Drogenforschungsinstitut INEIDFO stellt sich vor

Logo des Drogenforschungsinstituts INEIDFODas Institut für Empirische und Interdisziplinäre Drogen-Forschung (INEIDFO) ist eine gemeinnützige Gesellschaft aus verschiedenen Wissenschaftlern, Medizinern, Juristen und anderen Personen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, empirische Drogenforschung frei von moralischen und politischen Prägungen interdisziplinär zu betreiben. Unser neuestes Projekt ist eine internetbasierte Umfrage zum Konsumverhalten, der Risikoeinschätzung und der gewünschten handelsrechtlichen Einordnung der 20 am meisten gebrauchten Drogen bzw. Genussmittel.

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Griechenland legalisierte Besitz von Drogen zum Eigenbedarf

Kleines Vorwort zu diesem Artikel: im August 2011 hat das Justizministerium einen Antrag zur Entkriminalisierung aller Drogen vorgelegt. Der Artikel dazu: hanfplantage.de: Entkriminalisierung aller Drogen in Griechenland.

Wenn man der Google-Übersetzung dieser griechischen Webseite (in der Seitenleiste, rechts, mittig) glauben kann, dann hat das Land vor etwa zwei Wochen, am 14.12.2009, Drogen zum Eigenbedarf legalisiert. Der Meldung zufolge hat jeder griechische Bürger das Recht erhalten 1,5 Gramm Heroin, 1 Gramm Kokain, 15 Gramm Marihuana, 5 Gramm Haschisch und 5 Dosen von LSD zu besitzen. Weiterhin ist es nach diesem Beschluss möglich, zu Hause bis zu fünf Cannabispflanzen zu züchten.

Vielleicht könnte das noch eine Person die besser griechisch kann als Google, das verifizieren…?

via NORML

Update

Mittlerweile hat auch NORML geupdatet und unserer Griechisch-Experte hat es auch gesagt: In dem Text geht es um die Entkriminalisierung in Tschechien. Schade, eigentlich.

UK: Republikanische Antidrogen Gruppe versteckte Rohrbomben

9.12.2009: Eine Gruppe die sich selbst „Republikanische Aktion gegen Drogen“ nennt, hat gesagt, dass sie fünf Rohrbomben in Londonderry platziert haben. Die Gruppe beschreibt dies als „eine Serie von koordinierten Attacken“. Zwei der Geräte wurden in Autos in dem Bezirk Creggan am Sonntag Nacht deponiert und zündeten nicht, während ein Auto in dem Bezirk Buncrana Road von weiteren zwei Geräten attackiert wurde. Ein fünftes Gerät wurde hinter einem Haus in dem Bezirk Bogside deponiert.

In einer Stellungnahme im Derry Journal, sagte die Gruppe „RAAD“, dass fünf Geräte deponiert worden sind, von denen drei explodierten.

„RAAD hatte zwei Personen interviewt, die Hanfsamen gekauft hatten, Lampen und hydroponische Ausrüstung. Sie bauten die Samen erfolgreich in einer Drogenfabrik an. Das Geld daraus sollte für das Kokaingeschäft genutzt werden. Das wird nicht toleriert.“

Es zeigte sich auch, dass die Autos, die durch RAAD angegriffen worden sind in dem Bezirk Creggan, einem Mann gehörten, den diese Organisation schon fünf mal in diesem Monat in die Beine geschossen hatte.

via newsletter.co.uk

Endlich was Sinnvolles: DHV verschickt Leselektüre an deutsche Polizeipräsidenten

Der Deutsche Hanfverband hat eine super direkte Aktion gemacht, und jedem Polizeipräsidenten in Deutschland und dem BKA ein „Rauschzeichen“ geschickt. „Alles was man über Cannabis wissen muss“ ist Thema von diesem Buch:

Georg Wurth schickt Rauschzeichen an die Polizeipräsidenten

Hoffen wir, dass es Hilft. Und nicht wieder solche Artikel wie dieser dabei ‚raus.

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Hit List Afghanistan – USA wollen 50 Drogenhändler fangen oder töten

Die USA haben 50, angeblich mit den Taliban verbandelte, Drogenhändler auf ihre „Capture or Kill“-Liste gesetzt.

Eine Kongressstudie hat am Dienstag hervorgebracht, dass die US-Militärs in Afghanistan 50 Personen die Drogenhändlerkreisen zugeschrieben werden, auf eine „Capture or Kill“ Liste gesetzt haben. Diese Liste wurde bisher nur für Führungspersönlichkeiten der Bewegung, welche die westlichen Mächte aus dem Land haben will, und die Taliban restaurieren möchte, vorbehalten. Das hinzufügen von Drogenhändlern auf diese Kill-Liste bedeutet, dass das US-Militär jetzt „Kriminelle“ – und nicht etwa politische oder militärische Gegner – fangen und töten wird, ohne Gerichtsanordnung oder Prozess.

