Petition zur Neubesetzung des Ministerialdirektors Abteilung 1 im Bundesgesundheitsministerium

Ich habe eine neue Petition gestartet und ich würde mich freuen, wenn du dabei mitmachst! Kurz zusammengefasst: Der Ministerialdirektor des BMG hatte 2010 das Bfarm angewiesen, einer Anbauerlaubnis für das medizinsch notwendige Cannabis „unverzüglich“ zu Widersprechen. Nun hat das höchste Gericht geurteilt, dass dies völlig falsch war. Wir benötigen keine Ministerialdirektoren, die Scheuklappenartig Gesetze über die Patientengesundheit stellen!

An der dieser Stelle geht es weiter zur Petition bei change.org.

Was haben Regierungsbeamte und Drogenbosse gemeinsam? Sie verstecken ihre Gelder in Panama

Panama Papers - von Gary Mallard

Die „Panama Papers“ sind das größte Datenleck in der Geschichte – und etwa 20 mal größer als Wikileaks. Millionen und Abermillionen Seiten mit Details über die inneren Geschehnisse der Anwaltsfirma Mossak Fonseca. Sie ist bekannt dafür – und nun belegt – dass sie reichen Kunden aus aller Welt helfen, ihre Gelder vor der Strafverfolgung und den Steuerbehörden zu verstecken. Natürlich sind auch die großen Drogendealer mit dabei. Ein Kommentar von „World Cannabis Club“.

Details über das Datenleck sind vor etwa einer Woche in diversen Presseorganen veröffentlicht worden, welche ihre Resourcen zusammengelegt hatten, um diese massive Ansammlung von Material zu sichten. Mit dabei ist die Süddeutsche Zeitung, der BBC, The Guardian und die Times of India. Viele Prominente wie Premierminister von Island, der Vater von britischen Regierungschef David Cameron, Jackie Chan und Lionel Messi wurden damit öffentlich blossgestellt, dass sie Gelder verstecken. Einer von Vladimir Putins besten Freunden hat anscheinend 2 Milliarden USD mit Hilfe der Firma verschwinden lassen. Weitere Informationen kommen ans Tageslicht, dass die Firma mit allem, was auf der „schwarzen Liste“ steht, zu tun hatte: von der Hezbollah bis zu den mexikanischen Drogenkartellen – alle bekamen Hilfe von Mossak Fonseca.

Panama hat schon immer seinen Anteil an Skandalen die mit Drogengeldern zu tun hatten. Unter dem Regierungschef Manuel Noriega haben die Banken schon früh angefangen, das Geld von Pablo Escobars Medellinkartel zu waschen. Als dann Noriega als antikommunistischer Proxy für die USA fungierte, konnten die Drogendealer in Miami ihre Ausrüstung mit Schecks der Zentralbank von Panama relativ ungestört einkaufen. Panama warf seine Reputation als Ort für illegale Geschäftspraktiken nie ab – aus einem guten Grund.

Erweiterter Kommentar: Deutschland betrifft dieses Leak auch, denn unser Finanzminister Schäubele liess schon vor Jahren einen Informanten abblitzen. Der Grund: Laut Spiegel unterhält die Bundesdruckerei selbst Konten in Panama. Da fragt man sich doch nur: War das gezieltes Wegsehen?

via CannaSOS

Bild von Gary Mallard

Jounalisten bei phoenix müssen nicht recherchieren: Harte Drogen im Fernsehn

Gestern kam bei phoenix ein Kommentar einer Frau K. zu Volker Becks Methamphetamin. Frau K. sprach davon, dass Methamphetamin eine „harte Droge“ sei. Nur ist das Konzept „harte Drogen – weiche Drogen“ eines der 1980er Jahre. Wir leben im Jahr 2016, die Forschung ist weitergegangen und nun ist allen klar: Es ist ein hardcore Propagandabegriff, der nichts mit der Realität zu tun hat. Leider konnte ich den Sender phoenix nicht direkt per eMail erreichen. Daher habe ich ein Kommantar per Facebook gesendet, welches ich euch nicht vorenthalten möchte:

Hallo liebe Leute, ich konnte leider keine eMailaddy und Kontakt auf eurer Webseite finden;
Gestern gab es ein Kommentar von einer Frau Katarina K. zum Thema Volker Beck und sein Methamphetamin.

Die Frau Katarina K hat da etwas von „harten Drogen“ erzählt – einem Konzept der 80er Jaher, und seit dem Überholt ist. Heutzutage spricht man von Konsumarten bzw. Gewohnheiten.

