US-Drogenfahnder brandheiss auf US-Investoren im kanadischen Cannabismarkt

Hightimes verbreitet gerade die Neuigkeit, dass einem Reuters Interview zufolge mit dem Sprecher der Drogenverfolgungsbehörde der USA, Rusty Payne, sie genau schauen, wer in Kanadas Medizinalhanfmarkt investiert. Die steinzeitliche Meinung des Beamten ist, dass der Markt sehr riskant und ein rückgradloses Geschäft sei.

Bisher gehen die Investoren davon aus, dass es in Ordnung sei, in einem anderen Land ein Geschäft aufzubauen, welches im eigenen Land als illegal angesehen wird.

Bislang wurde noch niemand verhaftet. Allerdings, so Payne, sei dies vor allem auf die limitierten Resourcen bei der Verfolgung zurückzuführen.

Der Verkauf und Besitz von psychoaktiven Cannabisblüten, als Marijuana bezeichnet, ist noch immer illegal unter den Föderalgesetzen der USA. In Kanada hingegen ist die Herstellung und der Handel von Medizinalhanf legal. Dass die erwirtschafteten Gewinne wieder in die USA fliessen, könnte eine „rote Flagge“ für die US-Strafverfolger sein, da es dann um Geldwäsche und Verbreitung einer „Liste 1 Substanz“ ginge.

„Es sind zwei Verletzungen von US-Föderalgesetzen. Ich sehe keinen Weg drumherum“ so Timothy White, Bankers Toolbox gegenüber Reuters. Seine Firma hilft Banken, Geldwäsche zu finden und gegenüber den Behörden zu dokumentieren.

Kanadas Ärzte wollen nicht bei Anti-Cannabis Kampagne mitmachen

Cannabis als Medizin GlasflaschenDie größte Gruppe, welche die Ärzte in Kanada repräsentiert, will nicht an der neuen Anti-Drogenkampagne des Gesundheitsministeriums teilnehmen. Die Kampagne soll auf junge Personen ausgerichtet sein. „Die Aufklärungskampagne ist jetzt ein politischer Fussball in der Cannabispolitik von Kanada geworden“, so ein gemeinsame Stellungnahme, welche am 16. August 2014 von den Gruppen College of Family Physicians of Canada (CFPC), Canadian Medical Association (CMA) und der Royal College of Physicians and Surgeons of Canada veröffentlicht wurde.

„Wir haben und werden auch nicht irgendeine politische Botschaft oder politische Werbung unterstützen oder verbreiten in dieser Sache.“

Die Gruppen unterstrichen, dass sie „ihre Arbeit fortsetzen werden, die öffentliche Bildung und das Bewusstsein über die Gesundheitsrisiken von Drogen und Alkoholkonsum bei jungen Kanadiern zu fördern.“

via CBCnews: Canada’s doctors decline to join anti-marijuana campaign

Kanada: Sieg vor Gericht für Bestandspatienten, die Cannabis anbauen

Grafik Grüne Flaschen für medizinisches CannabisKanada: Die Pläne der konservativen Regierung, den Cannabisanbau mit Firmen zu zentralisieren und kontrollieren, ist mit einem Urteil vom Freitag den 21.3.2014 erstmal verlangsamt. Das Gericht entschied, dass zumindest Bestandspatienten ein Recht auf ihre kostengünstige Medizin haben.

Richter Michael Manson erließ einen Beschluss, welcher die Patienten, die schon eine Genehmigung zum Besitz und zur Produktion von medizinischem Cannabis haben, von den neuen Regeln ausnimmt. Nach den neuen Regeln wäre der Anbau von Cannabis illegal.

Eine Gruppe von Patienten hinter einer Verfassungsklage fragte nach einem vorläufigen Beschluss, um den Status Quo zu erhalten, bis ihre Fälle vor Gericht behandelt wurden.

Die Förderalregierung hatte im letzten Jahr angekündigt, die Produktion von medizinischem Cannabis zu überarbeiten, da das derzeitige System ausser Kontrolle gewachsen sei.

Die laufenden Gerichtsverfahren der Patienten argumentieren mit ihrem Recht auf Zugang zu der wichtigen Medizin, da diese im neuen System höchstwahrscheinlich deutlich teurer werden wird. Sie beschweren sich auch darüber, dass sie nicht ausreichende Kontrolle über die Sorte ihrer Wahl haben werden.

Richter Manson schriebn: „Diese Gruppe würde unreparabel geschädigt durch die Effekte der neuen Regeln.“

John Conroy, der Anwalt, der die Patienten vertritt, sagte, dass sie ganz klar ein Recht auf ihren Zugang zu medizinschem Marihuana haben, dass sie sich auch leisten können.

