Frank Tempel (Die Linke) unterstützt die Petition im Fall Weiglein!

Foto von Frank Tempel, aus der Wikipedia

Foto von Frank Tempel, aus der Wikipedia

Günther Weiglein bekommt prominente Unterstützung für die Petition in seinem Gerichtsverfahren. Das BfArM* hatte zuletzt eine „stillschweigende Fristverlängerung um 3 Monate“ bei dem Gericht beantragt. Diese Fristverlängerung ist eine Farce für Günther. Die Behörde weiss um die Leiden und spielt hier auf Zeit. Dagegen habe ich eine Petition gestartet. Diese wird dem VG Köln und dem BfArM bei jeder Teilnahme per eMail zugestellt. Zur Zeit unterstützen schon 371 Personen die Petition, darunter seit neuestem Frank Tempel von der Partei Die Linke. Frank Tempel ist Politiker und seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit Mai 2010 ist er Drogenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion. Weitere Unterstützung kommt aus den USA, Kanada, der Türkei, Schweiz, Österreich, Frankreich, Schweden sowie Spanien.

Vor seiner Zeit als Abgeordneter wurde Herr Tempel 1999 zum Kriminalbeamten im gehobenen Dienst ernannt. Von 1995 bis 2002 war Tempel in der Gewerkschaft der Polizei aktiv tätig, darunter zwei Jahre Landesvorsitzender der Jungen Gruppe der GdP in Thüringen.

Unterstütze auch du die Petition mit deiner Stimme und protestiere gegen diese unmenschliche und unwürdige Vorgehensweise!

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*Das BfArM ist das „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte“, in dem die Opiumbehörde angesiedelt ist, die Genehmigungen für den Verkehr mit „Betäubungsmitteln“ zuständig ist.

Law&Order mit Gesundheitsminister Gröhe

Hermann Gröhe 2010 - CC BY NC SA: CDU Deutschlands/Laurence Chaperon

Hermann Gröhe 2010 – CC BY NC SA: CDU Deutschlands/Laurence Chaperon

Es ist immer wieder interessant zu Lesen, was für Einstellungen manche Minister gegenüber bestimmten Themen, wie zum Beispiel organisiertem Drogenhandel, haben. Zur Zeit regt in Berlin die Auseinandersetzungen von „Rockerbanden“ die Gemüter: Diese Banden bekämpfen sich mittlerweile mit militärischen Mitteln: Mit Handgranaten. Wer dabei noch Schaden nimmt, ist der „organisierten Kriminalität“ egal. So kann das nicht weitergehen.
Deswegen fragte ich den neuen Gesundheitsminister Gröhe auf Abgeordnetenwatch, was er hinsichtlich des Drogenhandels der Banden zu Unternehmen gedenkt. Die Antwort zeigt gegenüber Drogen offensichtlich ein Schwarz-Weiss Denken, wobei hier in Deutschland doch ein Vier-Säulen System („Prävention“, „Beratung und Behandlung“, „Maßnahmen zur Schadensreduzierung“ sowie „gesetzlichen Regulierungen zur Angebotsreduzierung“) vorliegt. Deswegen frage ich nochmals nach.. aber eines nach dem anderen:

Banner zur Anfrage auf Abgeordnetenwatch

Anfrage vom 9.1.2014 wg. Drogenhandel der Banden

Werter Herr Gröhe,

die Auseinandersetzungen von Banden in Berlin geht in eine neue Runde, jetzt mit militärischen Mitteln, siehe www.morgenpost.de

Diese Banden beziehen ihre Mittel vornehmlich aus Drogenhandel.

Der Drogenhandel durch diese Personen ist nur möglich, da es einen Schwarzmarkt gibt, der unkontrollierbar ist. Eine Kontrolle durch den Staat findet auf einem Schwarzmarkt nicht statt.

Was gedenken Sie zur Regulierung zu unternehmen?

Antwort vom 14.1.2014

Sehr geehrter Herr …,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage vom 9. Januar 2014.

Hinsichtlich der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Rockerbanden darf ich Ihnen empfehlen, einen innenpolitischen Experten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zu kontaktieren.

Mit Blick auf den Rauschgifthandel darf ich grundsätzlich anmerken: Der Handel mit Drogen ist eine Straftat. Deshalb kann es keinesfalls Ziel des Staates sein, in diesem Bereich Regulierungsmaßnahmen zu ergreifen. Vielmehr sind auch weiterhin alle polizeilichen bzw. rechtsstaatlichen Mittel zur Bekämpfung von Drogenkriminalität auszuschöpfen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Gröhe

Weiter geht es..

