Willkommen auf der Hanfplantage, einer privaten Website! Unten folgen Artikel in Sachen Hanf, Drogenpolitik und dem aktuellen Weltgeschehen.

Buchreview: Bröckers – Keine Angst vor Hanf

Veröffentlicht am 26. Juli 2014 von tribble

Das neueste Buch von Mathias Bröckers nennt sich “Keine Angst vor Hanf”. Es ist eine gute und aktuelle Einleitung in die politische Diskussion und ein Aufruf für die Legalisierung von Cannabis. Ein guter Einstieg, für alle die sich für das Thema interessieren.

Buchcover Grafik: Mathias Bröckers - Keine Angst vor Hanf

Buchcover Grafik: Mathias Bröckers – Keine Angst vor Hanf

Mathias Bröckers durchschreitet in dem Buch die Historie, von den Anfängen der Verbotspolitik globalen Opiumkonferenzen bis hin zu den ersten US-Bundesländern, die in dem “Quasi”-Ursprungsland der weltweiten Verbote legalisierten.

Es geht weiter mit den medizinischen Aspekten und dem Risiko des berauschenden Cannabiskonsums mit dem ständigen Ruf nach Legalisierung, Jugend-, Verbraucherschutz und ehrlicher Aufklärung.

Was mir leider negativ auffiel, ist, dass Bröckers zwar die weltweiten Cannabisverbote auf die Durchsetzungskraft von Harry Anslinger im Interesse des “starken Staates” zurückführt, aber leider dabei vergisst zu erwähnen, dass diese Hetzkampagne nicht nur gegen Hanf geführt worden ist, sondern auch gegen Schlafmohn, genauer gesagt “chinesische Opiumraucher”, oder noch mehr Vereinfacht: “einem Genussmittel der ausländischen Minderheiten”.

Wikipedia meint dazu, aus der Biografie von Anslinger, dass seine Interessen immer nur der “äusseren Rechten” gedient hätten. Leider wird dieser staatliche, durch Drogengesetze legitimierte und noch immer immanente Rassismus (auch struktureller Rassismus genannt) in dem Buch nur sehr kurz abgehandelt. Auch weiter hinten im Buch gibt es zur Geschichte, dass durch die Alkoholverbote in den USA “Gangsterbanden mit italienischem, irischem und jüdischem Migrationshintergrund” entstanden. Das ist zwar wahr, aber auch dies sind Minderheiten mit rassistisch belegten Vorurteilen. Bekannt seien die, dass Iren Trinker seien und Antisemitismus gegen Juden. Dazu kein weiteres Wort im Buch.

Meiner Meinung nach kann eine rassistische Verbotspolitik gegen Menschen auf substanzistischer Art und Weise auch ohne Cannabis geführt werden – und noch immer mit den gleichen Werkzeugen die Leben harmloser Menschen gefährden.

Als Mindesforderung kann man sich also der Forderung im Buch anschliessen: [..] die Legalisierung von Cannabis, der nützlichsten Pflanze deieser Erde, kann hier tatsächlich einmal als “Einstiegsdroge” fungieren: für den Einstieg in eine Wende der Drogenpolitik und das Ende des ebenso unmenschlichen wie ineffizienten und destruktiven Ära der Prohibition.”

Mathias Bröckers, Keine Angst Vor Hanf – Warum CAnnabis legalisiert werden muss, Westend Verlag, €9,99, ISBN 987-3-86489-071-0, 94 Seiten

Berlin: Hanfparade 2014 am 9. August

Veröffentlicht am 10. Juli 2014 von tribble

Hanfparade Flyer GrafikStreicht euch diesen Termin im Kalender an: Am 9. August ist wieder Hanfparade in Berlin! Dieses Jahr unter dem Motto “Grünes Licht für die Legalisierung” und bezieht sich auf die Legalisierungswelle in den USA und Lateinamerika. Sie beginnt um 13 Uhr am Hauptbahnhof auf dem Washingtonplatz und führt zum Brandenburger Tor. Dort findet in der Zeit von 16 – 22 Uhr die große Abschlusskundgebung statt.

