Dyckmans Welt: Schwarzmarkt wird ignoriert

Aus der aktuellen Antwort der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), zu der organisierten Kriminalität kann man herauslesen, dass der Schwarzmarkt mal wieder total ausgeblendet wird. Das genau diese bisher geltende Prohibiton von Cannabis – und anderen Rauschmitteln – einen Schwarzmarkt kreiert hat, der nicht kontrollierbar ist – davon will die Drogenbeauftragte nichts wissen.

So ist zum Beispiel das Argument, dass den vorhandenen „legalen Drogen“ Alkohol und Tabak ein weiteres Gesundheitsrisiko hinzugefügt wird, ein Nullargument: Jede/r der möchte, kann jetzt, wie in den letzten 50 Jahren zu einem Dealer auf den Schwarzmarkt gehen und sich versorgen. Zu deutlich höheren Gesundheitsrisiken als z.b. die Cannabis Social Clubs in Spanien gewährleisten.

Cannabis-Umstufung: E-Mail an das Bfarm

Das Bfarm, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist in Deutschland für die Zulassung von Arzneien zuständig. Die Hanfplantage berichtete über eine Meldung der Apotheke-Adhoc, dass Cannabis-Extrakt als Wirkstoff von Fertigarzneimitteln von einem Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel zur Umstufung in Anhang III, verschreibungsfähige Betäubungsmittel, vorgeschlagen wurde. Neben der Tagungsordnung findet sich nicht viel. Nun möchte Ich natürlich auch wissen, ob dies eine Ente war oder Realität – also habe ich eine E-Mail an das Bfarm verfasst. Ich bin gespannt auf die Antwort:
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USA: Pennsylvanien soll medizinisches Cannabis bekommen

Pennsylvanien ist ein Bundesstaat der USA5.5.2010, USA: Senator Leach hat einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der es kranken Menschen im Bundesstaat Pennsylvanien, ähnlich wie in 14 anderen Bundesstaaten der USA und dem Bundesstaat Columbia, ermöglicht medizinisches Marihuana zu bekommen. Der viertkleinste Bundesstaat New Jersey, gleich nebenan, hatte Anfang des Jahres 2010 einem ähnlichen Gesetz zur kontrollierten Abgabe zugestimmt.

Leach sagte: „Die Abgabe einer Medizin an Menschen, damit es ihnen besser geht, ist überfällig. Es gab zulange Desinformationen und Alte-Weibergeschichten! Medizinisches Marihuana hat sich wiederholt Bewährt, um Personen zu helfen die ernsthaft Krank sind. Es gibt keine größere Grausamkeit, als es ihnen zu verweigern.“

Darstellung zu medizinischem MarihuanaLeach’s Gesetzesvorschlag würde es Ärzten in Pennsylvanien erlauben, medizinisches Marihuana an dafür in Frage kommende Patienten zu verschreiben. Laut aktueller Studien hat sich natürliches Marihuana als effektiv bei dem Begegnen von Nebenwirkungen der Chemotherapie, Schmerztherapie, Grüner Star und andere chronischen Zuständen herausgestellt. Der Gesetzesvorschlag wird den Gesetzesvorschlag „H.B. 1393“, The Compassionate Use Act, aus dem letzten Jahr wiederspiegeln. Dieser Gesetzesvorschlag ist gerade in der Beratung durch die Gesundheitsdienste.

Wann wird Cannabis hierzulande verkehrsfähig?

Berlin:Laut einer Meldung der Apotheke-Adhoc vom 4.5.2010 hat ein Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel (BtM) dem Gesundheitsministerium empfohlen, Cannabis-Extrakt als Wirkstoff von Fertigarzneimitteln in die Anlage III des BTM-Gesetzes aufzunehmen und damit verkehrsfähig zu machen. Die Präparate könnten dann auf BTM-Rezept verordnet werden. Dazu hier die Ergebnisse des Sachverständigenrates zu Cannabisarzneien
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USA: Historische Abstimmung legalisiert medizinisches Marihuana in Columbia

Foto des Washington State Monuments, von WikipediaWashington D.C.: Am Dienstag, den 4.5.2010 wurde eine Änderung an einem Gesetz für medizinisches Marihuana mit überragender Mehrheit von der Ratsversammlung im Bundesstaat Columbia angenommen, dem schon 1998 über 69 Prozent der Wähler zugestimmt hatten. Der US-Kongress hatte die sogenannte „Initiative 59“ seit mehr als eine Dekade blockiert, bis es die Blockade letztes Jahr löste. Washington ist die Hauptstadt und der Regierungssitz der Vereinigten Staaten. Das Stadtgebiet von Washington ist identisch mit dem District of Columbia.

