottungsteam“ in Utah. Fairbanks sprach über die Anbauten von Cannabispflanzen in den Bergen von Utah, inbesondere über die ökologischen Aspekte. Er persönlich habe ganze Bergflächen gesehen, die Pestiziden, gefährlichen Chemikalien, Entwaltung und Erosion ausgesetz seien.

Fairbanks sagte, an einigen Anbaustellen habe er „Hasen“ wahrgenommen, die einen Geschmack für die Cannabispflanzen entwickelt hätten, so dass sie garnicht mehr weg wollten, und nur „High“ rumsässen.

Es ist sicherlich wahr, dass illegaler Anbau von Cannabis schwerwiegende Konsequenzen für die Umwelt haben kann. Aber nicht nur der Cannabisanbau hat dieses Problem. Darüber hinaus werden die Bauern erst durch die Verbote dazu getrieben, ihr Handwerk in ökologisch fragilen Umgebungen wie Naturschutzgebieten zu verlegen. Wenn Cannabisanbau reguliert wäre, müssten die Bauern nicht in entlegende Berggebiete ziehen, sondern könnten es auf einem normalen Bauernhof anpflanzen.

Es kann schon sein, dass die Tiere einen Geschmack für die Pflanzen entwickeln. Dieses seltene Vergnügen für Hasen kann aber keine Basis für die Aufrechterhaltung der Cannabisverbote stehen, genauso wenig wie betrunkene Eichhörnchen ein Argument sein können, Alkohol zu verbieten.

Die Gesetzesvertreter waren wohl durch die Hasen nicht sonderlich abgeschreckt und liessen das Gesetzesvorhaben passieren.

via Washington Post

Foto von Wikipedia, Feldhase vom Benutzer Fmickan

USA: Drogenspürhunde werden arbeitslos

Die Tierschützer können jubeln, denn mit der einhergehenden Regulierung von Cannabis als Genussmittel in den Bundesstaaten werden die Drogenspürhunde arbeitslos. In den Bundesstaaten Alaska und Oregon haben die Wähler sich für eine Politik entschieden, die eine Besteuerung von Cannabis zulässt und den Markt dem Schwarzmarkt entreisst. Eine Folge dessen ist, dass das Budget für die Nutzung und Versorgung der Drogenspürhunde gestrichen wurde.

via NORML

USA: Mehr als 100 indigene Stämme wollen Cannabis anbauen

Huffingtonpost berichtet, dass mehr als 100 indigene Stämme sich bei einem Großhändler für Pflanzenanbausysteme gemeldet haben. Sie berichten, dies wären nicht die einzigen Anfragen an Hersteller. Ein Memo des US-Justizdepartments vom Dezember 2014 besagt, dass die indigenen Amerikaner die Freiheit haben, Cannabis anzubauen und zu verkaufen, solange sie sich an die föderalen Gesetze halten, welche die Regelungen der Bundesstaaten übersehen.

Während die diversen Cannabisprodukte noch immer unter den Förderalgesetzen illegal sind, haben 23 Bundesstaaten die medizinische Hanfnutzung legalisiert und vier Staaten sowie der District of Columbia haben Gesetze zur Regulierung von Cannabis als Genussmittel.

via Huffingtonpost: More Than 100 Native American Tribes Consider Growing Marijuana

US-Drogenfahnder brandheiss auf US-Investoren im kanadischen Cannabismarkt

Hightimes verbreitet gerade die Neuigkeit, dass einem Reuters Interview zufolge mit dem Sprecher der Drogenverfolgungsbehörde der USA, Rusty Payne, sie genau schauen, wer in Kanadas Medizinalhanfmarkt investiert. Die steinzeitliche Meinung des Beamten ist, dass der Markt sehr riskant und ein rückgradloses Geschäft sei.

Bisher gehen die Investoren davon aus, dass es in Ordnung sei, in einem anderen Land ein Geschäft aufzubauen, welches im eigenen Land als illegal angesehen wird.

Bislang wurde noch niemand verhaftet. Allerdings, so Payne, sei dies vor allem auf die limitierten Resourcen bei der Verfolgung zurückzuführen.

