Schlafapnoe – Besser schlafen durch Cannabis

Bei Schlafapnoe, einer schlafbezogenen Atmungsstörung, tritt während des Schlafes Atemstillstand (auch unter der Bezeichnung Apnoen bekannt) ein, der zu einer erheblichen Störung der nächtlichen Ruhe führt. Schlafapnoe-hilfe.de informiert über Symptome, Ursachen und sonstigen Begleiterscheinungen.

Eine mögliche Behandlungsmethode ist die Einnahme von Cannabis, um folgende Symptome vorzubeugen: Tagesmüdigkeit, Schwindelgefühle sowie Konzentrationsschwächen und damit verbundene depressive Erscheinungsbilder sind typische Folgen von Schlafstörungen. Schlafapnoe kann außerdem Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle verursachen, da Atemaussetzer zu einer höheren Herzfrequenz oder einem höheren Blutdruck führen können.

Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurde Cannabis als Mittel gegen Schlafstörungen eingesetzt. Durch die Einnahme von Cannabis kann der Blutdruck und die Körpertemperatur gesenkt werden. Allgemein wird dadurch ein beruhigender und entspannter Effekt erzielt. Umfragen zeigen, dass Cannabis in vielen Fällen als Einschlaf- und Schlafmittel eingesetzt werden. Etwa 50% der Personen, die regelmäßig Cannabis konsumieren, nutzen die Wirkung gezielt als Einschlaf- und Schlafmittel.

Seit März 2017 kann Cannabis von allen Ärzten in schwerwiegenden Fällen als Behandlungsmöglichkeit verschrieben und rezeptpflichtig in der Apotheke erworben werden. Wenn es zu einer Behandlung mit Cannabis kommt, ist es von großer Bedeutung, dass darauf geachtet wird, welche Cannabis-Sorte ausgewählt und in welcher Form dies eingenommen wird. Die Sorte Indica soll Patienten Berichten zufolge im Gegensatz zur Sativa-Sorte zu einer besseren Entspannung führen. Dies tritt jedoch nicht in allen untersuchten Fällen auf, einige Patienten berichten von einer fördernden Wirkung beider Sorten. Bei der Form der Einnahme sollte ess- oder trinkbares Cannabis dem inhalierten Cannabis vorgezogen werden. Inhaliertes Cannabis besitzt in der Regel eine Wirkung von 3-4 Stunden, während die Wirkung von ess- oder trinkbarem Cannabis bis zu 8 Stunden anhalten kann, was in etwa dem Schlafzeitraum eines Erwachsenen entspricht. Beim Verzehr von Cannabis muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Wirkung erst nach etwa einer Stunde einsetzt. Außerdem ist es möglich, dass geringe Dosierungen erst einmal anregend sind und eine beruhigende Wirkung erst bei einer höheren Dosierung eintritt.

Ein positiver Effekt von Cannabis als Mittel gegen Schlafstörungen ist eine geringere Abhängigkeit im Vergleich zu anderen Mitteln wie Alkohol oder chemischen Medikamenten. Außerdem führt die Einnahme von Cannabis zu einem sehr erholsamen Schlaf. Tiefschlafphasen sind im Gegensatz zu der Einnahme von Alkohol oder chemischen Medikamenten intensiver und länger. Bei einer dauerhaften Einnahme von Cannabis als Schlafmittel wird jedoch auch vor einer Abhängigkeit gewarnt. Wird Cannabis regelmäßig in hohen Mengen konsumiert, muss auf längere Sicht eine höhere Dosierung angewendet werden, um einen gleichbleibenden Effekt zu erzielen, wodurch die Abhängigkeit weiter ansteigen könnte.

Petition zur Neubesetzung des Ministerialdirektors Abteilung 1 im Bundesgesundheitsministerium

Ich habe eine neue Petition gestartet und ich würde mich freuen, wenn du dabei mitmachst! Kurz zusammengefasst: Der Ministerialdirektor des BMG hatte 2010 das Bfarm angewiesen, einer Anbauerlaubnis für das medizinsch notwendige Cannabis „unverzüglich“ zu Widersprechen. Nun hat das höchste Gericht geurteilt, dass dies völlig falsch war. Wir benötigen keine Ministerialdirektoren, die Scheuklappenartig Gesetze über die Patientengesundheit stellen!

