Oberste Schweizer Gesundheitskommission empfiehlt die Legalisierung von Cannabis

Eine der obersten Schweizer Gesundheitskommissionen hat an letzten Dienstag veröffentlicht, dass das Land die Drogensetze ändern sollte um Cannabisgebrauch zu entkriminalisieren und den Markt zu regulieren.

Die Kommission veröffentlichte dies in ihrem Cannabis Update 2019, welches durch die Schweizer Nationalkommission zu Drogen erarbeitet wurde. Es ist ein unabhängiges Kommitee, welches der Regierung bericht erstatten soll.

Die Kommission macht klar, dass die Verbote gescheitert sind. Der Konsum von Cannabis sei in der Schweiz weiterhin beständig ist, trotz aller Verbote. Der Bericht zeigt auch die negativen Konsequenzen auf, wenn die Kantone – wie es zur Zeit der Fall ist – die Gesetze mehr oder weniger streng auslegen. So entständen „absurde Situationen“, wo Personen im einen Kanton ohne Strafe 10 Gramm mit sich führten, während in anderen Kantonen schon ein einzelner Joint hart bestraft wird.

Wir können uns hier auf der Hanfplantage dieser Meinung nur anschliessen und hoffen, dass die Regierung die Empfehlungen umsetzt.

Der Bericht der Kommission und das Cannabis Update 2019 kann hier eingesehen werden.

Via Thelocal.ch

Niederlande: Versuche zum legalen Anbau von Cannabis für erwachsene Konsumenten

Die Niederländische Regierung ist laut Medienberichten soweit, mit einer regulierten Marijuanaproduktion für Coffeeshops und Genusskonsumenten zu starten. Der Versuch soll 10 lizensierte Anbauer umfassen, die jeweils 10 Sorten anbauen sollen. Die Pläne wurden Mitte April vorgestellt und als PDF abrufbar.
Es sind die ersten Schritte, um den bislang tolerierten Schwarzmarkt in den Coffeeshops zu regulieren. So sollen die Anbauer ausschliesslich an Coffeeshops verkaufen, und die Coffeeshops sollen ausschliesslich dieses Gras verkaufen.
Nach dem Experiment sollen sich die Coffeeshops wieder auf den Schwarzmarkt verlassen.
Die gesamte Produktionskette bis zum Verkauf soll in dem Experiment abgebildet werden. Damit soll eine bessere Produktqualität und Verantwortlichkeit hergestellt werden.
Über die Aussagekraft des Experiment wird an verschiedenen Stellen diskutiert.
Es scheint schwer zu sein, Gemeinden zu finden, die an dem Experiment teilnehmen wollen. Von geplanten 10 Gemeinden konnten bislang nur 6 gefunden werden, die teilnehmen möchten.
Der niederländische Bundesrat hatte dazu empfohlen, den Versuch viel größer anzulegen.
Via DutchNews, 11.4.2019

Drogenbeauftragte fühlt sich von Cannabislobbyisten verfolgt – Paranoia?

Es ist noch etwas früh für den Scherz zum 1. April – leider bitte Wahrheit: unsere Drogenbeauftragte Mortler scheint von Paranoia verfolgt zu sein: So habe die große Nachfrage nach Cannabis als Medizin nicht nur rein medizinische Gründe.

Was sie da von sich gibt, ist aber eine Misstrauenserklärung gegenüber den Ärzten, die ihre Aprobation mit den Behandlungen aufs Spiel setzen bis hin zu hohen Rückforderungen von Krankenkassen.

Das ein altbekanntes Naturheilmittel seinen angefochtenen Platz zurück erobert und dass zu recht, scheint Mortler nicht zu begreifen.

„Uns ist vollkommen klar, dass es Druck von Patienten gibt, denen von Lobbyisten eingeredet wird, das Cannabis immer die beste Medizin ist“, sagte Marlene Mortler der DPA am Rand einer UN-Drogenkonferenz in Wien.

Ich würde doch gerne mal ihre Beweise sehen.

via apotheke adhoc: Drogenbeauftragte: Lobbyisten reden Patienten Cannabis ein

Gute Nachrichten: WHO erkennt Cannabis als Medizin an

Die Beschlüsse der #ECDD41 sind jetzt von der FAAAT veröffentlicht worden: Zum ersten mal seit dem Cannabis in das Einheitsübereinkommen über Betäubungsmittel von 1961 (Single Convention) aufgenommen wurde, steht nun eine Änderung der Einordnung von Cannabis an. Die Weltgesundheitsorganisation WHO, welche die einzige Entität darstellt, die diese Änderung bewirken kann, hat alle verfügbaren Beweise gesammelt und wissenschaftliche Empfehlungen ausgesprochen über die therapeutischen Werte und Risiken die mit Cannabis verbunden sind.