Der Verkauf und Besitz von psychoaktiven Cannabisblüten, als Marijuana bezeichnet, ist noch immer illegal unter den Föderalgesetzen der USA. In Kanada hingegen ist die Herstellung und der Handel von Medizinalhanf legal. Dass die erwirtschafteten Gewinne wieder in die USA fliessen, könnte eine „rote Flagge“ für die US-Strafverfolger sein, da es dann um Geldwäsche und Verbreitung einer „Liste 1 Substanz“ ginge.

„Es sind zwei Verletzungen von US-Föderalgesetzen. Ich sehe keinen Weg drumherum“ so Timothy White, Bankers Toolbox gegenüber Reuters. Seine Firma hilft Banken, Geldwäsche zu finden und gegenüber den Behörden zu dokumentieren.

Guam lässt im November über die Legalisierung von Medizinalhanf abstimmen

Guam auf der Globusprojektion der Erde

Guam auf der Globusprojektion der Erde, Bild: Wikipedia

Guam auf der Globusprojektion. Bild: Wikipedia

Cannabis ist verwendbar als Medizin. Dies ist ein Fakt, den die US-Regierung immer wieder versucht, zu diskreditieren, wobei sie selbst einige Patente daran hält. Nun ist es an den Bürgern von Guam, einem nicht-inkooperierten Gebiet der USA bei den Phillipinen, über die Legalisierung von Cannabis als Medizin bei den Wahlen im November abzustimmen.

Die Regierung hatte schon überlegt, ein eigenes Medizinalhanfgesetz durchzusetzen, aber zog es nun vor, die Wähler entscheiden zu lassen. Der Name der vorgeschlagenen Gesetzesänderung lautet „Joaquin ‚KC‘ Conception II Compassionate Cannabis Use Act of 2013“. Die Gesetzesänderung würde Abgabestellen legalisieren, sowie Regeln und Regulierungen aufstellen, die von einer Regierungskommission ausgearbeitet werden sollen:

Die Wahlkommission von Guam entschied letzte Nacht, dass sie die Wähler über die Legalisierung von medizinischen Marihuana in den Wahlen im November abstimmen lassen wollen.

via Guampdn.com

via TheWeedBlog: Guam To Vote On Medical Marijuana In General Election

Das große Marihuanaexperiment: Die zwei Kriege gegen Drogen

Während in Colorado und Washington neue Gesetze und Regeln für den Umgang mit Cannabis herrschen, gehen die Zahlen für Verhaftungen für Cannabisdelikte auf einen neues Rekordniveau. Von Bruce Barcott (Rolling Stones Magazine)

Legales Marihuana in den USA wird zur Zeit als eine 1,43 Milliarden Dollar Industrie angesehen. Es wird davon ausgegangen, dass sie 2014 auf 2,34 Milliarden US-Dollar anwachsen wird. Wenn diese Zahlen stimmen, immerhin eine Anstieg um 64% – stärker als der globale Verkauf von Mobiltelefonen, wird Gras bald einer der am stärksten wachsenden Geschäftsfelder der Welt sein.

Eine aktuelle Umfrage von Gallup zeigt, dass 57% der US-Amerikaner die Legalisierung befürworten – 10% mehr als im letzten Jahr.
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USA: Marihuana in vier Städten legalisiert

Der Wahltag in diesem Jahr hat noch vier weitere US-Städte mit der Entkriminalisierung beglückt. Die Wähler und Wählerinnen in Portland, Maine und Ferndale, Jackson und Lansing, Michigan haben Gesetzesvorschlägen für die Entkriminalisierung oder Legalisierung des Eigenbedarfs von Marihuana zugestimmt. In allen vier Städten kam die Cannabisreform mit einer überwältigenden Mehrheit durch.

Portland, Maine stimmte für die Legalisierung von 2,5 Unzen (etwa 60 Gramm) Cannabisblüten. Wähler unterstützten den Vorschlag mit 67% der Stimmen. Der Vorschlag legalisiert nicht den Anbau oder Verkauf, aber erlaubt erwachsenen Personen über 21 Jahren in der Stadt Portland „in Aktivitäten verwickelt zu sein, die den Besitz von Marihuana und Konsumzubehör beinhalten“, was offensichtlich auch das Teilen unter Erwachsenen untereinander erlaubt.
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Colorado: Erste Industriehanfernte seit 56 Jahren

colorado-in-usaDie MPP in den USA verkündet, dass in Colorado die erste Industriehanfernte seit 56 Jahren stattgefunden hat. Die Ernte wurde per Hand durchgeführt mit Hilfe von ehrenamtlichen Helfern. Die Stängel der Pflanze und die Samen sollen genutzt werden. Erstes zur Herstellung von Baumaterial und Tierstreu, die Samen sollen zu Öl gepresst werden für Seifen.