An der dieser Stelle geht es weiter zur Petition bei change.org.

Gescheiterter Versuch in Frankreich erinnert an Rimonabant

Aktuell ist in den Medien der Fall dass in Frankreich in einer Pharmatestreihe, welche am Endocannabinoidsystem ansetzen sollte, zu schweren Schäden bei Personen sowie einem Todesfall geführt habe. Dies erinnert doch sehr an das Medikament Rimonabant (Acomplia®), welches auch auf Cannabinoidrezeptoren wirken sollte und erhöhte Suizidgefahr mit sich brachte.

Rimonabant ist ein Arzneistoff der von dem Unternehmen Sanofi-Aventis als Appetitzügler und damit zur Behandlung von Übergewicht entwickelt wurde. Rimonabant greift in das körpereigene Cannabinoid-System (Endocannabinoidsystem) ein und vermittelt seine Wirkung über eine Hemmung von Cannabinoid-Rezeptoren des Subtyps CB1. In den USA wurde die Substanz wegen ihrer psychiatrischen Nebenwirkungen nicht zugelassen, in der EU führte eine intensive Diskussion der Risiken von Rimonabant im Oktober 2008 zu der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur, die Zulassung ruhen zu lassen.

Eigentlich war die Überlegung hinter Rimonabant genial: Der durch Cannabiskonsum vorkommende gesteigerte Appetit – zum Beispiel in der Chemotherapie und AIDS Behandlung eingesetzt – basiert auf Rezeptoraktivität. Wenn man nun diesen Rezeptor hemmt, müsste man keinen Appetit mehr verspüren.

Mittlerweile wissen wir aber, dass überall im Körper Rezeptoren für Cannabinoide vorkommen und nicht nur im Magen. Bisherige Medikamente auf Basis von Cannabinoidmimetika – also Stoffe die ähnlich den Cannabinoiden sind – zeigen ihre Nachteile: im Gegensatz zur pflanzlichen Mischung wirken sie (noch?) nicht so gut und umfassend, bis hin zu schweren Nebenwirkungen, wie bei Rimonabant und dieser neuen Testreihe in Frankreich.

Siehe auch Wikipedia Rimonabant

Neuer Verdampfer für medizinisch dosiertes Cannabis noch in 2015

Israel ist schon bekannt für die Industrie rund um ihr „medizinisches Cannabis-Programm“. Die Firma Syqe aus Tel Aviv stellt nun mit Hilfe der Regierung einen Verdampfer für Cannabisblüten, welcher für medizinische Dosierungen zu gebrauchen sein soll. Die Version für Zuhause soll noch in diesem Jahr erscheinen, eine Version für das Krankenhaus steht in den Startlöchern. Medizinisches Marihuana wurde vom israelischen Gesundheitsministerium das erste mal 1992 zugelassen. Seit 2007 hat das Ministerium ein formales Programm für medizinisches Marihuana gestartet, zu dem nunmehr als 20000 Patienten gehören.

„Es ist extrem wichtig zu wissen, was eine Person mit einer bestimmten Krankheit bekommt, so Dr. Mechoulam. „Nicht jede Krankheit wird durch die gleiche Art von Marihuana oder die gleiche Dosierung beeinflusst. Es gibt Marihuanamixturen mit viel THC und wenig CBD, oder anders herum. Es gibt einige Krankheiten, die nur durch CBD beeinflusst werden können, wie zum Beispiel Epilepsie.“ Das Team um Dr. Mechoulam hat in den 1960er Jahren die Chemie von Marihuana untersucht sowie das Endocannabinoidsystem entdeckt, welches im Körper für viele Regulierungen zuständig ist. Dies umfasst auch die Entdeckung der Cannabinoidrezeptoren sowie der körpereigenen sogenannten Endocannabinoide wie Anandamid, nach dem sanskitwort Ananda, Glückseligkeit, benannt.

Das besondere an diesem neuen Verdampfer ist die immer gleiche Dosierung. Die Patienten erhalten „Kassetten“ mit einer gleichmässig bleibenden Dosierung von Cannabinoiden aus natürlichen Cannabisblüten.