Die Hanfparade soll dazu animieren, Ideen zu entwickeln, wie die Legalisierung vorangetrieben werden kann. Wir kämpfen dafür, das die Menschen in Deutschland auch bald „grünes Licht“ für die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel geben werden, wie es Menschen im November 2012 in den US-Bundesstaaten Washington und Colorado an den Wahlurnen taten.

Es gibt auch noch jede Menge Flyer und Poster! Wir packen Pakete mit 750 Flyern und 10 Poster. Wenn du vor der Hanfparade noch auf Parties, Festivals usw. unterwegs bist: Melde dich bei uns! Du willst so einiges Plakatieren? Melde dich bei uns! eMail an: info@hanfparade.de – Kleine Mengen wie 10 Poster und 50 Flyer gibt es im Onlineshop des Deutschen Hanf Verbands.

Aus der Pressemitteilung der Hanfparade 2014

Die Zeiten sind gut für HanffreundInnen. Die teilweise Legalisierung der alten Nutz-, Heil und Rauschpflanze in den US-Staaten Washington und Colorado sowie im südamerikanischen Uruguay hat der Diskussion über eine Haschfreigabe auch hierzulande neuen Wind gegeben. Bundesweit sind Initiativen entstanden, die die Einführung von Cannabis Social Clubs fordern. In Berlin Kreuzberg wird gar über staatliche Coffeeshops debattiert. Mit Linken und Grünen haben zwei der im Bundestag vertretenen Parteien die Legalisierung von Cannabis im Programm.

Nur die Bundesregierung will davon nichts wissen. In Gestalt der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler kocht sie in regelmäßigen Abständen alte Einstiegsdrogenmärchen hoch und läßt die Polizei landauf landab weiter die Knüppel schwingen. Dabei gehören längst nicht mehr nur Alt-68er, Ökos und Technofreaks zu den Hanfjüngern. In einer gemeinsamen Resolution sprachen sich im Frühjahr 120 deutsche Strafrechtsprofessoren für ein Ende des Hanfverbots aus.

“Das überfällige Umdenken in den Hirnen der Großkoalitionäre wolle man nicht tatenlos abwarten” so Martin Steldinger vom Hanfparade-Organisationsteam. “Stattdessen werde man die zahlreichen Argumente Pro Legalisierung phantasievoll auf die Straße und in die Herzen der Nichtkonsumierenden tragen.” Dabei sollen ein gutes Dutzend bunt geschmückte Paradewagen, hanfige Leckereien, ein Nutzhanfareal und ein Forum für Hanfmedizin helfen. Last but not least werden fünf internationale Künstler und gut zwei Dutzend RednerInnen für eine politisch-anregende Stimmung sorgen.

via Hanfparade: Presseerklärung vom 18.6.2014

5.-14.7. in Berlin: Austellung “Störmanöver an der Heimatfront”

Veröffentlicht am 9. Juli 2014 von tribble

Ausstellung Störmanöver an der HeimatfrontDie Wanderaustellung “Störmanöver an der Heimatfront – Krieg beginnt hier – Widerstand auch” ist endlich in Berlin angekommen und vom 5.-14.7.2014 in der New Yorck im Bethanien (Mariannenplatz 2a) zu sehen! Die Austellung zeigt Texte, Bilder und Visual-/Audio-Installationen zum Thema Militarisierung und antimilitaristischer Widerstand.

Das neues Kriegsspielzeug natürlich zuerst in der “Drogenfahndung” getestet wird, ist ja nichts neues, und der militarisierte Krieg gegen die Drogen ja auch nicht – deswegen ein interessante Ausstellung.

Die Öffnungszeiten sind jeden Tag ab 17.00 Uhr, Schluss ist, wenn Veranstaltungen laufen: dann Open End/ wenn nicht bis 20 Uhr. Am Montag, den 14.7. ist das Finale der Austellung mit einer DiskussionsVeranstaltung-während des A Cafes-zum diesjährigen “War starts here Camp (17.-25.8.2014)” und dem Programmpunkt Militarisierung nach Innen und Aussen- Was bedeutet das?!

