Indisches Gericht verwirft Zwangstodesstrafe für Drogendelikte

Mumbay, Indien: Das Internationale Zentrum für Menschenrechte in der Drogenpolitik berichtete am 16. Juni 2011 dass in einer überraschenden Entscheidung das höchste Gericht von Bombay die Zwangstodesstrafe für Drogendelikte niedergeschlagen hat und wird damit das erste Gericht der Welt, dass so entscheidet. In einer Nachricht über Videokonferenz deklarierte eine Abordnung der Justiziare A.M Khanwilkar und A.P Bhangale den sogenannten Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Act von 1985 (NDPS Act), der eine zwangsläufige Todesstrafe für Drogenhandel vorsieht, als „unkonstitutionell“.

Das Gericht verzichtete allerdings das Gesetz komplett abzulehnen und zog es vor, als weniger wichtig anzusehen. Konsequenz davon sei, dass ein Strafgericht die Möglichkeit – und nicht mehr den Zwang – die höchste Strafe für eine Person, die zum zweiten Mal mit Drogen aufgefallen sind, anzuwenden unter dem Paragraphen 31A.

Diese Entscheidung bringt entwas Entspannung für Ghulam Mohammed Malik, einem Mann aus Kashmir, der wegen dem wiederholten Schmuggel von Haschisch (Cannabisharz) durch den Special NDPS Gerichtshof in Mumbai im Februar 2008 verurteilt wurde. Mit der zwangsläufigen Anwendung der Todesstrafe unter Paragraph 31A war Malik zum Tode verurteilt wurden, ohne die Auswertung von individuellen Umständen oder mildernden Faktoren. Die Entscheidung des Gerichtes kam als Antwort auf eine Petition durch das Indische Netzwerk für Schadensminderung (IHRN), einem Verbund von Nicht-Regierungsorganisationen die zu humaner Drogenpolitik arbeiten. Ihre Petiton bezichtigt die Zwangstodesstrafe als Unnütz, Exzessiv und Unverhältnismäßig für das Verbrechen, mit Drogen umzugehen.

Als Reaktion auf den Spruch sagte der Vorstand des Antwaltskollektivs, Anand Grover, der den Fall für die IHRN vertreten hatte: „dieses Urteil marktiert einen wichtigen Schritt in der Drogenpolitik und der Kampagne gegen die Todesstrafe.“
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USA: Lebenslang für Haschisch in Oklahoma?

USA: Nicht nur dass in vielen Bundesstaaten medizinisches Marihuana genutzt werden kann – es gibt auch extrem negative Schlagzeilen von dort: So versuchen zur Zeit die Gesetzesmacher in Oklahoma, die Herstellung von Haschisch mit einer Maximalstrafe von lebenslänglich Gefängnis durchzusetzen. Für eine Substanz, die niemals einen Todesfall durch Überdosis erzeugt hat!

Das ist eine kostspielige Angelegenheit – wenn nur fünf Personen wegen diesem neuen Gesetz belangt werden und auch nur 10 Jahre im Gefängnis verbringen, so kostet dass den Steuerzahler gut eine Million US-Dollar. Es ist einfach nur Dumm. Hier noch einige andere Verbrechen, die in das neuen Gesetz fallen:

  • Häuslicher Missbrauch – 1 Jahr
  • Betrunken am Steuer mit einem Kind im Fahrzeug – 4 Jahre
  • Überfall mit größeren physischen Schäden – 5 Jahre
  • Überfall mit dem Vorsatz zu Töten – 5 Jahre
  • Ein Kind kidnappen – 5 Jahre
  • Vergewaltigung zweiten Grades – 15 Jahre
  • sexueller Missbrauch eines Kindes – 20 Jahre

Offensichtlich denken sich die Gesetzesmacher von Oklahoma, dass Haschisch herstellen – eine konzentriertere Form des Harzes der Cannabispflanze – mehr Strafe benötigt als all diese Verbrechen, bei denen es tatsächliche Opfer gibt.

Noch kann dem Gouverneur Fallin geschrieben werden und Sie zum Veto gegen HB 1798 aufgerufen werden.

via MPP Blog

Streik in den Coffeeshops am Neunten Juni 2010

Die Coffeeshopbesitzer in Holland rufen zu einem Streik am 9. Juni auf, um die Aufmerksamkeit auf ihre wichtige Rolle in der niederländischen Gesellschaft zu richten. Der Streik wird von dem Coffeeshopbesitzer Nol van Shaik, der den Willie Wortel Cannabis Shop in Harlem gegründet hat, organisiert. Nol van Shaik will mit dem Streik die Coffeeshopbetreiber und ihre Kunden darauf aufmerksam machen, dass sollte eine rechts-konservative Regierung gewählt werden, sie nicht nett zu dem Handel sein werden.