Grafikdarstellung Syqe Prozess für Dosis-Kassetten mit Marihuanablüten

Syqe Prozess für Dosis-Kassetten mit Marihuanablüten

Die Krankenhausversion soll über das eigentliche Gerät hinaus auch eine Fürsorger-Funktion verfügen, welches die Dosierung und Blutplasmakonzentration im Auge behalten soll.

Klinische Studien mit dem SYQE-Gerät haben eine 3-fach höhere Effektivität gegenüber dem Rauchen und eine doppelte Effektivität gegenüber dem Verdampfen ergeben. Durch die immer gleiche Dosierung sei der Blutplasmalevel bekannt und besser abschätzbar.

Studie: „Krankheitsverändernde Ernährung“ bei Multipler Sklerose

Cannabis als Medizin bei Multipler SkleroseHier ist eine aktuelle Studie, die darauf eingeht, dass die analgetischen (betäubenden) und anti-spastischen Effekte von Cannabis, seinen Inhaltsstoffen und weitere endocannabinoid-verbessernde Stoffe und Ernährung sich positiv auf die Krankheit auswirken. Darüber hinaus scheinen auch FAAH-Hemmer des Endocannabioidsystems beteiligt zu sein.

„Disease modifying nutricals“ for multiple sclerosis.

Pharmacol Ther. 2015 Apr;148C:85-113. doi: 10.1016/j.pharmthera.2014.11.015. Epub 2014 Nov 27.

Schmitz K1, Barthelmes J1, Stolz L1, Beyer S1, Diehl O1, Tegeder I2.

Abstract

The association between vitamin D and multiple sclerosis has (re)-opened new interest in nutrition and natural compounds in the prevention and treatment of this neuroinflammatory disease. The dietary amount and type of fat, probiotics and biologicals, salmon proteoglycans, phytoestrogens and protease inhibitor of soy, sodium chloride and trace elements, and fat soluble vitamins including D, A and E were all considered as disease-modifying nutraceuticals. Studies in experimental autoimmune encephalomyelitis mice suggest that poly-unsaturated fatty acids and their ‚inflammation-resolving‘ metabolites and the gut microflora may reduce auto-aggressive immune cells and reduce progression or risk of relapse, and infection with whipworm eggs may positively change the gut-brain communication. Encouraged by the recent interest in multiple sclerosis-nutrition nature’s pharmacy has been searched for novel compounds with anti-inflammatory, immune-modifying and antioxidative properties, the most interesting being the scorpion toxins that inhibit specific potassium channels of T cells and antioxidative compounds including the green tea flavonoid epigallocatechin-3-gallate, curcumin and the mustard oil glycoside from e.g. broccoli and sulforaphane. They mostly also inhibit pro-inflammatory signaling through NF-κB or toll-like receptors and stabilize the blood brain barrier. Disease modifying functions may also complement analgesic and anti-spastic effects of cannabis, its constituents, and of ‚endocannabinoid enhancing‘ drugs or nutricals like inhibitors of fatty acid amide hydrolase. Nutricals will not solve multiple sclerosis therapeutic challenges but possibly support pharmacological interventions or unearth novel structures.

Direkt zur Studie: PubMed: „Disease modifying nutricals“ for multiple sclerosis.

Russland eröffnet erste Marihuanaverkaufskette

April: Der erste Laden, der in Russland Marihuana verkaufen wird, eröffnet in Nizhny Novgorod. Allerdings wird es nicht für jede Person möglich sein, Marihuana zu kaufen: Personen unter 18 Jahren wird es nicht erlaubt sein und schwangere Frauen dürfen den Laden auch nicht betreten. Die Eröffnung ist für Juni geplant. Zur Zeit verhandelt das Kettenmanagement mit den Versorgern.

Es ist entschieden worden, ein Netzwerk von weiteren Läden in Moskau, Irkutsk und Samara zu eröffnen.

Seit Dezember 2010 ist es per Gesetz möglich, Marihuana in Russland zu verkaufen. Die Duma, die Staatsführung, stimmte einen Projekt zu, um psychotrope Substanzen zu medizinischen Zwecken zu verteilen. Marihuana ist bekannt als Anästhetikum, Antieplileptikum, Antikrampfmittel und Mittel gegen Erbrechen.

via newsbcm

Update

Das war wohl nur ein verspäteter Aprilscherz..

