WEED3 – Die neue Sendung von CNNs Dr. Gupta

Auf dem Höhepunkt des Cannabis-Feiertages, dem 20. April (4/20), feuert Dr. Sanjay Gupta, der Neurochirug und Star-Journalist für medizinische Themen bei CNN seine neue Salve gegen die förderalen Verbote der Pflanze Hanf.

Präsident Obama wird über die Legalisierung von medizinischem Cannabis in dem CNN Spezial “WEED 3″ von Dr. Sanjay Gupta auftreten. Dr. Gupta fragt Präsident Obama, ob er den Senat bei dem Vorhaben unterstützt, den Krieg gegen medizinisches Marihuana auf förderaler Ebene zu beenden.

Dem Bericht zufolge sagt der Präsident, dass er sich das weiter im Detail anschauen müsse, aber vorsichtig verschriebenes medizinisches Marihuana scheint tatsächlich in einigen Fällen die einzige Lösung zu sein, und man solle der Wissenschaft folgen und nicht den Ideologien.

Weed 3 bietet eine der am besten besetzten Plattfomen für die Geschichten der Patienten, die durch mediznisches Marihuana gerettet wurden. Dr. Gupta fokussiert sich auf die Fälle von reinem Cannabis gegen die Symptome von PTSD und Sichelzellenanämie und als Alternative zu tötlichen Schmerzmedikamenten. Dr. Gupta sagt, die Amerikaner wurden systematisch an der Nase herumgeführt über Cannabis und die Nation benötige eine “medizinische Cannabisrevolution”. Dr. Gupta dazu:

“Es gibt interessante neue Forschung über die Nutzung von Marihuana, die sich auf die Leben von zehntausenden Personen, darunter Kinder und Erwachsene, positiv auswirken könnte. Dazu gehört die Behandlung von Krebs, Epilepsie und Alzheimer, um nur einige zu nennen. Alleine auf das Thema Schmerz bezogen, kann Marihuana den Bedarf an Schmerzstillern senken und gleichzeitig die Zahl der versehentlichen Überdosierungen durch Schmerzstiller senken, welche eine der am meisten vorkommenden und verhinderbare Todesarten in diesem Land ist.”

Journalisten sollten keine Position einnehmen. Es macht Sinn. Objektivität ist der König. Aber an irgendeinem Punkt sollten die offenen Fragen beantwortet werden. An irgendeinem Punkt sollten umstrittene Positionen gelöst werden. An irgendeinem Punkt sollte der gesunde Menschenverstand herrschen.

Also hier ist es: Wir sollten medizinisches Marihuana legalisieren. Wir sollten es National umsetzen. Und – wir sollten es jetzt machen.”

CNN bringt WEED3 nach den Wiederholungen von WEED und WEED3, start ist 19 Uhr östliche Zeit, 16 Uhr pazifische Zeit

via SfGate: Dr. Sanjay Gupta drops bomb with ‘WEED 3’ on eve of 420

Kanada: Liste der erlaubten Cannabissorten für 2015 erschienen

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Die für Industriehanf zuständige Behörde in Kanada, das Gesundheitsministerium “Health Canada”, hat die Liste der zugelassenen Hanfsorten für 2015 veröffentlicht. Ich erhielt sie wegen einer Nachfrage per eMail am Tag der Veröffentlichung.

Neu auf der Liste sind sechs Sorten: GranMa, Picolo, Katani, Grandi, Georgina and Victoria
Es wurden keine Sorten von der Liste gestrichen, dennoch bleibt die Hanfsorte Finola unter Beobachtung.

In der Vergangenheit machte die Sorte Finola von sich wegen relativ hoher THC-Werte von sich reden, was aber laut Hersteller bei dieser Sorte normal sei. Finola wird hauptsächlich wegen der Hanfsamen, die sich aus den Blüten entwickeln, angepflanzt und nicht, wie bei anderen Sorten, wegen der Faser. Ohne eine längere Reifezeit für die Blüte wäre eine gute Ausbeute nicht möglich.

Interessanterweise kann ich diese Liste nicht auf den Webseiten von Health Canada finden. Kannst du sie finden?
Die Liste kann hier eingesehen werden: LOAC 2015 EN, Herausgeber: Health_Canada “List of approved Cultivars Cannabis Sativa”

Studie: “Krankheitsverändernde Ernährung” bei Multipler Sklerose

Cannabis als Medizin bei Multipler SkleroseHier ist eine aktuelle Studie, die darauf eingeht, dass die analgetischen (betäubenden) und anti-spastischen Effekte von Cannabis, seinen Inhaltsstoffen und weitere endocannabinoid-verbessernde Stoffe und Ernährung sich positiv auf die Krankheit auswirken. Darüber hinaus scheinen auch FAAH-Hemmer des Endocannabioidsystems beteiligt zu sein.

