Neue Westfälische Herford: Journalisten müssen nicht recherchieren können

Hier wieder eine gute Idee für Menschen, die einen einfachen Job suchen bei dem man nicht viel machen muss. Die Lokalredaktion Herford der Neuen Westfälischen. Ich schrieb diese Zeitung im März an, das sie in dem Bericht über Cannabis Social Clubs einen Fehler gemacht haben. Bislang kam darauf keine Antwort – also eine Kopie davon und Beschwerde an den Presserat.

Hier meine Kritik an dem Artikel der Neuen Westfälischen Herford. Ich bin mir nicht sicher, warum man auf diese nette eMail nicht antwortet:
Continue reading

Schikane gegen die deutsche Hanfindustrie

steuerpruefung-hanffaser-uckermarkVor einigen Tagen war ich noch auf dem Hof der Hanffaserfabrik Uckermark zur genossenschaftlichen Vollversammlung, denn das Hanf Museum ist dort Mitgenossenschafter, und nur wenige Tage später stand schon die Steuerprüfung im Haus. Auffällig ist, dass das Unternehmen sehr oft geprüft wird. Nach Aussage der Hanffaser war die Prüfung auf zwei Tage angesetzt, aber schon nach zwei Stunden abgeschlossen. Das lässt auf eine akkurat und saubere Buchführung schliessen.

Auch wurde auf dem Treffen berichtet, dass die zuständigen Lokalbehörden immer wieder Anträge verschleppen bis die Aussaat unmöglich ist.

Mich würde interessieren, ob auch andere Hanfbauern und Verarbeiter so oft geprüft und hingehalten werden.

Hanffabrik wurde schon wieder mit einer Prüfung schikaniert.
Seit 18 Jahren werden wir permanent geprüft und kontrolliert.
Die heutige Umsatzsteuer-Prüfung war für 2 Tage angemeldet, nach 2 Stunden war alles fertig. Ergebnis: i.W. alles in Ordnung („iO“)
Hier eine Übersicht der letzten Prüfungen:
21.05.14 Finanzamt UmSt-Prüfung / alles iO
29.04.14 Kontrolle Hygiene / alles iO
11.02.14 Finanzamt UmSt-Prüfung / alles iO
20.01.14 Polizeivernehmung zum Hanfbesitz / alles iO
13.01.14 BLE-Prüfung für Hanfverarbeiter / alles iO
17.12.13 BLE-Prüfung für Hanfverarbeiter / alles iO
26.-27.11.13 BLE-Prüfung für Hanfverarbeiter / alles iO
27.11.13 Kontrolle zur Biozertifizierung / alles iO
28.09.13 Futtermittelüberwachung / alles iO
20.08.13 THC-Kontrolle der Hanfplanzen / alles iO
17.04.13 Saatgutverkehrskontrolle (Hanf) / alles iO
01.-18.04.13 Prüfung Genossenschaftsverband / alles iO
19.03.13 Hanf-Inhaltskontrolle BLE / alles iO
28.-31.01.13 BLE-Prüfung für Hanfverarbeiter / alles iO
05.-23.11.12 Finanzamt Bilanzprüfung (3 Wochen) / alles iO

FHXB Museum: Legalize it?! oder mit Drogen Politik machen?

Veranstaltung im Friedrichshain Kreuzberg Museum: Legalize it?! Tagung zur DrogenpolitikMittwoch, den 28. Mai 2014 – Legalize It!? Tagung im FHXB Museum

Aus der Ankündigung:

Der illegale Drogenhandel im Görlitzer Park und das gerade aufgelöste Protestcamp der Lampedusa-Flüchtlinge auf dem Oranienplatz stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses an Kreuzberg. Beide Themen sind miteinander verwoben und im Nukleus auf das globale Problem der Armutsmigration und der Unverhältnismäßigkeit der Verteilung von Ressourcen zurückzuführen. Mit der Tagung „Legalize it?!“ möchten das FHXB Museum und das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung die aktuelle Situation analysieren und realistische Lösungsstrategien entwickeln. Hierzu laden wir Politiker_innen, Historiker_innen, Aktivist_innen und sozial Engagierte zur Diskussion ein. U.a. werden Prof. D. J. Korf von der Universität Amsterdam und Dr. Dominic Corva vom Think Tank: Center for the Study of Cannabis and Social Policy, Seattle über ihre Erfahrungen mit der Legalisierung weicher Drogen berichten. Das ausführliche Programm finden Sie hier. Anmeldungen (es gibt begrenzte Plätze!) nehmen wir gern auch schon jetzt entgegen.