Also ich habe damit ein Verständnisproblem. Unsere neue Drogenbeauftragte, Marlene Mortler, schrieb jüngst in ihrer Presesmitteilung zum Antritt, dass „die Ausrichtung in der Drogen- und Suchtpolitik mit den Säulen von „Prävention“, „Beratung und Behandlung“, „Maßnahmen zur Schadensreduzierung“ sowie „gesetzlichen Regulierungen zur Angebotsreduzierung“ [..] nach Ansicht Mortlers in Deutschland bewährt [..]“ habe.

Als Gesundheitsminister sollte man diese vier Säulen doch kennen, danach Planen und dies Benennen können. Das einseitige Setzen auf Repressionsmaßnahmen durch die Polizei ist wohl kaum die Lösung.

Deswegen frage ich nochmals nach. Weiter unten habe ich ein Video eingebunden, in dem der Kontext noch mal etwas klarer wird. So hat eine Studie der EU unlängst ergeben, dass eine wie-auch-immer geartete Drogenpolitik, also auch eine Repressive, keinen Einfluss auf das Konsumverhalten habe.

Bei Abgeordnetenwatch kann man sich benachrichtigen lassen, wenn eine Antwort vorliegt. Es ist auch ein Zähler vorhanden, wieviel Personen die Antwort interessiert. Je mehr Interesse, um so eher werden die Fragen beantwortet – ich würde mich freuen, wenn auch du dort mit einer eMailaddresse dein Interesse bekundest!

Banner zur Anfrage auf Abgeordnetenwatch

Werter Herr Gröhe,

vielen Dank für Ihre Antwort vom 14.1.2014.

Ich habe mit Ihrer Antwort ein Verständnisproblem.

Sie schreiben, „[..] Vielmehr sind auch weiterhin alle polizeilichen bzw. rechtsstaatlichen Mittel zur Bekämpfung von Drogenkriminalität auszuschöpfen.“

Laut der Drogenbeauftragten Mortler bestehe in Deutschland „die Ausrichtung in der Drogen- und Suchtpolitik mit den Säulen von „Prävention“, „Beratung und Behandlung“, „Maßnahmen zur Schadensreduzierung“ sowie „gesetzlichen Regulierungen zur Angebotsreduzierung““, welche sich bewährt hätten. (siehe PM vom 15.1.2014, http://bit.ly/1b3e1zO )

Sie haben in der Antwort nur eine der vier Säulen erwähnt. Wen von Ihnen verstehe ich da falsch und was sehen Sie hinsichtlich der anderen drei Säulen vor, oder werden diese mit der neuen Bundesregierung abgeschafft?

mit freundlichen Grüßen,

Ich bin auf die Antwort gespannt!

Infovideo über die Legalisierung in Deutschland

Stand Januar 2014
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Crowdfunding Magazin Lucy’s Sehnsucht – Rausch, Ritual, Realität

lucys-sehnsucht-cover-grafikCrowdfunding für ein Magazin: Auf die Reise gehen mit Lucy. Drogen! Genuss und Missbrauch? Medizin oder Gift? Realitätsflucht versus erweitertes Bewusstsein?

Das einzigartige Kultur- und Gesellschaftsmagazin bricht mit einem Tabu. Wir wollen offen darüber sprechen. Auf unterhaltende, spannende Weise Einblicke und Wissen in diesem Magazin vermitteln.

Es gibt keine vergleichbare Publikation auf dem Markt.

Zur Leipziger Buchmesse (März 2014) wird eine ca. 80 bis 100 Seiten starke Nullnummer präsentiert – mit Reportagen, Artikeln und Beiträgen, die das Projekt vorstellen.

Die Autoren der Nullnummer arbeiten ohne Honorar. Doch um ein High-End Magazin zu entwickeln braucht es mehr als das. Druck, Gestaltung und Vertrieb der Nullnummer möchten wir mit euren Beiträgen finanzieren. Dafür brauchen wir eure Unterstützung.
https://wemakeit.ch/projects/lucy-s-sehnsucht-rausch-ritual-realitaet

Lucy’s… bringt Hintergrundwissen zu einem Thema, das in sämtlichen gesellschaftlichen Schichten und allen Altersklassen aktuell ist. Namhafte Autorinnen und Autoren analysieren und kommentieren für Lucy’s den kulturellen Hintergrund, die politischen Verflechtungen sowie soziale und spirituelle Verbindungen. Lucy’s vermittelt Wissen zur Herkunft und Geschichte einzelner Substanzen, von der sakralen Ritualpflanze zum alltäglichen Gebrauch. Portraits von Persönlichkeiten, von Paracelsus bis Albert Hofmann. Lucy’s weiss Bescheid über neueste Trends auf den legalen und illegalen Drogenmärkten der Welt und kommentiert aktuelle politische Entwicklungen: den Krieg gegen Drogen ebenso wie erste Schritte zur Entkriminalisierung.