Suchtstoffkommission möchte bessere Verfügbarkeit kontrollierter Substanzen für die Wissenschaft

Wien: Laut dem CNDBlog möchte die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (CND) eine bessere Verfügbarkeit kontrollierter Substanzen für die wissenschaftliche und medizinische Nutzung ermöglichen. So ein Vorschlag im sogenannten „Komitee des Ganzen“ auf dem diesjährigen Treffen der Suchtstoffkommission in Wien, 21.-25. März 2011.

Der Vorschlag kommt aus Finnland mit der Argumentation, dass Drogentestlabore immer eine gewisse Menge von den kontrollierten Substanzen benötigen um ihre Analysen durchzuführen. Auch wenn diese Labore Arbeit der Regierung durchführen, sei es schwierig an diese Substanzen zu gelangen. Somit sei es nötig, die Verteilung von Testproben für Qualitätskontrollen international zu organisieren.

Interessanterweise kam aus Russland der Vorschlag, es solle „genügende Menge Substanzen“ und nicht nur „minimale Mengen Substanzen“ in der Vereinbarung festgehalten werden.

Es gab eine kurze Diskussion welche Organisation, UNODC oder INCB, diese Substanzen zur Verfügung stellen und die Qualität kontrollieren solle.

Finnland und weitere interessierte Staaten werden den Text außerhalb des Komiteetreffens fertigstellen.

Update

Vgl. Komitee des Ganzen, Finale Version und Komitee des Ganzen, L6:

Weiteres aus der Diskussion:
„Medizinische Zwecke“ wurden nun aus der Vereinbarung entfernt, es verbleiben somit nur noch die „wissenschaftlichen Zwecke“.

Die Russische Föderation hat ein Problem damit, wenn die Suchtstoffkommission irgendwelchen Regierungsstellen dieses Thema aufzwingen möchte. Dies sei nicht das Mandat der Suchtstoffkommission. (Vgl. encod)

Der Resoultion wurde dann übernommen und zugestimmt.

Bundesregierung stufte Cannabis um

Nicht nur in den USA tut sich was in Sachen Cannabis bzw. dessen Bestandteile als Medizin. Am 3.3.2011 beschloss die Bundesregierung mit der 25. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften eine Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (Bundestag Drucksache 130/11). So wird das generelle Verkehrsverbot von Cannabis aufgehoben und cannabishaltige Fertigarzneimittel zu medizinischen Zwecken zuzulassen. Was den Handel und Besitz von Cannabis betrifft, bleibt die Rechtslage unverändert. Nun muss noch der Bundesrat zustimmen.
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USA: DEA erkennt endlich Marihuana als Medizin an

Grafik zu Cannabis als MedizinWenn du gedacht hast, es könnte nach den Dekaden von Verlogenheit eine formale Entschuldigung geben, liegst du völlig falsch. Aber nun räumt die US-Drogenverfolgungsbehörde (DEA) zumindest ein, dass Marihuana einen unglaublichen medizinischen Wert hat – in dem sie den Pharmaunternehmen die exklusive Erlaubnis zur Herstellung von Pillen daraus gibt.

„Marihuana hat keinen wissenschaftlich haltbaren medizinischen Wert.“ Dies sagten die Unterlagen der Drogenverfolgungsbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika auf Seite Sechs des „White Papers“ der Behörde von Juli 2010 aus, mit der Überschrift „Position der DEA zu Marihuana“.

Aber nur vier Monate nach dieser „kein-medizinisches-Gras“ Stellungnahme der Behörde, kündigten sie an, dass sie eine Erlaubnis für die Regulierung von Vermarktung von pharmazeutischen Produkten, die aus der Pflanze gewonnen werden, vergeben wollen. Diese Produkte sollten THC enthalten, die primäre psychoaktive Komponente im Cannabis. (alternet)
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Kanada: Autoversicherung muss für Marihuana zahlen

Quebec’s Autoversicherungsagentur muss 5000 Dollar an einen Man aus Quebec zahlen, so dass er bei sich Zuhause Marihuana anbauen und dann Rauchen kann.

