Willkommen auf der Hanfplantage, einer privaten Website! Unten folgen Artikel in Sachen Hanf, Drogenpolitik und dem aktuellen Weltgeschehen.

Die Drogenpolitische Woche der USA

Veröffentlicht am 31. Juli 2010 von tribble

Nachdem wir jetzt einen russischen UN-Drogenzar im Amt haben, wenden wir den Blick wieder auf die USA. Dort ist eine sehr spannende Woche zu Ende gegangen. Nicht nur wurde in der Hauptstadt Washington das “medizinische Marihuana” legalisiert, auch im Kongress ist einiges losgewesen. So wurden dort zwei Gesetze verabschiedet.

Das eine Gesetz, HR 5143 genannt und am Montag verabschiedet, hat zur Folge, dass eine “Nationale Kommission” gegründet wird, welche das US-Strafsystem prüfen und Vorschläge für eine Reform machen soll. Die Kommission bekommt alles auf den Tisch: die überfüllten Gefängnisse, die drakonischen Drogenstrafen und rassistischen Ungleichbehandlungen im Justizvollzug.

“So schnell und ohne Gegenstimmen – es ist ein Zeichen wie schnell die Windrichtung sich gegen strafende Gesetze stellt”, sagte Bill Piper, Sprecher der Drug Policy Alliance. “Die Gefängnisse sind überfüllt und kosten dem Steuerzahler sehr viel, in großen Teilen wegen dem verfehlten Krieg gegen die Drogen, und Mitglieder des Kongresses sagen endlich: Genug ist Genug, wir brauchen Ideen für eine Reform.”

“Die Abstimmung heute zeigte dass der Kongress sich darüber bewusst ist, dass das Strafjustizsystem eine grundlegende Reperatur benötigt,” sagte Julie Stewart, Sprecherin der Organisation Familien gegen Mindeststrafen. “Mit 2,3 Millionen Menschen im Gefängnis, haben die Vereinigten Staaten die größte Gefängnisbevölkerung der Welt. Einer von 31 Amerikanern ist in irgendeinerweise in einer Korrekturanstalt – Gefängnis oder JVA, Abruf oder Probezeit. Wir sind nicht mehr das Land der Freiheit”, führte Stewart weiter aus.

Das andere Gesetz sollte die Ungleichbehandlung von Crack und Kokain verändern. Seit Mitte der 1980er Jahre, seit dem Höhepunkt der Crackhysterie, war es in den USA üblich, dass eine 100 mal höhere Strafe für Crack als für Kokain verhängt wurde. So bekam jemand mit Fünf Gramm Crack die gleiche Mindeststrafe von fünf Jahren, wie jemand der mit 500 Gramm Kokain erwischt wurde. Auch wenn die dunkelhäutige Bevölkerung nur 30% aller Crackkonsumenten stellt, ist ihr Anteil bei Verurteilungen deswegen bei über 80%. Die Neuregelung entfernt diese Ungleichheit nicht, aber senkt sie. Anstelle der 100:1 soll die Bestrafung ab jetzt “nur” noch 18:1 sein.

Drogenkrieg in Jamaika – Teil Zwei

Veröffentlicht am 28. Juli 2010 von tribble

Die Facebook-Seite des On the Ground News Reports aus Jamaika hat einen Bericht überprüfen können und damit steht fest: Die USA wollen weitere Personen aus Jamaika ausgeliefert haben. Der Grund sind Drogen und Waffen. Wir berichteten von dem Versuch, den gesuchten Christopher “Dudus” Coke gefangen zu nehmen. Ein Versuch, der mit militärischen Mitteln in Armenvierteln durchgeführt wurde und dabei über 73 Tote und hunderte Verletzte und Verhaftete forderte. Letztendlich wurde Dudus durch eine Telefonabhöraktion gefunden und später gefasst.

Arturo A. Valenzuela, der US-Sektretär für “Angelegenheiten der nördlichen Hemispäre” gab heute, den 27.7.2010, zu dass eine “Serie” von Auslieferungsanträgen gestellt worden sind um jamaikanischen Staatsbürgern habhaft zu werden und sie in die USA auszufliegen. Die US-Behörden schweigen zu den Fragen, ob sich auch gewählte Politiker darunter befinden.

