DINAFEM auf dem deutschen Markt

DINAFEM Logo, Hanfsamenbank in Spanien

DINAFEM Logo, Hanfsamenbank in Spanien

In diesem Artikel geht es um den Hanfsamen Hersteller „Dinafem“, der seit 2005 Hanfsamen anbietet. Durch die hohe Qualität sind sie mittlerweile eine der größten Samenbanken in Spanien. Interessante Informationen rund um Hanf und Spanien gibt es auch in ihrem Blog. Dinafem Seeds ist ein Unternehmen, welcher aus der Community entstanden ist.

„Bei Dinafem Seeds glauben wir an das, was wir tun. Wir sind absolut motiviert und engagieren uns für unser wichtigstes Ziel, bei allen Produkten, die uns ausmachen, höchste Qualität zu garantieren.“

Dinafem Seeds verfügt über eine breit gefächerte Auswahl an Marihuana-Samen: selbstblühende (sogenannte Autoflowering Samen), feminisierte und Sorten, die als medizinische Marihuana Hanfsamen immer mehr Beliebtheit geniessen. So gewann die Sorte „Critical Jack“ als Shattervariante den ersten Platz bei der Hempcon Cup San Bernardino 2015. Sie alle aber sind qualitativ hochwertig. Einige der wichtigsten und bekanntesten Samen der Kollektion sind: Moby Dick, OG Kush, Critical Jack, Critical + 2.0, Critical +, Cheese, White Whidow.

Was nicht vergessen werden sollte, DINAFEM ist ein langjähriger Förderer der Hanfparade, der Pro-Cannabis Demonstration im August in Berlin! Es ist immer wieder toll, wie unkompliziert und schnell DINAFEM zur Stelle ist: Was sich auch für Kunden in einem hervorragenden Kundenservice widerspiegelt. Also, schaut mal rein!

Liste zugelassener Hanfsorten für 2016 erschienen

Auch im Jahr 2016 ist der Anbau von Nutzhanf in Deutschland und Europa noch immer Anzeigepflichtig. Darüber hinaus sind nur bestimmte Hanfsorten zugelassen, die für diesen Einsatz speziell gezüchtet worden sind. Diese Sorten entwickeln nicht mehr als 0,2% THC in der Blütemasse. Die Liste für 2016 wurde nun veröffentlicht. Sie kann hier bezogen werden: Hanf Museum Berlin: Informationen zum Anbau von Nutzhanf.

Die Sorte „Asso“ wurde aus der Liste gestrichen. Der durchschnittliche THC-Gehalt aller Proben hat bei den Sorten Bialobrzeskie und Carmagnola im zweiten aufeinander folgenden Jahr den zulässigen Höchstgehalt überschritten. Sie dürfen daher nicht angebaut werden.

Gescheiterter Versuch in Frankreich erinnert an Rimonabant

Aktuell ist in den Medien der Fall dass in Frankreich in einer Pharmatestreihe, welche am Endocannabinoidsystem ansetzen sollte, zu schweren Schäden bei Personen sowie einem Todesfall geführt habe. Dies erinnert doch sehr an das Medikament Rimonabant (Acomplia®), welches auch auf Cannabinoidrezeptoren wirken sollte und erhöhte Suizidgefahr mit sich brachte.

Rimonabant ist ein Arzneistoff der von dem Unternehmen Sanofi-Aventis als Appetitzügler und damit zur Behandlung von Übergewicht entwickelt wurde. Rimonabant greift in das körpereigene Cannabinoid-System (Endocannabinoidsystem) ein und vermittelt seine Wirkung über eine Hemmung von Cannabinoid-Rezeptoren des Subtyps CB1. In den USA wurde die Substanz wegen ihrer psychiatrischen Nebenwirkungen nicht zugelassen, in der EU führte eine intensive Diskussion der Risiken von Rimonabant im Oktober 2008 zu der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur, die Zulassung ruhen zu lassen.

Eigentlich war die Überlegung hinter Rimonabant genial: Der durch Cannabiskonsum vorkommende gesteigerte Appetit – zum Beispiel in der Chemotherapie und AIDS Behandlung eingesetzt – basiert auf Rezeptoraktivität. Wenn man nun diesen Rezeptor hemmt, müsste man keinen Appetit mehr verspüren.

Mittlerweile wissen wir aber, dass überall im Körper Rezeptoren für Cannabinoide vorkommen und nicht nur im Magen. Bisherige Medikamente auf Basis von Cannabinoidmimetika – also Stoffe die ähnlich den Cannabinoiden sind – zeigen ihre Nachteile: im Gegensatz zur pflanzlichen Mischung wirken sie (noch?) nicht so gut und umfassend, bis hin zu schweren Nebenwirkungen, wie bei Rimonabant und dieser neuen Testreihe in Frankreich.

