Willkommen auf der Hanfplantage, einer privaten Website! Unten folgen Artikel in Sachen Hanf, Drogenpolitik und dem aktuellen Weltgeschehen.


Hinweis: Aktuelle Petition im Bundestag:
Zur Webseite der aktuellen Petition fuer Cannabis als Medizin

NDR Journalisten ohne Faktencheck: Kiffer immer Jünger

Veröffentlicht am 11. November 2014 von tribble

Schon vor 150 Jahren schrieb die Zeitung Figaro, dass die Kiffer immer Jünger werden würden. Grund war Gustave Courbets Selbstporträt Mann mit Pfeife (1848-1849), bei dem sich der Künstler Haschisch-rauchend malte. Gustave Courbet gilt als Mitbegründer des Realismus in Frankreich. Der Figaro tobte, dass es ein Vergnügen zeige, dass den Alten vorbehalten wäre. Nun wärmt der NDR diese Geschichte wieder auf.

Würde das so stimmen, müssten die Kiffer jetzt im Kindergarten anfangen.

Zu sehen ist das Bild hier, es ist relativ beliebt und wurde oft kopiert:

Courbet Autoportrait

Eine weitere Zusammenstellung, wer dieses Gerücht genutzt hat, findet sich hier im TAZ Drogerie Blog: NDR: Cannabis-Konsum: Einstiegsalter sinkt von Hans Cousto.

Amsterdam will mit regulierter Cannabisabgabe experimentieren

Veröffentlicht am 10. November 2014 von tribble

NRC berichtet, dass nun auch Amsterdam mit der regulierten Cannabisabgabe experimentieren möchte. Cannabisblüten und Produkte als Genussmittel sind auch in den Niederlanden noch immer illegal – nur der Umgang damit Privat oder im Coffeeshop ist “toleriert”. So wurde das Lieferproblem für die Coffeeshops als “Backdoor”-Problem, als Hintertürchen-Problem, bekannt. Nun möchte die Stadt, auch die Regierungspartei, die Produktion regulieren.

Die Koalition lehnt sich an einen bemerkenswerten Fall vor Groningens Gericht an. Das Gericht liess zwei Cannabisbauern laufen, weil sie “innerhalb der Hauptziele der von der Regierungspolitik für weiche Drogen gehandelt hätten”.

NRC: Ook Amsterdam wil experiment met gereguleerde wietteelt

US-Drogenfahnder brandheiss auf US-Investoren im kanadischen Cannabismarkt

Veröffentlicht am 14. Oktober 2014 von tribble

Hightimes verbreitet gerade die Neuigkeit, dass einem Reuters Interview zufolge mit dem Sprecher der Drogenverfolgungsbehörde der USA, Rusty Payne, sie genau schauen, wer in Kanadas Medizinalhanfmarkt investiert. Die steinzeitliche Meinung des Beamten ist, dass der Markt sehr riskant und ein rückgradloses Geschäft sei.

Bisher gehen die Investoren davon aus, dass es in Ordnung sei, in einem anderen Land ein Geschäft aufzubauen, welches im eigenen Land als illegal angesehen wird.

Bislang wurde noch niemand verhaftet. Allerdings, so Payne, sei dies vor allem auf die limitierten Resourcen bei der Verfolgung zurückzuführen.

Der Verkauf und Besitz von psychoaktiven Cannabisblüten, als Marijuana bezeichnet, ist noch immer illegal unter den Föderalgesetzen der USA. In Kanada hingegen ist die Herstellung und der Handel von Medizinalhanf legal. Dass die erwirtschafteten Gewinne wieder in die USA fliessen, könnte eine “rote Flagge” für die US-Strafverfolger sein, da es dann um Geldwäsche und Verbreitung einer “Liste 1 Substanz” ginge.

“Es sind zwei Verletzungen von US-Föderalgesetzen. Ich sehe keinen Weg drumherum” so Timothy White, Bankers Toolbox gegenüber Reuters. Seine Firma hilft Banken, Geldwäsche zu finden und gegenüber den Behörden zu dokumentieren.