Werden wir also Zeugen eines weiteren Teils des militärisch geführten “Krieg gegen die Drogen” auf Jamaika?

Umwelt und Drogenherstellung

Veröffentlicht am 26. Juli 2010 von tribble

Buchcover grafik: Dope Pollution Das Neue Deutschland berichtet aktuell von einem wenig beachteten Phänomen, der Umweltzerstörung durch Drogenproduktion. Sogar “die üblichen” Umweltschutzverbände haben nichts zu diesem Thema. An “Drogen” will sich wohl keiner die Finger verbrennen, auch wenn dabei der Regenwald ‘drauf geht, auch wenn Monsanto seine Finger mit drin hat..

In diesem Zusammenhang möchte ich gerne auf folgendes Heft hinweisen, herausgegeben vom Verein für Drogenpolitk und der Edition Rauschkunde von Werner Pieper: Dope Pollution

Was macht ein Hanfaktivist – Steffens Tagesrausch vom 14 Juli 2010

Veröffentlicht am 15. Juli 2010 von tribble

Steffen Geyer hat einen neuen Tagesrausch gedreht, der sich dieses mal um die Frage dreht: Was macht eigentlich ein Hanfaktivist und warum hat er sonst nichts zu tun?

Den heutigen Tagesrausch verdankt ihr Pascal aus Dresden, der mir per Email eine handvoll Fragen gestellt hat, die ich öffentlich beantworten möchte.

Pascal wollte wissen: Was genau macht man als Hanfaktivist? Gibt es nicht bessere Sachen für die man sich einsetzen kann? Konsumierst du Cannabis? Wenn ja wie? Wie wirkt Cannabis wenn man es Konsumiert hat? Baust du Hanf an? was sagst du zu Produkten wie z.B. Hanfschokolade, Hanflollys und anderen?

Weitere Informationen und meine Antworten als Text gibt es auf seiner seite Usualredant und Pascal findet ihr auf Twitter

Idee und Produktion des Tagesrausch: Steffen Geyer

Neue Drogen – Aminoindane

Veröffentlicht am 11. Juli 2010 von tribble

Durch die Erweiterung des britischen “The Misuse of Drugs Act” sind seit dem 16. April 2010 diverse Substanzen illegalisiert worden – und der Schwarzmarkt reagiert. Wir können uns also auch hierzulande auf eine weitere Änderung des Betäubungsmittelgesetzes einrichten, was im übrigens mittlerweile etwa alle 73 Tage passiert. Nun sind einige neue Verbindungen auf dem Weg in den Markt, einige davon so neu, daß sie noch nie ausprobiert worden sind. Dies ist Möglich, indem man bestimmte Daten und Affinitäten analysiert und mit anderen wirksamen Substanzen vergleicht. Auch in der legalen Pharmazie wird das Prinzip angewendet um z.b. auf eine Person maßgeschneiderte Wirkstoffe zu erzeugen

Was ist passiert?

Nach der Erweiterung des britischen „The Misuse of Drugs Act“, sind seit dem 16. April 2010 alle chemischen Verbindungen, welche sich strukturell vom 2–amino–1–phenyl–1–propanon (Cathinon) ableiten, als „Class B drugs“ einzuordnen. Eine strukturelle Ähnlichkeit liegt dann vor, wenn die Substanz durch den formalen Austausch von Wasserstoff gegen:

  1. Alkyl-, Alkoxy-, Alkylendioxy-, Haloalkyl- oder Halid-Substituenten am Phenyl-Ring
  2. Alkyl-Substituenten an der α-Methyl-Gruppe
  3. Alkyl-Substituenten an der Amin-Funktion

des Cathinons erhalten wird, bzw. wenn die Amin-Funktion in eine zyklische Struktur eingebunden wird.[1]

So sieht Cathinon in der chemischen Struktur aus

Was bedeutet das?