„Ökonomischer Zugang zu einer Medizin ist ein wichtiger Faktor, und keine Lösung für alle anzubieten, ist keine Lösung.“, so Conroy in einem Interview.

Conroy sagte, es sei nicht klar, wie der Richterspruch sich auf die neuen Patienten, die medizinisches Hanf brauchen, aber noch nicht lizensiert sind, auswirken wird. Es kann sein, dass diese gezwungen werden, sich auf dem kommerziellen Markt einzudecken.

Kanada regulierte medizinisches Marihuana im Jahre 2001, ein Jahr nachdem ein Gericht in Ontario entschied, dass die Gesetze dieser Zeit gegen die Rechte kranker Personen verstosse, die dieses benötigen um ihre Symptome zu lindern.

Die Zahl der lizensierten Personen, denen es erlaubt ist zu Besitzen – und oft auch der Anbau – hat sich auf 37.000 in diesem Jahr erhöht gegenüber weniger als 100 im Jahr 2001. Die Regierung sagt, die aktuellen Lizensen umfassen etwa 3,5 Millionen Pflanzen.

via ctv news: Medical marijuana users can continue to grow their own pot: court

Kanada: 36% der Medizinalhanf Patienten wegen Arthritis

chronische Arthritis / Wikipedia

chronische Arthritis / Wikipedia

Zur Zeit gibt es viele neue interessante Studien zum Thema Rheumatische Arthritis und Cannabis. So auch in der Praxis: Jason J. McDougall, Professor für Pharmakologie und Anästhesie an der Universität Dalhousie gab an, dass Arthritispatienten die größte Gruppe an Kanadiern im Medizinalhanfprogramm seien. Statistiken des Kanadischen Gesundheitsministerium sowie dem Kanadischen Konsortium zur Untersuchung von Cannabinoiden (CCIC) zeigen, dass 36% der Medizinalhanfpatienten in Kanada Marihuana nutzen, um irgendeine Form von Arthritis zu behandeln.

Auch wenn Forscher immer gerne ihr spezielles Interesse für synthetische Cannabinoide vorbringen, so glaubt Dr. McDougall, dass natürliches Cannabis auch als „ein Weg, die Schmerzen effektiv zu managen“ angenommen werden sollte.

Dr. McDougall hat Forschungen zur Nutzung von Cannabinoiden und Endocannabinoiden zur Behandlung von Osteoarthrtis angestellt. In einem Vortrag „Die grundlegende Wissenschaft zu chronischen Schmerzen“ gab er an, dass 36% der zugelassenen Marihuanapatienten in Kanada Marihuana rauchen um Arthritis zu behandeln.

Es folgt eine Videodokumentation mit Dr. McDougall:
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Kanada: Polizei will weniger Strafen für Cannabiskonsumenten

Foto von Jim Chu, Wikipedia, Polizeipräsident von VancouverDie Polizeipräsidenten von Kanada veröffentlichten ein gemeinsames Papier, das aussagt, dass Strafen für Personen mit „geringen Mengen“ Cannabis eine Verschwendung von Zeit und Geld sind, so Hightimes mit Verweis auf CTV. Die Delegierten der Vereinigung der Polizeipräsidenten von Kanada zeichneten auf ihrem jährlichen Treffen diese Erklärung, die auch mehr Optionen in dem Umgang mit Eigenbedarfskonsumenten forderte.

Vorsitzender und Polizeipräsident der Vancouver Polizei Jim Chu sagte, nur noch Bussgelder bei Cannabiskonsumenten, die mit weniger als 30 Gramm der Droge gefasst werden, zu schreiben würde Verwaltungs- und Gerichtskosten sparen.

Die Organisation zitierte Statistiken von 2007, die zeigen, dass bei den mehr als 100.000 Drogenstraftaten die der Polizei in Kanada bekannt werden, 47101 wegen Cannabisbesitzes seien.

Der Justizminister Peter MacKay antwortete auf diese Erklärung in einer eMail an die The Canadian Press, dass die Regierung keine Absichten habe, Cannabis zu legalisieren oder zu entkriminalisieren: „Diese Drogen sind illegal, da sie schlechte Einflüsse auf ihre Konsumenten haben – und auf die Gesellschaft. Als Regierung haben wir die Verantwortung die Interessen der Familien in diesem Land zu schützen.“

Eine seltsame Krankheit geht unter den Politikern um

Foto des ehemaligen Präsidenten Polens,Aleksandr Kwasniewski. Quelle Wikipedia, RegierungsfotoDer ehemalige Präsident Polens ist das letzte Opfer des Ruhestand-Drogenpolitik-Erleuchtungs-Syndrom und der erste registrierte Fall in Osteuropa.