Aus der PM von FAAAT:
Dieser sehr positive Ausgang erkennt ganz klar die medizinische Anwendung von Cannabis und Cannabinoiden an, reintrigriert sie in die Pharmacopeias, blanciert Risiken aus und de-fakto löscht die Position der WHO von 1954, nach der „alle Anstrengungen unternehmen werden sollen, Cannabis aus der legitimen medizinischen Praxis zu verbannen“.

Diese Bewegung kann als entscheidender Durchbruch in der internationalen Cannabispolitik angesehen werden. Ein klarer Sieg der wissenschaftlichen Beweise über die Politik. Die aktuelle politische Lage wird Global reformiert werden und nationale Gesetze beeinflussen.

Viele Länder haben ihre Gesetze auf die Anhangslisten der Verträge aufgebaut: diese Änderungen werden sie direkt betreffen. Länder die eigene Listen führen werden einfacher und schneller Reformen durchführen können. Auch internationale Entitäten wie das Internationale Kontrollboard für Drogen INCB wird nun Ländern helfen, den Zugang zu medizinischen Cannabis und Cannabinoiden zu ermöglichen und Monitoring für Qualität zu betreiben. Der nächste Bericht wird im Februar 2019 erwartet und weitere Einblicke in die neue Position geben.

53 Länder der Vereinten Nationen müssen nun den Empfehlungen der WHO zustimmen. Die Änderungen an den Verträgen werden mit einer einfachen Mehrheit erreicht. Offiziell war dieser Schritt im März 2019 geplant aber durch eine zwei-monatige Verschiebung der Veröffentlichung kann es passieren, dass die Abstimmung bis März 2020 verschoben wird.

Der Think&Do-Tank FAAAT war eine treibende Kraft in diesem Prozess und hat auch als Wächter über die Unabhängigkeit, Objektivität und Umfassendheit der Berichterstattung gewacht.

Die WHO hat sich gut darin gezeigt, unseren Anforderungen zu bestehen: sie müssen sie nun verstehen, respektieren und umsetzen.

Die von der WHO vorgeschlagene Einteilung bietet höchst vereinfachten und normalisierten Umgang in der internationalen Kontrolle sowie erweiterte Möglichkeiten für Länder, um legalen und sicheren Zugang zur medizinischen Nutzung und Forschung zu bieten in einer pragmatischen, kohärenten und rechtlich einwandfreien Art. Die der Status als „nicht-ausgestossene“ Pflanze Cannabis sollte es anderen Programmen der Vereinten Nationen ermöglichen, sich mit Cannabis und Cannabinoiden auseinander zu setzen.

 

Die Webseite von FAAAT dokumentiert den Prozess, der 5 Jahre gedauert hat: www.faaat.net/cannabis

Stellungnahmen der FAAT zur ECDD39, ECDD40 und ECDD41 (1, 2, 3).

Our report outlining the history and details of Cannabis scheduling in the Treaties.

Die neuen Empfehlungen der WHO hier weiter unten und als PDF  hinter diesem Weblink.

via FAAAT

 

ECDD-cannabis-final-outcome

28.11.’18 – Terminhinweis: VG Berlin-Verhandlung zur Legalisierung von Cannabis

Am 28.11.2018 wird vor dem Verwaltungsgericht Berlin eine Klage verhandelt, die die vollständige Legalisierung von Cannabis zum Ziel hat. Der Kläger ist ein 69 jähriger Strafrechtsanwalt, der in seinem Berufsleben viele zerstörte Lebensläufe von Cannabis-Konsumenten aufgrund der Kriminalisierung von Cannabis miterleben musste. Alle sind eingeladen, daran teilzunehmen: Termin zur mündlichen Verhandlung auf Mittwoch, den 28. November 2018, 10.30 Uhr, im Gerichtsgebäude, Kirchstraße 7, 10557 Berlin, Saal 4304.

„Nur in autoritären Regimen werden bestimmte Moralvorstellungen durch staatliche Repression durchgesetzt“, erklärt Gerloff. Das anstehende Verfahren schaffe erstmals die Möglichkeit, „mit Mythen und Lügen rund um Cannabis aufzuräumen“.