MPP: Colorado Sees First Hemp Crop in 56 Years

„Shutdown“ der USA betrifft auch Büro des Drogenbeauftragten

government-shutdown-salaries_full_380Falls du es noch nicht gehört hast: Wegen dem Schuldenstreit in den USA werden mittlerweile große Teile der öffentlichen Verwaltung heruntergefahren und in den Urlaub geschickt – „Government Shutdown“. So schreibt die High Times über einen Artikel aus der New York Times, dass auch das Büro des Drogenbeauftragten Gil Kerlikowske große Personalprobleme habe, seitdem 80 von 88 Mitarbeitern beurlaubt wurden.

Man kann sich natürlich fragen, was die restlichen Mitarbeiter machen. Wie zum Beispiel neue Pläne schmieden um es den Abgabestellen für medizinisches Cannabis schwerer zu machen oder die Krawatten des Drogenzars zu bügeln.

Wäre dies eine gerechte Welt, wären 100% des Büros des Drogenbeauftragten überflüssig, da das Thema von der Lebensmittel- und Gesundheitsbehörde behandelt werden würde. Du weisst schon: Wissenschaftler und Ärzte – nicht Polizisten und Ex-Militärs.
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Grover Norquist will den Medizinalhanfabgabestellen bei ihrem Steuerproblem helfen

Grover-Norquist-199x300Der Prominente konservative Aktivist und Gründer der „Americans for Tax Reform“ möchte den Abgabestellen für medizinisches Marihuana in den USA bei ihrem Steuerproblemen helfen. Die ATR ist eine der politisch am mächtigsten Gruppen der konservativen Rechten.

Das Problem ist, dass die Föderalregierung noch immer Marihuana als Klasse 1 Droge einstuft und somit auch Konsum zu Genusszwecken oder die medizinische Nutzung – wie sie in einigen Bundesstaaten erlaubt ist – nach Föderalgesetzen noch immer illegal ist. In den Steuergesetzen steht, dass „kriminelle Vereinigungen“, die illegale Drogen wie Cannabis verkaufen, ihre normalen Geschäftsausgaben nicht von der Steuer absetzen dürfen. Dies wurde nun auf die Abgabestellen für medizinisches Cannabis angewendet. Es führt bei den Abgabestellen zu Steuerproblemen.

Um diese offensichtlich unfaire Behandlung der Abgabestellen zu beenden, hat die ATR einen Unterstützerbrief für Senator Earl Blumenauers „Small Business Tax Equity Act of 2013“ geschrieben.

Dies ist ein zeigenswertes Beispiel, wie die Regulierung von Marihuana der Mainstream wird. Es ist nicht so, als dass die ATR auf den Zug der Cannabisbewegung aufsteigt. Die ATR sieht einfach, dass es da eine Gruppe von Steuerzahlern gibt, die Diskriminiert werden, und so machen sie dass, was die ATR normalerweise in einem solchen Fall machen würde. Der ATR ist eine grundsätzliche steuerliche Gleichbehandlung wichtig, und dies soll auch für das Cannabisgeschäft gelten.

Vor nicht allzulanger Zeit war noch alles, was mit Cannabis zu tun hat als politisch Hinderlich angesehen worden, insbesondere für konservative Gruppen und Politiker. Nun wird es wie jede anderes legitimes Geschäft angesehen, dass auch genau den gleichen Regulierungen wie jedes andere Geschäft unterliegen sollte: Steuern, Sicherheit und Beschäftigtenschutz sind alle gleich wichtig.

