Willkommen auf der Hanfplantage, einer privaten Website! Unten folgen Artikel in Sachen Hanf, Drogenpolitik und dem aktuellen Weltgeschehen.

Petition: Haborside Abgabestelle soll nicht 2,5 Millionen US-Dollar Steuern nachzahlen

Veröffentlicht am 19. Oktober 2011 von tribble

Der Kreuzzug gegen den Medizinalhanf in den USA wird schlimmer. Auch das Hanf Journal berichtet davon:

Obwohl die größte Hanfapotheke der USA bereits reichlich Steuern gezahlt hatte, will die Finanzbehörde IRS (Internal Revenue Service) jetzt noch mehr Geld haben. Sie beruft sich dabei auf ein Bundesgesetz aus der Reagan-Ära gegen Drogenhändler. Diese Bundesgesetz verbietet “Verkäufern kontrollierter Substanzen”, steuerliche Vorteile in Anspruch zu nehmen. Die Steuerbehörde betrachtet die Hanfapotheke als Drogenvertriebsstelle, weshalb sie Dinge wie Kosten für Mietausgaben, Sicherheitsvorkehrungen und andere geschäftliche Auslagen nicht mehr steuerlich abschreiben darf. So kommt schnell mal eine Summe von 2,5 Millionen US-Dollar zusammen.

Seit der letzten Woche haben mehr als 12.000 Personen eine Petition unterschrieben, die der Finanzbehörde sagt, dass sie Haborside, einer Abgabestelle für medizinisches Marihuana, die gleiche Steuerregelung genehmigen sollen wie jedes andere Unternehmen der USA.

Das Finanzamt verlangt von Haborside unglaubliche 2,5 Millionen US-Dollar an Stuernachzahlen – eine große Zahl, welche die Abgabestelle ruinieren wird. Wenn dieses Beispiel schule macht, dürfte das Finanzamt auch bei anderen Abgabestellen die Hand aufhalten und somit Verdammnis über Patienten und Fürsorger in dem ganzen Land bringen.

Kannst du uns nicht Helfen? Zeichne mit bei der Petition um das Finanzamt zu der normalen Steuerbehandlung zu drängen, welche für jedes US-Unternehmen gelten.

Die Föderalregierung versucht die Patienten aus allen Richtungen einzukreisen – sie gehen soweit, dass sie Zeitungen in kleinen Städten mit Verhaftungen einschüchtern, wenn sie Anzeigen für medizinisches Marihuana abdrucken.

Wir müssen Gegendruck gegen dieses rückgratlose Verhalten erzeugen, bevor es zu spät ist! Danke im Vorraus für deine Hilfe von Brian Sonenstein von Just Say Now.

Auch NORML ruft nun alle Cannabiskonsumenten, Patienten, Grower und vom Hanfverbot Betroffen dazu auf, sich endlich in Einsatz aller zur Verfügung stehenden Ressourcen gemeinsam für eine bundesweite Legalisierung einzusetzen. Nur so könne den ständigen Schikanen und Rückschritten ein sowie der akute Bedrohung für Patienten ein Ende gesetzt werden.

Hintergrund: Threatening Newspapers: Newest Front in Obama War on Medical Marijuana. Jon Walker, JustSayNow.com, 10/5/11.

via Hanf Journal: Legalisierung oder Bust – Offensive gegen Hanfapotheken in den USA erwartet

Videodoku: Desaster Drogenpolitik (in Österreich)

Veröffentlicht am 18. Oktober 2011 von tribble

“Das Desaster der US-Drogenpolitik und seine Auswirkung auf Österreich”

Der BSA lud ein in den Wiener Theaterkeller im Fasanviertel zu einer Podiumsdiskussion zum Thema des Buches “Drogenkrieg ohne/mit Ausweg” von Peter Michael Lingens. Mit dem Autoren stellten sich der Diskussion der Drogenmediziner und Militärarzt Dr. Kurt Blaas sowie der Drogenbeauftragte der Stadt Wien Dr. Alexander David. Die Veranstaltung moderierte Rechtsanwalt Dr. Hans Otto Schmidt.

BSA ist der Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller & Künstlerinnen. Ausgerichtet haben die Veranstaltung die Fachgruppe Juristen, Sektion Rechtsanwälte, der Bezirksclub Landstraße und der Verband sozialdemokratischer Offiziere und Bediensteter des Bundesheeres.