Der Mann, dessen Namen geschützt wird, erlitt bei einem Autounfall 1986 schwere Verletzungen.

Der 40-jährige stellte zuerst den Antrag, dass die Versicherung die Kosten für Marihuana übernehmen um seine Spasmen im Rücken zu behandeln, da die traditionelle Medizin nicht funktionierte.

Aber es wurde ihm verweigert.

Nun sagte in einer unerwarteten Entscheidung ein Sonderverwaltungsgericht in Quebec, das auch Stimmen von Bürgern anhört, dass notwendige Schritte unternommen werden müssen, um den Menschen bei der Rehabilitation von Autounfällen zu helfen.
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Marihuana tötet Krebszellen und unsere Regierung weiss das seit 36 Jahren

Heute, am 4. Februar ist Weltkrebstag.

Weiter unten findet ihr eine Kopie eines Artikels, welcher im November 2003 von der Organisation „Amerikaner für einen sicheren Zugang“ veröffentlicht wurde. Dieser Artikel beschreibt wie Cannabinoide, die aktiven Komponenten in Marihuana, den Tumorwachstum in Labortieren verzögert und auch Krebszellen tötet. Er endet damit, dass geschrieben wird, dass die US-Regierung dies schon seit 35 Jahren wusste. Normalerweise müssten die Medien Verrückt nach so einer Krebsheilungs-Story sein. Aber tatsächlich machen sie das nicht und scheinen die Story eher begraben zu wollen. Es zeigt sich wiedereinmal an dem Standpunkt der Regierungen gegenüber Marihuana und ihren verfehlten „Krieg gegen die Drogen“, dass sie eher einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen.

Wahrscheinlich werden einfach zuviele Menschen am Krieg gegen Drogen reich.

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Israel: Warte 6 Stunden nach dem Marihuanakonsum mit dem Autofahren

Patienten, welche Marihuana zu medizinischen Zwecken nutzen dürfen, sollen sechs Stunden warten nach dem Rauchen, bevor sie wieder ein Auto führen, so das Israelische Gesundheitsministerium. Die Verlautbarung soll demnächst veröffentlicht werden.

Bis jetzt ist das Problem mit dem Auto fahren und dem medizinischen Marihuana in Israel noch nicht formal geklärt, was schon einige Vorfälle mit der Polizei hervorgerufen hat, berichten Dan Even von Haaretz.com.

In einem Fall im November 2010, wurde gegen Ran Sarig, Drehbuchschreiber und Patient für medizinisches Marihuana, ermittelt, nach dem er während einer Fernsehsendung mit einem Joint in seinem Mund autofahrend gesehen wurde.

Fahrer von öffentlichen oder kommerziellen Fahrzeugen werden komplett von der neuen Regelung zu medizinischen Marihuana ausgeschlossen.

Die Nutzung von medizinischen Marihuana ist in den letzten Monaten in Israel weiter am Steigen, so die Zahlen des Gesundheitsministeriums. Etwa 4.000 Genehmigungen wurden für medizinisches Marihuana vergeben.

Dem Gesundheitsministerum zufolge werden etwa 40.000 Patienten in Israel Cannabis nutzen, sobald die finalen Regularien für die medizinische Nutzung ausgearbeitet sind.

Israelische Patienten, die medizinisches Marihuana bekommen, dürfen bis zu 200 Gramm Cannabis auf einmal besitzen. Das Marihuana zu medizinischen Zwecken wird gezüchtet und geliefert von staatlich lizensierten Landwirten.

via tokeofthetown und hanf journal

Abgebrannt? Versuchs mal mit Drogen verkaufen

Ein Bericht über die Arbeit, medizinisches Marihuana an die Abgabestellen zu verkaufen. Junge Amerikaner wurden schwer getroffen von der Wirtschaftskrise. In Kalifornien ist das Bereitstellen von Gras an medizinische Abgabestellen eine lukrative Quelle für Geld.

21.1.2011: Tony schlägt den Kofferraum zu und klettert auf den Fahrersitz. Er legt sein Telefon auf die Konsole und lässt den Motor an. Ich sitze auf dem Mitfahrersitz. Tony ist wie einer von vielen kalifornischen 20-odersoetwas-jährigen Typen. Er arbeitet an seinem Collegeabschluss. Er hat eine Freundin. Er hat sogar sein eigene Business gestartet.