Weitere Informationen zur Klage auf https://cannabisklage.de

GW Pharma veröffentlicht Preis für neues CBD-Medikament Epidiolex

GW Pharma Logo

Vor kurzem wurde das neue CBD-Medikament Epidiolex in den USA zugelassen. Cannabidiol (CBD) ist ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze. Versicherte Patienten werden in Zukunft bis zu 200 US-Dollar pro Monat für das Medikament ausgeben. Es wird insbesondere für die Behandlung von zwei schweren Arten der Epilepsie verwendet, das Dravet Syndrom und das Lennox-Gastaut Syndrom.

Für unversicherte kostet Epidiolex etwa 32.500 USD pro Jahr oder etwa 2700 US-Dollar pro Monat. Das deckt sich mit Preisen für andere Medikamente, die bei diesen Krankheiten verwendet werden. Der Preis für das Medikament wird, ähnlich wie in Deutschland auch, durch Verhandlungen mit den Versicherungen festgelegt.

Dennoch kann durch den Status als „Orphan Drug“, also ein Medikament für seltene Krankheiten, ein höherer Preis erzielt werden. Auch müssen nicht ganz so viele Studien durchgeführt werden, um an den Markt zu kommen.

Nordamerika ist der am schnellsten wachsende Markt über OTC CBD Produkte, aber einige Experten warnen vor dem Problem der Reinheit von nicht-pharmazeutischen CBD Produkten.

Eine Studie im letzten Jahr von der Journal of the American Medical Association zeigte auf, dass etwa 70% der auf dem OTC-Markt erhältlichen Produkte andere Mengen an CBD enthielten als angegeben. In Europa, wo Epidiolex zzt. die Zulassung durchläuft, konnte das Internationale Cannabis and Cannabinoids Institut in einer Studie Karzinogene in 20 von 29 nicht-pharma CBD Produkten aufzeigen, die sie analysierten.

Der Markt für OTC CBD Produkte wird in den USA auf 200 Mio. USD geschätzt. In Europa ist die Legalitätslage zu CBD uneinheitlich. Grundsätzlich geht es nach der Nutzung, zb. als Medikament, als Ernährungsmittel oder andere. Natürlich vorkommendes CBD in Lebensmitteln, wie zb Hanftee, ist normalerweise Nutzbar. CBD als Zusatz oder CBD-Öl ist nach Auskunft des Lebensmittelamtes ein „Novel Food“ und da noch niemand CBD in Europa angemeldet habe, sei es bislang nicht möglich, solche Produkte auf den Markt zu bringen. Darunter fielen auch CBD-Öle, die als Nahrungsergänzung verkauft werden.

Durch die unzureichende Regulierung werden wir in Zukunft noch mehr Produkte sehen, die nicht das halten, was sie versprechen. Produzenten und Händler werden auf andere Produktkategorien gehen, wie man das schon von den Räuchermischungen wie Spice und den sogenannten „Badesalzen“ sehen konnte.

via hemptoday

Elon Musk raucht Cannabis-Blunt bei einem Podcast Interview

Elon Musk mit Cannabis Blunt während Interviews

Einige US-Mainstream Medien, aber auch deutsche Medien nutzen die Gelegenheit, auf Cannabis herumzuhacken nachdem Elon Musk, Gründer und CEO von TESLA, vor laufender Kamera bei einem Interview an einem Cannabis-Blunt gezogen hat.

Das 2 1/2 Stunden lange Interview ging von Flammenwerfern über Aliens, künstliche Intelligenz und dem Ende des Universums. Während des Interviews, zündet sich Joe Rogan, der die Sendung leitet, einen Blunt an und reicht ihn an Musk. Im Interview reden sie kurz über Drogenkonsum, Musk gibt dazu an, kein „regelmässiger Konsument“ zu sein. „Ich finde nicht, dass es gut für die Produktivität ist. Es ist wie eine Tasse Kaffee im Rückwärtsgang.“

Die Medien berichten, dass wegen dem Auftritt die Aktien von Tesla um fünf Prozent gefallen sind. Wahrscheinlich ist aber auch, dass zeitgleich zwei Vorstände gegangen sind und vor allem deswegen der Kurs fiel.

Das Interview wurde in Kalifornien gedreht, einem Bundesstaat der USA in dem der Konsum von Cannabis durch Erwachsene legalisiert worden ist. Auf föderaler Ebene ist Cannabis noch immer eine „Schedule 1“ Substanz.