Welches Jahrzehnt haben wir gerade? Genau: 2016! Das ist also über 30 Jahre her, dass das Konzept „harte Drogen weiche Drogen“ aussortiert worden ist aus dem Lehrplan.
Warum nutzt Frau K. diese völlig veralteten Begriffe? Ist es um Angst und Hass zu schüren, oder ist es heutzutage nicht mehr im Interesse oder im Bezahlfeld ihrer Journalisten,
sich richtig zu informieren?

Sie können dazu jede beliebige Drogenberatungsstelle fragen. Dies war ein eklatanter Recherchefehler!

Ich bin gespannt, ob es eine Antwort gibt!

USA: Staaten mit Medizinalhanf haben bis zu 25% weniger Tote durch Überdosis von Schmerzmitteln

cannaabineae-cannabis-sativa-darstellung

Eine schon etwas ältere Studie, aber noch mal interessant zu erwähnen: In den 13 Bundesstaaten der USA, die zwischen 1999 und 2010 die Möglichkeit für Medizinalhanf eingeführt haben, sind 25% weniger Menschen durch eine Überdosis von opiodhaltigen Schmerzmitteln verstorben. Die USA haben ein großes Problem mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln wie Vicodin und Oxycontin. Die Todesfälle durch Überdosis haben sich seit 1991 verdreifacht und jeden Tag sterben etwa 46 Personen deswegen. Die Studie wurde 2014 im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

„Der Unterschied ist sehr überzeugend“ sagt Studienkoautor Colleen Barry, Gesundheitswissenschaftlerin von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore. Sie merkt an, dass dieser Trend in jedem Bundesstaat, ein Jahr nachdem die Legalisierung durchgesetzt worden ist, einsetzte.

Die Studie legt nahe, dass Patienten die chronische Schmerzen erleiden, ihre Medikamente durch Medizinalhanf austauschen oder damit zusammenhängend ihre Dosis vermindern können. Die Effekte von opiodhaltigen Schmerzmitteln, sowie Heroin und Morphin, verstärken sich unter dem Einfluss von Cannabinoiden. Somit ist eine kleinere Dosis notwendig um die gleichen Effekte zu erzielen und eine Überdosierung weniger möglich.

Barry sagt, dass es „nahezu unmöglich“ sei durch eine Überdosis von Cannabis sterben, so dass die Substitution der wahrscheinlichste Grund für die Reduzierung der Todesfälle sei.

Es gibt aber auch Gegenstimmen. Dr. Andrew Kolodny, Chefmediziner am Phoenix House, einer Entzugsklinik, denkt, dass es weniger an der Substitution liegt, sondern eher daran, dass die liberaleren Bundesstaaten sich auch aktiv mehr um abhängige Konsumenten kümmern und dadurch die Reduzierung entstanden sei. „Es gibt keine Hausärzte in diesen Staaten, die Marihuana verschreiben anstelle von Vicodin.“

Was auch immer der Grund ist, es ist eine tolle Neuigkeit und ein deutliches Anzeichen für eine Drogenpolitik, die weniger „ungewollte Nebenwirkungen“ (UNO-Sprech für tote betroffene Menschen) zeigt.

via Newsweek

Wegen Heilsversprechen: FDA sendet Warnungen an CBD-Produkte Hersteller

Grafische Darstellung des CBD - Cannabidiol - Moleküls

Die Food and Drug Administration, also die Behörde für Lebensmittel- und Medikamentensicherheit der USA, hat Briefe an Hersteller von CBD Produkten gesendet, die diese als Nahrungsergänzungsmittel verkauft hatten. Kritisiert werden Heilsversprechen, unklare Anweisungen zur Anwendung sowie dass CBD kein Nahrungsergänzungsmittel mehr sei. Das interessante daran ist, dass in den Briefen „GW Pharmaceuticals“ genannt wird, die CBD als Testkandidat für Medikamente angemeldet hat. Damit ist CBD in den USA in die Medikamentenregulierung gerückt.

Den Brief der FDA haben die folgenden Firmen erhalten: ABC Productions, Dose of Nature, Green Garden Gold, HealthyHempOil.com, Michigan Herbal Remedies, MorgueJuice.com, PainBomb und Sana Te Oils. Die Briefe sind alle ähnlich und kritisieren Heilsversprechen, die von den Firmen gemacht werden. Weitere Absätze drehen sich um die Anmeldung von CBD als Medikament von GW Pharmaceuticals. Damit fällt CBD aus der „Nahrungsergänzungsmittelsparte“ und wird als Medikament behandelt. Es ist eine sehr weite Attacke gegen die CBD-Industrie. Ein größerer Hersteller, der in Europa bekannt ist, wäre Endoca.