Foto von Gage Skidmore mit Creative Commons Lizenz.

via Grover Norquist Is Going to Help Marijuana Dispensaries With Their Tax Problem von John Walker

Washington: Finale Regeln für die Cannabisregulierung – Maximale Produktion: 40 Tonnen Marihuana

Grafik, Karte Washington State in den USAUSA: Die Kontrollbehörde für Alkohol – und jetzt auch Cannabis – im Bundesstaat Washington hat die finalen Regeln für die legale Cannabisindustrie verkündet. Hier sind einige Details:

Limitierung der Geschäfte

Die Konsumenten in Washington werden ihr Cannabis von bis zu 334 Läden beziehen können. Diese werden auf die Counties und Städte aufgeteilt. In Seattle werden 21 legale Cannabisläden erlaubt sein, eine großer Unterschied von den geforderten 100 Läden plus Abgabestellen für Medizinalhanf, den die Stadtbewohner wollten.

Produktionslimits

Der Bundesstaat hat eine maximale jährliche Produktion von etwa 40 Tonnen festgelegt. Das ist etwas mehr als 1.4 Millionen Unzen (28,35 Gramm) von Cannabisblüten. Das sind etwa vier Unzen pro Jahr pro Teilnehmer des Hempfest.

Limits für die Anbaugrößen

Produktionsstätten für die Cannabisproduktion werden auf 30.0000 Quadratfuß (etwa 2787 m²) beschränkt sein. Der Bundesstaat wird drei verschiedene Arten von Lizenzen vergeben: Unter 2000 Quadratfuß (etwa 186 m²) , 2000-10000 Quadratfuß (etwa 929 m²) sowie 10000-30000 Quadratfuß. Der maximale Flächenverbrauch für Cannabisanbau wird auf 2 Millionen Quadratfuß (ca. 185806 m²) begrenzt.

Abstand von Schulen u.ä.

Bislang ist die beste Neuigkeit, dass die Kontrollbehörde entschieden hat, dass die 1000-Fuß-Zone um Schulen, Parks und ähnlichen Anlagen als „üblicher Anfahrtsweg“ betrachtet werden und nicht „direkte Sichtlinie“. Das bedeutet, dass ein Laden auch nur über eine Autobahn (darf nicht überquert werden) entfernt von einer Schule sein darf, solange dort keine Schulkinder auf legale Weise hinkommen können.

Die Förderalbehörden haben schon angekündigt, die Auslegung der 1000-Fuß-Regel des Kontrollgremiums nicht zu akzeptieren.

Die beschlossenen Regeln werden an dieser Stelle veröffentlicht, die Zusammenfassung der Änderungen hier und die Liste der häufig gestellten Fragen des Kontrollgremiums wurden hier aktualisiert.

via The Stranger

Colorado: Ärger mit der Datenbank der Medizinalhanfpatienten

colorado-in-usaAm 21. August versammelten sich Patienten des Medizinalhanfprogrammes im US-Bundesstaat Colorado um gegen die Sicherheitsprobleme der Patientendatenbank zu demonstrieren. Die Demonstraten zogen dazu Papiertüten über ihre Gesichter, um das Problem darzustellen: Der Einbruch der Polizei in ihre Privatsphäre. Die Datenbank der Patienten im Programm wurde, nicht wie man erwarten könnte im Gesundheitsministerium angesiedelt, sondern bei der Polizei, der Strafverfolgung. Etwa 107000 Personen sind betroffen.

Die Liste der Medinzinalhanfpatienten sollte eigentlich nur unter ganz bestimmten Umständen für die Strafverfolgung zugänglich sein. Aber bei einer Überprüfung im Juni zeigte sich, dass bei dem Gesundheitsministerium nur laxe Sicherheitsvorkehrungen für die Datenbank angelegt hatte. Eine Petition, diese Datenbank zu zerstören, wurde abgelehnt. Die Beamten, die diese Datenbank führen, sagten, die Sicherheitsprobleme würden angegangen..

Das Gesundheitsministerium entschuldigte sich am letzten Mittwoch bei den Patienten, welche die Zerstörung der etwa 107.000 Personen umfassenden Datenbank forderten. Die Patienten sind über die Sicherheitsprobleme verärgert. Neben der fehlenden Trennung könnten die Förderalbehörden die Daten nutzen, um die Patienten wegen ihrem Marihuanabesitzes zu verfolgen.

The Denver Channel und WestWord.

USA: Krieg gegen Marihuana geht weiter: Förderalbehörden wollen Abgabestellen schliessen

Seattle, USA: Die Drogenverfolgungsbehörde DEA hat 11 bundesstaatlich lizensierten Abgabestellen einen erschreckenden Brief überstellt. Sie sollen innerhalb von 30 Tagen schliessen oder sich der Beschlagnahme gegenübersehen.