Staatsanwalt von Brooklyn will 20.000 Cannabisverurteilungen aus der Datenbank löschen

Eric Gonzalez Staatsanwalt von Brooklyn

Der Staatsanwalt von Brooklyn, Eric Gonzalez, hat vorgeschlagen zehntausende kleinere Verurteilungen wegen Cannabis aus den Datenbanken zu löschen, so die Associated Press. Der Grund dafür ist, dass die Strafverfolgung für diese -mittlerweile- Ordnungswidrigkeiten keine Strafverurteilung durchführen. Personen, die in der Vergangenheit deswegen belangt wurden, sollen von der Last befreit werden.

„Es ist unfair zu sagen, wir Verfolgen das nicht mehr, aber diese Leute müssen noch immer die Verurteilungen für den Rest ihres Lebens herumtragen.“ so Eric Gonzalez.

New York hat ein strenges Programm für medizinisches Cannabis, aber der Konsum durch erwachsene Personen ist noch immer illegal und Entkriminalisierung ist nur ein Wunschdenken. Gonzalez tat sich Anfang des Jahres mit Manhattan District Attorney Cyrus R. Vance Jr. und dem New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio zusammen, um die Entscheidung zu treffen, keine weiteren Verhaftungen und Verurteilungen wegen einfachem Cannabisbesitzes durchzuführen.

Gonzales gab an, dass alle Personen, die wegen Cannabis verurteilt worden wären, und dies unter heutigen Regeln nicht mehr geschehe, einen Antrag stellen könnten um ihre Daten zu bereinigen. Personen, die ausserdem Drogenhandel, Gewaltverbrechen oder Sexualstraftaten begangen haben, werde dieser Wunsch vorraussichtlich versagt.

via GanjaPreneur

Aktivisten aus aller Welt: 40. Treffen der WHO, Cannabis als Thema

Die WHO soll bei ihrem 40. Treffen das erste Mal Cannabis unter evidenzbasierten Ansätzen prüfen. Auch kenn die Ergebnisse nur eine Grundlage sind, könnte der Prozess zu einer Änderung der Einteilung von Cannabis unter den Drogengesetzen führen. Ein historischer Tag für alle Beteiligten.

Der Thinktank FAAAT hat in einer koordinierten Aktion eine gemeinsame Stellungnahme der Zivilgesellschaft an die Experten der WHO übergeben, welche zur Zeit Cannabis und ähnliche Substanzen bewerten sollen. Die gemeinsame Stellungnahme wurde von über 110 Nicht-Regierungsorganisationen aus 35 Ländern mit gezeichnet, darunter die Hanfparade (Jakis e.V.) und das Grüne Hilfe Netzwerk. Auf der Liste der Zeichner sind Organisationen von Forschern, Ärzten, betroffene Personen, Patienten, Studenten, Gebraucherinnen und Suchtexperten. Der Text kritisiert die zahlreichen Voreingenommenheiten in den Vorbereitungen und in der Dokumentation des 40. Treffens des ECDD. Hashtag: #ECDD40

Auf der Webseite faaat.net/cannabis sind alle Informationen und Neuigkeiten zum Bewertungsprozess zu finden.

Hier kann die gemeinsame Stellungnahme eingesehen werden:
http://faaat.net/wp-content/uploads/ECDD40-CIVIL-SOCIETY-CONTRIBUTION.pdf

Unterstützt die Petition „Keine Strafverfolgung gegen Cannabispatienten“

Die Petition an den Bundestag von Dr. Franjo Grotenhermen und der ACM ist gestartet! Sie wendet sich gegen die Strafverfolgung der Patienten, die Cannabis als Medizin benötigen. Alle mitmachen – Unterschriftenlisten zum Rumgeben im Freundeskreis oder bei Infoständen gibt es hier: http://www.petition.cannabis-med.org/pet-2018.pdf

In den kommenden Wochen sollen 50.000 Unterschriften auf Unterschriftenlisten gesammelt werden!

Die ausgefüllten Unterschriftenlisten bitte an die folgende Adresse senden: ACM, Am Mildenweg 6, 59602 Rüthen.

Hier geht es zur Petitionsseite: petition.cannabis-med.org

Die Petition:

Der Bundestag möge beschließen, dass Patientinnen und Patienten, bei denen aus ärztlicher Sicht eine Behandlung mit Cannabis oder Cannabinoiden medizinisch indiziert ist, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden dürfen. Durch eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes soll verhindert werden, dass Patientinnen und Patienten, die Cannabis auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes verwenden, kriminalisiert werden können.