Siehe auch Wikipedia Rimonabant

Annabis und Delibutus Hanföl Cremes und Kosmetik von CannaCosmetics

Ich wollte mal eine kleine Eigenwerbung einbauen: Ich mache nun Zusammen mit meiner Partnerin Lee die kleine Firma CannaCosmetics, die Hanfölkosmetik verkauft. So versuche ich mir ein weiteres Standbein aufzubauen, rund um und mit Hanf. Im Sortiment sind bislang vor allem Produkte von Annabis Medical sowie der Manufaktur Delibutus. Beide stellen sehr hochwertige Hanfölprodukte her. Ein Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall:

Logo von CannaCosmetics GbR

Auch andere Pflanzen erzeugen Cannabinoide

„Helichrysum basalticum 1“ von Stan Shebs. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg#/media/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg

Viele Jahre glaubte man, dass Cannabis als einzige Pflanze in der Lage sei, Cannabinoide zu produzieren – daher kommt auch der Name dieser Stoffe. In den letzten Jahren wurde natürlich weitergeforscht, und Studien veröffentlicht, die beweisen, dass Cannabis keineswegs die einzige Pflanze ist, die diese Stoffe erzeugt. Dies ist nicht nur selten, sondern kommt in der Pflanzenwelt sogar ziemlich häufig vor!

Zur Zeit schreibt Sensi Seeds in ihrem Blog über Cannabinoide in Pflanzen über diese Entdeckungen. Aber fangen wir an mit einer Definition der Cannabinoide:

Cannabinoide sind auf Lipiden (Fetten) basierende Moleküle, die alle bis zu einem gewissen Grad auf Cannabinoidrezeptoren wirken; und diese sind ein grundlegender Bestandteil des Endocannabinoidsystems. Cannabinoide werden von Pflanzen produziert (die bekannteste ist die Cannabispflanze), aber auch in menschlichen Körpern und in denen der meisten anderen Tierarten, außerdem können sie in Labors synthetisch hergestellt werden.

Cannabinoide, die von Pflanzen produziert werden, nennt man Phytocannabinoide, und wenn sie vom (menschlichen) Körper produziert werden, heißen sie Endocannabinoide. Die im Labor synthetisierten Stoffe werden einfach als synthetische Cannabinoide bezeichnet.

Die meisten Cannabisfans werden bestimmt schon von den klassischen Cannabinoiden wie THC, CBD, THCV und CBC gehört haben, die mehr oder weniger auf die Cannabinoidrezeptoren wirken. Da wir das Endocannabinoidsystem heute besser verstehen, wissen wir nun, dass es weit mehr und auch unterschiedlichere Typen von Stoffen gibt, die auf die Rezeptoren wirken. Auch ein kleines Update hinsichtlich des Mycren in Mango gibt es im Artikel.

Einen interessanten Vortrag hat auch Peter Rausch auf der Cultiva Hanffachmesse gehalten: Cannabinoide in anderen Pflanzen und Lebewesen:

Ich finde es prima, dass sich Sensi Seeds mit den Themen auseinandersetzt. Nicht jeder Hersteller von Cannabisprodukten ist so ausführlich und offen!

Medropharm stellt neue medizinische Cannabissorten vor

Schweiz: Ein neues Unternehmen namens Medropharm stellt zwei neue Cannabissorten für die medizinische Nutzung vor. Sie kommen mit den Namen M-1337 und M-1448 und sollen ab dem Frühjahr 2016 erhältlich werden. Sie werden mit <0.8% THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) angegeben und sollen damit keine psychoaktive Wirkung zeigen. Vor allem dürfte bei diesen Pflanzen der CBD-Gehalt interessant sein. Aufgrund der fehlenden psychoaktiven Wirkung soll das Material für Patienten einfacher zu handhaben sein.

Die Medropharm GmbH ist spezialisiert auf die Gewinnung, Produktion und Vermarktung von Cannabinoiden und cannabinoidhaltigen Produkten pharmazeutischer Qualität. Nach eigenen Angaben bauen sie auf 3500qm an.

Eine solche Fabrikation mit Anbau ist in Deutschland zur Zeit noch nicht möglich. Erste Versuche für pharmazeutische Qualität als „Südhanf“ in München schlugen fehl. Andere Hersteller wandeln die Cannabinoide von industriellem Nutzhanf um, um an die begehrten Cannabinoide zu kommen. Möglicherweise wird sich dies im nächsten Jahr, mit der Ankündigung, medizinisches Cannabis besser zu regulieren, ändern. Wer wird wohl der nächste Bedrocan sein?

Ein „Super-CBD“ wurde Patentiert

Die Firma KannaLife Sciences, Inc. stellt Phytomedizin her und hat die Veröffentlichung ihres globalen Patentes WIPO/PCT Patent WO2015/106108A2 – ‚Novel Functionalized 1,3-Benzene Diols and Their Method of Use for the Treatment of Hepatic Encephalopathy‘ vermeldet. Es handelt sich dabei um ein modifiziertes CBD, Cannabindol, zur therapeutischen Nutzung. Das neue Molekül soll 500 mal weniger toxisch sein und wird erstmals für „seltene Fälle“, Orphan Drugs, angemeldet.