Jahrestagung der Drogenbeauftragten eine Farce

Veröffentlicht am 13. Oktober 2011 von tribble

Wir sind früh gekommen, es regnete fast die ganze Zeit. Aber es war Lustig: Wir hatten als “Drogenkartell” aufgerufen, eine Jubeldemo für die Drogenbeauftragte Dyckmans (FDP) durchzuführen und waren auch tatsächlich um 8:30 Uhr dort. Um Neun sollte die Jahrestagung beginnen. Thema der Demo war “50 Jahre Drogenverbote – ein einträgliches Geschäft für die Mafia”. Die zwei handvoll Aktivisten, welche sich früh am Morgen aus dem Bett gequält hatten, verteilten den folgenden Infoflyer an die Passanten – und auch auf der Veranstaltung der Drogenbeauftragten!

500 Dyckman Dollars Grafik

Drogenverbote – Ein gutes Geschäft für die Mafia!
Am heutigen Tag möchten wir der Drogenbeauftragten im Namen der internationalen organisierten Kriminalität danken.
Danken für 50 Jahre lukrative Drogenverbote.
Und wir Danken ihr für weitere lukrative Märkte, die sie uns durch das Unter-Strafe-Stellen von neuen Drogen erschliesst.

Der Flyer ging sehr schnell rum bei den Teilnehmern der Jahrestagung, auch die Drogenbeauftragte erreichte einer. Die weiteren Highlights dieser “öffentlichen” Veranstaltung: Ich wurde fast zwei Mal ‘rausgeworfen. Das erste Mal, als ich das Mikrofon bekam, mich im Namen der Drug Lords International für die Veranstaltung bedankte, und dann über den Milliardenmarkt für neue verbotene Substanzen schwadronieren wollte. Das Mikrofon wurde ausgeschaltet und ein Securitygorilla baute sich neben mir auf und wollte mich rauswerfen. Der Saal drehte sich nach mir um.

Nach dem Protest diverser Teilnehmer konnte ich auf meinem Sitzplatz verweilen. Mir wurde das Mikrofon wieder angeboten, aber es gab auch genug andere Fragen an das Podium.

Der zweite Vorfall ereignete sich bei der Mittagspause. Ich wollte meinem Sitznachbarn einen der oben gezeigten Flyer reichen. Dies wurde von einem Securitygorilla angemahnt, etwas Protest ging durch die wenigen Rundumstehenden. Der Obersecurity pfiff dann den Gorilla zurück. Dieser gab noch etwas wie “Der hatte schon vor der Tür gegen die Veranstaltung demonstriert” von sich, und verzog sich.

Zu der Verteidigung der Veranstalter müsste man sagen, dass Herrn Dr. Riehl, ein Fachbeamter, nach der Veranstaltung auch das Abschalten kritisierte und meinte, dass dies gar nicht gehe im Meinungsaustausch.

Zum Veranstaltungsinhalt: Bis auf einige engagierte Personen, die vor allem in Harm Reduction Projekten wie den Drug Scouts unterkommen, und die sich für den Markt der Möglichkeiten einspannen liessen, gab es nur einen guten Referenten: Alexander Bücheli. Er war es, dem nach diversen Stunden Vorträgen aufgefallen ist, wie wenig über Menschen geredet wurde.

Auch mir ist das so aufgefallen. Zum Beispiel bei den “Staatsrechlern”, Prof. Dr. Dieter Rössner und Prof. Dr. Wolfgang Voit von der Philipps-Universität Marburg, welche Quasi nur von Gesetzen redeten und die Auswirkungen von Ihnen auf die Forschung. Von Menschen, bzw. Konsumenten der umstrittenen Substanzen war kein Wort die Rede. Von Menschen, die durch die auch schon jetzt vorhandenen Verbote leiden – oder wegen diesem politischen Verbot in den Knast kommen, oder anderswo auf der Welt um das Leben gebracht werden: Keine Rede.

Viele von den Referenten waren mit konkreten Vorstellungen gekommen. Die Staatsrechtler mit einer Art “Analog-Gesetz”, unserem BtMG angepasst als Vierte BtMG-Liste für neue, missbräuchlich verwendete Substanzen. Damit soll die Forschung wieder in’s Boot geholt werden. Wenn man sich Google News anschaut, machen so einige Zeitungen, wie zb. die Pharmazeutische, ordentlich Werbung für ein “Analog-Gesetz”.

Hans Cousto sieht das auf dem taz Drogerieblog ähnlich und kritisiert die Rechtsauffassung der Autorin gegenüber der neuen Substanzen: Es ist schon seltsam, wie aus der Formulierung „immer legal“ des Rechtsgutachten die äußerst manipulative Deutung „angeblich legale Alternative“ wird.

Eine solche Informationspolitik ist typisch für die Verfechter der repressiven Verbotspolitik. Offenbar haben daran nicht nur puritanische Abstinenzfanatiker und Mafiosi ein großes Interesse, sondern auch die Pharmabranche mit ihren Vertriebsstellen, den Apotheken.