Den Firmen wurde 15 Tage gegeben, um in einer Antwort zu formulieren, wie sie sich die weitere Vermarktung vorstellen und welche Schritte sie unternehmen werden um mit den Regulierern auf einer Linie zu sein. Wenn es länger dauert als 15 Tage, müssen die Firmen zumindest einen Rahmen skizzieren und angeben, wie lange es dauert, bis sie mit der Anpassung an die Regulierung soweit sind. Die Antwort muss auch nicht alle Probleme beinhalten, aber zumindest müssen sie angegangen werden.

DINAFEM auf dem deutschen Markt

DINAFEM Logo, Hanfsamenbank in Spanien

DINAFEM Logo, Hanfsamenbank in Spanien

In diesem Artikel geht es um den Hanfsamen Hersteller „Dinafem“, der seit 2005 Hanfsamen anbietet. Durch die hohe Qualität sind sie mittlerweile eine der größten Samenbanken in Spanien. Interessante Informationen rund um Hanf und Spanien gibt es auch in ihrem Blog. Dinafem Seeds ist ein Unternehmen, welcher aus der Community entstanden ist.

„Bei Dinafem Seeds glauben wir an das, was wir tun. Wir sind absolut motiviert und engagieren uns für unser wichtigstes Ziel, bei allen Produkten, die uns ausmachen, höchste Qualität zu garantieren.“

Dinafem Seeds verfügt über eine breit gefächerte Auswahl an Marihuana-Samen: selbstblühende (sogenannte Autoflowering Samen), feminisierte und Sorten, die als medizinische Marihuana Hanfsamen immer mehr Beliebtheit geniessen. So gewann die Sorte „Critical Jack“ als Shattervariante den ersten Platz bei der Hempcon Cup San Bernardino 2015. Sie alle aber sind qualitativ hochwertig. Einige der wichtigsten und bekanntesten Samen der Kollektion sind: Moby Dick, OG Kush, Critical Jack, Critical + 2.0, Critical +, Cheese, White Whidow.

Was nicht vergessen werden sollte, DINAFEM ist ein langjähriger Förderer der Hanfparade, der Pro-Cannabis Demonstration im August in Berlin! Es ist immer wieder toll, wie unkompliziert und schnell DINAFEM zur Stelle ist: Was sich auch für Kunden in einem hervorragenden Kundenservice widerspiegelt. Also, schaut mal rein!

Liste zugelassener Hanfsorten für 2016 erschienen

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Auch im Jahr 2016 ist der Anbau von Nutzhanf in Deutschland und Europa noch immer Anzeigepflichtig. Darüber hinaus sind nur bestimmte Hanfsorten zugelassen, die für diesen Einsatz speziell gezüchtet worden sind. Diese Sorten entwickeln nicht mehr als 0,2% THC in der Blütemasse. Die Liste für 2016 wurde nun veröffentlicht. Sie kann hier bezogen werden: Hanf Museum Berlin: Informationen zum Anbau von Nutzhanf.

Die Sorte „Asso“ wurde aus der Liste gestrichen. Der durchschnittliche THC-Gehalt aller Proben hat bei den Sorten Bialobrzeskie und Carmagnola im zweiten aufeinander folgenden Jahr den zulässigen Höchstgehalt überschritten. Sie dürfen daher nicht angebaut werden.

Gescheiterter Versuch in Frankreich erinnert an Rimonabant

Aktuell ist in den Medien der Fall dass in Frankreich in einer Pharmatestreihe, welche am Endocannabinoidsystem ansetzen sollte, zu schweren Schäden bei Personen sowie einem Todesfall geführt habe. Dies erinnert doch sehr an das Medikament Rimonabant (Acomplia®), welches auch auf Cannabinoidrezeptoren wirken sollte und erhöhte Suizidgefahr mit sich brachte.