Wem Berlin zu weit weg ist – gibt es hier auf Youtube ein Video über die Ausstellung:

via warstartsherecamp

Dana Beal: What means GMM to Legalization? Global Marijuana March from the begining to now

Veröffentlicht am 30. Juni 2014 von tribble

This interview was made for the “Soft Secrets” Magazine, shortened publication is planned. Rights reserved by Soft Secrets – ask Robert Brungert robrungi@yahoo.de for any questions.

Dana Beal: What means GMM to Legalization?

Global Marijuana March from the begining to now

Author: Robert B.

Today I am talking with Dana Beal. He is one of the leading Hemp Legalizers from the USA. In 1999 Dana created the Million Marijuana March (MMM). This event is named in 2002 Global Marijuana March (GMM). During years the Event managed itself all over the world and this year in the first Saturday of May hundreds of thousands of People came to GMM in hundreds of Cities. In Germany there were more than 15 GMMs. It is a worldwide popular and important event and so I am asking some Questions.

Let it be free.

Dana Beal, you are 67 years old, 1999 you were 52 years old, this means in 1967 you were 20. Were you one of the Hippies?

“The hippies were a product of LSD, who opposed the war in Vietnam and the police state measures taken against psychedelic drugs and marijuana.

When did you start your work?

Foto von Dana Beal

Foto von Dana Beal

“1967 was the ‘Summer of Love’.” We did the first Smoke-ins in Tompkins Park in the Lower East Side of New York. We decided cannabis would be easier to legalize than LSD. But Vietnam overshadowed everything, even though we did the first national smoke-in to bring people to the Levitation of the Pentagon in October of ’67. When Abbie Hoffman asked me to join the Yippies in January, 1968, he wanted the toker legions to come to the protests he was planning for the Chicago Democratic Convention in August. But lighting up guaranteed the cops would break heads, and Richard Nixon became President. Nixon was an outright fascist who sought to link the anti-war pot smokers with the blacks using heroin in the ghettos, and created the DEA and the Controlled Substances Act.)

There was a lot of sentiment for legalisation…why didn’t it work?

“At the 1972 Demcratic Convention in Miami, I confronted George McGovern at his campaign HQ about the reports of CIA heroin in Vietnam, and asked how we could protect millions of people who already smoked pot from being exposed to hard drugs supplied by OUR OWN GOVERNMENT unless we legalized marijuana and sell it over the counter. McGovern said he’d personally spoken out against CIA heroin on the Senate floor–but he was not ready to embrace the Dutch model of separating marijuana and hard drugs. So Richard Nixon was re-elected. He had already turned down the legalization recommendation of his own Schaeffer Commission in order to exploit the culture wars for political gain, but he was soon impeached.

“A few weeks after Nixon resigned, Howard Lotsof told me ibogaine had cured his heroin addiction and he’d confirmed the same effect in 7 other people in the early 60′s. So I thought, here is another way to protect cannabis culture even if we can’t legalize. Then in November the Democrats won a huge majority in Congress, and Keith Stroup of NORML went to work finding a democratic candidate who would decriminalize: Jimmy Carter. It looked like pot would be legal in 18 months. But the movement got ahead of itself and decided to legalize cocaine also. In the summer of 1978, Carter’s drug Czar Peter Bourne was outed for doing coke at a NORML party, and the whole thing fell apart. The founder of HIGH TIMES,Tom Forcade, committed suicide, and we had to stop junkies in the art department from putting heroin on the cover of the magazine.”
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Weltdrogentag am 26. Juni – Lasst uns über Drogen reden!

Veröffentlicht am 26. Juni 2014 von tribble

Die Kampagne des Polnischen Netzwerkes für Drogenpolitik “Lasst uns über Drogen reden” startet am 26. Juni, dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltdrogentag. Teil der Kampagne werden Poster und Werbeflächen in der Bahn und den Bussen von Warschau an diesem Tag sein. Die Kampagne ist Teil einer größeren Kampagne, die überall auf der Welt stattfindet.

Professor Monika Płatek, Professor Viktor Osiatyński, beides Spezialisten im Gebiet der Suchtforschung, die Musiker Stanistaw Soyka, Tomasz Stańko, Michał Wiśniewski, Sänger Natalia Przybysz, die Journalisten Jacek Żakowski znd Anna Wendzikowska, als auch Schauspieler Redbad Klynstra sind nur ein paar von den vielen polnischen Prominenten und Wissenschaftlern, die sich an der Kampagne „DURCHBRECHEN WIR DIE STILLE. LASST UNS ÜBER DROGEN REDEN“ beteiligen.