Videoaufruf zu Lucys Sehnsucht

Es folgt das Infovideo zum Crowdfunding Projekt:
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Das passierte mit den Gerichtsfällen wegen Cannabis nach der Legalisierung in Colorado

colorado-in-usaDie Neuigkeit ist: Die Konsumenten frohlocken! Die Anzahl der Fälle, die vor Gericht wegen mindestens einer Cannabisstraftat landen sind um 77% zwischen 2012 und 2013 gefallen, so eine  Analyse des Denver Post von Daten des Justizministerium des Bundesstaates.

Die Zahl der Strafen wegen Cannabisbesitzes in „geringer Menge“ sind von 714 im Monat in den ersten 9 Monaten von 2012 auf nur 133 pro Monat ein Jahr später gefallen.

Ausserdem geben sich die Staatsanwälte nicht ein mal mehr die Mühe, einige noch immer illegale cannabisbezogene Straftaten zu verfolgen, nachdem die Initiative im November 2012 angenommen wurde. Verurteilungen wegen dem Besitz von mehr als 12 Unzen Marihuana sind um 73% gefallen. Fälle von Besitz mit der Absicht, weniger als fünf Pfund zu verkaufen, sind um 70% gefallen. Auch wenn die Polizei in Denver wohl mehr Bußgelder wegen Konsum von Cannabis in der Öffentlichkeit verhängt hat, ist die Anzahl solcher Bußgelder im ganzen Bundesstaat um 17% gefallen.

Selbst die Zahl der Fälle gegenüber Personen unter 21 Jahren, die noch nicht legal mit Marihuana unter den Bundesgesetz umgehen dürfen, sind gefallen. Generalstaatsanwalt John Suthers sagte dazu, dass die Polizei aufgebe, da das Gesetz so komplex sei.

Und selbst wenn Cannabis in einer Verhaftung endet, die Fälle, welche vom Gericht abgewiesen wurden, steigen auf ein neues Hoch. 2012 wurden 79% der Fälle vom Richter oder Staatsanwalt fallen gelassen, 2013 sind es 84%.

Weiter geht es auf Policy Mic.

via Cannabis Culture

Informationen zur Medical Cannabis Biketour

logo-medical-cannabis-biketour2014Hast du schon mal von der Medical Cannabis Biketour gehört? Vor zwei Jahren startete Luc von Paradise Seeds und andere Personen das Projekt. Es wurde gut von der Presse angenommen und so geht es in diesem Jahr weiter.

Am Dienstag, den 11. März startet die MC Biketour. Sie springen auf ihr Fahrrad für einen guten Zweck: Das Ziel ist, Gelder zu sammeln um die Forschung zur Heilung von Krebs mit Cannabinoide finanzieren.

Eine internationale Gruppe von etwa 50 Personen und 10 Helfern werden über eine Strecke von 400km durch Spanien fahren um am Freitag auf der Spannabis Hanffachmesse in Barcelona anzukommen.

Mit dem folgenden Anmeldeformular kannst du dich gerne zur Fahrradtour anmelden:

Rider application forms: https://www.dropbox.com/sh/1z8b6lrc4n8pkwj/utw-yzdnVi

Weitere Informationen kannst du zudem auf der Webseite www.medicalcannabis-biketour.com erhalten. Auf der Webseite findest du die Anmeldeformulare, tolle HD-Videoclips von der letzten Fahrt in 2013 und viele weitere Informationen. Darunter sind auch Interviews mit den Professor Manuel Guzman and Guilermo Velasco über ihre Cannabisforschung.

Videotrailer zur Medical Cannabis Biketour

Es folgt das Trailervideo:
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Georg Wurth gewinnt die zweite Runde der Millionärswahl

Wer hätte es gedacht? Die Cannabiscommunity hat Georg ihre Stimme gegeben und so haben 22% der Anrufer bei Sat1-Millionärswahl am Freitag gestimmt. Herzlichen Glückwunsch!Weiter geht der Irrsinn bis nächste Woche Samstag, an dem Tag wird dann zwischen allen verbleibenden Teilnehmern gewählt. Die Bild-Zeitung musste das erstmal schlucken und diffamierte daraufhin den Diplom-Fachwirt als „Cannabis-Fan“.