Von Bügermeister Adrian Fenty wird erwartet, dass er das Gesetz unterschreibt, dann hat der Kongress 30 Tage Zeit um das Gesetz zu überprüfen, bevor es gültig wird. Wenn dies passiert ist, wird der Bundesstaat Columbia ein weiterer Bundesstaat von den bisherigen 14 sein, in denen bedürftige Patienten medizinisches Marihuana bekommen können – ohne die Angst vor der Strafverfolgung.

Dies ist ein herausragender Sieg für die Hauptstadt der USA und für tausende potentieller Bewohner des Bundesstaates, die von einem sicheren und legalen Zugang zu medizinischem Marihuana profitieren werden.

via MarijuanaPolicyProject, Hanf Journal, auch weitere 254 Meldungen (5.5.,4:45 Uhr) z.b. AFP

Update

Das Gesetz ist durch, es werden jetzt acht Abgabestellen für medizinisches Marihuana in Washington D.C. eingerichtet.

Aktualisiert am 27.7.2010

Den Haag: Cannabis Tribunal treffen am 3. Mai

Am Montag, den 3. Mai 2010 von 10 bis 17.30 Uhr findet das Cannabis Tribunaal im Cafe Dudok in Den Hague, den Niederlanden statt. Die zentrale These des Treffens ist „Das Cannabisverbot schadet der Niederländischen Gesellschaft und muss so schnell wie möglich abgeschafft werden“.
Logo des Cannabis Tribunal in Den Haag, Niederlande

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Süddeutsche recherchiert schlecht über medizinisches Cannabis in den USA

Am 29.4.2010 erschien in der Süddeutschen der Artikel „Der große Rauschangriff„. In diesem wird beschrieben, dass Kalifornien ja soviele Schulden hätte und deswegen überlegt wird, Marihuana zu legalisieren. Dies soll dem Bundesstaat 14 Milliarden US-Dollars bringen. Mit diesem Bericht streut die Süddeutsche Neid, einer der 10 Todsünden. Wir wollen hier nicht religiös werden, dennoch wird mit dieser „Richtung“ im Artikel eines klar: Es wird verschwiegen, woher die 14 Milliarden denn kommen sollen.

Verschwiegen wird damit, dass es mehrere hundert-tausend Personen in den USA und Kalifornien gibt, die aufgrund einer Empfehlung ihres Hausarztes das Kraut bekommen. Verschwiegen wird, das ein Arzt seine Zulassung risikiert um den Personen eine Arznei zu geben. Es scheint gut zu helfen, und die Leute merken, dass die Horrorstories, die ihnen die Medien seit Jahrzehnten auftischen, nicht stimmen.

Vielleicht merken die Journalisten von der Süddeutschen das auch mal. Vielleicht sollten sie mal in die USA fahren und dort Patienten interviewen. Andere Blätter, wie das Hamburger Abendblatt haben die Zeichen der Zeit erkannt.

Buch „Marijuana Is Safer“ Online verfügbar

Buchcover: Marihuana ist Sicherer - Warum bringen wir die Leute dann zum Trinken?Ich habe eine E-Mail mit dem Hinweis bekommen, dass das Buch „Marijuana Is Safer – So Why Are We Driving People To Drink“ seit dem 20.4 kostenlos auf Scribd.com zu lesen ist: http://www.scribd.com/doc/30178916/Marijuana-Is-Safer

Als Geschenk zum 20.4. konnte man es sich auch herunterladen, was jetzt leider nicht mehr möglich ist. Trotzdem hat der E-Mailschreiber noch einen Downloadlink gefunden: http://www.mediafire.com/?ywi20lrmntv

Techniker Krankenkasse überarbeitete Drogenlexikon und verpeilt

Hinweise im Sinne der Schadensminderung an die Techniker Krankenkasse haben veranlasst, dass die Drogeninformationen auf der Onlinepräsenz überarbeitet worden sind. Diese lasen sich bis dahin an, als wären sie in dem Jahre 1970 stehen geblieben. Leider ist Diskussion zum medizinischen Cannabis, das in den USA hunderttausende bekommen, noch nicht angekommen.