Ähnliche Aktionen finden in London, Paris, Warschau, Mexiko Stadt, Kathmandu, Rom, Phnom Penh, Tbilisi, Kuala Lumpur, Moskau und weitere 70 anderen Städten statt.

In Polen wird das Polnische Netzwerk für Drogenpolitik eine Kampagne gestartet, die auf eine Reform der Drogengesetzgebung abzielt. Wie auch in Polen, so auch in anderen Ländern, werden junge Menschen, die mit Drogen erste Erfahrungen machen, immer mehr Opfer der Strafverfolgung und der daraus entstehenden Konsequenzen, als Probleme mit der Mafia oder der Droge zu bekommen. Als Konsequenz finden sie sich selbst im Gefängnis wieder, haben danach Probleme eine Arbeit zu finden, … Der Bericht der EMCDDA in 2008 zeigt, dass die Anzahl der entdeckten Straftaten im Zusammenhang mit Drogenbesitz um 1648% gestiegen sind! Die überwiegende Mehrheit dieser Fälle sind junge Menschen oder Abhängige, die keine ernsthaften Verbrechen im Zusammenhang mit Drogen begangen haben.

Zusätzlich zu der Informationskampagne in den Bahnen und Bussen fördert die Teilnahme von bekannten Persönlichkeiten die rationelle Debatte über Drogen in Polen.

Auch am 26. Juni wird das Polnische Netzwerk für Drogenpolitik an dem Konzert des bekannten Musikers Michał Wiśniewski teilnehmen. Die Kampagne „LASST UNS ÜBER DROGEN SPRECHEN“ wird offiziell während dieses Events gestartet. Die Liveübertragung findet ab 21:45 auf Michał Wisniewski’s Youtube Kanal statt sowie im nationalen Fernsehen TVR. Mehr darüber:

http://www.tvr24.pl/index.php/wiadomosc-Domowka_2014_u_Wisniewskiego_czyli_Ich_troje_i_przyjaciele-5497.html

Alle sind aufgerufen, an dieser Kampagne teilnehmen, indem sie das Bild mit dem Titel (siehe weiter unten) nehmen und ihr oder sein Foto dort einsetzen und es auf den Facebook-Kanal posten. Bitte sendet euer Foto auch an biuro@politykanarkotykowa.com

via Zeig Dich: 26. Juni – Weltdrogentag der Vereinten Nationen

Studie zeigt, dass Alzheimer durch Verlust von Cannabinoiden verursacht sei

Veröffentlicht am 25. Juni 2014 von tribble

Erste Anzeichen von Alzheimer könnten durch die Blockade der gehirneigenen Cannabinoide verursacht werden, so eine neue Studie aus der Universität von Stanford.

Klumpen von Proteinen, die sogenannten Beta-Amyloide Plaque, sind die primären Anzeichen der Alzheimerkrankheit. Seit langem wissen die Forscher, dass diese Klumpen die Signale des Gehirns verändern – aber sie wussten nicht wie.

Nun hat ein Team der Universität von Stanford an der Medizinschule die Effekte der Plaque auf die endogenen Cannabinoiden im Gehirn untersucht. Diese Substanzen werden vom Gehirn hergestellt und ähneln den Substanzen im Cannabis. Neben vielen anderen Funktionen spielen Cannabinoide eine wichtige Rolle beim Speichern von Informationen und dem Lernen.

Während sie die Schnitte aus Rattengehirnen anschauten, sahen die Forscher, dass die Beta-Amyloide indirekt die Speicherpfade beeinflussen und dies durch Veränderung der normalen Aktivität von Cannabinoiden.

Diese Veränderung der gehirneigenen Cannabinoide könnten der Mechanismus sein, wie die frühen Gedächtnisprobleme bei Alzheimer entstehen, so Daniel Madison, der die Studie leitete. Cannabinoide könnten auch eine Gelegenheit sein, Alzheimer zu behandeln, bevor die Krankheit fortschreitet.