“Disease modifying nutricals” for multiple sclerosis.

Pharmacol Ther. 2015 Apr;148C:85-113. doi: 10.1016/j.pharmthera.2014.11.015. Epub 2014 Nov 27.

Schmitz K1, Barthelmes J1, Stolz L1, Beyer S1, Diehl O1, Tegeder I2.

Abstract

The association between vitamin D and multiple sclerosis has (re)-opened new interest in nutrition and natural compounds in the prevention and treatment of this neuroinflammatory disease. The dietary amount and type of fat, probiotics and biologicals, salmon proteoglycans, phytoestrogens and protease inhibitor of soy, sodium chloride and trace elements, and fat soluble vitamins including D, A and E were all considered as disease-modifying nutraceuticals. Studies in experimental autoimmune encephalomyelitis mice suggest that poly-unsaturated fatty acids and their ‘inflammation-resolving’ metabolites and the gut microflora may reduce auto-aggressive immune cells and reduce progression or risk of relapse, and infection with whipworm eggs may positively change the gut-brain communication. Encouraged by the recent interest in multiple sclerosis-nutrition nature’s pharmacy has been searched for novel compounds with anti-inflammatory, immune-modifying and antioxidative properties, the most interesting being the scorpion toxins that inhibit specific potassium channels of T cells and antioxidative compounds including the green tea flavonoid epigallocatechin-3-gallate, curcumin and the mustard oil glycoside from e.g. broccoli and sulforaphane. They mostly also inhibit pro-inflammatory signaling through NF-κB or toll-like receptors and stabilize the blood brain barrier. Disease modifying functions may also complement analgesic and anti-spastic effects of cannabis, its constituents, and of ‘endocannabinoid enhancing’ drugs or nutricals like inhibitors of fatty acid amide hydrolase. Nutricals will not solve multiple sclerosis therapeutic challenges but possibly support pharmacological interventions or unearth novel structures.

Direkt zur Studie: PubMed: “Disease modifying nutricals” for multiple sclerosis.

Wieder mehr Drogentote in Nürnberg und nicht mal eine Stellungnahme der Drogenbeauftragten?

21Juli-gedenktag-der-verstorbenen-drogengebraucher

21Juli-gedenktag-der-verstorbenen-drogengebraucherIm letzten Jahr gab es in Nürnberg, der Metropole Frankens, in Relation zur Einwohnerzahl mehr Drogentote als in jeder anderen deutschen Großstadt (6,1 pro 100.000 Einwohner laut Drogen- und Suchtbericht 2014). Auch in diesem Jahr wird Nürnberg wohl wieder diesen traurigen Rekord erzielen. Aber warum ist das der Drogenbeauftragten nicht mal eine Pressemitteilung wert? Hingegen gibt es sogar Konferenzen zu den statistisch kaum erfassbaren Legal Highs? Ich frage nach auf Abgeordnetenwatch:

Update: Es ist am 23.4.2015 eine Antwort eingetroffen. Weiter unten im Text findest du die Antwort und die Bewertung.
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USA: DEA warnt vor “bekiffte Hasen” wenn Medizinalhanf legalisiert wird

Foto eines Stonten Feldhasen

Foto eines Stonten FeldhasenIn Utah wird gerade über ein Gesetzesvorhaben gesprochen, welches bestimmten Patienten erlauben würde, sich mit essbaren Formen von Cannabiswirkstoffen bzw. -blüten zu behandeln. Das Schlimmste dabei wäre wohl, dass das Wildleben im Bundesstaat einen “Geschmack dafür kultivieren” könne, so die Aussage eines “Experten” der Drogenverfolgungsbehörde DEA. Diese interessante Aussage findet sich im verlinkten Video ab Minute 58:00.

“Ich muss mit Fakten umgehen, mit Wissenschaft”, sagte der Spezialagent Matt Fairbanks. Er ist Mitglied des “Marihuana Ausrottungsteam” in Utah. Fairbanks sprach über die Anbauten von Cannabispflanzen in den Bergen von Utah, inbesondere über die ökologischen Aspekte. Er persönlich habe ganze Bergflächen gesehen, die Pestiziden, gefährlichen Chemikalien, Entwaltung und Erosion ausgesetz seien.

Fairbanks sagte, an einigen Anbaustellen habe er “Hasen” wahrgenommen, die einen Geschmack für die Cannabispflanzen entwickelt hätten, so dass sie garnicht mehr weg wollten, und nur “High” rumsässen.

Es ist sicherlich wahr, dass illegaler Anbau von Cannabis schwerwiegende Konsequenzen für die Umwelt haben kann. Aber nicht nur der Cannabisanbau hat dieses Problem. Darüber hinaus werden die Bauern erst durch die Verbote dazu getrieben, ihr Handwerk in ökologisch fragilen Umgebungen wie Naturschutzgebieten zu verlegen. Wenn Cannabisanbau reguliert wäre, müssten die Bauern nicht in entlegende Berggebiete ziehen, sondern könnten es auf einem normalen Bauernhof anpflanzen.