Trotz der Initiative 502, welche Marihuana für alle Erwachsene über 21 im Bundesstaat Washington legalisierte und der die Wähler von Washington zustimmten, und dem schon 1998 zugestimmten Vorhaben 692, welches medizinisches Marihuana im Bundesstaat legalisierte, haben jetzt 11 Abgabestellen Briefe von der Drogenverfolgungsbehörde DEA erhalten. Der Verkauf von Marihuana sei illegal unter Föderalgesetzen und sie müssten innerhalb 30 Tagen schliessen. Ansonsten könnte ihr Eigentum beschlagnahmt werden.

„Die Bürger in Washington haben gesprochen“, so Kari Boiter vom Washingtoner Chapter der Americans für einen sicheren Zugang. „Eine Mehrheit der Wähler sagen dass Cannabis kein Verbrechen sei, insbesondere für kranke Personen. Dennoch sind die Förderalbehörden weiterhin hinter Patienten und ihren Fürsorgern hinterher mit Strafen. Soll soe die I-502 Industrie behandelt werden?“

Die bundesstaatliche Kontrollbehörde für Alkoholika arbeitet zur Zeit an einen Plan zur Besteuerung und Regulierung von Marihuana. Die Pläne umfassen lizensierte Produzenten, Verarbeiter und Verteilungszentren.

Es ist unklar, warum die 11 Abgabestellen herausgepickt worden sind. Einige Besitzer der angeschriebenen Abgabestellen gaben an, dass sie völlig innerhalb der lokalen und bundesstaatlichen Regeln arbeiten.

„Diese Kollektive haben intensiv mit den Stadt und dem Bundesstaat zusammengearbeitet um Arbeiten zu können“, so Rachel Kurtz, die Anwältin, welche die Abgabestellen vertritt. „Der Brief der DEA macht keinen Unterschied zwischen legitimen Geschäften und jenen, die keine Anstrengungen unternehmen um bundesstaatliche und lokale Gesetze zu befolgen.“

„Ich würde es sehr gut finden, wenn die DEA herkommt und einen Blick reinwirft“ so Douglas Gerdes, Besitzer von „The Only Natural“, der den Brief am letzten Dienstag erhielt. „Ich habe nichts falsches getan.“

Die Sprecherin der Seattler DEA, Jodie Underwood, sagte zu den Briefen, dass sie identisch seien mit den anderen Briefen im letzten Sommer, in denen es um härtere Strafen gehe für Drogenstraftaten innerhalb von 1000 Fuss bis zu einer Schule, einen Park, oder einen anderen „sensiblen Ort“.

Underwood fügte hinzu, dass der Brief „nicht mit den Gesetzen in Washington zu tun habe.“

Sprecher des Bundesstaates Roger Goodman, ein Befürworter von medizinischen Marihuana sagte dazu, dass die Behörde übertrieben habe. Es gäbe gar keine Regelung, wie weit eine Abgabestelle von einer Schule oder ähnlichem entfernt sein dürfe.
Wegen der hohen Bevölkerungsdichte wäre so ein Geschäft – egal ob nun mit Marihuana oder nicht- auch gar nicht möglich.

Trotzdem gab es einige Abgabestellenbesitzer, die darauf geachtet haben. Aber das zählte nicht für die DEA. „Als ich meinen Shop in Shoreline eröffnete, schätzte die Stadt die Distanz zwischen meiner Zugangstür und der Schultür die Strasse runter auf 1058 Fuss. Aber der Brief sagte, ich wäre innerhalb von 1000 Fuss.“

via the daily chronic: War on Marijuana Returns with Federal Crackdown on Seattle Dispensaries

US-Rechnungshof sagt die nationale Anti-Drogenstrategie sei ineffektiv und uneffizient

Washington, DC: Der Rechnungshof (GAO) der USA hat in der letzten Woche einen Bericht veröffentlicht, der aussagt, dass die staatlichen Anti-Drogenbemühungen ineffizient und uneffektiv sind. Der Rechnungshof ist ein überparteiliches Untersuchungsorgan des Kongress der Vereinigten Staaten. Es prüft staatliche Vorhaben im Hinblick auf Korruption, Effizienz und Missmanagement. In seinen Aufgaben ähnelt es dem deutschen Bundesrechnungshof und der Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt.