Die Ergebnisse werden am 18. Juni in der Fachzeitschrift Neuron veröffentlicht.

Allerdings, so Dr. Madison, ist es nicht sinnvoll anzunehmen, dass gerauchtes Cannabis die Effekte der Plaque aufdas Gedächtnis und Lernen entgegenwirken könne.

“Endocannabinoide im Gehirn sind sehr kurzlebig und werden nur aktiv, wenn ein wichtiger Input reinkommt.” so Dr. Madison. Die psychoaktive Komponente im Harz der Cannabisblüten, das THC, habe viel länger anwirkende Effekte. “Das sich aussetzen von Cannabis ist ganz anders, es ist eher wie alles ungesteuert zu verstärken, und der filternde Effekt bleibt aus. Es ist, als würdest du fünf Radiostationen auf einmal hören.”

Eine Studie  von 2013 von Neurowissenschaftlern aus Australien zeigte, dass der Inhaltsstoff CBD gut sein könnte. Das Team um Dr. Tim Karl hat herausgefunden, dass die Behandlung mit CBD zu deutlichen Verbesserungen im Gedächtnis von Mäusen führte, die genetisch verändernt wurden um Alzheimer zu haben.

Neben der Möglichkeit, die Alzheimersymptome zu besiegen, zeigen einige Studiens, dass Cannabinoide auch die Möglichkeit haben, die Krankheit zu verlangsamen.

via Leafsience

Neue Westfälische Herford: Journalisten müssen nicht recherchieren können

Veröffentlicht am 2. Juni 2014 von tribble

Hier wieder eine gute Idee für Menschen, die einen einfachen Job suchen bei dem man nicht viel machen muss. Die Lokalredaktion Herford der Neuen Westfälischen. Ich schrieb diese Zeitung im März an, das sie in dem Bericht über Cannabis Social Clubs einen Fehler gemacht haben. Bislang kam darauf keine Antwort – also eine Kopie davon und Beschwerde an den Presserat.

Hier meine Kritik an dem Artikel der Neuen Westfälischen Herford. Ich bin mir nicht sicher, warum man auf diese nette eMail nicht antwortet:

Werte Damen und Herren der Redaktion Herford,ich bin Mitarbeiter bei der transnationalen Organisation ENCOD, welche die Idee des “Cannabis Social Clubs” in und durch Europa trägt.

Vielen Dank für Ihren Artikel über den Antrag von Herrn Rau.

Leider hat sich dort bezüglich der Cannabis Social Clubs in Spanien ein Fehler eingeschlichen.

Diese CSCs sind dort nicht illegal, sondern legal. Sie sind vor dem höchsten spanischen Gericht nach einem Gerichtsverfahren als zulässig – d.h. “legal” – beurteilt worden.

Ich würde mich freuen, wenn Sie in Ihrer nächsten Ausgabe diese Richtigstellung veröffentlichen würden.

In dem Zusammenhang möchte ich gerne folgende Weblinks übermitteln:

http://www.encod.org/info/WAS-IST-EIN-CANNABIS-SOCIAL-CLUB.html

http://www.encod.org/info/VERHALTENSKODEX-FUR-EUROPAISCHE.html

http://www.cannabis-clubs.de/

Bei Fragen rund um das Thema stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, unter der oben genannten eMail/Telefonnr.

mit freundlichen Grüßen aus Berlin,

Schikane gegen die deutsche Hanfindustrie

Veröffentlicht am 23. Mai 2014 von tribble

steuerpruefung-hanffaser-uckermarkVor einigen Tagen war ich noch auf dem Hof der Hanffaserfabrik Uckermark zur genossenschaftlichen Vollversammlung, denn das Hanf Museum ist dort Mitgenossenschafter, und nur wenige Tage später stand schon die Steuerprüfung im Haus. Auffällig ist, dass das Unternehmen sehr oft geprüft wird. Nach Aussage der Hanffaser war die Prüfung auf zwei Tage angesetzt, aber schon nach zwei Stunden abgeschlossen. Das lässt auf eine akkurat und saubere Buchführung schliessen.