Es ist weit bekannt, dass hepatische Enzephalopathie (HE) und chronische traumatische Enzephalopathie (CTE) mit Stress durch freie Radikale in den Neuronen in Verbindung steht. Behandlungen, die diesen neurologischen Schaden beheben zeigen bei den Patienten deutliche verbesserungen bei der kognitiven Funktion, dem Lernen und dem Gedächtnis. Cannabidol (CBD) wurde als möglicher Wirkstoff zur Behandlung von oxidativen Stress in Betracht gezogen, aber hat seine Begrenzungen was Sicherheit und Pharmakokinetik angeht, so dass die effektiven Lieferwege dafür schwierig sind. Das neue Molekül, KLS-13019 genannt, „verbessert“ CBD in Sachen neuroprotektive Eigenschaften und Sicherheit, darüber hinaus zeigt sich eine dramatisch verbesserte orale Bioverfügbarkeit bei Ratten.

Es wird geschätzt dass etwa 1,5 Millionen Personen in den USA an HE leiden, darunter 300.000 Personen mit dem höchsten Grad Drei. Zur Zeit muss ein Patient mit HE etwa 10 verschiedene Pillen pro Tag zu sich nehmen, mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Ziel des Super-CBDs ist, diese Mengen deutlich zu reduzieren. Eine Zulassung in den USA als Orphan Drug bedeutet eine exklusive Vermarktung für sieben Jahre.

Die Hepatische Enzephalopathie (HE, Synonyme: portosystemische Enzephalopathie, hepatoportale Enzephalopathie, minimale Enzephalopathie, Hepatoenzephalopathie) ist eine potenziell reversible Funktionsstörung des Gehirns, die durch eine unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber entsteht. (Wikipedia)

Cannabidiol (CBD) ist ein schwach psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf Cannabis sativa / indica. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Weitere pharmakologische Effekte, wie z. B. eine antipsychotische Wirkung werden erforscht. Für bestimmte medizinischen Anwendungsfelder gibt es schon verfügbare Medikamente mit Anteilen von CBD. Beim Konsum von Hanfprodukten (Haschisch, Marihuana) bewirkt ein hoher CBD-Anteil eine eher sedierende, ein niedriger CBD-Anteil eine eher anregende Wirkung.

Quelle: Reuters

Cannabidiol – Das 507 Patent des NIH auf CBD

National Institute of Health Logo

Ich bin über einen interessanten Artikel bei Medical Marijuana Inc. gestolpert, welcher aussagt, dass das „National Institutes of Health“ ein Patent auf die therapeutische Nutzung von CBD, Cannabidiol, hält. 1998 hat eine Gruppe von Wissenschaftlern im Auftrag dieses Institutes ein Patent bei der US-Patentbehörde angemeldet, das aussagt, dass Cannabinoide einen medizinischen Wert haben.

Dem Mitautor und Nobelpreisträger Julius Axelrod, Patent #6,630,507 wurde zusammen mit dem Institut das Patent in 2003 erteilpt, nur fünf Jahre nachdem es eingereicht wurde. Das Patent lautet „Cannabinoide als Antioxidanzien und Neuroprotektoren“.

Continue reading

Cannabis-Debatte: Mehr Schein als Sein?

Dicker Joint in der Cannabis Debatte

In Sachen Cannabis scheiden sich die Geister schon lange. Einerseits ist dies eine Droge wie Alkohol oder Nikotin auch. Andererseits ist sie illegal und deshalb mit starken sozial-politischen Vorbehalten versehen. Klar, dass da die Debatte um dessen Legalisierung ganz besonders hitzig geführt wird. Argumente gibt es jedenfalls auf beiden Seiten zuhauf. Die Frage ist nur, welcher Art die Argumente sind und welche Interessen dahinter stecken.

Zum Beispiel ist der Konsum von Alkohol und Tabak vor dem Hintergrund ihrer gesundheitsschädlichen Konsequenzen, also aus medizinischer Sicht, genauso kritisch zu hinterfragen wie der von Cannabis. Man müsste also sagen: Wenn Alkohol und Tabak mindestens ähnlich schädlich sind wie Cannabis, dann sind auch sie zu verbieten bzw. Cannabis zu legalisieren. Da alkoholische Getränke sowie tabakhaltige Rauchgüter aber eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz, Verankerung und damit Legitimität genießen, dürften wohl jedwede politischen Vorstöße in diese Richtung im Keime erstickt werden, weshalb sie auch schlicht ausbleiben. Lediglich räumliche sowie altersspezifische Beschränkungen wurden hier bislang durchgesetzt. Bevor wir nun allerdings uns ein Urteil zu bilden gedenken, sollten wir einen Blick auf die Faktenlage werfen.

Gemäß den Zahlen des europäischen Drogenberichts 2015 haben rund 23% der Europäer im Alter zwischen 15 und 64 Jahren mindestens ein Mal in ihrem Leben Cannabis probiert. In der Gruppe der 15-34-jährigen haben knapp 12% in den letzten 12 Monaten gekifft. Von allen im Jahre 2013 in Europa sichergestellten illegalen Drogen machte der Anteil von Cannabisprodukten sage und schreibe 77% aus. Der Anteil von Kokain und Crack betrug 10%, der von Amphetaminen und Heroin lag bei jeweils 4%, der von Ecstasy bei 2%, während LSD „lediglich“ auf 0,1% kam. Ein wesentlicher Befund der Studie fiel entsprechend deutlich aus: Cannabis ist die in allen Altersgruppen mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Droge auf europäischem Territorium und Cannabisdelikte die häufigsten Drogen-Straftaten. Man kann sich entsprechend vorstellen, wie groß der Ressourcenaufwand seitens der einzelnen Staaten sein muss, den sie für die Verfolgung, Beobachtung und Verwaltung cannabiszentrierter Delikte betreiben müssen. Wie wenig effektiv die Maßnahmen bisher sind, zeigen die o.g. Zahlen und es erwächst deshalb die Frage, inwieweit Kosten und Nutzen hier noch als verhältnismäßig gelten können.