Aber auch Dr. Peter Tossmann, seines Zeichens für drugcom.de verantwortlich, kam zu der Tagung mit dem Vortrag zum Internet. Dort erklärte er, wie groß die Chance für Drogenberatung im Internet sei. Es sollte jedem klar sein, dass es dabei um große Geldtöpfe geht. Dass er schon mittendrin hängt, also bei drugcom.de, wurde dem werten Publikum verschwiegen, weder in der Ankündigung noch in seiner Vorstellung kam es vor. Zu Bemerken wäre, dass Internetforen zum Thema für die sehr interessant sind um Informationen über “neues” zu Sammeln oder Trends zu erkennen.

Weiteres folgt…

Finanziell unterstützt wurde die ganze Aktion von dem Headshop Near Dark aus Hennef! Danke sehr!

Drogenrazzia in Boeing Militärwerk

Veröffentlicht am 2. Oktober 2011 von tribble

Nachdem wir nun wissen, dass die NATO und einige andere Länder, darunter Australien, in der Opium- und Heroinproduktion und Handel verstrickt sind, berichtet BCC, das 37 Personen bei einer Razzia in einer Militärfabrik von dem Flugzeughersteller Boeing verhaftet worden sind. Die Anklage lautet auf Handel mit verschreibungspflichtigen Substanzen, darunter Schmerzstiller und angstlösende Stoffe. Die Anklage läuft nicht nur gegen die Händler, sondern auch die Kunden, da diese in einem “kritischen Bereich” arbeiteten.

US Staatsanwalt Zane David Memeger sagte dazu, dass 23 Personen wegen dem Handel mit dem Schmerzstiller Oxycontin und anderen Medikamenten angeklagt werden sowie 14 Personen wegen dem Besitz diverser Substanzen. Die Verdächtigen sind Männer und Frauen im Alter von 40 bis 50.

In einer Stellungnahme preist Boeing die “rigorose und durchdringende Untersuchung” der Behörden an. In der Fabrik in Ridley Park, Pennsylvania, arbeiten etwa 5500 Personen.

Meinung zu Drogen und Drugchecking von Fachverbänden

Veröffentlicht am 30. September 2011 von tribble

Es gab am 28. September eine interessante Sitzung im Bundestag:

Qualitätstests von Drogen

Ärzte und Apotheker haben Mittwoch, 28. September, im Gesundheitsausschuss vor Qualitätstests von Drogen in der Partyszene gewarnt. Das sogenannte Drug-Checking komme einer Ermunterung zum Drogenkonsum gleich, hieß es von Expertenseite.

Es ist spannend zu sehen, welche Einstellung verschiedene Behörden und Fachverbände vertreten. Mitschriften und anderes Material auf alternative-drogenpolitik.

Illegal – Die Tricks von Polizei und Justiz

Veröffentlicht am 24. September 2011 von tribble

Dokuvideo: Wie gewalttätig ist unser aller “Freund und Helfer” wirklich? Jörg Bergstedt, Ökoaktivist, Buchautor und hauptberuflicher Anarchist, gehört wohl zu denen, die Polizeigewalt und juristische Willkür mehr als einmal am eigenen Leib miterleben mussten. Der “Staatsfeind Bergstedt” hält im ganzen Land Vorträge über genau diese tabuisierte Grauzone und zeigt die Vergehen der (un)fehlbaren Exekutive und Legislative des Deutschen Staates auf.

DEA wird wegen der Blockade der Cannabisforschung verklagt

Veröffentlicht am 23. September 2011 von tribble

Rawstory berichtet, dass die Multidisziplinäre Vereinigung für Psychedelische Studien (MAPS) gegen die Strafverfolgungsbehörde DEA wegen dem Untersagen der Zucht von Marihuana zu medizinischen Studien vorgehen wird. Sie erhält juristische Unterstützung durch die in Washington DC ansässige Kanzlei Covington & Burling LLP unterstützt, welche schon für viele pharmazeutische Unternehmen tätig ist. MAPS schätzt die Kosten, welche dadurch gespart worden sind auf 175.000 US Dollar.

Die DEA versagte dem Professor Lyle Craker von der Univerität Massachusetts die Lizenz um Marihuana anzubauen für seine Studien. Die DEA ist der Meinung, die NIDA wäre zuständig. Aber auch wenn schon Studien mit Marihuana zugelassen worden sind, herrscht über den Anbau für Studienzwecke noch immer Stille.