Auch wurde auf dem Treffen berichtet, dass die zuständigen Lokalbehörden immer wieder Anträge verschleppen bis die Aussaat unmöglich ist.

Mich würde interessieren, ob auch andere Hanfbauern und Verarbeiter so oft geprüft und hingehalten werden.

Hanffabrik wurde schon wieder mit einer Prüfung schikaniert.
Seit 18 Jahren werden wir permanent geprüft und kontrolliert.
Die heutige Umsatzsteuer-Prüfung war für 2 Tage angemeldet, nach 2 Stunden war alles fertig. Ergebnis: i.W. alles in Ordnung (“iO”)
Hier eine Übersicht der letzten Prüfungen:
21.05.14 Finanzamt UmSt-Prüfung / alles iO
29.04.14 Kontrolle Hygiene / alles iO
11.02.14 Finanzamt UmSt-Prüfung / alles iO
20.01.14 Polizeivernehmung zum Hanfbesitz / alles iO
13.01.14 BLE-Prüfung für Hanfverarbeiter / alles iO
17.12.13 BLE-Prüfung für Hanfverarbeiter / alles iO
26.-27.11.13 BLE-Prüfung für Hanfverarbeiter / alles iO
27.11.13 Kontrolle zur Biozertifizierung / alles iO
28.09.13 Futtermittelüberwachung / alles iO
20.08.13 THC-Kontrolle der Hanfplanzen / alles iO
17.04.13 Saatgutverkehrskontrolle (Hanf) / alles iO
01.-18.04.13 Prüfung Genossenschaftsverband / alles iO
19.03.13 Hanf-Inhaltskontrolle BLE / alles iO
28.-31.01.13 BLE-Prüfung für Hanfverarbeiter / alles iO
05.-23.11.12 Finanzamt Bilanzprüfung (3 Wochen) / alles iO

FHXB Museum: Legalize it?! oder mit Drogen Politik machen?

Veröffentlicht am 21. Mai 2014 von tribble

Veranstaltung im Friedrichshain Kreuzberg Museum: Legalize it?! Tagung zur DrogenpolitikMittwoch, den 28. Mai 2014 – Legalize It!? Tagung im FHXB Museum

Aus der Ankündigung:

Der illegale Drogenhandel im Görlitzer Park und das gerade aufgelöste Protestcamp der Lampedusa-Flüchtlinge auf dem Oranienplatz stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses an Kreuzberg. Beide Themen sind miteinander verwoben und im Nukleus auf das globale Problem der Armutsmigration und der Unverhältnismäßigkeit der Verteilung von Ressourcen zurückzuführen. Mit der Tagung „Legalize it?!“ möchten das FHXB Museum und das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung die aktuelle Situation analysieren und realistische Lösungsstrategien entwickeln. Hierzu laden wir Politiker_innen, Historiker_innen, Aktivist_innen und sozial Engagierte zur Diskussion ein. U.a. werden Prof. D. J. Korf von der Universität Amsterdam und Dr. Dominic Corva vom Think Tank: Center for the Study of Cannabis and Social Policy, Seattle über ihre Erfahrungen mit der Legalisierung weicher Drogen berichten. Das ausführliche Programm finden Sie hier. Anmeldungen (es gibt begrenzte Plätze!) nehmen wir gern auch schon jetzt entgegen.

Meine Kritik an der Veranstaltung Legalize it?! des Friedrichshain-Kreuzberg Museums

Folgendes übersendete ich den Organisatoren privat per eMail und sehe damit die Diskussion als eröffnet an:

Werte Damen und Herren,

hiermit möchte Ich Ihnen eine fachliche Kritik an der Tagung übersenden.

Ich persönlich finde es sehr schade, dass auf dem Podium keine Uservertretung sitzt.

Auch finde ich das Start-Seminar der “rebellischen Jugend in Kreuzberg” unpassend. Die herrschende Drogenpolitik ist aus rassistischen Ansichten vor über 100 Jahren entstanden, und dies geht mir aus dem Programm zu wenig hervor. Wir haben ein Gesundheitsproblem und kein Jugendproblem.