Die Begründung kann auf der oben genannten Petitionsseite nachgelesen werden.

Studie: Regelmäßiger Cannabiskonsum hat keinen Zusammenhang mit Gehirnveränderungen

Richmond, VA: Die regelmässige Nutzung von Cannabis ist nicht mit Änderungen in der Struktur des menschlichen Gehirns assoziiert, so die Daten einer neuen Studie, die demnächst im Fachblatt Addiction erscheint.

Ein internationales Forscherteam aus Australien, Großbritannien und den USA haben den Zusammenhang zwischen gewohnheitsmäßigem Cannabiskonsum und dem Volumen der Grauen Materie im Gehirn in sieben Arealen untersucht. Zu den untersuchten Regionen in zwei großen Zwillingsstudien gehört der Thalamus, Hippocampus, die Amygdala und der Nucleus Accumbens.

Die Forscher berichten: „..Variationen im Cannabiskonsum sind statistisch nicht bezogen zu den individuellen Unterschieden im Volumen der Gehirnmorphologie.“

Im Gegensatz dazu ist die wiederholte Nutzung von Nikotin positiv assoziiert mit einem signifikant geringerem Thalamusvolumen in Männern des mittleren Alters.

Die Autoren schreiben „Es ist die größte explorative Studie, die Gehirnbildaufzeichnung mit Selbstberichten von Cannabisnutzung und komorbiden Substanzkonsum kombiniert. Nach der Korrektur für multiple Tests konnten keine Effekte des Cannabiskonsums auf das Volumen irgendeiner untersuchten Region, die insbesondere für Jugendliche und Männer mittleren Alters wichtig sind, gefunden werden.

Sie schlossen daraus, dass „in dem Kontext einer sich ausweitenden Verfügbarkeit als Medizin und Entkriminalisierung sowie den Bedenken wegen der Konsequenzen von besserer Verfügbarkeit sind unsere Erkentnisse, dass die normalen Variationen im Gebrauch von Cannabis statistisch nicht relevant sind in Bezug auf die Morphologie des Gehirns durch Messung von Volumen in nicht-klinischen Rahmen.“

Die Untersuchungen decken sich damit mit bisherigen Studien, die Bilderzeugung genutzt haben um das Gehirn zu untersuchen. Sie berichteten von kleinen bis nicht-signifikanten Effekten auf das Gehirn, verglichen zu den dramatischen Effekten, die Alkohol hat.

Die Studie konnte die Ergebnisse eines 2014 veröffentlichten Papiers nicht replizieren. Die damalige Studie berichtete, dass gewohnheitsgemäßer Cannabiskonsum zu Gehirnabnormalitäten führe, insbesondere in der Amygdala.

Eine Metaanalyse über 69 verschiedene Studien, welche letzte Woche veröffentlicht wurde, berichtet, dass Cannabiskonsum bei Kindern und Jugendlichen nicht mit signifikanten bleibenden Einschränkungen der Kognition einhergeht. Die Ergebnisse einer Reihe von erst kürzlich veröffentlichten Zwillingsstudien berichten ähnliches: dass Cannabiskonsum nicht assoziiert ist mit Änderungen im Intelligenzquotionen oder ausführenden Funktionen.

 

2018 Apr 24. doi: 10.1111/add.14252

via NORML

Studie: Cannabis effektiv bei der Behandlung von Fibromyalgie

Israel: Cannabis als Therapie verbessert die Symptome der chronischen Schmerzen bei Fibromyalgie und ist verbunden mit einer Reduzierung von verschreibungspflichtigen Medikamenten, so eine aktuelle Studie, die im Februar 2018 online gestellt wurde und im Journal of Clinical Rheumatology gedruckt wird. Etwa 3 bis 6 Millionen Amerikaner sind von Fibromyalgie betroffen und übliche Medikamente helfen nur wenig.

Die Israelischen Forscher untersuchten die Sicherheit und Effektivität von inhalierten Cannabis in einer Kohorte von 26 Patienten mit Fibromyalgie. Sie berichten, dass die Behandlung mit medizinischem Cannabis war „mit deutlichen positiven Effekten auf jede untersuchte Stelle“ verbunden, wie zum Beispiel die Reduktion von Schmerzen und ein Anstieg von Lebensenergie.