Es kann schon sein, dass die Tiere einen Geschmack für die Pflanzen entwickeln. Dieses seltene Vergnügen für Hasen kann aber keine Basis für die Aufrechterhaltung der Cannabisverbote stehen, genauso wenig wie betrunkene Eichhörnchen ein Argument sein können, Alkohol zu verbieten.

Die Gesetzesvertreter waren wohl durch die Hasen nicht sonderlich abgeschreckt und liessen das Gesetzesvorhaben passieren.

via Washington Post

Foto von Wikipedia, Feldhase vom Benutzer Fmickan

Nach dem Krieg gegen die Drogen: Modelle für einen regulierten Umgang

Buch Cover Grafik Nach dem Krieg gegen DrogenDas Buch von Transform “Nach dem Krieg gegen die Drogen: Modelle für einen regulierten Umgang” wurde Übersetzt und ist jetzt auch auf Deutsch erhältlich. Darüber hinaus gibt es auch ein PDF-Download des gesamten Buches.

Das gute Stück gibt es auf der Webseite Legalisierung-von-drogen.de

Weltweit wächst der Konsens darüber, dass Drogenprohibition ein konttraproduktives Misserfolgsmodell ist. Bisher hat jedoch die weit- verbreitete Angst vor dem Unbekannten den Weg zu einer Reform der Drogengesetze verstellt. Die Frage ist: wie kann ein Nachfolgesystem der Prohibition aussehen? Diese Frage wird erstmals durch „Nach dem Krieg gegen Drogen: Modelle für einen regulierten Umgang“ beantwortet, indem für jeden Haupttypus und jede wichtige Zubereitungsform illegaler Substanzen spezielle Regulierungsmodelle und Grundprinzipien ihrer Umsetzung vorgestellt werden. Wir zeigen, dass ein Umdenken in Richtung gesetzliche Regulierung von Drogen kein undenkbarer und politisch unmöglicher Schritt ins Ungewisse ist, sondern ein vernünftiger, pragmatischer Ansatz zur Kontrolle der Produktion, des Angebotes sowie des Gebrauchs von Drogen.

Erste Global Marijuana March Deutschland Liste für 2015 erschienen

Dieses Jahr geht es wieder sehr gut los mit dem GMM. Es haben sich schon einige engagierte Personen zusammengefunden um Demos, Infostände und Diskussionsabende zu organisieren:

DEMO Übersicht: https://hanfverband.de/gmm2015 oder https://de-de.facebook.com/events/1549799778599667/

02.05.2015 Wien (AT)

02.05.2015 Erlangen

02.05.2015 Heidelberg

02.05.2015 München

02.05.2015 Stuttgart

08.05.2015 bis 10.05.2015 Weiden

09.05.2015 Bonn

09.05.2015 Dortmund

09.05.2015 Ulm

09.05.2015 Frankfurt am Main

09.05.2015 Kempten

09.05.2015 Köln

16.05.2015 Berlin

23.05.2015 Plauen

Neue Hanfsamen-Sortenliste für 2015 erschienen

Der Anbau von Nutzhanf in in Deutschland und Europa noch immer Anzeigepflichtig. Darüber hinaus sind nur bestimmte Hanfsorten zugelassen. Die Liste für 2015 wurde nun veröffentlicht. Sie kann hier bezogen werden: Hanf Museum: Informationen zum Anbau von Nutzhanf.

Der durchschnittliche THC-Gehalt aller Proben hat im zweiten aufeinander folgenden Jahr bei den Sorten Bialobrzeskie und Carmagnola den zulässigen Höchstgehalt überschritten. Sie dürfen daher nicht angebaut werden.

Cannabisindustrie in Colorado erreicht 700 Mio. USD im Verkauf im letzten Jahr

Die Newsseite MMJ Business daily berichtet, dass die Verkäufe von der neuen Cannabisindustrie in Colorado im letzten Jahr mehr als 700 Millionen US-Dollar ausmachten. Dazu zählen laut der Steuerbehörden direkte Cannabisblütenverkäufe mit 386 Mio. Dollar als auch die Genusshanfverkäufe mit 313 Mio. Dollar.

“Das ist eine sehr gute Zahl für den Start” gab Michael Elliot an, Vorstand der Marijuanaindustriegruppe.

Die Marihuanaverkäufe haben ausserdem etwa 76 Millionen US-Dollar an Steuergeldern in die Geldkoffer des Bundesstaates gespült, davon 44 Millionen alleine vom Genusshanf. Durch komplizierte Steuermodelle dauere es aber noch einige Zeit, bis die genauen Zahlen vorliegen.

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