Meiner Meinung nach befinden Sie sich mit dem Text ”
Der illegale Drogenhandel im Görlitzer Park und das gerade aufgelöste Protestcamp der Lampedusa-Flüchtlinge auf dem Oranienplatz stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses an Kreuzberg. Beiden Themen sind miteinander verwoben und im Nukleus auf das globale Problem der Armutsmigration aufgrund der Unverhältnismäßigkeit der Verteilung von Ressourcen zurückzuführen. Als traditioneller Ort des Protestes und der Toleranz hat Kreuzberg Signalcharakter auch im Umgang mit diesen beiden Themen.

völlig auf dem Holzweg, und zwar aus dem folgenden Grund. Drogen sind illegalisiert, und diese Menschen sind illegalisiert. Von der Spaltung des Protestcamps in Flüchtlinge ohne Papiere und die sogenannte Lampesua-Gruppe durch die Administration mal ganz zu schweigen.

Beide Themen sind aus historisch gewachsenen, rassistischen Motiven illegalisiert. Das ist keine Armutsmigration, das ist die einzige Möglichkeit der “Illegalen”, den “illegalen Markt” zu bedienen, da sie aus den historisch-rassistischen Motiven hier nicht legal arbeiten dürfen. Für EU-Ausländer, oder Drittstaaten mit Vertrag, auch aus wirtschaftlich schwächeren Gebieten, gilt dies nicht, da diese ja Arbeiten dürfen.

Hinsichtlich der Signale: Es ist überaus hochnäsig und vermessen, anzunehmen, die Jugend oder junge Menschen würden sich an irgendwelchen Politikern orientieren. Es lässt eher einen Zweifel von Realitätssinn aufkommen.

Hinsichtlich der Bürgermeisterin Herrmann: Sie hat in der Zeitung angegeben, dass in dem Görlitzer Park auch andere Drogen neben Cannabis gefunden worden und damit eine “rote Linie” (warum keine weisse?) Überschritten wurde und nun wieder mehr Repression stattfinden muss.
Ich bin der Meinung, dass wenn man an den Bundestag absperren würde und die Anwesenden Durchsuchen würde, würde man sicherlich die gleichen “bösen” Substanzen sicherstellen können.

Ich frage mich: Soll hier Drogenpolitik gemacht werden, oder mit Drogen Politik?

mit freundlichen Grüßen,

Abgeordnetenwatch: Es gibt keine Cannabis-Präventionsprojekte in Deutschland

Veröffentlicht am 17. Mai 2014 von tribble

Vor kurzem erhielt ich den Newsletter der Drogenbeauftragten, in der wieder die Cannabisprävention in Deutschland hervorgestellt wurde. Ich frage mich aber dann: Welche Prävention? Wenn man sich die Webseiten des BMG oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anschaut, findet man nur “Interventionsprojekte”, dh. wenn die Person durch ihren Konsum auffällig geworden ist. Deswegen die Frage auf Abgeordnetenwatch an die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU):

Dich interessiert die Antwort auf die Frage nach der Cannabisprävention in Deutschland? Auf Abgeordnetenwatch kann man eine eMail-Adresse hinterlassen und wird benachrichtigt sobald eine Antwort vorliegt:

Die Anfrage

Werte Frau Mortler,

sie schreiben in Ihrem Newsletter vom 30.4. zur aktuellen Pressemitteilung zur Rauschgiftlage, dass die Prävention nicht nachlassen dürfte.
Ebenso betonen Sie immer wieder, wie wichtig Prävention auch in Sachen Cannabis sei.
Dem kann ich nur zustimmen.

Allerdings kann ich keinerlei Präventionsprojekte auf ihrer Webseite, unter Cannabis (siehe goo.gl ) oder der Bzga/drugcom finden.

Die auf ihrer Webseite gelisteten Projekte (wie folgt) sind alle Interventionsprojekte aber keine Präventionsprojekte – wie kommt das?

“AVerCa – Aufbau einer effektiven Versorgungsstruktur zur Früherkennung und Frühintervention jugendlichen Cannabismissbrauchs; FreD goes net – Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten in Europa; Fünf-Länder-Projekt INCANT; Bundesweit: Cannabisausstiegsprogramm “quit the shit”; Realize it!; CANDIS; CAN Stop”

mit freundlichen Grüßen

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