Mehr Infos: Hanfverband: Das Wahlverfahren und Video: Millionärswahl – Georg Wurth ist dabei

Es folgt ein Infovideo vom DHV zur Millionärswahl:
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Petition: Verwaltungsgericht Köln&BfArM: Keine „stillschweigende Verlängerung“ der Frist im Fall Weiglein gegen Deutschland!

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Schmerzpatient soll von der Behörde drei lange Monate auf das Gerichtsverfahren hingehalten werden – Petition gegen diese unmenschliche Behandlung gestart. Grundlegendes Urteil zum Eigenanbau von Cannabis bei medizinischer Notwendigkeit erwartet.

Update: Das Gericht hat dem BfArM die drei Monate Fristverlängerung zugelassen. Ausserdem steht der Verhandlungstermin endlich fest. Weiteres in der Updatemeldung zu Günther seinen Fall.

Vor kurzem rief ich und viele andere Bekannte aus der Hanf-Scene zu Spenden für Günther Weiglein seinen Gerichtsfall auf. Er verklagt die Bundesrepublik Deutschland, in Form des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, auf Anbau von Cannabis für den medizinischen Eigenbedarf. Nun möchte das Bfarm eine „stillschweigende Fristverlängerung um 3 Monate“ bei dem Gericht.

Zur Info:  Obwohl Günther Weiglein zu den gerade einmal rund 100 Deutschen gehört, die natürliches Cannabis als Medizin nutzen “dürfen”, kann er sich sein Apothekenmarijuana nicht leisten. Dem unter chronischen Schmerzen leidenden Würzburger zahlt die Krankenkasse die 14,40 Euro pro Gramm nämlich nicht, von denen er mehrere pro Tag benötigt. Somit verklagt er die Bundesopiumstelle im Bfarm nun darauf, dass ihm der Eigenanbau von Cannabis erlaubt wird.

Diese Fristverlängerung ist eine Farce für den Patienten, um den es geht. Das Bfarm weiss um die Leiden des Patienten und spielt hier auf Zeit. Dagegen habe ich eine Petition gestartet. Diese wird dem VG Köln und dem BfArM bei jeder Teilnahme per eMail zugestellt.

Unterstütze die Petition mit deiner Stimme und protestiere gegen diese unmenschliche und unwürdige Vorgehensweise!

Update 14.1.2014

Bis heute haben sich 243 Personen an der Petition beteiligt – wann bist du dabei?

weitere Informationen

Weitere Hintergrundinformationen zum Fall: http://www.hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2011/139_dezember/s27_1111_guenter_weiglein.php

sowie im Video mit Anwalt: http://usualredant.de/2011/11/01/eigenanbau-fur-cannabispatienten/

In der Zeitung Welt: Schmerztherapie – Patienten kämpfen für legalen Cannabis-Anbau

In der Berliner Zeitung: Wirkstoff THC Cannabis aus dem Anbauschrank

In der Zeitung Medijuana: Hanfblüten aus der Apotheke

Ein Gerichtsverfahren kostet viele Nerven und Geld. Es wäre super, wenn du Günther seinen Fall unterstützen würdest. Alles, was nicht benötigt wird, fliesst an das Grüne Hilfe Netzwerk e.V., ein gemeinnützuger Verein für die Hilfe rund um das BtMG.

Sofern du eine Spendenquittung benötigst, überweise bitte an folgende Verbindung und melde dich bei info@gruene-hilfe.de per E-Mail!

An: Grüne Hilfe Netzwerk
Postbank Frankfurt
Kto.-Nr.: 91570602
BLZ: 50010060
Vermerk: Günther Weiglein
International:
IBAN: DE11 5001 0060 0091 5706 02
BIC: PBNKDEFF

VIELEN DANK!

 

Botanischer Garten von New York digitalisiert seine Historie der Biodiversität

Es gibt unglaublich viele Informationen über die Biodiversität da draussen, aber vieles ist in Sammlungen von Naturkundemuseen eingeschlossen. Um all diese Pflanzendaten erreichbarer zu machen, hat der Botanische Garten von New York – eines der vier größten Herbariums der Welt – angefangen, seine mehr als 7,3 Millionen Exemplare in eine übersichtliche digitale Datenbank zu packen.