Die neue Politik wurde schon früher in diesem Jahr angekündigt, als die neue NATO Strategie weg vom Mohnfelder bombardieren hin zu Drogentransport verhindern verlagert wurde. Allerdings gibt es neues in dem Fall, denn die Studie aus dem Senat für äussere Angelegenheiten hat diese Politik neu beleuchtet.

Afghanistan im Fadenkreuz

Die Studie, Afghanistan’s Narco War: Breaking the Link between Drug Traffickers and Insurgents genannt, berichtet unter anderem folgendes:

  • Führungskräfte der militärischen und zivilen Behörden glauben jetzt, dass die Taliban nicht geschlagen werden können, und keine gute Regierung in Afghanistan eingeführt werden kann, solange der Geldstrom den die Afghanische Opiumindustrie erzeugt, nicht unterbrochen wird. Der Profit des Heroins, das aus dem Opium hergestellt wird, wird auf 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschätzt.
  • Als Teil der Ausweitung der US-Militärbestrebungen in Afghanistan hat die Obamaregierung US-Truppen einen führende Rolle zugeschrieben um den Fluss von illegalisierten Drogen und von Geld zu unterbinden. Währendessen hat die US-Regierung ein Kompetenzzentrum eingerichtet, um den Fluss der Drogengelder an die Taliban und korrupte Afghanisische Bürokraten zu analysieren. Weiterhin wartet eine Taskforce aus Militärischen, Aufklärungs-, sowie Juristischen Einheiten aus verschiedenen Ländern um die Drogennetzwerke aufzudecken auf ihren formellen Start.
  • Auf der zivilen Seite, versucht die Verwaltung den Fokus der Antidrogenbewegung weg von dem Ausrotten der Pflanzen hin zu alternativen Pflanzenanbau und Landwirtschaft zu bewegen. Zum ersten mal haben die USA einen Landwirtschaftsplan für Afghanistan. Diese Strategie wird zur Zeit finalisiert. Der Fokus soll darauf liegen, die landwirtschaftliche Leistung zu erhöhen, das landwirtschaftlichen Gewerbe anzukurben, Wasserpumpen und Bewässerungssysteme zu erneuern und eine Lagerung der Ressourcen zu erreichen.

Leider hat der folgende Satz es nicht in die Highlights geschafft, aber er verdeutlicht, mit welcher Intensität das Militär sich vorbereitet um die neue Anti-Drogen-Mission zu verfolgen: „In der dramatischen Darstellung der neuen Politik werden sich grosse Drogenhändler, die den Bürgerkrieg finanzieren, sich selbst in dem Fadenkreuz der Militärs wiederfinden. 50 von ihnen sind jetzt offiziell auf der „Capture or Kill“ Liste.

Ein Offizier des US-Militärs sagte „Wir haben 367 ‚kill or capture‘ Ziele, davon sind 50 Ziele, die mit Drogen zusammenhängen.“

Kommandanten des US-Militärs verteidigen das Töten von zivilen, den drogenhandel Verdächtigten, sei Legal unter ihrem Gesetz des Eingriffes und dem internationalen Gesetzen. Während die genauen Wortlaute des Gesetz des Eingriffes geheim ist, sagen die Generäle, „das Gesetz des Eintriffes und das international Akzeptierte Gesetz des Krieges wurden interpretiert, und zwar so, dass sie erlauben, Drogenhändler mit überprüften Verbindungen auf eine Tötungsliste zu setzen. Dies wird „Integrated prioritized target list“ genannt.

Nicht jeder sagt, dass das Töten von zivilen Drogenhändlern in einem fremden Land legal wäre. Die UN Hauptversammlung hat zu einem Moratorium über die Todesstrafe aufgerufen. 2007 hat ein Bericht der Internationalen Schadensminderungsorganisation die Todesstrafe für Drogendelikte als einen Verstoss gegen die UN Charter und die Universelle Deklaration der Menschenrechte ausgemacht.

„Was uns über die Neuigkeiten zu denken gibt, ist dass es eine Kultur der US-Führerschaft gibt, bei der niemand nachfragt oder nur auf die Idee kommt, dass aussergerichtliche Tötungen illegal sind, sowohl in internationalen Gesetzen, als auch nach US-Gesetzen“ sagte said Steve Rolles von der Britischen Drogenreformgruppe Transform. „Die Regierung von Großbritannien würde niemals mit solchen Morden davonkommen, und auch wenn Länder wie Israel es machen, gibt es weitverbreitete Verurteilungen. Stellen Sie sich vor, die Afghanen hätten eine Tötungsliste der US-Soldaten angefertigt, die Verantwortlich sind für tausende tote Zivilisten.

via drcnet

Update

Man kann soetwas natürlich auch Söldnern überlassen, wo keiner mehr Nachfragt… zb. Blackwater aka Xe Services.