Was die justiziablen Verstöße und den Konsum illegaler Drogen betrifft, ist Cannabis also klar vorn. Noch häufiger konsumiert werden aber die legalen Drogen. Diese ziehen auch die größten negativen gesundheitlichen sowie gesellschaftlichen Folgen nach sich. Laut dem jüngsten Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung sterben rund 74.000 Menschen an den direkten wie indirekten Folgen des Alkohols; auch ca. 110.000 Raucher lassen aufgrund ihres Suchtverhaltens jährlich ihr Leben. An den illegalen Drogen starben im Jahre 2014 hingegen 1.032 Menschen. Entgegen der hartnäckig vertretenen Meinung vieler Politiker gibt es keine Studien, die Cannabis per se eine todbringende Wirkung bescheinigen. Bis heute sei kein einziger Todesfall dokumentiert, schreibt zum Beispiel Die Zeit mit Bezug auf die Aussagen von Michael Tsokos, Leiter der Rechtsmedizin an der Berliner Charité. Falschmeldungen gäbe es dagegen häufig. So handle es sich in Fällen, bei denen eine Kausalität zwischen Cannabis-Konsum und Todesfall hergestellt wird, vielmehr um Fälle von Koinzidenz, was nichts anderes bedeutet, als dass die Todesursache eine ganz andere „Vorgeschichte“ hat und in der Folge auch ohne Cannabisgebrauch eingetreten wäre – das beides zusammentraf, war eben reiner Zufall. Was demgegenüber nicht unterschätzt und verharmlost werden darf, ist die Tatsache, dass das Kiffen – zumindest in Deutschland – immer noch überwiegend in Kombination mit Tabak praktiziert wird. Das ist die eigentliche Gefahr dabei. Mittlerweile greifen deshalb vor allem solche Konsumenten, die Cannabis lediglich aus medizinischen Gründen einnehmen, immer mehr auf Alternativen, wie die sogenannten Vaporizer oder Verdampfer zurück. Hierbei wird das THC durch Wärme aus einem speziell angefertigten THC-Öl gelöst und in Form von Dampf inhaliert. Wie das Ganze aussieht, können Sie beispielsweise hier nachvollziehen.

Dass der Gebrauch von Cannabis insbesondere im Kinder- und Jungendalter zu massiven Persönlichkeits- und Entwicklungsstörungen führen kann, ist erwiesen und darf auch nicht heruntergespielt werden. Allerdings trifft dies mindestens in gleichem Maße, wenn nicht stärker ebenfalls auf Alkohol und Tabak zu. Die logische Konsequenz wäre folglich, entweder beides zu verbieten oder beides zu entkriminalisieren. Deshalb müssen strikte Auflagen und Restriktionen, wie etwa eine Altersbeschränkung, ja noch lange nicht aufgehoben werden. Auf diese Weise würden man enorme Kosten einsparen, ja möglicherweise sogar passable Steuereinnahmen erzielen, einen weitaus besseren Überblick über Verkauf und Konsum haben sowie das Leiden von Schwerkranken reduzieren, wenn man das Cannabis zumindest zu medizinischen Zwecken freigäbe.

Es sind also weniger sachliche, wissenschaftlich fundierte Argumente, die die Debatte um die Legalisierung von Cannabis anführen, sondern vielmehr moralisch-politische. Fragt sich nur, was am Ende weiter reichen wird. Dies wird die Lebenspraxis zeigen.

IFG-Anfrage zur Hanfparade 2015 läuft

Zur Hanfparade 2015 bekamen wir die 23. Einheit, die sogenannte „Prügeltruppe“. Ich frage daher auf dem Portal „fragdenstaat“ für Informationsfreiheitsanfragen nach den Unterlagen zur Hanfparade an. Die IFG-Anfrage läuft.

Ende Oktober übersendete mir die Polizei von Berlin einen Brief und liess darin verlauten, dass der Umfang der Unterlagen etwa 175 Seiten umfasse und noch einiges an persönlichen Daten geschwärzt werden müssen.

Den weiteren Verlauf kann man an der folgenden Stelle bei fragdenstaat verfolgen: Unterlagen zur Demonstration Hanfparade vom 8.8.2015

Kolumbien will den Verkauf von medizinischem Cannabis legalisieren

Grafik Karte Kolumbien auf der ErdeAm letzten Donnerstag, den 12. November 2015 hat der Präsident von Kolumbien, Juan Maenuel Santos, angekündigt einen Erlass herauszugeben, welcher den Verkauf von medizinischem Marihuana legalisieren und regulieren soll. ustizminister Yesid Reyes zufolge wird die Administration die Produktion und den Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken regulieren.