Rimonabant ist ein Arzneistoff der von dem Unternehmen Sanofi-Aventis als Appetitzügler und damit zur Behandlung von Übergewicht entwickelt wurde. Rimonabant greift in das körpereigene Cannabinoid-System (Endocannabinoidsystem) ein und vermittelt seine Wirkung über eine Hemmung von Cannabinoid-Rezeptoren des Subtyps CB1. In den USA wurde die Substanz wegen ihrer psychiatrischen Nebenwirkungen nicht zugelassen, in der EU führte eine intensive Diskussion der Risiken von Rimonabant im Oktober 2008 zu der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur, die Zulassung ruhen zu lassen.

Eigentlich war die Überlegung hinter Rimonabant genial: Der durch Cannabiskonsum vorkommende gesteigerte Appetit – zum Beispiel in der Chemotherapie und AIDS Behandlung eingesetzt – basiert auf Rezeptoraktivität. Wenn man nun diesen Rezeptor hemmt, müsste man keinen Appetit mehr verspüren.

Mittlerweile wissen wir aber, dass überall im Körper Rezeptoren für Cannabinoide vorkommen und nicht nur im Magen. Bisherige Medikamente auf Basis von Cannabinoidmimetika – also Stoffe die ähnlich den Cannabinoiden sind – zeigen ihre Nachteile: im Gegensatz zur pflanzlichen Mischung wirken sie (noch?) nicht so gut und umfassend, bis hin zu schweren Nebenwirkungen, wie bei Rimonabant und dieser neuen Testreihe in Frankreich.

Siehe auch Wikipedia Rimonabant

Annabis und Delibutus Hanföl Cremes und Kosmetik von CannaCosmetics

cannacosmetics-webheade

Ich wollte mal eine kleine Eigenwerbung einbauen: Ich mache nun Zusammen mit meiner Partnerin Lee die kleine Firma CannaCosmetics, die Hanfölkosmetik verkauft. So versuche ich mir ein weiteres Standbein aufzubauen, rund um und mit Hanf. Im Sortiment sind bislang vor allem Produkte von Annabis Medical sowie der Manufaktur Delibutus. Beide stellen sehr hochwertige Hanfölprodukte her. Ein Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall:

Logo von CannaCosmetics GbR

Auch andere Pflanzen erzeugen Cannabinoide

„Helichrysum basalticum 1“ von Stan Shebs. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg#/media/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg

Viele Jahre glaubte man, dass Cannabis als einzige Pflanze in der Lage sei, Cannabinoide zu produzieren – daher kommt auch der Name dieser Stoffe. In den letzten Jahren wurde natürlich weitergeforscht, und Studien veröffentlicht, die beweisen, dass Cannabis keineswegs die einzige Pflanze ist, die diese Stoffe erzeugt. Dies ist nicht nur selten, sondern kommt in der Pflanzenwelt sogar ziemlich häufig vor!

Zur Zeit schreibt Sensi Seeds in ihrem Blog über Cannabinoide in Pflanzen über diese Entdeckungen. Aber fangen wir an mit einer Definition der Cannabinoide:

Cannabinoide sind auf Lipiden (Fetten) basierende Moleküle, die alle bis zu einem gewissen Grad auf Cannabinoidrezeptoren wirken; und diese sind ein grundlegender Bestandteil des Endocannabinoidsystems. Cannabinoide werden von Pflanzen produziert (die bekannteste ist die Cannabispflanze), aber auch in menschlichen Körpern und in denen der meisten anderen Tierarten, außerdem können sie in Labors synthetisch hergestellt werden.

Cannabinoide, die von Pflanzen produziert werden, nennt man Phytocannabinoide, und wenn sie vom (menschlichen) Körper produziert werden, heißen sie Endocannabinoide. Die im Labor synthetisierten Stoffe werden einfach als synthetische Cannabinoide bezeichnet.

Die meisten Cannabisfans werden bestimmt schon von den klassischen Cannabinoiden wie THC, CBD, THCV und CBC gehört haben, die mehr oder weniger auf die Cannabinoidrezeptoren wirken. Da wir das Endocannabinoidsystem heute besser verstehen, wissen wir nun, dass es weit mehr und auch unterschiedlichere Typen von Stoffen gibt, die auf die Rezeptoren wirken. Auch ein kleines Update hinsichtlich des Mycren in Mango gibt es im Artikel.

Einen interessanten Vortrag hat auch Peter Rausch auf der Cultiva Hanffachmesse gehalten: Cannabinoide in anderen Pflanzen und Lebewesen:

Ich finde es prima, dass sich Sensi Seeds mit den Themen auseinandersetzt. Nicht jeder Hersteller von Cannabisprodukten ist so ausführlich und offen!

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