Mexiko entkriminalisiert Drogenbesitz

Ab heute wirkt in Mexiko ein neues, kontroverses, Gesetz. Es entkriminalisiert den Besitz von „geringen Mengen“ von Marihuana (Cannabis), Kokain, LSD, Methamphetamin, Heroin und anderen Drogen, während die Regierung kostenlose Drogentherapien anbieten möchte.

Jeder der mit Drogenmengen für den Eigenbedarf geschnappt wird, soll motiviert werden, an Therapien gegen Drogen teilzunehmen. Die Personen, die zum dritten Mal erwischt werden, müssen zu dieser Behandlung – auch wenn es keine Strafen für Abwesenheit gibt.

Die mexikanischen Behörden sagen, dass sie nur eine längere Praxis anerkennen, Personen mit geringen Mengen von Drogen nicht mehr zu verhaften.

Die maximale Menge von Marihuana, die als Eigenbedarf gilt, wird mit dem neuen Gesetz auf 5 Gramm festgelegt – das Äquivalent von vier Joints. Andere Limits sind 50 Milligramm Heroin, 40 Milligramm Methamphetamin und 0.015 Milligramm LSD.

via nytimes, sz, und Empörung bei Blick.ch.

11’000 Tote in Drogenkriminalität

Bislang drohten in Mexiko auch beim Besitz geringer Mengen schwere Gefängnisstrafen. In der Praxis wurden jedoch nur wenige Menschen aufgrund des Besitzes einer geringen Drogenmenge verurteilt. Mexikanische Politiker haben mehrfach betont, dass es wichtig sei, zwischen Gelegenheitskonsumenten, Süchtigen und Drogenhändlern zu unterscheiden. Seit Calderón den Drogenkartellen im Land den Kampf angesagt und Truppen in umkämpfte Gebiete geschickt hat, wurden in Mexiko 11’000 Menschen Opfer der Drogenkriminalität.

via baz

Drogen: Präsident Karsai verärgert NATO

Die Tagesschau berichtet 19.08.2009, 22:55, über Afghanistan. Dort soll Karsai, Präsident, in Ungnade gefallen sein. Das wohl wegen Drogen. Er soll Drogenbosse decken, sogar sein eigener Bruder soll einer sein. Das ist ja auch nicht weiter verwunderlich in diesem Land. Sie könnten auch die „Drogen“ legalisieren – und somit einen grossen Wirtschaftszweig in einen kontrollierten Markt ziehen. Ich bin gespannt und schreibe weiter darüber. Leider ist Afghanistan weit weg, aber hier im Internet schrumpfen die Wege und die Ideen nehmen ihren Lauf..

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Langzeitstudie: Kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie

Logo von AbgeordnetenwatchIch habe am 16.8.2009 auf abgeordnetenwatch die Frage an unsere Drogenzarin Sabine Bätzing gestellt, ob sie denn schon die Studie zu Rauch-Hanf-Konsum und Schizophrenien (besser bekannt als Psychosen) schon kennt. Wie immer kannst du auch auf eine sinnvolle Antwort mit mir warten!
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Weltdrogenbericht der UNO unterstützt Entkriminalisierung

Bild der Flagge der Vereinten NationenAm Mittwoch, den 24. Juni 2009, erschien der Drogenbericht der Vereinten Nationen (UNO, VN) welcher die Drogenentkriminalisierung hervorhebt. In den letzten Jahren hat der UN Drogenzar seinen Skeptizismus gegenüber der Entkriminalisierung von Drogen in Portugal hervortreten lassen. Portugal hatte 2001 die Strafen für Drogenbesitz wegfallen lassen und dafür Behandlung betont. Die UN schrie auf, dass diese Politik nicht mit den internationalen Verträgen vereinbar wäre und „Drogentourismus“ fördere.