Die Staaten Kolumbien, Mexiko, Uruguay und Chile haben in letzter Zeit Cannabis entkriminalisiert oder legalisiert. Sie zeigen damit eine weitgehende Änderung der Drogen- und Cannabispolitik in Latein Amerika auf. Die kolumbianische Regierung wird einen regulatorischen Rahmen entwickeln, um Cannabis zu verteilen und zu verkaufen.

Kolumbien hat vor etwa 20 Jahren geringe Mengen von Drogen entkriminalisiert, aber Cannabis ist bislang noch immer eine kontrollierte, d.h. verbotene Droge. Trotz der schweren Vergangenheit in Sachen Cannabis ist Latein Amerika bereit, Cannabis zu medizinischen Zwecken zu legalisieren. Senator Manuel Galan gab dazu an, dass etwa 400.000 kolumbianische Bürger an Epilepsie leiden und von der Möglichkeit von medizinischem Cannabis profitieren könnten.

via Washington Post: Colombia to legalize commercial sale of medical marijuana

Wird LEGO der nächste große Hanfverarbeiter?

Wird dieser Hersteller der nächste große Hanfverarbeiter? LEGO hat über 100 Leute in ihrem Zentrum für nachhaltige Materialien angestellt, um das ultimative bessere Material zu finden und bis 2030 komplett Nachhaltig zu arbeiten. Welches könnte noch besser sein als lokal angebauter Hanf?

Schon im Juni kündigte die Geschäftsführung an, Forschung zu betreiben.

Besitzer der LEGO Gruppe, Kjeld Kirk Kristiansen gab dazu an: „Unsere Mission ist es, zu inspirieren und die Macher der Zukunft zu unterstützen. Wir glauben, dass unser zentraler Beitrag dazu durch das kreative Spielerlebnis, welches wir Kindern anbieten, entsteht. Das angekündigte Investment ist eine klare Stellungnahme für unsere kontinuierlichen Bemühungen, einen positiven Nachlass auf diesem Planeten, den zukünftige Generationen erben werden, zu hinterlassen.

Die Firma gab an, dass sie mehr als 150 Millionen US-Dollar in das Zentrum für nachhaltige Materialien investieren und es mit mehr als 100 Angestellten beleben wollen.

Die Hanf-Plastikforschung ist zur Zeit dabei, aus dem Labors herauszukommen und die ersten massenproduktkompatible Ergebnisse zu liefern. Darunter Hanffasern in Rübenzuckerbasierten PP, Hanffasern in PLA (zb. 3D-Drucker-fähig) sowie diverse Formpressteile. Eine direkte Umwandlung von Hanföl in Polymere ist zur Zeit noch nicht Marktfähig.

via NBC News: No More Plastic Legos? Company Searches for ‚Sustainable‘ Material

Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen drängt Regierungen, Entkriminalisierung von Drogen und Schadensminderung zu unterstützen

Als Vorbereitung auf die Spezialsitzung über Drogenpolitik der Vollversammlung der Vereinten Nationen, welche im nächsten Jahr in New York stattfinden wird, haben sich Repräsentanten diverser Agenturen der Vereinten Nationen an einem High-Level Multistakeholertreffen in Genf, der Schweiz, zusammengefunden. Das Ziel der Veranstaltung war es, Wege zu erkunden um das aktuelle Drogenkontrollsystem in eine angemessene Antwort zu verwandeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und auf dem Respekt vor Gesundheit und den Menschenrechten basiert.

Das Treffen wurde von der Schweiz und Kolumbien durchgeführt und befasste sich mit diversen Schlüsselthemen, welche während weiterer Vorbereitungstreffen mit der Suchtstoffkommission (CND) in Wien noch vor dem UNGASS weiter Debattiert werden müssen.

Schon bei der Eröffnung der Veranstaltung hat der Schweizer Botschafter für die Vereinten Nationen in Genf gesagt, dass die Stakeholder schon ihren Willen gezeigt haben, das globale Drogenphänomen durch die Linse der Menschenrechte und der öffentlichen Gesundheit zu sehen.

„Wir wollen auf diesem Momentum aufbauen durch die Widerholung unseres Standpunktes in der Drogenpolitik, dass diese den Menschen in den Mittelpunkt stellen muss und untermauert wird durch die mächtige Verbindung von Menschenrechten und öffentlicher Gesundheit“, so der Botschafter Alexandre Fasel.

Continue reading

30 Jahre Abenteuer: Die Geschichte von Sensi Seeds

Afghanistan, Südostasien, Niederlande … die vergangenen 30 Jahre waren ein echtes Abenteuer. Was als Reise aus Träumen gebaut begann, ist gewachsen und zu etwas Größerem, Mächtigeren geworden.

Schaut man sich die Geschichte von Sensi Seeds an, ihren preisgekrönten Sorten, das Informationszentrum, das gebaut wurde und seither stetig wächst, dann wissen wir, dass dies nur mit Liebe und Engagement erreicht werden konnte.

Unser Einsatz und unsere Hingabe für die Pflanze wachsen mit allem, was Sensi Seeds tun. Das gilt auch für uns.
Gemeinsam wachsen wir weiter.