Die meisten Patienten konnten auch ihre Dosis von normalen verschreibungspflichtigen Medikamenten während der Untersuchungen senken, darunter Opiate und Benzodiazepine. Nahezu die Hälfte der Patienten (46%) reduzierte ihre Einnahmen von verschreibungspflichtigen Medikamenten um mehr als 50 Prozent während der Studie. Einige Patienten konnten wieder Arbeiten gehen nach dem Start der Behandlung mit Cannabis.

Forscher zogen daraus den Schluss, dass „die Behandlung mit medizinischem Cannabis einen signifikanten positiven Effekt auf Patienten mit Fibromyalgie hat mit nur wenigen Nebenwirkungen.“

Vorherige Untersuchungen zeigen, dass sowohl Ganzpflanzen-Extrakte als auch synthetische Cannabinoide ähnlich Effektiv bei Patienten mit dieser Krankheit sind. Eine Übersicht über vorherige Studien bietet  NORML auf ihrer Webseite.

via NORML

Medical Cannabis for the Treatment of Fibromyalgia. Habib G, Artul S.
PMID: 29461346 DOI: 10.1097/RHU.0000000000000702

Plattform Reddit stellt Foren zu Drogen, Waffen ein

Die beliebte Plattform reddit.com war bis vor kurzem ein Treffpunkt, um Erfahrungen über Märkte im „Darknet“, einen nicht so leicht zugänglichen Teil des Internets, auszutauschen. Somit war die Plattform hilfreich, die Nebenwirkungen des Krieges gegen die Drogen zu mindern: Nutzer mussten nicht auf „die Straße“, um Drogen zu erwerben und sich Gewalt und minderer Qualität aussetzen. Die Sperrung betrifft nicht nur Drogen, sondern auch Diskussionsstränge über Diebstahl, Waffenhandel, Alkohol und gefälschte Dokumente.

Am 23.3.2018 kündigte Reddit diese Maßnahmen an. Daraufhin waren zahlreiche Diskussionsstränge nicht mehr erreichbar. Eine komplette Liste gibt es an dieser Stelle im Netz.

Eine Zusammenfassung der Plattformen zum Diskussionsaustausch über Darknet-Märkte:

/r/darknetdeals /r/darknetmarketindia /r/DarkNetMarketsNO /r/darknetmarketsOZ /r/darknetuk /r/dnstars /r/AbraxasMarketplace /r/AeroDNM /r/Agmarketplace /r/Agora_Market /r/Agora_Registration /r/agorareloaded /r/DarkMarketsBrasil /r/darknetfraud /r/Darknet_Markets /r/DarkNetMarketsLinks /r/DarknetReviews /r/DarkWebMarkets /r/DeepnetMarkets /r/dnDreamMarket /r/DNJobs /r/DnmEU /r/DNMIndia /r/DNMSuperlist /r/DNMTurkey /r/DNMUK /r/DNMVendorReviews /r/DreamMarketDarknet /r/DreamMarketplace /r/MarketInvites /r/ResearchVendors /r/TheAgoraMarket /r/TorMarketplaces /r/Trade_Route_DNM /r/TradeRoute_Market /r/TradeRouteOfficial /r/ZionMarket /r/Zion_Market /r/AeroDNM/ /r/TradeRouteDNM/ /r/TradeRoute/ /r/TradeRouteOfficial/ /r/RaptureMarket/

Wann du CBD nicht nehmen solltest – Kontraindikationen zu Cannabidol

Einige Personen scheinen Allergisch auf Cannabis in verschiendenen Formen zu regieren. Einige reagieren auf die frischen Blätter (O’Campo 2015), einige auf den Rauch, andere auf Cannabinoide oder Terpene. Hier sind einige bekannte und wichtige Kontraindikationen zu Cannabidiol (CBD):

Die meisten Medikamente werden in der Leber metabolisiert. Vor allem im Spiel sind die P450 Cytochrome, Enzyme, die für die Metabolisierung der meisten Medikamente gegen Epilepsie zuständig sind. Einige dieser Medikamente sind starke Hemmer dieser Enzyme und kann die Nebeneffekte anderer Antiepilepsiemedikamente hemmen. Patienten mit genetischen Variationen des P450 Enzyms, die die Enzymtätigkeit beeinflussen, haben auch immer wieder Komplikationen mit bestimmten Medikamenten. Insbesondere scheint CBD ein potenter Hemmer der CYP3A Isoformen zu sein, die in der Metabolisierung von Clobazam involviert sind.