Meine Kritik an der Veranstaltung Legalize it?! des Friedrichshain-Kreuzberg Museums

Folgendes übersendete ich den Organisatoren privat per eMail und sehe damit die Diskussion als eröffnet an:

Werte Damen und Herren,

hiermit möchte Ich Ihnen eine fachliche Kritik an der Tagung übersenden.

Ich persönlich finde es sehr schade, dass auf dem Podium keine Uservertretung sitzt.

Auch finde ich das Start-Seminar der „rebellischen Jugend in Kreuzberg“ unpassend. Die herrschende Drogenpolitik ist aus rassistischen Ansichten vor über 100 Jahren entstanden, und dies geht mir aus dem Programm zu wenig hervor. Wir haben ein Gesundheitsproblem und kein Jugendproblem.

Meiner Meinung nach befinden Sie sich mit dem Text “
Der illegale Drogenhandel im Görlitzer Park und das gerade aufgelöste Protestcamp der Lampedusa-Flüchtlinge auf dem Oranienplatz stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses an Kreuzberg. Beiden Themen sind miteinander verwoben und im Nukleus auf das globale Problem der Armutsmigration aufgrund der Unverhältnismäßigkeit der Verteilung von Ressourcen zurückzuführen. Als traditioneller Ort des Protestes und der Toleranz hat Kreuzberg Signalcharakter auch im Umgang mit diesen beiden Themen.

völlig auf dem Holzweg, und zwar aus dem folgenden Grund. Drogen sind illegalisiert, und diese Menschen sind illegalisiert. Von der Spaltung des Protestcamps in Flüchtlinge ohne Papiere und die sogenannte Lampesua-Gruppe durch die Administration mal ganz zu schweigen.

Beide Themen sind aus historisch gewachsenen, rassistischen Motiven illegalisiert. Das ist keine Armutsmigration, das ist die einzige Möglichkeit der „Illegalen“, den „illegalen Markt“ zu bedienen, da sie aus den historisch-rassistischen Motiven hier nicht legal arbeiten dürfen. Für EU-Ausländer, oder Drittstaaten mit Vertrag, auch aus wirtschaftlich schwächeren Gebieten, gilt dies nicht, da diese ja Arbeiten dürfen.

Hinsichtlich der Signale: Es ist überaus hochnäsig und vermessen, anzunehmen, die Jugend oder junge Menschen würden sich an irgendwelchen Politikern orientieren. Es lässt eher einen Zweifel von Realitätssinn aufkommen.

Hinsichtlich der Bürgermeisterin Herrmann: Sie hat in der Zeitung angegeben, dass in dem Görlitzer Park auch andere Drogen neben Cannabis gefunden worden und damit eine „rote Linie“ (warum keine weisse?) Überschritten wurde und nun wieder mehr Repression stattfinden muss.
Ich bin der Meinung, dass wenn man an den Bundestag absperren würde und die Anwesenden Durchsuchen würde, würde man sicherlich die gleichen „bösen“ Substanzen sicherstellen können.

Ich frage mich: Soll hier Drogenpolitik gemacht werden, oder mit Drogen Politik?

mit freundlichen Grüßen,

Abgeordnetenwatch: Es gibt keine Cannabis-Präventionsprojekte in Deutschland

Vor kurzem erhielt ich den Newsletter der Drogenbeauftragten, in der wieder die Cannabisprävention in Deutschland hervorgestellt wurde. Ich frage mich aber dann: Welche Prävention? Wenn man sich die Webseiten des BMG oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anschaut, findet man nur „Interventionsprojekte“, dh. wenn die Person durch ihren Konsum auffällig geworden ist. Deswegen die Frage auf Abgeordnetenwatch an die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU):

Am 26.9.2014 erreichte mich eine Antwort. Du findest sie hier weiter unten auf dieser Seite:

Die Anfrage

Werte Frau Mortler,

sie schreiben in Ihrem Newsletter vom 30.4. zur aktuellen Pressemitteilung zur Rauschgiftlage, dass die Prävention nicht nachlassen dürfte.
Ebenso betonen Sie immer wieder, wie wichtig Prävention auch in Sachen Cannabis sei.
Dem kann ich nur zustimmen.

Allerdings kann ich keinerlei Präventionsprojekte auf ihrer Webseite, unter Cannabis (siehe goo.gl ) oder der Bzga/drugcom finden.

Die auf ihrer Webseite gelisteten Projekte (wie folgt) sind alle Interventionsprojekte aber keine Präventionsprojekte – wie kommt das?