Durch die Änderung des „The Misuse of Drugs Act“ wird der Besitz, Erwerb und Handel zahlreicher Substanzen innerhalb der britischen Grenzen unter Strafe gestellt. Zu diesen Substanzen zählen Verbindungen wie z.B. 3,4-Methylendioxy-N-Methylcathinon (Methylon), 3,4-Methylendioxy-N-Ethylcathinon (Ethylon), N-Ethylcathinon (Ethcathinon), α-Methylamino-Butyrophenon (Buphedron), 4-Fluor-N-Methylcathinon (Flephedron), β-Keto-N-Methylbenzodioxolylpropylamin (Butylon) oder Methylenedioxypyrovaleron (MDPV), welche in der Vergangenheit zum Zwecke der Rekreation genutzt wurden und unter der Bezeichnung „Research Chemicals“ u.a. über Internetshops erworben werden konnten.

Innerhalb des deutschen Betäubungsmittelgesetzes existiert kein Analogon-Verbot und so sind, bis auf das para-Methyl-N-Methylcathinon (Mephedron), welches am 22. Januar 2010 als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel eingestuft wurde[2], sämtliche Cathinon-Derivate unter ausbleibender Strafverfolgung negoziierbar.

Was muss ich noch wissen zu RC?

Der Handel von „Research Chemicals“ findet hauptsächlich über das Internet statt, wobei im November 2009 37% der 115 von der EMCDDA überwachte Händler im Vereingten Königreich ansässig waren.[3] Die in China beheimateten Hersteller von para-Methyl-NMethylcathinon (Mephedron) sind aufgrund des Verbots ihres Produktes in einem der größten Märkte dazu übergegangen, neuartige, bisher auf dem Markt nicht vorfindbare Substanzen zu synthetisieren[4] und diese an die Händler von „Research Chemicals“ weiterzugeben.

Und jetzt?

Da der Großteil der Internetshops für „Research Chemicals“ im Vereinigten Königreich beheimatet ist, ist davon auszugehen, dass die Produzenten ihre Produktpalette den gesetzlichen Veränderungen rund um diesen Markt anpassen. Dies bedeutet, dass die Produktion der Cathinon-Derivate reduziert, bzw. eingestellt wird und diese Substanzen in Zukunft eine untergeordnete Rolle spielen werden. Die „Research Chemicals“ der neuen Generation können laut Händlerangaben in den kommenden Wochen an die Kunden verschickt werden. Es ist davon auszugehen, dass ein nicht vernachlässigbarer Anteil der Kunden aus dem deutschen Raum stammt.

Quelle: Psychoaktive Benzofuran-, Tetralin- und Aminoindan-Derivate – Eine neue Generation von „Reseach Chemicals“

Hanfparade-Wagen bei Megaspree – Die Zeit ist reif

Veröffentlicht am 10. Juli 2010 von tribble

Die Zeit ist reif – rette deine Stadt!

Das ist der Slogan des Megaspree-Bündnisses, zu dem rund 150 verschiedenste politisch, kulturell und künstlerisch aktive Gruppen und Persönlichkeiten aus Berlin gehören. Wir – und viele andere – basteln, verschönern und vorbereiten in diesen Tagen unsere Paradewagen, mit denen wir am kommenden Samstag, dem 10.07.2010, bei der großen Megaspree-Demo auffahren. Genauer gesagt: Der Hanfparadewagen wird auf einem der 6 Demozüge aus 6 Bezirken mit auffahren, die zeitgleich um 15 Uhr als Sternmarsch starten. Wir hoffen natürlich, dass viele Kiffer mit uns dabei sind!

Unsere Route Nr. 3 startet auf dem Oranienplatz in Kreuzberg, trifft Route 1 und 2 an der Jannowitz-Brücke, und die Routen aus dem Norden auf dem Platz vor dem Roten Rathaus zur Abschlusskundgebung.