Die meisten Patienten mit Dravet-Syndrom haben Mutationen des SCN1A Genes, zuständig für Natriumkanäle. GW Pharma hat Arbeiten veröffentlicht, die bei CBD einen Mangel von Affinität zu den Natriumkanälen aufzeigt. Es gibt Literaturhinweise, dass CBD in die Regulation von Kalzium per PPARgamma eingreift.

Es gibt auch einen berichteten Fall einer Sevofluran Kontraindikation bei CBD. Patienten die eine Sevofluranbasierte Anästhesie bekommen, erreichen nach etwa 25 Minuten nach dem das Gas abgezogen ist das Bewusst sein. In diesem Fall war der Patient auf CBD und erreichte, unverletzt, erst nach etwa 6 Stunden das Bewusstsein. Sevoflurane wird auch oft zusammen mit Stickstoffmonoxid (NO) gegeben, welches auch im PPARgamma Pfad ist. Die Dosis von CBD, auf der der Patient war, ist leider unbekannt, da es selbstappliziert wurde. Das Kind, dem es passiert ist, wurde fast inturbiert. Ein Arzt, der sich mit CBD auskannte, wusste aber es wäre ein Fehler und dass es einfach etwas mehr Zeit benötigt.

Das Dravet Syndrom ist nicht auf das SCN1A Gen beschränkt, 10-12% können Mutationen anderer Gene sein.

Bestimmte Stoffe in unserer Nahrung können die Cytochrome beeinflussen. Bergamottin im Grapefruit-Saft kann manche Enzyme hemmen, was zu längeren Effekten bei antiepileptischen Medikamenten führen kann. Sie werden über die gleichen Enzyme verstoffwechselt. [Schaue nach einem Hinweis auf Grapefruit-Saft auf deinen Medikamenten]

CBD ist ein starker Hemmer der Enyzme CYP3A4 and CYP2D6

CBD kann die Serumkonzentration von Macrolides, Kalziumkanalblockern, Benzodiazepinen, Cyclosporin, Sildenafil (und andere PDE5 Hemmer), Antihistamine, Haloperidol, Antiretroviralmedikamente und einigen Statinen (Atorvastatin und simvastatin, aber nicht Pravastatin oder Rosuvastatin) erhöhen.

CYP2D6 metabolisiert viele Antidepressiva, daher kann CBD die Serumkonzentration von SSRIs, Trizyklischen Antidepressiva, Antipsychotika, Betablocker und Opiaten (inklusive Codein und Oxycodon) erhöhen.

Weitere Studien zu Interaktionen:

Warfarin

THC und CBD erhöhen den Blutspiegel von Warfarin (Yamaori et al 2012).

Alkohol

Alkohol kann die THC Blutspiegel erhöhen (Hartman 2015).

Theophyllin

Gerauchtes CAnnabis kann die Spiegel von Theophyllin senken (Stout and Cimino 2014).

Indinavir oder Nelfinavir

Gerauchtes Cannabis hatte keinen Effekt (Abrams et al 2003).

Docetaxel oder Irinotecan

Cannabistee hatte keinen Effekt (Engels et al 2007).

Clobazam (oben erwähnt)

Kinder, die mit CBD wegen Epilepsie behandelt werden, weisen erhöhte Blutspiegel von Clobazam auf (Geffrey et al 2015).

Absolute Kontraindikation bei

Akuten Psychosen und anderen unstabilen psychiatrischen Konditionen


Klicke hier zum Artikel Two Year Old Kids Can’t Read: 587 drugs (4160 brand and generic names) are known to interact with cannabis (THC & CBD)

Klicke hier für den Artikel Medical Cannabis Adverse Effects & Drug Interactions (PDF)

Klicke hier für den Artikel Known and potential side effects of Cannabidiol (CBD)

Klicke hier für den Artikel CBD Use, Cautions, Contraindications

Originaler Artikel von Richard Rose, CannaCoach und Hanfpionier seit 24 Jahren und  Kevin McKernan von Medical Genomics.

Die richtige Temperatur zum Verdampfen von Cannabis

Vaporizer sind eine tolle Sache, aber man sollte auch die Temperaturen zur Nutzung mit Cannabis kennen. Die ideale Temperatur hilft beim Verdampfen von bestimmten Substanzen entsprechend ihrer Siedepunkte. Weiterhin wird das Verdampfen von ungewollten Substanzen verringert.