„AVerCa – Aufbau einer effektiven Versorgungsstruktur zur Früherkennung und Frühintervention jugendlichen Cannabismissbrauchs; FreD goes net – Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten in Europa; Fünf-Länder-Projekt INCANT; Bundesweit: Cannabisausstiegsprogramm „quit the shit“; Realize it!; CANDIS; CAN Stop“

mit freundlichen Grüßen

Die Antwort

Die Antwort erreichte mich am 26.9.2014:

Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse an der Sucht- und Drogenpolitik der Bundesregierung.

Im Unterschied zu den von Ihnen genannten Projekten zur Frühintervention für Cannabiskonsumierende sind Projekte zur universellen Suchtprävention und Gesundheitsförderung suchtstoff- bzw. suchtverhaltensübergreifend angelegt. Um möglichst wirksam zu sein, erfolgen Präventions-Maßnahmen nicht defizitorientiert, sondern versuchen die vorhandenen Potentiale zu stärken. Der nicht nur in Deutschland favorisierte Ansatz richtet sich deshalb auf die Förderung von Lebenskompetenzen. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge gelten Lebenskompetenzen als wichtige Ressourcen, um Alltagsbelastungen und entwicklungstypische Anforderungen angemessen bewältigen zu können, ohne auf eventuell riskantes Verhalten zurückgreifen zu müssen. In Deutschland gibt es schon seit geraumer Zeit eine ganze Reihe von Programmen und Kursen zur Lebenskompetenzförderung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die wichtigsten Ansätze und Programme bereits 2005 im Band 6 der Reihe Gesundheitsförderung konkret in einer Übersicht zusammengetragen („Gesundheitsförderung durch Lebenskompetenzprogramme in Deutschland. Grundlage und kommentierte Übersicht“).

Aus diesen Gründen werden Sie eine spezifische „Cannabisprävention“ nur in Form vereinzelter Projekte finden. Sofern Sie die Vermittlung von Wissen zu Cannabis (und anderen einzelnen Sucht-stoffen oder Suchtverhalten) als Bestandteil von Prävention sehen: Die BZgA informiert auf www.drugcom.de regelmäßig auch zu aktuellen Forschungsergebnissen im Bereich Cannabis und stellt mit dem Drogenlexikon auf dieser Plattform ständig aktualisierte Informationen zur Verfügung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen Ihre Frage „Wie kommt das?“ mit diesen Informationen ausreichend beantworten konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Marlene Mortler
Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Das sieht mal nach einer Antwort aus, die nicht aus dem üblichen „4-Säulen-Modell“-Vorlagen-geklicke besteht. Das ist doch schon mal sehr erfreulich. Schön ist auch zu sehen, dass Frau Mortler bestätigt, dass die genannten Programme keine „Präventionsprogramme“ sind, sondern Programme der „Frühintervention“. Daran werde ich die lokalen Drogenberatungen usw. erinnern, wenn sie wieder Intervention mit Prävention verwechseln.

Kein Durchbruch: Cannabis-Öl bei Krebs

Und mal wieder ist eine Welle an esoterischen Marktschreiern im Internet unterwegs, die den Leuten Rick-Simpson Cannabisöl andrehen wollen. Dieses Mal von der Ecke „brudertaktier“, einem Webblog. In den USA reden die Übrigens nur noch von CO2-Extrahiertem Cannabisöl, und nicht dem dunklen Lösungsmittelöl (Alkohol). Ganz einfach daher, da CO2 weniger bedenkliche Rückstände hinterlässt. Auch weis man NICHT bei einem solchen Öl vom Schwarzmarkt, ob das Ausgangmaterial sauber von Streckstoffen oder gesundheitsschädlichem Schimmel ist.

Da Cannabis illegal ist, und es dafür auf dem Schwarzmarkt einen großen Preis gibt, erscheinen nun die Euro-Zeichen in den Augen der Leute, die es propagieren, ohne einen ansatzweisen wissenschaftliche Hintergrund zu haben. Anstelle dessen wird das Gehirn ausgeschaltet und auf Quacksalber gehört.

Für das Reichwerden gibt es nur eine Regel: Man muss es wollen und tun! Retweetet von brudertaktiker; 6.5.2014

Leute – ihr Spielt mit dem Leben von unter Umständen totkranken Personen! Und vielen Dank auch an die Politik, die verzweifelte Menschen – Patienten – in die Hände von Quacksalbern treibt!

Eine gute Übersicht von Dr. Franjo Grotenhermen, wo die Forschung steht, findest du in dem grow!-Artikel „Cannabis bei Krebs“.