GROW ON! #growonsensi

Ab dem 31.10. im Hanf Museum: „Kannabilder“ Cartoons, Illustrationen und Comics von Yorgos Konstantinou

Sin Papeles - Ein bekanntes Comicbuch von Yorgos: Über 50 Wege zu Kiffen ohne Blättchen!

Ich freue mich auf die Ausstellung von Yorgos Konstantinou, die ab dem 31.10. im Hanf Museum Berlin stattfinden wird: „Kannabilder“ Cartoons, Illustrationen und Comics. Los geht es mit einer Vernisage am 31.10. um 18 Uhr, die Ausstellung selbst kann bis Ende Januar 2016 begangen werden.

Yorgos, Jahrgang 1967, studierte Visuelle Kommunikation an der Berliner Universität der Künste. Leser der spanischen Zeitschrift Cáñamo kennen seine Comics und griechische Hanfaktivisten seine Plakate. Mit seinem Comicbuch „Sin Papeles“ (2004) zeigt er kreative Wege, ohne Blättchen Cannabis zu rauchen. Yorgos engagiert sich in bei IRÈNIA, einer Bildungs- und Friedensinitative.

Weitere Informationen zum Künstler:
Imagistan und auf seiner Webseite.

Genetische Forschung zeigt, dass Hanfsorten oft falsch bezeichnet sind

Hanfsamen gleich Hanfsamen? Oder was ist das in der Tüte?

In einer vor kurzem veröffentlichen Studie zeigen die Forscher auf, dass Hanfsorten oft falsch von ihren Produzenten bezeichnet werden. Viele in der Hanfscene kennen es: Die Hanfsorten haben bestimmte Namen wie Purple Kush, White Widdow und so weiter. Viele Hersteller geben eine Art kennzeichung nach Indica/Sativa an. Aber bekommt man eigentlich auch das, was versprochen wird? Dies dachten sich die Forscher und begaben sich in ein Labor.

Sie haben die größte vergleichende genetische Untersuchung von Cannabis bis zum heutigen Tage durchgeführt. Sie haben über 14000 Marker in 81 DNA-Proben verglichen. Bei einem Drittel der Vergleiche waren die Sorten genetisch gleicher zu Sorten mit unterschiedlichen Namen, als mit Sorten mit gleichen Namen. Es ist also oft so, dass man nicht das bekäme, was man wolle: Die genetische Identität einer Sorte kann nicht verlässlich über den Namen fest gemacht werden.

Auch die Herkunft der Marihuanasorten sei oft falsch angegeben. Die Unterscheidung in „Sativa“ und „Indica“ ist weit verbreitet in der Hanfgemeinschaft. Sativapflanzen sollen eher groß werden und eher Blüten mit einem stimulierenden Effekt hervorbringen während Indica kleiner sein sollen und eher Blüten mit einer entspannenden Wirkung hervorbringe. Die Untersuchung zeigt nun, dass nur wenig Übereinstimmung mit der durch den Produzenten berichteten Herkunft vorhanden sei. In einem Fall könnte es nicht falscher sein: Eine 100% Sativasorte (Jamaican Lambs Bread) war quasi genetisch identisch mit einer Sorte aus Afghanistan, welches 100% Indica sein sollte.

Gleichzeitig erkannten sie, dass Faserhanf und Rauschhanf sich auf genetischer Ebene signifikant unterscheiden. Die Unterscheidung der Population scheint sich nicht nur auf die Gene zur THC-Produktion zu beschränken.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die medizinischen und kommerziellen Potentiale der Hanfpflanze erst vollständig genutzt werden können, wenn ein verlässliches Klassifizierungssystem vorhanden ist. Ähnlich wie beim Wein oder Äpfeln möchte niemand viel Geld ausgeben, und dann nicht dass bekommen, was er oder sie möchte.

Es ist an der Zeit, dass Cannabisnutzer bemerken, dass sie oft nicht das bekommen, was sie möchten.

Darüber hinaus ist es an der Zeit für die Hanfsamenproduzenten, ihren Kunden die genetische Wahrheit zu erzählen anstelle 100 Jahre alter Klassifikationen, ihren genetischen Grundstock aufzuräumen und ihr Geld damit zu verdienen, verlässliche Sorten zu liefern.

Update

Zum Welt Hanf Kongress in Slovenien 2015 gab der Tjalling Erkelens von Bedrocan NL zu diesem Thema an, dass ihrer Forschung zufolge der Unterschied von Sativa/Indica eher in den Terpenzusammenstellung als in der Cannabinoidzusammensetzung.

Gesundheitsministerium legt Cannabisstudien falsch aus

Ich wundere mich immer wieder, warum das Bundesgesundheitsministerium Mythen und falsche Informationen über Cannabis in die Öffentlichkeit entlässt, sich sogar mit anderen Behördenzweige widerspricht und so weiter. Aktuell geht es zum Beispiel um die sogenannte „Einstiegsdrogentheorie“, welche schon lange wissenschaftlich widerlegt ist.