Was Megaspree will

Megaspree fordert das Recht auf eine kulturell vielfältige, freie und soziale Stadt ein. Wir sind, vorsichtig ausgedrückt, stocksauer über die kulturell und sozial destruktive Politik des Berliner Senats. Kommunale Potenziale sollen für das Gemeinwesen genutzt und nicht an den Meistbietenden verkauft werden, die Verdrängung von Subkultur und Menschen mit geringem Einkommen (Gentrifizierung der Kieze) darf nicht länger hingenommen werden, umwelt- und klimaschädigende übergroße Neubauten und ein weiterer Ausbau von Überwachungstechnik müssen gestoppt werden. All das sind Forderungen, welche die Hanfparade aus ganzem Herzen unterschreibt und die genauer auf www.megaspree.de nachzulesen sind.

Unsere Route

Unser Paradewagen startet 15 Uhr vom Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg, dann folgen: Heinrichplatz, Skalitzer Straße, Schlesisches Tor, Köpenicker Straße, Brückenstraße, Jannowitzbrücke (Zusammentreffen mit Route 1 und 2), Alexanderstraße, Grunerstraße, Spandauer Straße, und die gemeinsame Abschlusskundgebung auf dem Platz vor dem Roten Rathaus.

Waffen auf dem Summerjam – Polizei macht nichts

Veröffentlicht am 10. Juli 2010 von tribble

Hier haben wir eine Info mit einem Video zugesendet bekommen. Das ganze gibt es auf YouTube:

Der Östliche Eingang des Summerjam

Dort kann man die Polizisten sehen welche darauf warten, dass die Security ihnen den nächsten Fang zu schiebt… Um die Bühnen zu erreichen muss man über Brücken gehen welche von der Polizei dazu genutzt werden Kiffer aus dem Verkehr zu ziehen…

Wenn man farbiger oder Rasta ist wird man sehr Intensiv untersucht… als Beispiel wie solche Kontrollen ablaufen ist dieses Video sehr gut:

Leider verhindern die Sicherheitskräfte unter enormen Aufwand jegliches drehen vom Videos, deswegen entschuldige ich diese schlechte Kamera Führung…

Das Titel Thema zur summerjam 2010 sollte Heißen: Polizei: “Warum Dieben hinter her rennen wenn Kiffer doch sitzen bleiben”

Der Staffelführer dieses Hahr muss echt mal runter gemacht werden für diese dämliche Taktik, denn das Strafmaß für Diebstahl ist höher angesetzt als der BTMG verstoß wegen Sportzigaretten.

Selbst die Karnevalsgruppe aus Köln “Brings” grölten ganz laut: “Mach uns die Tüte an” in ihrem Lied ” Ne wat wo dat den früher ne superjeile Zick”. Scheinheiligkeit sondergleichen das muss man dem Veranstaltern (Jutta + so ein typ und Contours und der Polizei (Welche dieses Jahr verstärkt gegen Diebstähle vorgehen wollten) vorwerfen

grünegrüße,
Selassikai

Hans-Georg Behr von uns gegangen

Veröffentlicht am 8. Juli 2010 von tribble

Foto von Hans-Georg Behr in den jungen JahrenHeute Nacht ist Hans Georg Behr verstorben wir alle kennen ihn als Autor des grossartigen Buches “von Hanf ist die Rede” oder auch von “Weltmacht Droge” und “unsere Unterwelten”. Desweiteren erarbeitete er fantastische Geschichtsromane wie “die Mogulin” oder “Söhne der Wüste”.

Mit “fast eine Kindheit” schrieb er sich in die hohe Literatur, “fast ein Nomade” musste er, nach einem Schlaganfall schon bettlägrig, grösstenteils diktieren. Den letzten Teil der geplanten Trilogie wird er nicht mehr fertig stellen können.

Hans Georg Behr vor seinem TodeHans Georg Behr verstab in seinem Hamburger Zuhause, die letzten fünf Jahre ans Bett gefesselt, gepflegt von seinem Lebensgefährten Ecke Dück.

Mit Hans Georg haben wir alle einen grossen Literaten und rastlosen Charakter verloren und viele einen lieben Freund.

Interview mit ihm aus dem Hanf Blatt, “Ich sehe keine Bewegung”

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