Mythos: Die erste Jeans war aus Hanf

Ich bin ja immer etwas Neugierig und suche mir seltsame Geschichten aus denen ich nachgehen kann. Es gibt einen populären Mythos rund um Hanf, dass Levi Strauss seine ersten Jeans aus Hanf gemacht hätte. Das ganze kommt aus Jack Herer’s Buch. Zum Hintergrund muss man wissen, dass der Begriff „Canvas“ eher eine Webart als ein Material bezeichnet.

Levi Strauss war in der Goldgräberzeit vor Ort und verkaufte Kolonialwaren an die Goldgräber. Unter anderem auch Hosen. Der Mythos sagt nun, dass Strauss übrig gebliebenen Segelstoff umgeschneidert hätte zu den nun bekannten Jeans.

Ich habe also bei dem Levi Strauss Museum nachgefragt, und die haben mich auf die Firmenhistorikerin von Levi Strauss verwiesen, die geforscht hat. Es wurde mir geschrieben, dass die erste Jeans, bekannt durch die Nietenverstärkung, nicht aus Hanfstoff gemacht worden sei, sondern schon immer aus blau gefärbtem Baumwollstoff.

Auch die Hosen, die Strauss vorher in seinem Laden verkaufte, seien nicht aus Hanf gemacht worden sein und seien auch nicht besonders gut gelaufen.

Jack Herer schrieb in seinem Buch, dass Canvas ja Cannabis bedeuten müsse, und deswegen der Stoff unbedingt Hanf gewesen sein musste.

Allerdings gibt es darauf keine Hinweise oder Belege. Eher gibt es Belege, dass Canvas schon immer die Webart bezeichneten und nicht das Material.

Zur weiteren Recherche: Ich habe vor über einem Monat 15 Webseiten angeschrieben, welche in Google unter „Hanf“ + „Jeans“ zu finden waren und diesen Mythos auf ihrer Webseite haben. Davon haben zwei geantwortet, die auch keine andere Quelle als Jack Herer haben. Die Redaktion von „Planet Wissen“ verwies mich auf den Autor des Videos, welcher aber auch keine andere Quelle als Jack Herer angeben konnte. Die Fachstelle Naturfasern hat bislang nicht geantwortet. Vom Nova Institut kam die Antwort, dass sie auch keine anderen Quellen hätten.

Es gibt auch eine Story, dass das Archiv abgebrannt sei. Aber auf der Levi-Firmenseite gibt es ein PDF, welches sagt, dass eine der ersten Jeans in einem feuersicheren Tresor aufbewahrt werde. Also können ja doch nicht „alle Beweise“ vernichtet worden sein.

Ergebnis: Es ist eine schöne Geschichte, aber leider bleibt sie nur eine Geschichte.

Auf der anderen Seite wurde mir vom Museum mitgeteilt, dass „Hanf-Fans“ die Museumsmitarbeiter angefeindet hätten, da sie den Beweis nicht erbringen würden. Es scheinen sich Personen in eine Ideologie hineinzusteigern, die sich dann in solchen mehr oder weniger verbalen Gewaltausbrüchen äussern, wenn das Weltbild angegriffen wird. Ich finde es beschämend für eine Bewegung, wenn soetwas passiert!

Auf einer sachlichen Ebene muss man auch akzeptieren können, wenn es für eine Theorie keine Beweise gibt. Deswegen nennt sie sich Theorie und nicht Fakt oder Dogma.

Quelle:

Zeit zur Beantwortung der IFG-Anfrage nach „High Level“ Vorbereitungsdokument der UNODC läuft aus

Ich habe am 10.3.2014 auf fragdenstaat.de eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz nach einem 22-seitigen Dokument der UNODC gefragt, welches für die „High Level“-Meetings der Regierungen auf der letzten Suchtstoffkonferenz vorbereitet wurde. Dieses Dokument soll Empfehlungen für die Regierungen enthalten. Unter anderem soll darin geschrieben stehen, dass „[d]ie Entkriminalisierung des Drogenkonsums [kann] ein effektiver Weg sei [sein], um Gefängnisse zu entlasten und die zugewiesenen Mittel für Behandlung und Rehabilitation zu nutzen“. In weniger als 6 Stunden läuft nun die Frist zur Beantwortung ab.

Ich bin gespannt auf die Antwort und wann sie kommt. Ich gehe auch gerne wieder im Gesundheitsministerium vorbei und fotografiere mir alle Akten.