Ich habe Anfang letzten Jahres die Techniker Krankenkasse angeschrieben, warum ihre Drogeninformationen so unausgeglichen und verteufelnd sind. Ganz im Sinne der Schadensminderung habe ich den Support der Krankenkasse angeschrieben und darauf hingewiesen. Schliesslich waren die Informationen noch aus dem Jahre 2003, lasen sich aber an wie von 1970.
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Hanf-Forschung – Appetit, Unterschiede zwischen Extrakt und Reinsubstanz

Im neuesten IACM-Informationen vom 10.4.2010 wird unter anderem über Forschungen zu den Appetit anregenden Eigenschaften des Hanfes berichtet. Dort wird der Vergleich zwischen dem Dronabinol, das teuer künstlicher hergestellt werden muss, und natürlichem Cannabisextrakt mit allen Formen:

Wissenschaftler der Universität von Reading (Großbritannien) untersuchten die Wirkungen von Dronabinol (THC) und eines Dronabinol-reichen Cannabisextrakts auf die Nahrungsaufnahme von Ratten. Sie stellten „signifikante, wenn auch kleine Unterschiede im Muster der Wirkungen“ zwischen reinem Dronabinol und dem Cannabisextrakt fest und fügten hinzu, dass andere Bestandteile der Cannabispflanze „die durch Delta-9-THC induzierte Hyperphagie modulieren können, was sie interessant für weitere Untersuchungen hinsichtlich ihres therapeutischen Potenzials macht“. (Quelle: Farrimond JA, et al. Psychopharmacology (Berl), 27. März 2010 [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck])

Europabericht: Niederländer kiffen mit am wenigsten

Es ist schon ein bischen länger her, aber immer wieder Wert, erwähnt zu werden: Die Niederländer sind in der Gruppe der EU-Staaten, in denen am wenigsten Marihuana konsumiert wird. Die tolerante Politik gegenüber der Pflanze und den Coffeeshops sollte bekannt sein. Dennoch scheint sich dieser Weg als Möglichkeit der Risiko- und Schadensminderung für die deutschen Politik auszuschliessen – zumindest nach Meinung der Bundesregierung. Der Bericht sagt dazu aus, das in den Niederlanden 5.4% der Erwachsenen, verglichen mit den europäischen Durchschnitt von 6.8%.

Grafische Darstellung von Konsum von Cannabis in der Europäischen Union

Höhere Konsumentenzahlen gibt es bei den Erwachsenen in Italien, Spanien, der Tschechischen Republik und Frankreich im letzen Jahr, laut der Agentur. Italien ist mit den meisten Konsumenten bei 14.6% dabei. Der Konsum war noch vor 10 Jahren einer der niedrigsten in der EU.

Länder mit den niedrigsten Nutzungszahlen sind Rumänien, Malta, Griechenland und Bulgarien.

Cannabiskonsum in Europa stieg ständig während der 90er Jahre und Anfang diesen Jahrzehnts, aber soll sich stabilisiert haben. Es soll etwas am absinken sein, sagt die Agentur, was den vielen nationalen Kampagnen geschulded sei.

Quelle: Reuters.com und der komplette Propagandabericht.

Nederland entkriminalisiert Cannabisbesitz – wird damit die 3 Stadt in Colorado

Foto von Nederland, Colorado, USA. Dort wurde Cannabisbesitz im April 2010 entkriminalisiert.USA, Colorado: Die Stadt Nederland wird die dritte Stadt in Colorado, die alle straf- und verwaltungsrechtlichen Strafen auf den Besitz von Marihuana bei Erwachsenen.