Der Bericht sollte zusammenfassen ob die Antidrogenstrategie der Obamaadministration ihre Ziele erreicht habe. 2010 hatte das Büro des Weissen Hauses zur nationalen Drogenpolitik (ONDCP) in seiner nationalen Drogenstrategie seine Ziele festgelegt. In fast allen Fällen wurden diese nicht erreicht, so die Autoren.

Der Bericht fasst zusammen: „Die öffentliche Gesundheit, die sozialen und ökonomischen Konsequenzen des Drogenkonsums, verbunden mit dem eingeschränkten finanziellen Umfeld der letzten Jahre zeigt, dass es notwendig ist, dass föderale Programme effizient und effektiv mit ihren Ressourcen umgehen. ONDCP hat eine 5-Jahres Strategie entwickelt um den Gebrauch illegaler Drogen und dessen Konsequenzen zu reduzieren, aber unsere Analyse zeigt Stagnation im Fortschritt bei vier von fünf Zielen, für die Primärdaten verfügbar waren.“

Insbesondere kritisieren die Autoren des Rechnungshof den verfehlten Umgang mit der wachsenden Anzahl von jungen Cannabiskonsumenten. Sie wiesen auch die Behauptung der ONDCP zurück, dass ein vermehrter Konsum unter Erwachsenen auf die größere Verfügbarkeit von medizinischen Cannabis zurückzuführen sei. So schreiben sie, „Die Studie untersuchte den Effekt der Gesetze zu medizinischen Marihuana. Die Studien ausserhalb unserer Kritieren zeigten gemischte Effekte auf den Konsum unter jungen Menschen auf. Die Studien, die in unsere Kritieren passten, zeigten geringen bis keinen Effekt der Gesetze auf das Konsumverhalten von jungen Menschen.“

Der gesamte Text des Berichts ist online Verfügbar auf: der Webseite der GAO, Id 653354

Interessant wäre es auch mal, den deutschen Bundesrechnungshof darüber zu befragen…

via NORML

Colorados erste Hashbar und Coffeeshop eröffnet am 1. Januar 2013

Grafik Logo der Hashbar und Coffeeshop Whitehorse Inn in ColoradoGenau am 1. Januar 2013 auf Schlag Mitternacht wird etwas sehr magisches Passieren. Wir reden hier nicht von irgendwelchen Treffen zu Neujahr oder ‚reinfeiern, sondern die von der Eröffnung von Colorados erster Haschbar nd Coffeeshop, dem Whitehorse Inn. Von Paul Lovato, dem Besitzer des White Horse Inn.

Das Whitehorse Inn ist in Del Norte, Colorado beheimatet und wird der erste bundesstaatlich legale Coffeeshop seiner Art in den USA sein. Wenn du nur ein bischen wie ich bist, hast du immer geträumt, wie es ist, in einem Coffeeshopsetting wie in Amsterdam und British Columbia (Kanada) einen zu rauchen, aber wie wäre es in Amerika? Man muss sich es jetzt nicht länger nur Vorstellen, liebe Rauchergemeinde, da der Traum Realität geworden ist und nicht nur für ambitionierte Raucher wie mich.
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USA 6 November: Wahlen auch zur Cannabislegalisierung

Am 6. November 2012 wird in den USA der Präsident gewählt. In den Bundesstaaten Colorado, Washington und Oregon haben die Wähler darüber hinaus die möglichkeit, Marihuana in ihrem Bundesstaat zu legalisieren. Dies ist unzweifelhaft ein weiterer Meilenstein in diesem Jahr, der schon lange schwelt und die Drogenpolitikreform weiterbringen wird. Die USA sind eine treibende Kraft hinter dem „Krieg gegen die Drogen“ und den internationalen Drogenabkommen. Eine Veränderung innerhalb der USA bringt auch eine Veränderung der Aussenpolitik, und somit können diese Abstimmungen die globale Debatte um die Drogenpolitik anheizen und die US-Strategie schwächen.