PotCoin, eine neue Währung gegen den „Krieg gegen die Drogen“

potcoin_accepted_here_webIch möchte gerne bald mein legales Gras mit einem digitalen Geld bezahlen, und damit das geht, haben sich jetzt Leute den PotCoin ausgedacht. PotCoin ist eine sogenannte Kryptowährung, also eine elektronische Währung, die Werte durch mathematische Berechnungen darstellt und absichert. Ähnliche Beispiele sind BitCoin und AuroraCoin. Insbesondere die Abgabestellen für Medizinalhanf in den USA haben ein großes Geld Problem: Sie können es nicht bei den Banken einzahlen. Dennoch sind die Cannabisblüten ein legales Produkt nach Bundesstaatgesetz. Wenn die Banken das Geld annehmen würden, würden sie sich unter Förderalgesetzen der Geldwäsche im Drogengeschäft strafbar machen. Nun müssen die Abgabestellen große Mengen Bargeld horten und haben Angst vor Überfällen. Aber auch auf allen anderne Ebenen des Cannabismarktes kann eine elektronische Währung helfen.

PotCoin wurde entwickelt, um die Cannabisgemeinschaft bei ihren täglichen Geldgeschäften zu unterstützen. Auf jeder Ebene der exponentiell wachsenden Hanfindustrie soll PotCoin für Vertrauenswürdigkeit, Stabilität und Sicherheit stehen.

Die Übertragung der Beträge erfolgt direkt von Teilnehmer zu Teilnehmer (Peer-to-Peer). Dadurch werden die beim herkömmlichen Bankverkehr üblichen Zwischenschritte und auch Finanzbehörden umgangen.

Selbst wenn die Banken auch unter Föderalgesetzen das Geld annehmen könnten, so ist und bleibt PotCoin noch immer eine gute Kundenbindung.

Ich probiere gerade das PotCoin aus. Dazu habe ich mir erstmal die Software Geldbörse, im Jargon „Wallet“, von der Webseite PotCoin.info für mein Betriebssystem geholt. Dort kann man nun Empfangsaddressen einrichten, und sich die ersten „kostenlosen“ PotCoins von einem Faucet, einer „Vergabestelle“ geben lassen.

PotCoins kann man nicht nur mit anderem Geld kaufen, man kann sie auch „growen“, so die Umgangssprache dafür. Bei anderen Kryptowährungen dieser Art wird das „Minen“ genannt, von (Gold-)schürfen im Englischen „to mine“. Dieser Vorgang verbraucht Strom und damit werden mathematische Berechnungen für das Netzwerk durchgeführt. Dafür benötigt es eine Miner-Software. Wenn man eine moderne Grafikkarte sein Eigen nennt, so kann man diese Software dort ausführen und auf einen Grow-Pool einrichten. Dann wachsen auf der Grafikkarte PotCoins.

Zusammen ist man ja immer stärker, das gilt auch bei der Berechnung von PotCoins. So rechne ich auf dem Hashfast-Pool für PotCoins mit.

Wenn du jetzt PotCoins dein Eigen nennst, möchte man damit ja auch was machen. Du könntest zum Beispiel dem Hanf Museum in Berlin oder der Hanfparade ein paar POT’s spenden. Oder du kaufst auf dem Cannabay dafür ein, dort gibt es diverses. Einen Hanfsamenhändler, der neben BitCoins jetzt auch PotCoins annimmt gibt es auch schon. Weiterhin einen Bongverkäufer auf dem europäischen Kontinent.

Die Gemeinschaft trifft sich auf dem PotCoin-Reddit, dort gibt es immer wieder neues rund um das Thema PotCoin. Dazu kommen IRC-Chatkanäle. Also eine recht schwungreiche Gemeinschaft.

Technische Hintergrundinfos:

  • PotCoin, ein Kryptowährungssystem auf Litecoinbasis mit scrypt-Algorythmus. Eine bewährte Technik, bei der man noch mit einer GPU zu Hause mitrechnen kann.
  • maximal 420,000,000 Coins kommen in Umlauf. Wurden alle generiert, steigt der Wert der einzelnen Coins
  • alle 40 Sekunden gibt es einen neuen Block, d.h. Transaktionen werden in diesem Zeitraum überprüft. Das ist schneller als bei Bitcoin
  • Marktkapitalisierung bei knapp 400.000 US$ über 500.000 US$
  • Rechtlich bislang wie Bitcoin, dh. die PotCoins werden steuerlich gehandhabt wie Gold

gridseed-miner-5chip-gc3366
Der Autor überschaut den Grow an PotCoins auf einer GPU und zwei Gridseeds im Hanf Museum in Berlin. Wer das Hanf Museum dabei Unterstützen möchte, kann dies zb. durch eine Spende an die folgende PotCoin-Addresse: PHanfSCSf8QNhmkoK2wxmjfDdguURoC7E9
Der Autor nimmt gerne Anfragen zum Thema entgegen.