Ein Geist geht um auf der Welt – der Geist der Reform in der Drogenpolitik. Alle Macht der alten Welt hat sich in einer heiligen Allianz versammelt um diesen Geist auszutreiben: Der Papst und der UN Drogenzar, Putin und Obama, die Parteivertreter in China und Amerikanische Strafverfolger.

Aber selbst unter Mitgliedern dieser heiligen Allianz ist diese seltsame neue Epidemie ausgebrochen. Wissenschaftler nennen es das „Ruhestand Drogenpolitik-Erleuchtungs Syndrom“ auch „Post-Retirement Drug Policy Enlightenment Syndrome“ (PRDPES) im Englischen. Am meisten kommt es bei ehemaligen Strafverfolgungsbeamten und ehemaligen politischen Entscheidungsträgern vor. Die dafür empfindlichsten Personen sind jene, die vorher einen signifikanten Teil zu dem „Globalen Krieg gegen die Drogen“ beigetragen haben. Symptome dieser Krankheit sind Gewissensbisse, das Verneinen konventioneller Glaubensgrundsätze, radikale Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und ein starker Trieb, die Drogenpolitik zu reformieren.

Einige der PRDPES Patienten haben neue Lobbygruppen gegründet um lebensrettende Maßnahmen für die durch den Krieg gegen Drogen zerstörten Gemeinschaften zu bewerben. Ein Beispiel ist LEAP, Law Enforcement Against Prohibition (Strafverfolger gegen die Prohibition), die größtenteils aus ehemaligen Polizeibeamten, Strafverfolgern und Richtern besteht und viele von ihnen waren leidenschaftlicher Krieger im Krieg gegen die Drogen, bis sie die Krankheit erreichte. Die Epidemie hat sich am meisten unter ehemaligen Lateinamerikanischen Präsidenten ausgebreitet, welche der „Globalen Kommission zur Drogenpolitik“ beigetreten sind um eine Reform der Drogenpolitik zu bewerben.


Video der HCLU über die polnische Drogenpolitik – mit englischen Untertiteln (über die Youtube Funktion)

Der letzte PRDPES Fall konnte in Osteuropa verzeichnet werden. Der ehemalige Präsident von Polen, Aleksandr Kwasniewski, ehemals ein starker Befürworter von strengen Drogengesetzen in seinem Land, ist das neueste Opfer. In einem eigenen Artikel in der New York Times zeigt er offensichtliche Symptome der Krankheit. Er gibt etwas zu, was ein gesunder politischer Entscheidungsträger niemals machen würde – das er falsch gelegen habe. Darüber hinaus möchte er politische Führer in anderen Regionen der Welt von den Empfehlungen der Kommission überzeugen, sie an Board holen und Politik machen, die den Menschen wirklich helfe.

via drugreporter

Update Kanada

CMAJ zufolge sagt eine der ehemalig höchsten Richtern in Kanada, Louise Arbour, dass die neuen Mindeststrafen für Drogenvergehen auf „sehr schlechten Strafgesetzen beruhen“ und eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit sowie dem Konzept der juristischen Ausgewogenheit sei.

Kanada: Liberale Partei stimmt auf ihren Parteitag für Legalisierung; Interimsvorstand Bob Rae gibt seinen Marihuanakonsum zu

Grafik Logo der Liberalen Partei in Kanada mit HanfblattDie Liberale Partei in Kanada hat auf ihrem Parteitag an diesem Sonntag für die Aufnahme der Legalisierung von Cannabis in ihr Parteiprogramm gestimmt. Die Liberalen versuchen eine neue Richtung zu finden und eine Programmatik, die den stimmig ist für Kanadier, so die National Post. Vor der Abstimmung beantwortete der Interimsvorstand Bob Rae die Frage eines Journalisten, ob er schon einmal Marihuana probiert habe, mit der Antwort „Natürlich habe ich es getan. Ich glaube nicht, dass alle meiner Generation als Abstinente angesehen werden sollten, aber habe ich es in letzter Zeit getan? Die Antwort wäre nein.“

Samstag Nacht hatten die Deligierten für die Öffnung der Partei für Neue beschlossen und eine kostenfreie Art der Mitgliedschaft eingerichtet. Sie hoffen damit die Politik Kanadas zu revolutionieren und die Liberale Partei wieder zu kräftigen.

Die Debatten über die Cannabislegalisierung hielten weiterhin an, aber 77 Prozent der Deligierten stimmten am Ende für dafür.