Die Wähler der Stadt waren am Dienstag dazu aufgerufen und stimmten für den Vorschlag mit über 54 Prozent. Der Vorschlag sah vor, keine Strafen auf den Besitz von Marihuana bei Erwachsenen mehr anzuwenden. Die Wähler in Denver haben eine ähnliche Initiative im November 2005, die Wähler in Breckenridge im November 2009 angenommen.

„Es ist an der Zeit für die gewählten Vertreter von Colorado, die vielen – in in manchen Fällen die meisten ihrer – Wähler das Ende der Cannabisverbote unterstützen.“ sagte SAFER Vorstand Mason Tvert. „Diejenigen, die in dieser Sache zurückstellen, werden ‚die Dummen‘ sein, denn es könnte sie in einigen Gegenden Stimmen kosten.“

via Colorado Connection, 7.4.2010

Dennis Peron gefeuert weil er gegen die Marihuanasteuer ist

Dennis Person verkündete am Dienstag, den 15. September 2009 dass, als er vom Burning Man Festival wiederkam, von der Oaksterdam University gefeuert worden ist weil er der Regulierung und Besteuerung von medzinischem Marihuana kritisch gegenübersteht.
Oaksterdam University hatte angekündigt, eine Million Dollar zu Investieren um die Initiative zu bewerben, die eine Besteuerung, Regulierung und Kontrolle von Marihuana durch Stadt, County und Bundesstaat ermöglichen würde.
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Internationales Abkommen für Biodiversität in Sicht

Laut einer Pressemitteilung des BMU kamen vor kurzem 600 Delegierte aus aller Welt in Cali zusammen und hatten sich getroffen, um die Verabschiedung eines solchen Protokolls bei der nächsten Vertragsstaatenkonferenz vorzubereiten:

Die Vertragsstaaten der UN-Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) sind einem weltweiten Abkommen gegen Biopiraterie einen entscheidenden Schritt näher gekommen. In Cali (Kolumbien) einigten sich die Vertreter der 194 Länder erstmals auf eine gemeinsame Verhandlungsgrundlage für ein „Internationales Protokoll zum Zugang zu genetischen Ressourcen und zum gerechten Vorteilsausgleich“. Damit soll ein globaler Rechtsrahmen geschaffen werden, der sowohl den Zugang zu genetischen Ressourcen regelt, als auch die Gewinnverteilung bei deren wirtschaftlicher Nutzung.

via Bundesministerium für Umwelt

Kalifornien: Es ist nicht mehr Hippies gegen Polizei

San Francisco: AP berichtet am 26.3. über die Legalisierungsbewegung in Kalifornien, USA. Nun dass ein Bürgerentscheid für die Legalisierung von Cannabisbesitz zu nicht-medizinischen Zwecken in Kalifornien eingereicht ist, beginnen gut organisierte Gruppen auf beiden Seiten die Diskussionen. Und es ist nicht nur mehr Hippies gegen Anti-Drogenkrieger.

Marihuanablüte, O.G. Kush, aus der LAX Dispensary, Foto von strawberryBislang sind die meistgehörten Gruppen zu diesem Thema jene, die mit Kaliforniens legaler medizinischen Marihuanaindustrie zu tun haben – und zum anderen Polizeibeamte, die vehement gegen die Drogengesetze wettern. Aber die Kampagne bringt noch vor der Wahl im November einige seltsame Verbündete hervor: Freimarkt-Libertäre kommen zu den Polizeibeamten, weil auch sie von dem Drogenkrieg frustriert sind, und andererseits Grasproduzenten die dagegen sind, weil sie glauben, dass die Preise dadurch fallen und den Demokraten zulaufen.

Andere glauben, dass die Legalisierung und Besteuerung der Droge die angestrengte Ökonomie des Bundesstaates entspannen könne. „Wir haben soviel Zeit aufgewendet, unsere Polizei, diese nicht-gewalttätigen Drogenkonsumenten zu verfolgen, und wir haben dadurch keine Zeit mehr, unsere Leute vor Mördern und Kindsbelästiger zu schützen“, sagte Jack Cole, Vorsitzender der Organisation Polizeibeamte gegen Prohibition (LEAP), einer Gruppe, die für die Kampagne werben wird.

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