Also fragte ich beim Gesundheitsministerium durch das Informationsfreiheitsgesetz nach, woher denn diese Aussage käme. Das BMG antwortete mir tatsächlich. Nur leider gibt die Studie, auf die sich unsere Drogenbeauftragte Mortler (CSU) bezog, das nicht her. Die Studie beschäftigt sich mit Gesundheitsproblemen durch Cannabis. Allerdings ist von der „Einstiegsdrogentheorie“, im englischen „Stepping-Stone Theory“ nicht die Rede. Interessant ist auch, dass Studien, wie die Kleiber-Studie von 1998 im Gesundheitsministerium unter Seehofer oder die große Metastudie der WHO über 17 Länder wohl nicht mehr gelten.

Die Anfrage

Meine Anfrage zur Einstiegsdrogentheorie bei FragDenStaat:

Am 22.7.2015 schrieb Frau MdB Mortler: „Studien haben belegt, dass es eine Reihenfolge beim Ausprobieren psychoaktiver Substanzen gibt. So haben fast alle Konsumenten sog. harter Drogen mit Cannabis begonnen, allerdings dürfen Alkohol und Tabak hierbei nicht vergessen werden.“ ( siehe bei Abgeordnetenwatch )

Leider hat Frau MdB Mortler diese Behauptung aufgestellt, ohne Quellen zu nennen.

Bitte übersenden Sie mir eine Liste der Quellen zu diesem Kontext.

Die Antwort vom 30.9.2015

Sehr geehrter Herr Steldinger, ich gebe Ihrem Antrag statt und sende Ihnen nachfolgend den Link zu der Studie, die Quelle für die von Ihnen erwähnte Aussage war: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/…. Die späte Bescheidung bitte ich zu entschuldigen.

Meine Nachfrage

Da die Studie nichts über die Einstiegsdrogentheorie aussagt, meine erneute Nachfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren, sind Sie sich sicher, dass es die richtige Studie sein soll?

Anscheinend beschäftigt sich die Studie nicht mit diesem Thema, denn in dem Abstract ist nicht die Rede von der Einstiegsdrogentheorie, bzw. im englischen der „Stepping-Stone Theory“.

Vergleichbar mit den USA ist Deutschland auch nicht wirklich, da in den USA -teilweise- Cannabisblüten für erwachsene und mündige Personen frei käuflich zu erwerben sind.

Ich habe mit Ihrem Link die folgende Studie gefunden: „Adverse Health Effects of Marijuana Use Nora D. Volkow, M.D., Ruben D. Baler, Ph.D., Wilson M. Compton, M.D., and Susan R.B. Weiss, Ph.D. N Engl J Med 2014; 370:2219-2227June 5, 2014DOI: 10.1056/NEJMra1402309“

Wenn keine weiteren Studien hinzugezogen wurden, warum nicht?

Mit freundlichen Grüßen

Ich bin auf die Antwort gespannt!

Zwischenupdate

Mir wurde die Studie, für die man bezahlen muss, zugesendet. Dort gibt es tatsächlich ein kleines Kapitel zum Thema Einstiegsdrogentheorie. Man sollte den Abschnitt aber auch auf der zweiten Seite dazu, also Seite 2221 lesen:

„Although these findings support the idea that marijuana is a gateway drug, other drugs, such as
alcohol and nicotine, can also be categorized as gateway drugs, since they also prime the brain for a heightened response to other drugs. 22 However, an alternative explanation is that people who are more susceptible to drug-taking behav-
ior are simply more likely to start with marijuana because of its accessibility and that their subsequent social interactions with other drug users would increase the probability that they would try other drugs.“

Also sagt die Studie aus, dass die „Idee“ der „Einstiegsdroge“ auch auf andere Drogen bezogen werden könne, wie Alkohol und Nikotin, da auch sie die Sensiblität im Gehirn steigern würden.

Also:

  1. Alkohol und Nikotin müssen/können auch als Einstiegsdrogen klassifiziert werden – so wie es schon die Originale Forscherin in den 1970er Jahren schrieb, aber wissentlich oder unwissentlich nicht in den Populärmagazinen erwähnt wurde.
    Auch die Aussage von MdB Mortler ist wissenschaftlich unzulässig verkürzt, da diese (legalen) Drogen aussen vor gelassen wurden. Vielleicht hat auch sie Seite 2221 nicht gelesen.
  2. In der Anfrage auf abgeordnetenwatch geht es um eine pharmakologische „Schrittmacherfunktion“, die diese Droge inne haben solle, so MdB Mortler.
    Dies ist aber nachgewiesener Maßen nicht der Fall, auch diese Studie liefert keinen Hinweis darauf.

Hingegen ist laut dieser Studie die alternative Erklärung, dass es mit dem Sozialverhalten der Konsumenten zusammenhängt, insbesondere durch das Zusammentreffen der unterschiedlichen Märkte für illegalisierte Substanzen. Sozialverhalten ist aber keine der Substanz innewohnende Eigenschaft, also „pharmakologische Schrittmacherfunktion“.

CO2-neutraler Hanfbeton für Weinlager

Hanf Weinerei in Frankreich

Der Weinmarkt ist ähnlich wie der Hanfmarkt ein Spezialmarkt, in dem besonders hohe Qualität gefordert wird. Es ist nicht unüblich, dass Personen, die biologisch oder biodynamisch angebaute Wein- und Hanfsorten mögen, Fragen haben, bis zu welchem Grad die Produktion „komplett“ organisch und Umweltneutral sein kann. Sicherlich hört die Verpflichtung, biologisch anzubauen, nicht am Topfrand oder am Weinstock auf.