Aber ich frage ihn, als er das Auto aus dem Parkplatz fährt, wieviel Marihuana wir wohl herumfahren?

„Vierundvierzig Pflanzen,“ sagt er lachend „Nicht so viele.“
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Neue Literaturübersicht: 200 Studien zu dem therapeutischen Potential von Cannabis von NORML

Grafik des NORML Booklet Cover - Cannabis in der TherapieIn dieser Woche hat die US-Amerikanische Legalize-Organisation NORML die vierte Auflage ihrer Literaturübersicht zu dem therapeutischen Nutzen von Cannabis veröffentlicht. Das Review umfasst nahezu 200 Studien und ist auf dem neusten Stand (2011).

„Emerging Clinical Applications for Cannabis & Cannabinoids: A Review of the Recent Scientific Literature“

In dem jetzt erhältlichen Bericht werden etwa 200 neu veröffentlichte wissenschaftliche Studien über die Sicherheit und Effektivität von Marihuana und seinen Komponenten in der Behandlung und Handhabung von neunzehn Krankheitsbildern besprochen: Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), chronische Schmerzen, Diabetes Mellitus, Dystonie, Fibromyalgie, gastrointestinale Störungen, Gliome und andere Krebs-Arten, Hepatites C, Humane Immundefizienz-Virus (HIV), Inkontinenz, arterielle Hypertonie, Multiresistente Staphyloccus aureus (MRSA), Multiple Sklerose, Osteoporose, rheumatischer Arthritis, Tourette Syndrom, Juckreiz und Atemstillstand im Schlaf.
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USA: Arizona legalisiert medizinisches Marihuana

USA: Wie die Wahlleiter am Sonntag verkündeten haben die Wähler in Arizona einer Abstimmung zugestimmt, welche die Nutzung von natürlichen Marihuana zu medizinischen Zwecken legalisiert. Dies mit der knappen Mehrheit von 4300 Stimmen. Eine wunderbare Neuigkeit, nachdem Kalifornien nicht auf Anhieb geklappt hatte! Die Wählerschaft in Arizona hat sich damit auf die Seite von Wissenschaft und Vernunft gestellt, um diesen irrsinnigen Verboten ein Ende zu setzen.

Nachdem alle Wahlbezirke ausgezählt worden sind hat die Zustimmung für Proposition 203 50.1 % erreicht und 49.8 % mit „Nein“, nach unoffiziellen Zahlen, die auf der Webseite des Staatssekretärs veröffentlicht wurden. Mehr als 1.6 Millionen Stimmen wurden abgegeben.

Das Marijuana Policy Project (MPP) sagte in einer Stellungnahme, dass sie die Entscheidung begrüßen und dass diese es Menschen, die an Krebs, Aids und anderen Krankheiten leiden, mit der Empfehlung ihres Arztes erlaubt, medizinisches Marihuana zu nutzen.
„Die Wählerschaft in Arizona hat sich auf die Seite der Wissenschaft und des Mitgefühls gestellt und damit den grausamen und irrationalen Marihuanaverboten der Nation einen weiteren Todesstoss versetzt.“ sagte Rob Kampia, MPP Vorstand in einer Stellungnahme. „Arizona hat nun die Mainstream-Meinung übernommen, dass ernsthaft kranke Personen nicht wie Kriminelle behandelt werden sollen, wenn ihnen Marihuana Erleichterung verschafft und dass es Ärzten möglich sein soll, ihren Patienten Marihuana zu empfehlen, wenn sie denken, dass es Leiden vermindert.“

Das Marijuana Policy Project hat das Arizona Medical Marihuana Policy Project, die Gruppe welche die Proposition 203 Kampagne durchführte, unterstützt. Die Bundesorganisation zählt sich selbst zu den größten Marihuanagesetzesreformgruppen der USA, und sagt dass sie gerne eine Marihuanaregulierung ähnlich dem Alkohol sehen würden.