Das Herbarium wurde etwa 1900 eröffnet und bis zum jetzigen Tage haben Sammler und andere private Herbarien mehr als 100.000 Spezien sammengebracht. Neue Kollektionen gehen jedes Jahr ein und die Kuratoren gehen auch ins Feld, um neue Spezien zu sammeln. In Stahlschränken und klimakontrollierten Räumen auf 5 Ebenen ist es eines der Herbarien, welches einen interessanten Rückblick auf die Vergangenheit der Pflanzen eröffnet. Die Sammlung umfasst sogar Schimmelpilze, die von George Washington Carver gesammelt wurden und ein Moss von Charles Darwin.

via Popular Science

Kann Cannabis deine Stimmung verbessern?

Eine Studie sagt, dass THC eine wichtige Rolle spielt, in der Art und Weise, wie wir negative Emotionen verarbeiten.

Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass Gras rauchen einen zum Lachen bringen kann, aber Forschungen zeigen, dass die positiven Effekte der Droge noch viel weiter gehen als nur „High“ zu werden.

Eine Studie von aus dem Jahre 2012,  welche im European Journal for Neuropsychopharmacology veröffentlich wurde, zeigt dass das körpereigene Endocannabinoidsystem, welches von THC aktiviert wird, eine wichtige Rolle in der Verarbeitung von Emotionen spiele, „ein essentieller Aspekt für sinnvolle soziale Interaktionen und interpersonelle Beziehungen.“

Um genau zu sein, gaben die Studienautoren den Teilnehmern in einer kontrollierten Umgebung THC. Die Teilnehmer zeigten weniger Gehirnaktivitäten auf negative Stimuli als wenn ihnen ein Plazebo gegeben wurde. Ein starker Bezug auf negative Stimuli wird verbunden mit mentalen Krankheiten wie Depressionen. Die Ergebnisse zeigten, dass das Endocannbinoidsystem eine wichtige, vor allem positiv unterstützende Funktion bei der Verarbeitung von Emotionen und Gefühlen habe.

Durch die Messung von Gehirnaktivität mit der funkitionellen Magnetresonanz konnten die Forscher dem Effekt von THC in den Gehirnen der Teilnehmer zuschauen. Es begann eine „Bewegung im gesamten Netzwerk von einer negativen emotionalen Einstellung hin zu einer positiven.“

Die Forscher ziehen daraus den Schluss, dass die Reaktionen des menschlichen Gehirns auf THC signifikanten Einfluss auf die Behandlung von mentalen Krankheiten habe. „Die Forschung zeigt weitere Beweise auf, dass das Endocannabinoidsystem die emotionalen Reaktionen moduliert und die These stützt, dass es bei abnormaler emotionaler Verarbeitung, die bei  psychiatrischen Störungen vorkommen, eine Rolle spielt.“

via Rolling Stones Magazine

Warum hilft Cannabis bei Entzündungen, Schmerzen… Veränderungen der microRNA könnte die Lösung sein

Die Forscher Prakash Nagarkatti und Mitzi Nagarkatti untersuchen seit Jahrzehnten an der USC (University of South Carolina) Medizinschule die Effekte der aktiven Inhaltsstoffe von Marihuana bei Autoimmunkrankheiten. Ihre Forschung in Bezug auf die molekulare Ebene und dem Effekt von THC darauf könnte neue medizinische Behandlungen hervorbringen.

In ihrer Studie behandeln die Forscher die Effekte von THC auf die microRNA, einer erst kürzlich entdeckten Variante von Molekülen. RNA reguliert die genetische Aktivität und die Verarbeitung im Körper und microRNA sind kleine RNA-Moleküle, die auch die Gene regulieren. Eine Veränderung der Moleküle, zum Beispiel in ihren Aktivitätslevel, könnte bei Krankheiten wie Arthritis, MS (Multipler Sklerose) und Diabetes helfen.
Die Forscher injizierten Labormäuse THC und analysierten die Effekte auf 609 verschiedene microRNA-Typen. Sie fanden heraus, dass 13 microRNA durch THC deutlich verändert  wurden. Die Ergebnisse werden im The Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.Der nächste Schritt der Studie wäre herauszufinden, welche microRNA rauf- oder runtergeregelt erden müssten um bestimmte Wirkungen auf Gene zu haben, und damit auf bestimmte Krankheiten. Forscher fanden eine starke Verbindung von microRNA und der Unterdrückung von Entzündungen. Sie glauben, dsas ihre Forschung Grundlegend sei für die Entwicklung potentieller Behandlungsmöglichkeiten für Entzündungskrankheiten und Krebs.