Bei dem Weingut Château Maris wurde dies bedacht, als sie ihr neues Weinlager anlegten. Die Weinerei enthält alles, was sie zum traditionellen Weinmachen benötigen. Als sie die Materialien auswählten, schaute das Team von Maris sich die Umweltbelastung an, wo das Material herkäme, wie es transportiert werde und wie es Hergestellt wurde. Die Wahl fiel auf Hanf, da er schnell wächst und lokal hergestellt werden kann.
Continue reading

Oregon startet heute den Verkauf von Cannabis

Am 1. Oktober 2015 treten neue Gesetze im US-Bundesstaat Oregon in Kraft, welche den Abgabestellen für medizinisches Cannabis ermöglicht, generell an Personen über 21 Jahren zu verkaufen. Ungefähr 200 Verkaufsstellen werden daran teilnehmen und Cannabisblüten an erwachsene Personen verkaufen.

Kunden wird es ab diesen Tag erlaubt sein, bis zu einer viertel Unze (also etwa sieben Gramm) Blüten der Cannabispflanze sowie bis zu vier nicht-blühende Pflanzen zu kaufen. Essbare Cannabisprodukte dürfen erst nächstes Jahr eingeführt werden.

Die neuen Gesetze wurden von den Wählern im November angenommen und wurden zum 1. Juli eingeführt. Sie erlauben Personen über 21 Jahren den legalen Besitz von bis zu einer Unze Cannabisblüten und ermöglichen den nicht-kommerziellen Anbau von bis zu vier Cannabispflanzen. Weitere Details zu dem Gesetz zur Regulierung und Besteuerung werden zu Beginn des nächsten Jahres erwartet. Die davon seperate Gesetzesgebung (Senate Bill 460), welche schon im August unterschrieben wurde, gibt den Abgabestellen für medizinisches Cannabis die Option, auch an Nicht-Patienten und Steuerfrei bis zum 4. Januar 2016 zu verkaufen.

Colorado und Washington erlauben zur Zeit ebenfalls den Endverkauf von Cannabis, während ähnlcihe Regulierungen in Alaska anstehen.

Die Steuereinnahmen in Washington aus dem Cannabisverkauf betrugen 90 Millionen USD in den ersten 15 Monaten, während die Steuereinnahmen in Colorado insgesamt 70 Millionen USD im vergangenen Jahr betrugen.

Quelle: NORML USA

Neuer Verdampfer für medizinisch dosiertes Cannabis noch in 2015

Israel ist schon bekannt für die Industrie rund um ihr „medizinisches Cannabis-Programm“. Die Firma Syqe aus Tel Aviv stellt nun mit Hilfe der Regierung einen Verdampfer für Cannabisblüten, welcher für medizinische Dosierungen zu gebrauchen sein soll. Die Version für Zuhause soll noch in diesem Jahr erscheinen, eine Version für das Krankenhaus steht in den Startlöchern. Medizinisches Marihuana wurde vom israelischen Gesundheitsministerium das erste mal 1992 zugelassen. Seit 2007 hat das Ministerium ein formales Programm für medizinisches Marihuana gestartet, zu dem nunmehr als 20000 Patienten gehören.

„Es ist extrem wichtig zu wissen, was eine Person mit einer bestimmten Krankheit bekommt, so Dr. Mechoulam. „Nicht jede Krankheit wird durch die gleiche Art von Marihuana oder die gleiche Dosierung beeinflusst. Es gibt Marihuanamixturen mit viel THC und wenig CBD, oder anders herum. Es gibt einige Krankheiten, die nur durch CBD beeinflusst werden können, wie zum Beispiel Epilepsie.“ Das Team um Dr. Mechoulam hat in den 1960er Jahren die Chemie von Marihuana untersucht sowie das Endocannabinoidsystem entdeckt, welches im Körper für viele Regulierungen zuständig ist. Dies umfasst auch die Entdeckung der Cannabinoidrezeptoren sowie der körpereigenen sogenannten Endocannabinoide wie Anandamid, nach dem sanskitwort Ananda, Glückseligkeit, benannt.

Das besondere an diesem neuen Verdampfer ist die immer gleiche Dosierung. Die Patienten erhalten „Kassetten“ mit einer gleichmässig bleibenden Dosierung von Cannabinoiden aus natürlichen Cannabisblüten.

Grafikdarstellung Syqe Prozess für Dosis-Kassetten mit Marihuanablüten

Syqe Prozess für Dosis-Kassetten mit Marihuanablüten

Die Krankenhausversion soll über das eigentliche Gerät hinaus auch eine Fürsorger-Funktion verfügen, welches die Dosierung und Blutplasmakonzentration im Auge behalten soll.

Klinische Studien mit dem SYQE-Gerät haben eine 3-fach höhere Effektivität gegenüber dem Rauchen und eine doppelte Effektivität gegenüber dem Verdampfen ergeben. Durch die immer gleiche Dosierung sei der Blutplasmalevel bekannt und besser abschätzbar.