Seit 1996 haben 14 weitere Bundesstaaten und der Columbia D.C. Gesetze zu medizinischem natürlichem Marihuana erlassen.
Die Gesetzesinitiative wird den etwa 120 etablierten und staatlich regulierten Kliniken erlauben, Marihuana abzugeben. Jede Menschen, die mehr als 25 Meilen von einer Klinik entfernt leben, wird es erlaubt sein ihre eigne Medizin anzubauen.

via 14.11.2010 – CNN

LU: Teilerfolg für Cannabis-Arzt – Petition für Cannabis als Medizin kommt

Luxemburg: Aus der Antwort von Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo auf einen Brief des Abgeordneten Dr. Jean Colombera (ADR) geht hervor, dass Cannabishaltige Medikamente, für die eine Genehmigung für das Inverkehrbringen („autorisation de mise sur le marché“) in einem anderen Land vorliegen, auch in Luxemburg von Ärzten verschrieben und dementsprechend genutzt werden könnten. Colombera, der vor kurzem wegen der Abgabe von natürlichem Cannabis als Medizin verhaftet worden ist, bewerte die Antwort als ersten Erfolg in seinem Kampf für den Cannabis, erklärte er am Dienstag anlässlich einer Pressekonferenz.

Bei einer Hausdurchsuchung am 6. Oktober in der Arztpraxis von Colombera wurden neben Patientendossiers auch Cannabis von der holländischen Firma Bedrocan beschlagnahmt. Colombera hatte in einem Brief vom 25. Oktober 2010 den Minister um Erlaubnis gebeten, einigen von seinen Patienten Cannabis haltige Medikamente verschreiben zu dürfen. Insbesonders handelte es sich dabei um drei Medikamente (Bedrocan, Bediol und Bedrobinol), welche in den Niederlanden erhältlich sind.

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Cannabis als Medizin auf Deutschland Radio

Aus der Ankündigung: Rausch auf Rezept – Marihuana drängt in die Medizin am 31.10.2010, 16:30 Uhr auf Deutschland Radio

Rausch auf Rezept – in Kalifornien ist das bereits seit knapp fünfzehn Jahren möglich. Patienten brauchen dort nur eine Bescheinigung von ihrem Arzt, um sich mit Marihuana selbst behandeln zu dürfen. HIV-Patienten zum Beispiel dämpfen damit Schmerzen und regen ihren Appetit an. Menschen, die an Krebs leiden, bekämpfen mit Cannabis ihre Übelkeit nach einer Chemotherapie.


Nun steht in dem Bundesstaat eine Abstimmung an, die weitreichende Folgen haben könnte: Die Bürgerinnen und Bürger werden Anfang November darüber entscheiden, Marihuana generell für den privaten Gebrauch zu legalisieren. Proposition 19 nennt sich diese Initiative.

Andere Länder mögen sich da etwas zurückhaltender geben, aber in verschiedenen Teilen der Welt hat Cannabis als Arzneimittel neuen Aufwind erfahren: Kanada, Großbritannien und Spanien haben ein Pflanzenextrakt als Medikament zugelassen, das die beiden wichtigsten aktiven Stoffe des Krauts enthält. Und Deutschland könnte schon bald nachziehen. Gleichzeitig arbeiten Mediziner daran, den Nutzen und die Nebenwirkungen von Cannabis intensiver zu erforschen – damit dem Rausch nicht die Ernüchterung folgt.

via DRadio

Luxemburg: Demo für die Legalisierung von Cannabis als Medizin

Am Donnerstagnachmittag demonstrierten in Luxemburg rund 30 Demonstranten für die Legalisierung von medizinischem Cannabis. Organisiert wurde die Demo von der „Union Francophone pour les Cannabinoïdes en Médecine“. Präsident dieser Vereinigung ist der Arzt und ADR-Abgeordnete Jean Colombera, gegen den die Staatsanwaltschaft Diekirch Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen hat.

Dem Allgemeinmediziner wird vorgeworfen, Medikamente auf Cannabis-Basis verschrieben zu haben.

Bei einer Hausdurchsuchung am 6. Oktober in der Arztpraxis von Colombera wurden neben Patientendossiers auch Cannabis von der holländischen Firma Bedrocan beschlagnahmt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der „Union Francophone pour les Cannabinoïdes en Médecine“ hervor. Rund 20 Patienten könnten zurzeit nicht mehr mit medizinischen Präparaten versorgt werden. Einige von ihnen würden sich in einem schlimmen Gesundheitszustand befinden.