Die DEA sagte im Juni 2011, dass Marihuana weiterhin als gefährliche Droge wie Heroin angesehen werden müsse, da die Studien noch keinen medizinischen Zweck aufweisen würden. Allerdings lässt die Behörde einen Beweis für ihre eigene Behauptung aus.

Die Nutzung von Cannabis als Medizin wurde in 16 Bundesstaaten und der Region Columbia legalisiert. Demgegenüber blockiert die DEA Dr. Crakers Forschung, blockiert Forschungen die mehr über medizinische Werte der Arznei herausfinden könnte.

Nur Tage nachdem die DEA gesagt hatte, dass es keinen medizinischen Wert gäbe, hat das Weisse Haus eine konträre Position übernommen und sagt in einem Bericht, dass es “einige” medizinische Werte von “bestimmten Komponenten der Cannabispflanze” gäbe.

Wolfgang Neuss’ Der Frühstücksdiktator im Internet veröffentlicht

Veröffentlicht am 21. September 2011 von tribble

Cover Grafik Wolfgang Neuss - Der FrühstücksdiktatorDas Haschrebellen Archiv hat den Frühstücksdiktator von Wolfgang Neuss im Netz veröffentlicht. Mit dabei sind meine persönlichen Highlights “Freiwillige Selbstkontrolle“, “Tunix“.

Regulierung von Marihuanaabgabestellen – Schliessung erhöht die Kriminalität in der Umgebung

Veröffentlicht am 21. September 2011 von tribble

Logo der IDPC, International Drug Policy Consortium21.9.2011: Wenn Abgabestellen für medizinisches Marihuana schließen müssen, steigt die Kriminalität in der Nachbarschaft deutlicher an, als in Gegenden, in denen die Abgabestellen geöffnet bleiben dürfen. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Studie durch die RAND Corporation. Die Fakten zerstören die Theorie, dass Abgabestellen für Medizinalhanf kriminellen Aktivitäten fördern würden.

Es wurden Straftaten sowohl vor, als auch nach der Schließung einer großen Anzahl von Abgabestellen in Los Angeles untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass Tatbestände wie Einbrüche in der Nachbarschaft von geschlossenen Abgabestellen häufiger seien, als in Stadtteilen, in denen sie bestehen bleiben konnten.

Der Link zur Studie: RAND TR987

via international drug policy consortium

Deutsche Bundesregierung hat keine Belege für die Wirksamkeit der Cannabisrepression

Veröffentlicht am 21. September 2011 von tribble

Eine zentrale Frage in der Cannabisdebatte ist, ob die Repression funktioniert. Auf eine weitere kleine Anfrage der LINKEN-Fraktion im Bundestag reagiert die Bundesregierung hilflos. Sie kann keinerlei Studie oder Nachweis anführen, dass das Cannabisverbot den Konsum der Deutschen verringert.

Hier geht es um eines der wichtigsten Argumente in der Cannabisdebatte. Dass das Verbot jede Menge negative Begleiterscheinungen mit sich bringt, ist kaum umstritten. Das offiziell einzige Ziel der Prohibition ist es, den Konsum der Bevölkerung zu verringern und sie somit vor den Gefahren des Cannabiskonsums, die es zumindest für einen relativ kleinen Teil der Konsumenten sicher gibt, zu schützen. Dies wäre damit auch das einzige Argument auf der Plusseite der Verbotsstrategie, neben all den negativen Effekten.

Wenn man die Drogenfrage unter der Käseglocke behandelt, ist die Frage sehr zentral. Denn Politiker von CDU, SPD und FDP fegen regelmäßig alle anderen Argumente beiseite. Die Repression ist sehr teuer? Wir fördern damit organisierte Kriminalität? Durch den Schwarzmarkt wird die Gesundheit der Konsumenten durch Streckmittel gefährdet? Wir greifen in die Grundrechte der Menschen ein und nerven jedes Jahr 100.000 einfache Konsumenten mit Strafverfahren? — JA, das stimmt alles, ABER das müssen wir in Kauf nehmen, weil Cannabis gefährlich ist und wir den Konsum durch das Verbot senken.

Dass die Verbote nicht funktionieren, zeigen so einige Studien. Das die Regierung keine Belege für die Wirksamkeit der Verbote vorlegen kann, verwundert nicht. Darum geht es auch gar nicht. Der Blick von ausserhalb der Käseglocke zeigt, dass es um ein Herrschaftsinstrument geht, welches man nicht aus der Hand legen möchte. Die Diskriminierung aufgrund bestimmter Handlungen oder Eigenarten von Menschen eignet sich immer sehr gut, um Politik aus der rechten Ecke zu machen!

weiter bei Hanfverband: Bundesregierung hat keinen Nachweis zur Wirksamkeit des Cannabisverbots