69 Anregungen und Fragen zum Coffeeshop in Kreuzberg

Veröffentlicht am 6. Oktober 2014 von tribble

Die Grüne Bezirksführung in Kreuzberg möchte einen bzw. mehrere Coffeeshops zur Abgabe von Cannabis ermöglichen. Die Diskussion läuft – leider vor allem unter Fachleuten. Was nun die Betroffenen dazu sagen, oder wie sie sich einen solchen Coffeeshop vorstellen, wurde noch nicht gefragt. Bis jetzt. Fragen und Anregungen sollten auf der Internetplattform ASKFM eingegeben werden. Innerhalb von 10 Tagen sind 69 Anregungen und Fragen zum Coffeeshop-Modell in Kreuzberg eingegangen. Hier die Liste:

Stand: 6.10.2014
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IFG-Anfrage: Protokoll des Sachverständigenausschauss für Betäubungsmittel zur 28. BtMÄndVO

Veröffentlicht am 27. September 2014 von tribble

Der Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel, welcher Empfehlungen zur Änderung oder Ergänzung der in Anlage I bis III des BtMG aufgeführten Stoffe und Zubereitungen beschließt, tagt nicht öffentlich. Man kann nur vermuten, warum bestimmte chemische Substanzen “verboten” werden. Ich habe eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt um das Protokoll des Sachverständigenausschuss zur 28. BtMÄndVO zu erhalten. Wenn dich die Antwort interessiert, kannst du dich bei FragDenStaat einschreiben und wirst benachrichtigt, sobald eine vorliegt.

Es steht die 28. Betäubungsmittelgesetz-Änderungs-Verordnung an, mit der wieder neue chemische Substanzen einem vermeitlichen Kontrollregime durch die Behörden unterstellt werden. Neben der nicht-öffentlichen Tagung werden die Protokolle des Ausschuss nicht öffentlich zugänglich. Daher kann über die genauen Begründungen zum Verbot von chemischen Substanzen nur spekuliert werden. Auch die Personen in diesen Ausschuss nicht persönlich fragen, da diese sich laut der Geschäftsordnung des Sachverständigenausschusses am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Verschwiegenheit verpflichtet haben.

Zur Anfrage geht es hier: https://fragdenstaat.de/a/7628

Industriehanf ist Drogenhanf!

Veröffentlicht am 16. September 2014 von tribble

Kulicke, Manfred; Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung schrieb mir auf eine Anfrage, warum Nutzhanf so oft kontrolliert werde:

Sehr geehrter Herr Steldinger, der Anbau von Nutzhanf unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Demnach ist Hanf grundsätzlich nicht verkehrsfähig. Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne § 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Altersversorge der Landwirte ist der Anbau erlaubt, wenn die geforderte Größe der Betriebsfläche erreicht bzw. überschritten wird.

Ich finde es in diesem Zusammenhang sehr seltsam, dass sich viele – nicht alle (!) – Nutzhanfhersteller sich aus der politischen Debatte rausziehen. Man kann ja selber schauen, wer in den letzten Jahren auf der Hanfparade präsent war und sich die entsprechenden Schlüsse ziehen.

IFG-Anfrage zur “Fuck Drugs” Kampagne der Bravo an die Drogenbeauftragte

Veröffentlicht am 10. September 2014 von tribble
Logo der Bravo Fuck Drugs Kampagne

Logo der Bravo Fuck Drugs Kampagne

Vor kurzem startete die Bravo eine Anti-Drogenkampagne, die es in sich hat: Vor allem manipulative Texte, welche im Endeffekt keinerlei schadensmindernde Wirkung haben werden. Schon öfters haben solche Kampagnen, die ausschliesslich negatives über Drogen publizieren, ihr Ziel verfehlt. Ich habe mehrmals bei der Bravo-Redaktion angefragt: Keine Antwort. Ich habe die genannten Experten angemailt: Keine Antwort. Nun erhoffe ich mir mit einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz über die “Fuck Drugs” Kampagne bei der Drogenbeauftragten des Bundes eine Einsicht in das Konzept.

Die neue Aufklärungs-Kampagne von Europas größter Teenager-Multimediamarke wird von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler unterstützt.

Da die Drogenbeauftragte des Bundes die Kampagne unterstützt, muss es dort auch Unterlagen dazu geben.

Auf der Webseite “FragDenStaat” kannst du dich für meine Anfrage “interessieren”, und bekommst eine Infomail, sobald eine Antwort vorliegt.

Australien: Produzenten erwarten Legalisierung von Hanf als Nahrungsmittel

Veröffentlicht am 29. August 2014 von tribble

Wikipedia: Australien

Wikipedia: Australien

Die industriellen Hanfverarbeiter von Australien rufen die Bauern zum Anbau von Hanf auf. Interessanterweise ist der Anbau von Nutzhanf unter den gleichen Bedingungen des Opiumgesetzes legal, aber noch immer illegal, Nutzhanfprodukte als Nahrungsmittel zu verarbeiten. Einem Artikel bei ABC zufolge wird die Legalisierung von Hanf als Nahrungsmittel in Australien in 2015 erwartet.

“Wir konnten die Nachfrage in Australien nicht decken. Wir mussten sogar einiges [an Hanf] importieren.”