Vor dem Gesundheitsministerium:

Foto von der Demonstration für Cannabis als Medikament in Luxemburg, vor dem Gesundheitsministerium

via wort.lu

Studie bestätigt: Kiffen lindert chronische Schmerzen

Cannabis war als Arzneimittel schon über Jahrtausende hinweg in Verwendung. In den letzten hundert Jahren wurde der Gebrauch durch Verbote, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage haben, allerdings stark eingeschränkt. Eine neue Studie aus Kanada, welche im „Canadian Medical Association Journal“ (DOI:10.1503/cmaj.091414) veröffentlicht wurde, könnte das ändern: Sie zeigt, dass pures natürliches Cannabis dreimal täglich geraucht chronische Nervenschmerzen lindert, den Schlaf verbessert und Depressionen reduziert. Der Effekt war besonders ausgeprägt bei Joints mit dem höchsten THC-Gehalt (9,4 Prozent).
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Regierung will „Cannabis als Medizin“ ermöglichen

Nach Angaben der Medien und der FDP haben sich die Fraktionen geeinigt, das zukünftig Cannabis auf Rezept möglich sein soll. Was darunter genau zu verstehen ist, ist diesen Meldungen leider nicht zu entnehmen. Wahrscheinlich meinen sie diese BtMG-Änderung, wie wir sie hier schon gemeldet hatten.

Update

Bericht über irreführende Berichterstatung Umstufung med. Cannabis mit Stellungsnahme von Dr.Franjo Grotenhermen vom ACM auf krankenkassen.de. So stiesse der einfachere Zugang zu Cannabisarzneimittel auf unterschiedliche Stimmen, die Drogenbeauftragte Dyckmans bezeichnete es als wichtigen Schritt für schwerstkranke Menschen. Für die betroffenen Patienten ändere sich vorerst gar nichts, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Cannabis als Medizin“, Franjo Grotenhermen. Er spricht von Irreführung, denn die Neuregelung sei enthielte nur die Möglichkeit für Pharmaunternehmen, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Bislang sei aber nur ein solcher Antrag für eine Arznei bei Multiple Sklerose eingegangen. „Patienten mit anderen Erkrankungen (…) haben auch dann keinen Zugang zu entsprechenden Medikamenten.“

Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin zum gestrigen Kabinettsbeschluss zur medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten:

Die Mitteilung der FDP ist irreführend, denn für Patienten, die von einer Therapie mit Cannabisprodukten profitieren ändert sich zunächst nichts. Das Bundeskabinett will keine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes, sondern hat lediglich beschlossen, dass Medikamente auf Cannabisbasis arzneimittelrechtlich zugelassen werden dürfen, wenn ein pharmazeutischer Unternehmer einen solchen Antrag stellt. Die Schaffung einer solchen Möglichkeit sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit für die Zulassungsbehörden sein. Ein Zulassungsantrag wurde nach Angaben des britischen Unternehmens GW Pharmaceuticals für seinen Cannabisextrakt Sativex in verschiedenen europäischen Ländern für die Behandlung der Spastik bei multipler Sklerose gestellt. Das Unternehmen rechnet mit einer Zulassung für diese Indikation in Deutschland im Jahr 2011. Patienten mit anderen Erkrankungen, wie chronische Schmerzen oder Appetitlosigkeit und Übelkeit bei Krebs haben auch dann keinen Zugang zu entsprechenden Medikamenten.

Gleichzeitig behindert das Bundesgesundheitsministerium die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, zu denen das Institut nach einem höchstrichterlichen Urteil durch das Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2005 eigentlich verpflichtet ist. „Für die Patienten ändert sich mit dem Beschluss des Bundeskabinetts zunächst gar nichts. Das Bundesgesundheitsministerium spielt auf Zeit“, erklärte Dr. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin. „Wenn die Bundesregierung ihre Politik nicht ändert, wird auch in den kommenden Jahren nur ein kleiner Teil der Patienten von einer Therapie mit Cannabisprodukten profitieren können.“

Mit freundlichen Grüßen
Franjo Grotenhermen

Auch beim PM des Bundesministerium für Gesundheit

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