Hier ist eine Übersicht der Siedepunkte der wichtigsten Cannabinoide:

  • THC: 157 C
  • CBD: 160-180 C
  • CBN: 185 C
  • CBC: 220 C
  • THCV: <220 C

Pflanzen zur Tarnung deines Hanfanbaus

„Helichrysum basalticum 1“ von Stan Shebs. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg#/media/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg

Wenn man im Garten, ist es gar nicht so einfach, seine Hanfpflanzen vor neugierigen Blicken zu verbergen. An dieser Stelle ein paar Tipps dazu. Man könnte natürlich eine Wand um die Pflanzen ziehen, aber das macht keinen Sinn, da dann keine Sonne mehr an die Pflanzen kommt.

Welche Pflanzen sind geeignet, zusammen mit Hanf zu stehen:

  • Sonnenblume – sieht immer gut aus im Garten und macht große grüne Blätter
  • Mais – kann man tatsächlich auch im Garten anbauen
  • Tomate – dichtes Blattwerk

Was man beachten sollte, ist, dass Cannabis sehr schnell wächst und dadurch meist andere Pflanzen verschattet. Eine regelmässige Kontrolle ist daher für den Wuchs notwendig.

Gerne nehme ich weitere Tipps entgegen!

Hanffelder anbauen

Es gibt viele Landwirte, die ihren Mais mit einem Grünstreifen aus Hanf vor Schädlingen zu schützen. Das gleiche kann man auch anders herum betreiben, um seine wertvollen Agrargüter zu schützen. Zerrissene und zertretene Pflanzen nützen niemanden etwas, deswegen ist die Tarnung um so wichtiger. Bei Feldern ist die Hauptsache, dass der Anbau nicht aus dem fahrenden Auto zu sehen ist. Ich würde Mais oder Sonnenblumen empfehlen.

Update

Als Tipps wurden mir Bohnen und Himbeer/Brombeersträucher übermittelt, sowie Randbepflanzung mit Buchsbaum. Bohnenranken kann man gut zu einer Wand formen. Von Himbeeren oder Brombeeren würde ich persönlich abraten, da die zum einen Stachel haben, zum anderen sich sehr schnell unangenehm ausbreiten können. Randbepflanzung am Gartenzaun ist sicherlich eine gute Idee für ebene Grundstücke. Bei größeren Grundstücken oder leichten Erhebungen würde ich dennoch weitere Überlegungen anstellen.

Top 10 der Hanf Bücher

Ich möchte euch gerne meine Liste der 10 besten Bücher über das Hanfthema mitteilen. Literatur zu Cannabis ist in den Bibliotheken leider noch selten – daher an dieser Stelle der Aufruf: Spendet euren lokalen Bibliotheken Hanf-Literatur!

  • Von Hanf ist die Rede – Hans Georg Behr
  • Rauschzeichen – Wurth/Geyer
  • Backen mit Hanf – Kathrin Gebhardt
  • Bio-Grow – Alice Legit
  • Cannabis gegen Krebs Der Stand der Wissenschaft und praktische Folgerungen für die Therapie – Franjo Grotenhermen
  • Cannabis Mythen – Cannabis Fakten – Eine Analyse der wissenschaftlichen Diskussion – Bröckers, Zimmer, Morgan
  • Marijuana Growers Handbuch – Rosenthal Ed
  • Enzyklopädie der Cannabiszucht – Fachbuch der Hanfgenetik – Mike MoD
  • Hanf als Medizin – Ein praxisorientierter Ratgeber – Franjo Grotenhermen
  • Das Joint Drehbuch – Tipps, Tricks und Techniken – BobCat Press/Nachtschatten Verlag

Die Bücher sind alle über den Nachtschatten Verlag oder den lokalen Buchhandel beziehbar. Von vielen der Bücher gibt es auch schon eine elektronische Version!

Bundestag debattierte über Cannabis

Die Legalisierungvon Cannabis in Deutschland schreitet mit mächtigen Schritten vorran: Am 22. Februar diskutierte der deutsche Bundestag über Modellprojekte zur Cannabisabgabe. Die Sitzung enthält so einige Lacher, aber auch sehr gute Stellen, insbesondere sehr rationale Antworten auf die idiotien der CDU-Abgeordneten von den Abgeordneten der SPD, was man nicht erwartet hätte. Nach dem neuen Gesetz zu Cannabis als Medizin ist es gut zu sehen, dass die Diskussion über die Nutzung darüber hinaus nicht aufhört.

Zu finden ist die gesamte Diskussion inklusive der Anträge auf der Webseite des Bundestags in der Mediathek.

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