Die Hanfindustrie betreibt schon lange Lobbyarbeit bei der Regierung und bei der Nahrungsmittelsicherheitsbehörde für Australien und Neuseeland um Hanfsamen zu legalieren. Sie werden als Schlüsselelement betrachtet, um die australische Hanfindustrie anzufeuern.

via ABC: Call out to Aussie farmers to grow hemp

USA: Forscher finden Fäkalien auf Medizinalhanf

Veröffentlicht am 28. August 2014 von tribble

Die Story dreht sich um Jessica Tonani, welche Forschenderweise Cannabisblüten – Medizinalhanf – analysierte. Medizinalhanf ist legal in 23 US-Bundesstaaten. In dieser Mission analysierte sie nicht wie sonst üblich die DNA-Sequenzen der Blüten, sondern untersuchte sie auf Verunreinigungen. Die Proben enthielten eine lange Liste unappetitlicher Dinge, darunter das Fekalbakterium Enterobacter asburiae und das Vaginalbakterium Gardnerella vaginalis. Das bedeutet kurz gesagt: Die Leute, die mit den Blüten umgehen, waschen sich nicht die Haende!

Die Ergebnisse finden sich auf der Webseite der Firma Analytical360, welche Auffordert, mehr solche Tests durchzuführen und zu veröffentlichen.

Tonani, hatte eine DNA-Sequenzing Firma gegründet, vor kurzem verkauft und hat ein persönliches als auch finanzielles Interesse an der Zukunft des Medizinalhanfes. Sie hatte vor mehr als einer Dekade sich dem Mittel zugewandt, infolge von Magenbeschwerden, die dazu führten, dass ihr ein Teil des Bauches entfernt werden musste. Mittlerweile sendet ihr betreuender Arzt die Patienten, die von Cannabis profitieren könnten, zu ihrer Beratung.

Es ist eine Ironie der politischen Legalisierungsart, dass in den USA mittlerweile Genusskonsumenten “saubereres” Gras erhalten als Patienten, die es wirklich nötig haetten, und ihre Leiden das Zünglein an der Waage zur politischen Abstimmung waren. Zum Beispiel ist in Bundesstaat Washington Gesetz, dass die zwei dutzend Läden, in denen es Cannabis zu Genusszwecken zu kaufen gibt, ihr Cannabis auf Kontaminationen sowie den THC und CBD-Gehalt testen müssen. Es gibt diese Regel allerdings nicht fuer die mehr als 300 – alleine in der Gegend von Seattle – Medizinalhanfläden. Diese müssen noch immer in einer Art legalen Grauzone operieren, nachdem eine bundesstaatliche Abstimmung Anfang des Jahres scheiterte.

via BusinessWeek: Marijuana’s Buzzkill DNA: Biotech Researcher Finds Medical Pot Laced With Feces, 8.8.2014

Update

Im Jahre 2005 veröffentlichte Arno Hazekamp eine Untersuchung über Proben aus den Coffeeshops in den Niederlanden. Diese Proben enthielten auch Schimmel, einige Bakterien sowie Düngerrückstände. Das Paper kann hier eingesehen werden als PDF.

Es gibt auch Forschung über die Belastung mit Verunreinigungen im Cannabisrauch: Determination of Pesticide Residues in Cannabis Smoke; Nicholas Sullivan, Sytze Elzinga, and Jeffrey C. Raber; , Journal of Toxicology, Volume 2013 (2013), Article ID 378168, 6 Seiten.

Kanadas Ärzte wollen nicht bei Anti-Cannabis Kampagne mitmachen

Veröffentlicht am 26. August 2014 von tribble

Cannabis als Medizin GlasflaschenDie größte Gruppe, welche die Ärzte in Kanada repräsentiert, will nicht an der neuen Anti-Drogenkampagne des Gesundheitsministeriums teilnehmen. Die Kampagne soll auf junge Personen ausgerichtet sein. “Die Aufklärungskampagne ist jetzt ein politischer Fussball in der Cannabispolitik von Kanada geworden”, so ein gemeinsame Stellungnahme, welche am 16. August 2014 von den Gruppen College of Family Physicians of Canada (CFPC), Canadian Medical Association (CMA) und der Royal College of Physicians and Surgeons of Canada veröffentlicht wurde.

“Wir haben und werden auch nicht irgendeine politische Botschaft oder politische Werbung unterstützen oder verbreiten in dieser Sache.”

Die Gruppen unterstrichen, dass sie “ihre Arbeit fortsetzen werden, die öffentliche Bildung und das Bewusstsein über die Gesundheitsrisiken von Drogen und Alkoholkonsum bei jungen Kanadiern zu fördern.”

via CBCnews: Canada’s doctors decline to join anti-marijuana campaign

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