Auch andere Pflanzen erzeugen Cannabinoide

„Helichrysum basalticum 1“ von Stan Shebs. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg#/media/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg

Viele Jahre glaubte man, dass Cannabis als einzige Pflanze in der Lage sei, Cannabinoide zu produzieren – daher kommt auch der Name dieser Stoffe. In den letzten Jahren wurde natürlich weitergeforscht, und Studien veröffentlicht, die beweisen, dass Cannabis keineswegs die einzige Pflanze ist, die diese Stoffe erzeugt. Dies ist nicht nur selten, sondern kommt in der Pflanzenwelt sogar ziemlich häufig vor!

Zur Zeit schreibt Sensi Seeds in ihrem Blog über Cannabinoide in Pflanzen über diese Entdeckungen. Aber fangen wir an mit einer Definition der Cannabinoide:

Cannabinoide sind auf Lipiden (Fetten) basierende Moleküle, die alle bis zu einem gewissen Grad auf Cannabinoidrezeptoren wirken; und diese sind ein grundlegender Bestandteil des Endocannabinoidsystems. Cannabinoide werden von Pflanzen produziert (die bekannteste ist die Cannabispflanze), aber auch in menschlichen Körpern und in denen der meisten anderen Tierarten, außerdem können sie in Labors synthetisch hergestellt werden.

Cannabinoide, die von Pflanzen produziert werden, nennt man Phytocannabinoide, und wenn sie vom (menschlichen) Körper produziert werden, heißen sie Endocannabinoide. Die im Labor synthetisierten Stoffe werden einfach als synthetische Cannabinoide bezeichnet.

Die meisten Cannabisfans werden bestimmt schon von den klassischen Cannabinoiden wie THC, CBD, THCV und CBC gehört haben, die mehr oder weniger auf die Cannabinoidrezeptoren wirken. Da wir das Endocannabinoidsystem heute besser verstehen, wissen wir nun, dass es weit mehr und auch unterschiedlichere Typen von Stoffen gibt, die auf die Rezeptoren wirken. Auch ein kleines Update hinsichtlich des Mycren in Mango gibt es im Artikel.

Einen interessanten Vortrag hat auch Peter Rausch auf der Cultiva Hanffachmesse gehalten: Cannabinoide in anderen Pflanzen und Lebewesen:

Ich finde es prima, dass sich Sensi Seeds mit den Themen auseinandersetzt. Nicht jeder Hersteller von Cannabisprodukten ist so ausführlich und offen!

Studie zeigt, dass Alzheimer durch Verlust von Cannabinoiden verursacht sei

Erste Anzeichen von Alzheimer könnten durch die Blockade der gehirneigenen Cannabinoide verursacht werden, so eine neue Studie aus der Universität von Stanford.

Klumpen von Proteinen, die sogenannten Beta-Amyloide Plaque, sind die primären Anzeichen der Alzheimerkrankheit. Seit langem wissen die Forscher, dass diese Klumpen die Signale des Gehirns verändern – aber sie wussten nicht wie.

Nun hat ein Team der Universität von Stanford an der Medizinschule die Effekte der Plaque auf die endogenen Cannabinoiden im Gehirn untersucht. Diese Substanzen werden vom Gehirn hergestellt und ähneln den Substanzen im Cannabis. Neben vielen anderen Funktionen spielen Cannabinoide eine wichtige Rolle beim Speichern von Informationen und dem Lernen.
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Informationen zur Medical Cannabis Biketour

logo-medical-cannabis-biketour2014Hast du schon mal von der Medical Cannabis Biketour gehört? Vor zwei Jahren startete Luc von Paradise Seeds und andere Personen das Projekt. Es wurde gut von der Presse angenommen und so geht es in diesem Jahr weiter.

Am Dienstag, den 11. März startet die MC Biketour. Sie springen auf ihr Fahrrad für einen guten Zweck: Das Ziel ist, Gelder zu sammeln um die Forschung zur Heilung von Krebs mit Cannabinoide finanzieren.

Eine internationale Gruppe von etwa 50 Personen und 10 Helfern werden über eine Strecke von 400km durch Spanien fahren um am Freitag auf der Spannabis Hanffachmesse in Barcelona anzukommen.