Die Debatte zu der Abstimmung der liberalen Partei kommt zum Höhepunkt eine weitkommunizierten Studie, welche sagt dass das Rauchen von Marihuana die Lungen nicht so stark schädige wie Tabakkonsum es mache. Forscher fanden heraus, dass einen Purjoint pro Woche rauchen die Lunge nicht schädigt.
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Kanada: Cannabisgesetz verfassungswidrig

14.4.2011: Ein Gericht in der bevölkerungsreichsten kanadischen Provinz Ontario hat der Regierung eine Frist von drei Monaten gesetzt, die Regelungen zur medizinischen Verwendung von Cannabis so umzugestalten, dass sie den Anforderungen von Patienten entsprechen. Andernfalls tritt das Cannabisgesetz als ganzes als verfassungswidrig ausser Kraft.

In der Entscheidung vom 11. April hat Richter Donald Taliano geurteilt, dass Doktoren im ganzen Land das Programm für medizinisches Marihuana „massiv boykottiert“ hätten und weitgehend sich verweigert haben, kranken Personen Zugang zu der wichtigen Medizin zu gewähren.

Die Entscheidung des Superior Court ist für die gesamte Provinz Ontario bindend. Derzeit hat die Regierung keinen Alternativplan zur bestehenden Regelung, die den Zugang zu Cannabis von einer ärztlichen Zustimmung abhängig macht. Vom Gericht angehöhrte Patienten waren teilweise von Dutzenden von Ärzten abgelehnt worden. Die Bearbeitung von Genehmigungsanträgen beim kanadischen Gesundheitsministerium dauert bis zu neun Monate.

Quelle Pot laws ruled unconstitutional [thestar.com, 13.04.2011]

via cannabislegal.de

Global Marihuana March in Toronto, Kanada – 2010

Foto vom Global Marijuana March in Toronto, Kanada 2010

Kanada vor den Neuwahlen

Erinnerst du dich noch an die (Alkohol)Prohibition? Es funktioniert immer noch nicht!Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Die konservative Minderheitenregierung ist in Kanada gestürzt und nun stehen Neuwahlen an. Für uns ist das sehr interessant, da nur die Konservativen gegen die Nutzung von Cannabis sind – alle anderen Parteien unterstützen die sinnvolle Nutzung von Cannabis, respektive Marihuana.

Schon kündigt die Organisation WhyProhibition den harten Wahlkampf an, um der konservativen Seite ihre schlechte Drogenpolitik vor Augen zu führen. Es ist geplant, auf Veranstaltungen der Konservativen aufzutauchen, dort unangenehme Fragen zu stellen, aber auch das Unterstützen derjenigen, die Harper (Vorsitzender der Konservativen) schlagen können. Über allem steht für alle Kanadier_innen natürlich an: Am 2. Mai 2011 wählen gehen!

Update

Die Kanadier_innen haben mehrheitlich konservativ gewählt. Gaaaaanz schlecht.

Weitere Informationen und Updates dazu bei WhyProhibition: Wahlzeit in Kanada – Zeit aktiv zu werden

Elektrisches Hanf Auto wird in Kanada gebaut

CBC meldete am Montag, dass ein neues elektrisches Auto in Kanada gebaut werden soll, dessen Hülle aus Hanf gemacht wird. Das Auto soll noch in diesem August von der Firma Motive Industries Inc. mit Sitz in Calgary entworfen und getestet werden soll. Die Firma ist spezialisiert auf neuartige Materialien und Technologien. Das Kompaktfahrzeug soll neben dem Fahrer noch drei weitere Personen transporieren, eine Spitzengeschwindigkeit von 90 Kilometer pro Stunde erreichen und eine Reichweite von 40 bis 160 Kilometern haben, so die Informationen die CBC vorliegen. Verbaut werden soll ein Elektromotor von der Firma TM4 Electrodynamic Systems, sagte Motive Industries president Nathan Armstrong.

„Als Konstruktionsmaterial ist Hanf das beste.“ – Nathan Armstrong, Motive Industries Inc.

Die Hülle des Auto’s wird aus einem stossfesten Verbundmaterial gemacht, welches aus Matten aus Hanffasern produziert wird. Das Material wird bereitgestellt von Alberta Innovates-Technology Futures, einer kleinen Crown Kooperative, die technische Hilfe und Gelder zur Verfügung stellt um neue Technologien zu kommerzialisieren. Der Hanf wird in Vegreville, Alta angepflanzt.

Das Auto ist eines von fünf elektrischen Fahrzeugen, die im Projekt Eve entwickelt werden, einem kooperativem Projekt der Automobilindustrie, gegründet von Motive and Toronto Electric, einer Ontario Materialumschlag und Elektromotorfirma, um die Produktion von elektrischen Fahrzeugen und Komponenten in Kanada anzukurbeln.
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