Deine Unterstützung ist für diese Initiativen wichtig an diesem Punkt. Die Chancen sind gut und wir können sie nicht verstreichen lassen. Es gibt viele Möglichkeiten, zu helfen. Du kannst zum Beispiel direkt etwas Geld an eine der lokalen Kampagnen geben: Colorado http://www.regulatemarijuana.org/ (Facebook), Oregon www.octa2012.com (Facebook) und Washington http://www.newapproachwa.org (Facebook). Schreibe dich auf ihren Info-Listen ein. Werde ihr Freund auf Facebook, Like und Teile ihre Inhalte!

Du kannst auch die Personen unterstützen, die in den Gräben sitzen um die Legalisierung voran zubringen und die auch diese Kampagnen unterstützen: wie zb. die LEAP, DPA, SSDP, NORML oder die MPP. In Deutschland wären das die Hanfparade in Berlin, die Grüne Hilfe Netzwerk e.V., das Hanf Museum oder der Deutsche Hanf Verband.

Hilf mit, diese Kampagnen und Vereine in den sozialen Netzwerken und per E-Mail bekannt zu machen!

Update

Auch der Hanfverband berichtet auf seiner Homepage:

Unsere Kollegen von der National Organization for the Reform of Marijuana Laws (NORML) berichten in ihrem aktuellen Newsletter vom 20.9.2012 von sechs Abstimmungen in den USA am 6.11.:

In den sechs US-Staaten – Arkansas, Colorado, Massachusetts, Montana, Oregon, und Washington – können die Wähler parallel zur Wahl des Präsidenten über Cannabis-Initiativen abstimmen. In Massachusetts und Arkansas soll der Besitz und Erwerb von Cannabis mit einer medizinischen Verschreibung erlaubt werden. Die Wähler in Montana sind aufgerufen, über eine Einschränkung des medizinischen Einsatzes von Cannabis zu entscheiden.

Um Cannabis zu Genusszwecken geht es in Colorado, Oregon und Washington. Alle drei Initiativen beschränken sich nicht auf eine Entkriminalisierung, sondern fordern eine Legalisierung von Besitz, Handel und Anbau von Cannabis. In Colorado soll der Besitz von bis zu einer Unze sowie der Anbau von bis zu 6 Pflanzen legalisiert werden und in Oregon werden staatlich lizenzierte Herstellung und Verkauf gefordert. Im US-Staat Washington (nicht zu verwechseln mit der Hauptstadt) soll sowohl die Herstellung und der Verkauf an Erwachsene reguliert als auch der Besitz von bis zu einer Unze entkriminalisiert werden.

Die aktuellsten Umfragen sehen eine Zustimmung von 51% für die Initiative in Colorado. In Washington unterstützen 6 von 10 Befragten die Initiative. Für Oregon steht es derzeit mit 37% pro und 41% contra noch recht unentschieden.

Update Zwei

Sicherlich haben die Initiativen ihre Fehler, aber wenn man sich die Umfragen anschaut, kann man gut sehen, dass sie schon alles Probieren, was die Wähler akzeptieren würden. Dennoch wären sie ein riesiger Fortschritt zu dem, was das Prohibitionistenregime jetzt ausmacht.

Morgan Freeman über Cannabis: Die Kriminalisierung ist das „dümmste aller Gesetze“

Foto von Morgan Freeman, 2006, von David Sifry über WikipediaMorgan Freeman ist schon lange ein Befürworter der Legalisierung von Marihuana, eine Sache die er erst letztens wieder in einem Interview mit der Newsweek wiederholte. Hier ist das, was der Schauspieler im aktuellen Film „Dark Knight Rises“ zu dieser Angelegenheit zu sagen hat:

„Marihuana! Oh, Yeah! Es ist das dümmste mögliche Gesetz was uns die Geschichte gegeben hat. Du kannst Menschen nicht von dem abhalten, was sie machen möchten, also sollte man das verbieten gleich vergessen. Du machst nur Kriminelle aus Personen, die nicht in kriminelle Aktivitäten verstrickt sind. Und wir geben Abermillionen von Dollars aus um einen dummen Krieg zu Führen, den wir nicht gewinnen können! Wir könnten Abermillionen machen, das einfach nur Legalisieren und es besteuern wie wir es mit Alkohol machen. Es ist dumm!“

Diese Grafik mit Morgan Freeman zur Legalisierung von Cannabis verbreitet sich zur Zeit sehr schnell in den sozialen Netzwerken
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