Wenn die Mitte-Rechts Christlich-Demokratische Partei (CDA) oder die Geert Wilders Freiheitspartei nach den Wahlen in den Niederlanden am 9. Juni 2010 dominieren, könnten sich die berühmten liberalen Cannabisgesetze ändern.

Auf seiner Webseite hat van Shaik ein Manifest mit den Argumenten für lizensierten Cannabis Coffeeshop Handel veröffentlicht, in denen er herausstellt, dass sie jedes Jahr 400 Millionen Euro in Steuern beitragen und dass, wenn sie schliessen müssen, die Kunden auf den unkontrollierbaren Schwarzmarkt angewiesen sein werden. Van Shaik möchte auch die strengen Regeln in den Coffeeshops betonen, die auch durchgesetzt werden. Kein Alkohol und keine harten Drogen sollen in den Läden konsumiert werden und es bestehen strenge Altersbeschränkungen.

Banner Grafik zum Streik der Coffeeshops in Holland im Jahre 2010

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Schiffsdrogen – Die neue Art des Haschisch

Noch gefährlicher – Neues Haschisch für Kärnten kommt von Schiffsplantagen, so schreibt Serina Babka für die „Kärntner Krone“ und macht sich damit lächerlich. Ein klassicher Hetz- und Propagandaartikel: So wird wiedereinmal behauptet, das „der THC-Gehalt ist bereits fünfmal so hoch“ sei, was aber von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen widerlegt worden ist.

„Modernste computergesteuerte Anlagen sorgen für optimales Licht, Temperatur und Bewässerung. Während in den offiziellen Laderäumen Obst, Gemüse und Blumen lagern, wird in den Geheim-Anlagen Haschisch gezüchtet, geerntet und verarbeitet. „Aber auch Marihuana wird direkt an Bord hergestellt.“. Was fällt daran auf? Hätte die Autorin mal das Buch „Rauschzeichen“ – oder ein beliebiges anderes Buch zu Cannabis gelesen – oder wenigstens mal Google gefragt – wüsste sie, dass Haschisch ein Produkt aus dem Harz der Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze ist – und weder gezüchtet noch geerntet werden kann.

Damit Sie es auch mitbekommt, hab ich ihr heute einen Leserbrief gesendet. Wer dies auch machen möchte, kann die E-Mail an folgende Addresse schicken: Serina.Babka@kronenzeitung.at

Coffeeshops bald Landesweit in Neuseeland

12. Januar 2010: Cannabis Clubs – wo die Nutzer das Gesetz verspotten und sich Treffen zum Rauchen und Kaufen der Klasse-C Droge – könnten schon bald im ganzen Land öffnen.

Foto von Dakta Green, dem Gründer des Daktory Cannabis Clubs in NeuseelandIm nächsten Monat möchten die Gründer von Neuseelands erstem Cannabis Connoisseurs‘ Club, dem Auckland’s Daktory, sich mit anderen Gebrauchern treffen um im ganzen Land „Daktories“ zu eröffnen.

„Wir haben Nachfragen aus nahezu jeder Stadt in diesem Land“ sagte der Gründer Dakta Green den Sunday News.

„Ich würde sogar sagen, in den nächsten 12 Monaten gibt es Daktories in jeder größeren Stadt in diesem Land, jede Stadt sollte mindestens einen haben – 2010 ist das Jahr, in dem die Menschen in unserer Gesellschaft Veränderungen in der Welt verlangen.“

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Gesundheitsminister erwägt Cannabis auf Rezept für Kranke

Eine gute Nachricht aus dem BMG. Über die unqualifizierte Aussage des CDU-Gesundheitssprechers verliere ich mal keinen Kommentar, aber eine Anfrage auf Abgeordnetenwatch (link dann an dieser Stelle). Mit einem Vaporizer, der nur den Wirkstoff verdampft, kann man übrigens auf die Verbrennung der Kräuter verzichten und somit die Belastung für die Lunge deutlich senken!