Mit dem folgenden Anmeldeformular kannst du dich gerne zur Fahrradtour anmelden:

Rider application forms: https://www.dropbox.com/sh/1z8b6lrc4n8pkwj/utw-yzdnVi

Weitere Informationen kannst du zudem auf der Webseite www.medicalcannabis-biketour.com erhalten. Auf der Webseite findest du die Anmeldeformulare, tolle HD-Videoclips von der letzten Fahrt in 2013 und viele weitere Informationen. Darunter sind auch Interviews mit den Professor Manuel Guzman and Guilermo Velasco über ihre Cannabisforschung.

Videotrailer zur Medical Cannabis Biketour

Es folgt das Trailervideo:
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Studie: Cannabinoide können Magenkrebszellen töten

Grafik zum MedizinalhanfEine neue Studie, die in dem Journal für Chemotherapie erschien, berichtet, dass die Aktivierung der Cannabinoidrezeptoren zum Tod von Magenkrebszellen führte. Cannabiskonsum und Cannabinoide können dies hervorrufen. Der Effekt, Antineoplastisch genannt, zeigte im Mausmodell Erfolg, so dass der Tumor sich nach 14 Tagen um 30% bei einer Gabe des synthetischen Cannabinoids WIN 55,212-2 verkleinerte. Autophagie, das gezielte Sterben von Zellen konnte deutlich in der behandelten Gruppe beobachtet werden.

Die gesamte Studie kann auf der Webseite der U.S. Library of Medicine eingesehen werden.

via The Joint Blog

Was passiert wenn man reines THC injiziert – und andere Cannabinoide

Die Effekte von reinem THC ohne die anderen Cannabinoide – wie sie seit einiger Zeit von pharmazeutischen Firmen ausprobiert werden – sind beeindruckend, wie in diesem Filmausschnitt aus der BBC-Dokumentation „Should I Smoke Dope“ zu sehen ist. Die Frau beschreibt die Gabe von reinem THC als „wie auf einem Begräbnis sein“, während die Kombination von vielen Cannabinoiden als „Spass“ empfunden wird:

Cannabinoide in der Muttermilch gefunden – Substanzen wie im Marihuana

Grafik Aufbau der weiblichen Brust, Wikipedia, Patrick J. LynchIn vielen Teilen des menschlichen Körpers gibt es ein System von Proteinen die als Cannabinoidrezeptoren bekannt sind. Sie sind genau dafür geschaffen, Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC), eines der aktiven Komponenten im Marihuana, zu verarbeiten. Es zeigte sich anhand den Ergebnissen von mehreren Studien, dass menschliche Muttermilch viele der gleichen Cannabinoide wie Marihuana enthält. Es wird vermutet, dass diese extrem wichtig sind für eine richtige Entwicklung des Kindes.

Die Zellmembranen im Körper sind für gewöhnlich mit diesen Rezeptoren ausgestattet und werden durch Cannabinoide sowie andere Nährstoffe aktiviert. Sie sollen die Zelle gegen Viren, schädlichen Bakterien, Krebs und anderen Krankheiten schützen. Menschliche Muttermilch ist eine Quelle für Endocannabinoide, einem speziellen Typs von neuromodulierenden Lipiden, welches quasi dem neugeborenen Kind durch die Stimulation des Saugprozesses beibringt zu Essen.

Wenn es keine Cannabinoide in der Muttermilch gäbe, würde ein neugeborenes Kind wahrscheinlich nicht wissen, wie es Essen soll, oder es hätte nicht den Wunsch zu essen, was zu Unterernährung oder sogar den Tod führen würde. Glaub es oder nicht, das ganze erinnert an die Erfahrungen von Erwachsenen, wenn sie nach dem Kiffen den Fressflash bekommen.
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Cannabinoid-Kongress in Bonn ein voller Erfolg

Die Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabinoidmedikamente feiert den Kongress, welcher vom 8.-10. September in Bonn lief als vollen Erfolg. Etwa 220 Wissenschaftler, Ärzte, Bürger und Studenten nahmen am Cannabinoid-Kongress 2011 teil.

Es war eine gemeinsame Veranstaltung des 6. IACM-Kongresses zu Cannabinoiden in der Medizin und des 5. EURopäischen Workshops zur Cannabinoidforschung. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der IACM und Prof. Zimmer von der Universität Bonn für den EURopäischen Workshop. Eingeladene Referenten und Referenten, die aufgrund der eingereichten Abstracts ausgewählt wurden, hielten etwa 40 Vorträge. Es wurden etwa 70 Poster zu Forschungsergebnissen präsentiert.