Portugals Entkriminalisierung fällt positiv auf

In dem 2009er Welt Drogenbericht hatten die Vereinten Nationen wenige aber freundliche Worte gegenüber – verglichen mit US-Standards – Portugals radikaler Drogenpolitik. „Die jetzige Politik hält Drogen weg von denen, die sie nicht nehmen sollten und setzt eher auf Behandlung als auf die Verhaftung der Nutzer. Portugals Gesetze haben nicht zu einem Anstieg des Drogentourismus geführt.“ sagt der Bericht aus. „Es scheint ebenso, als hätte die Anzahl der drogenbezogenen Probleme abgenommen“

„Das Internationale Drogenkontrollgremium was bisher vorsichtig gegenüber Portugal, welches seine Gesetze 2001 änderte“, aber nach einer Studienfahrt nach Portugal im Jahre 2004 wurde notiert: „der Handel, Besitz und Missbrauch von Drogen unterliegt noch immer Verboten.“ und weiter „Die Praxis kleine Mengen von der Strafverfolgung auszunehmen ist konsistent mit den internationalen Drogenkontrollabkommen“, heisst es in einer Fußnote des Berichts.(via Huffingtonpost)

Eine Grafik dazu, die ich in dem aktuellen Hanfblatt (04/09, Ausgabe 120) gefunden habe zu diesem Thema:

Hier die Quelle als PDF: Glenn Greenwald Whitepaper: Drug DECRIMINALIZATION IN PORTUGAL – Lessons for Creating Fair
and Successful Drug Policies

Und die Legalisierung?

Zum ersten mal wird „Legalisierung“ angesprochen – aber gleichzeitig wiedersprochen: „Warum sollte man in den Entwicklungsländern eine Drogenepidemie auslösen, nur für die libertären Argumente der Pro-Drogenlobby, welche den Luxus des Zugangs zu Drogentherapien hat?

Leider existiert dieser Blickwinkel weil es ein Bericht über Drogen ist, und nicht nur Cannabis. Es ist einfach nur lachhaft, zu behaupten eine Legalisierung nur von Marihuana würde eine Drogenepidemie auslösen. Wenn man bedenkt, dass in den USA 47% der wegen Drogen verurteilenten Gefängnisinsassen wegen Cannabis sitzen. Auch ein Grossteil der Gelder die in der Drogenprohibition weltweit genutzt werden, sind für die Cannabisausrottung und -prohibition bestimmt. Mit den freiwerdenen Geldern könnten die Drogenkontrollbehörden sich viel besser auf wirklich problematische Drogen konzentrieren, welche die wahren Drogenepidemien in den Entwicklungsländern auslösen (Anmerk. d. Üb. – aktuelles Beispiel: 1 Mio. Heroinabhängige im Iran).

US Marijuana Arrests

Begriffsverwirrung, Hausgemacht

Es ist wirklich wichtig für uns als Reformer, die Begriffe „Drogen“ und „Cannabis“ voneinander zu entkoppeln. Wir müssen auch klarstellen, dass „Legalisierung“ einen ziehmlich weit gefasster – und ein in der Diskussion zu weicher – Begriff ist. Wir müssen auch klarstellen, dass auch Morphin und Aspirin „Drogen“ sind und beides „legal“ ist – aber trotzdem unterschiedlich geregelt und kontrolliert wird. Bier und Barcardi 151 sind beides „legale Drogen“, aber du kannst den einen in jedem Supermarkt bekommen, den anderen nur in speziellen Alkoholläden für Erwachsene.

Also: Wenn wir von einer „Marihuana Legalisierung“ sprechen, heisst das noch lange nicht, dass wir Heroin oder Crack in jedem Supermarkt sehen wollen. Es muss auch nicht Marihuana in jedem Supermarkt bedeuten. Es bedeutet nichtmal, dass die Regierung Marihuana erlauben muss. Wir wollen bloss den Gedanken anschieben, dass ein System der Regulation existiert, dass es offensichtlich schafft, mündigen Bürgern Zugang zu Barcardi 151 Rum zu geben – und dass es daher möglich sein muss, das gleiche für etwas viel harmloseres zu haben.

Übersetzung von NORML Stash, 24.6.2009.

Update

Und hier ein Link zu der „interaktiven Präsentation“ des Weltdrogenberichtes 2009.

Noch was: Es ist mir klar, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, was „Legalisierung“ bedeutet oder was es beinhalten sollte. Obrigens ist auch teilweise nicht meiner Meinung. Das macht aber nichts. Das regt die Diskussion an.

Und hier etwas: Das ich super finde:
Bild des Hanfparade 2009 Flyers
Hanfparade 2009 in Berlin – am 1. August um 13 Uhr ist es soweit…!

Heute ist Weltdrogentag 2009

So einige Webseiten beschäftigen sich mit dem Weltdrogentag im Jahre 2009. Bei einigen ist es auch ein Anti-Drogentag, aber wir wollen hier ja mal nicht kleinlich sein. Ich kann die Webseite www.weltdrogentag.eu empfehlen. Dort wird das Thema des diesjährigen Drogenaktionstages „Illegalisierter Transport und Handel von Drogen“ erklärt.