THC lässt Gehirnkrebs sich selbst töten

THC, eines der vielen wirksamen Moleküle im Cannabis, lässt die Zellen von Gehirnkrebs sich selbst Töten. Der Prozess, Autophagie genannt, scheint zu beginnen, wenn das THC zugeführt wird. Die Studie wurde schon im April 2009 veröffentlicht.

Video davon

Nerven unter dem Elektronenmikroskop

Guillermo Velasco und Kollegen von der Complutense Universität in Spanien haben Mäuse genommen, denen sie menschlichen Gehirntumor angezüchtet haben und es zeigte sich, dass das Wachstum des Tumors sank, als die Tiere das THC erhielten. Auch waren zwei Patienten mit Glioblastom (glioblastoma multiforme), einer höchst aggressiven Form von Gehirnkrebs, mit in der Studien dabei. Beide Patienten waren in einem klinischen Versuch dabei um das Potential von THC in der Krebstherapie auszuloten.

Die Forscher nutzten Elektronenmikroskope um das Gehirngewebe zu analysieren und nahmen vor – und nach 26 bis 30 Tagen der THC-Behandlung Proben. Sie fanden heraus, dass das THC die Krebszellen eliminierte, während die gesunden Stellen intakt blieben. Weiterhin wurde, was sie als „unglaubliche Entdeckung“ beschrieben, die spezifische Signalstrecke mit der sich der Autophagische Prozess auslöst wird, isoliert.

„Die Ergebnisse können Helfen, neue Krebstherapien basieren auf Medizin die das aktive Prinzip von Marihuana enthält, um den Prozess der Autophagie zu starten“ sagte Velasco. Die Forschungsergebnisse wurden zuerst in der April 2009 Ausgabe des „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht.

Dr. John S. Yu, Co-Direktor bei den Comprehensive Brain Tumor Program in dem Maxine Dunitz Neurosurgical Institut am Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles, „sind die Ergebnisse nicht überraschend. Es gab vorher schon Berichte über diesen Effekt. Damit ist es eine weitere Indikation, dass THC einen Anti-Krebs Effekt hat, welcher es auf jeden Fall wert ist, untersucht zu werden.“

Doktor Yu warnt Krebspatienten, dass sie nicht Marihuana als potentielle Krebskur ansehen sollten und auch nicht anfangen sollten, zu kiffen. Dahingegen ist Dr. Paul Graham Fisher, der Beirne Family Direktor der Neuro-Oncology an der Stanford University, sagt, dass es genau das ist, was viele Gehirnkrebspatienten machen: „Tatsächlich ist es so, dass 40 Prozent der Gehirnkrebspatienten in den USA schon lange alternative Behandlungen nutzen, von Kräutern über Vitamine bis hin zu Marihuana,“ sagte Doktor Fisher. „Aber es sollten keine Gerüchte entstehen, in denen Gehirnkrebspatienten nur einen Joint rollen müssen um ihren Tumor verschwinden zu sehen. Wenn es so wäre, hätten wir das auf jeden Fall bemerkt.“

via IWeedUCation, Quelle: webmd: Marijuana chemical may fight brain cancer