Kurzfassungen der Vorträge und Poster sind verfügbar im Tagungsband auf der Webseite zum Kongress, bonn2011.org. Ein Videobericht folgt im „ENTHEOGEN-Magazin“ von Markus Berger, welches hier dann verlinkt wird.

10 Fragen an deinen Cannabiswissenschaftler

Die Geschäftslandschaft der Cannabislabore ist unreguliert, deswegen müssen ihre Kunden schon etwas erfahren sein. Zu Wissen, welche Fragen man einem möglichen Cannabislabor stellen sollte, ist ein Schlüssel dabei. Um bei diesen Prozess zu Helfen, hat eine Gruppe von Laboranbietern aus verschiedenen Bundesstaaten der USA zusammen mit einem internationalen Koordinator eine Liste von 10 Fragen zusammengestellt, die man einem Cannabiswissenschaftler stellen kann. Diese Liste kann als Kurzreferenz für alle angesehen werden, die ein qualifiziertes Labor suchen.

10 Fragen die man einem Cannabiswissenschaftler stellen kann

  1. Welche Aus- oder Weiterbildung haben Sie um diese Cannabisanalysen durchzuführen?
  2. Nach welchen Cannabinoiden testen Sie? Haben sie verlässliches Referenzmaterial für alle von ihnen?
  3. Wie ist CBN auf THC bezogen und warum ist es wichtig, auch danach zu testen?
  4. Welche Art von Proben testen sie (Blüten, Essbares, Tinkturen) ? Haben sie Ihren Extraktions und Analyseprozess entsprechend der Proben optimiert?
  5. Was macht ihr mit den übrigbleibenden Materialien?
  6. Kennen sie die Cannabinoide in Säureform? In Proben aus essbaren Produkten oder Tinkturen können diese in höhen Konzentrationen vorhanden sein. Wie gehen Sie damit um?
  7. Was ist Ihre Analysemethode um Cannabis zu testen (HPLC [Flüssigchromatographie], GC [Gaschromatographie], TLC, anderes)? Was sind die Grenzen Ihrer Methode?
  8. Was ist der Durchschnittliche THC/CBD Gehalt den Ihr Labor gemessen hat?
  9. Hat Ihr Labor jemals eine Probe zweimal gemessen mit unterschiedlichen Resultaten? Was war die Erklärung dafür und was wurde geändert um dieses Problem nicht (wieder) Auftreten zu lassen?
  10. Analysemethoden müssen „getestet“ werden, bevor man sichergehen kann, dass sie wirklich Verlässlich sind. Haben Sie dies getan, und wie wurde dies durchgeführt? Hat sich eine dritte Partei darum gekümmert? Wenn Sie es bislang nicht getan haben, wie kann ich sicher sein, dass meine Ergebnisse korrekt sind?
  11. Folgende Personen haben zu dieser Liste beigetragen: Arno Hazekamp (Niederlande), Samantha Miller (Pure Analytics), Paula Morris (Medea Labs), Noel Palmer (Montana Botanical Analytics), Jeff Raber (The Werc Shop) und Eric Taylor (California Botanicals). Kollektiv die ACS, der Alliance for Cannabis Science.

    Beitrag von Samantha Miller, von FreedomIsGreen

Polen schliesst Smartshops

Die Polnische Regierung verkündete am letzten Montag, dass sie etwa 1000 Läden geschlossen hat, welche die neueren Designerdrogen, wie Mephedron und Kräutermischungen mit synthetischen Cannabioniden (unter Namen wie Spice und K2), verkauft haben. Sie wollen auch ihre Drogengesetze den neuen Substanzen anpassen.

„Der Staat wird nicht davor zurückweichen, wenn es um die rechtliche Seite im Kampf gegen die Verfügbarkeit dieser Substanzen.“ sagte Justizminister Krzysztof Kwiatkowski am Montag den Journalisten. „Dies wird ein sehr langer und schwieriger Kampf, da unsere Gegner sehr gut vorbereit, Reich und entschlossen sind.“ sagte Kwiatkowski.
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Cannabis als Medizin Umfrage: Noch bis Ende Januar 2010

Es bleibt noch Zeit bis Ende Januar 2010, um an der Patientenumfrage zur Einnahme von Cannabis und Cannabinoiden für medizinische Zwecke teilzunehmen. Bis zum 31. Dezember 2009 gab es 1094 Teilnehmer an dieser Umfrage (795 vollständig
ausgefüllte und 299 nicht vollständig ausgefüllte Fragebögen).

Zur Umfrage des ACM zu Cannabinoiden und Cannabis als Medizin