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Joss Stone hat gekifft: „Jeder raucht doch Gras“

Joss Stone kifft: „Jeder raucht doch Gras“

Los Angeles (RPO). Sängerin Joss Stone hat zugegeben, dass sie regelmäßig Haschisch raucht. Sie betrachte Cannabis nicht als Droge, sondern eher als Kraut, sagte Stone dem „Star“-Magazin, Jeder rauche doch „Gras“, und wer behaupte, dass er es nicht tue, sei ein Lügner. „‚Gras‘ hat diesen bösen Stempel aufgedrückt bekommen, aber was ist daran gefährlich?“, fügte Stone hinzu. Man bekomme höchstens einen Lachanfall oder werde müde. Sie halte Alkohol für viel schlimmer – betrunkene Menschen prügelten sich.

Stones Geständnis hat inzwischen eine britische Vereinigung zur Drogenbekämpfung auf den Plan gerufen: Sie nannte das Interview „furchtbar schädlich“.

via RP Online, 11.11.2009

Das lassen wir hier mal so stehen…

Cannabis Entzugssymptome sind nur kurzzeitig und betreffen nur wenige Personen, sagt eine Studie

Halle: Symptome die mit einem sogenannten „Cannabis Entzug“ in Verbindung gebracht werden unter „Marihuanaabhängigen“ Personen sind relativ milde und nur kurzzeitig, berichtet eine neue Studie. Darüber hinaus scheint nur eine sehr kleine Gruppe von Personen davon betroffen zu sein, sagt eine neue klinische Studie aus, die im Magazin „Drugs and Alcohol Dependence“ erscheinen soll.

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Neues Testgerät will übliche Drogen in 90 Sekunden finden

Ein jetzt vorgestelltes neues Drogentestgerät von Philipps nutzt magnetische Nanopartikel um die fünf am meisten genutzen Drogen im Speichel zu detektieren .

Philipps neues DrogentestgerätDas Gerät soll für Tests bei Strassenkontrollen durch die Polizei genutzt werden. Zu dem Gerät gehören wegwerfbare Aufbewahrungsbehälter und ein handlicher Computer. Die Behälter enthalten zum einen die Probenkammer, zum anderen die Nanopartikel. Die Partikel sind mit einem Biomolekülen überzogen, die sich an eine der fünf Drogen-Substanzgruppen binden: Kokain, Heroin, Cannabis, Amphetamin und Methamphetamin.

Der Test soll weniger als 90 Sekunden dauern und Konzentrationen von Eins zu einer Milliarde Teile in einem einzigen Mikroliter Speichel finden. Dieselbe Sensortechnik ist bereits für den Nachweis von Troponin, einem Protein, das Herzinfarkte ankündigt, eingesetzt worden – bei einem Tausendstel der Konzentration, die das Drogentestgerät aufspüren kann.

Die Kombination von hoher Sensibilitiät, niedrigem Probevolumen, Miniaturisierung, Geschwindigkeit und einfache Nutzung hat die Hoffnung für einen handlichen Biosensor, der genaue Tests durchführt aufleben lassen.
(Heise/TechnologyReview deutsch oder Technologyreview englisch)

Studien in Frankreich haben herausgefunden, dass Speicheltests „den Versuch, kürzlichen Cannabiskonsum nachzuweisen bei über 50% der Fälle versagen“ und dass die meisten Speicheltests schon zwei bis drei Stunden nach dem Konsum nichts mehr nachzuweisen können – und dass „falsche Positive“ nicht unüblich seien. Dennoch: Wenn dies eine neue Technologie ist, könnte es sein, dass diese Studien nicht mehr zutreffen.

Es gibt da natürlich vieles zu bedenken. Einer der größten Gründe gegen die Legalisierung ist das Argument, dass so viele stoned Autofahren würden. Wenn eine Technologie existiert, welche die Nutzung und die möglicherweise bestehende Beeinflussung beim Fahren nachweisen kann, hätten wir eine gute Handhabe gegen diesen Grund. Auf der anderen Seite ist es wieder das durcheinanderbringen von ausgewogener Körperchemie und einer tatsächlichen Beeinflussung. Egal wo du die Grenze ziehst – ob jetzt bei 1ng/ml oder 5mg/ml – es wird immer Leute geben, die Grenzen überschreiten und immernoch gut und sicher fahren können. (Das gleiche Argument könnten wir bei pegeltrinkenden Autofahrern anwenden..)

via NORML Stash

Update

Auch dieser Test sollte, wenn er denn in Deutschland zum Einsatz kommt, genauso wie der Pisstest, abgelehnt werden. Dies hat keinen juristischen Nachteil. Du kannst ihn ohne Probleme ablehnen und einen Bluttest verlangen. Falls jemand fragt, sag einfach, dass du in der Zeitung gelesen hast, dass die Schnelltests zu ungenau wären.

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