via smellthetruth

Das große Marihuanaexperiment: Die zwei Kriege gegen Drogen

Während in Colorado und Washington neue Gesetze und Regeln für den Umgang mit Cannabis herrschen, gehen die Zahlen für Verhaftungen für Cannabisdelikte auf einen neues Rekordniveau. Von Bruce Barcott (Rolling Stones Magazine)

Legales Marihuana in den USA wird zur Zeit als eine 1,43 Milliarden Dollar Industrie angesehen. Es wird davon ausgegangen, dass sie 2014 auf 2,34 Milliarden US-Dollar anwachsen wird. Wenn diese Zahlen stimmen, immerhin eine Anstieg um 64% – stärker als der globale Verkauf von Mobiltelefonen, wird Gras bald einer der am stärksten wachsenden Geschäftsfelder der Welt sein.

Eine aktuelle Umfrage von Gallup zeigt, dass 57% der US-Amerikaner die Legalisierung befürworten – 10% mehr als im letzten Jahr.
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Verfrühter Aprilscherz zu 37 Todesfällen durch eine Überdosis Cannabisrauchen nach der Legalisierung in Colorado

Ein verfrühter Aprilscherz über den Todesfall von 37 Personen durch eine Überdosis beim Grasrauchen nach der Legalisierung von Cannabis in Colorado übernahm das Internet in der letzten Woche. Auf diversen Plattformen kursierte das Gerücht, welches originär von dem „The Daily Currant“ gepostet wurde, einer Satireseite.

Seit der Legalisierung von Marihuna Anfang des Jahres ist noch niemand an einer Überdosis gestorben. Tatsächlich ist es so, dass Studien zeigen, dass es nahezu unmöglich ist, sich beim Cannabiskonsum zu überdosieren. Warum soviele Personen auf diese Story ‚reingefallen ist, ist unbekannt.

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Tote nach der Cannabislegalisierung.

Der Überdosisscherz ging insbesondere gut ab, da ein „lokaler Doktor“ zitiert wurde mit dem Namen Dr. Jack Shepard, der seinen Angaben nach, jede Menge Personen in Totensäcke stecken musste.

Auch weitere Personen mussten daran glauben: Einer der ersten Toten sollte ein gewisser Jesse Pinkman sein, ehemaliger Methamphetamindealer.

Wem dass dann noch nicht aufgefallen ist, dass es ein Scherz ist, schaut wohl aktuell keine Fernsehserien. Jack Shepard ist aus der Serie „24“ und Jesse Pinkman einer der Protagonisten der Serie „Breaking Bad“.

Hat dich der „Aprilscherz“ ‚reingelegt?

u.a. im Examiner

Studie: US-Bundesstaaten, die Medizinalhanf Legalisieren, haben weniger Tote bei Verkehrsunfällen

Eine Studie von 2011 zeigt eine Verbindung auf, zwischen US-Bundesstaaten die Medizinisches Cannabis legalisiert und weniger Tote bei Verkehrsunfällen haben. Die Studie wurde von D. Mark Anderson durchgeführt, einem Ökonomieprofessor an der Montana State Univerity und Daniel Rees, ein Professor an der University of Colorado, Denver.

Sie schauten sich die Daten der einzelnen Bundesstaaten an, darunter die Nationalen Umfragen zu Drogenkonsum und Gesundheit. Anderson und Rees entdeckten, dass Bundesstaaten, in denen Medizinalhanf legalisiert worden ist, durchschnittlich Neun Prozent weniger Todesfälle bei Verkehrsunfällen zu verzeichnen waren.

„Wir waren sehr Überrascht, dass die Zahlen sanken,“ so Rees gegenüber dem Denver Post.

In einem Versuch, die Ergebnisse zu erklären, sagte Rees, dass die Gesetzesgrundlage eine Möglichkeit bietet, dass junge Personen in der Folge weniger Alkohol konsumieren. Anderson, Rees‘ Mitforscher, sagte dem Missoulian, dass die Forschung zeige, dass Cannabis Rauchen nicht weniger Beeinflussend sei als Alkohol, könne dies dennoch immer eine Möglichkeit sein.

„Es könnte so sein.“ sagte Anderson der Zeitung, „Wir sagen, dass unsere Ergebnisse damit konsistent wären.“

Aber das Discover Magazin bleibt skeptisch gegenüber einer starken Kausalität gegenüber legalem Medizinalhanf und weniger Todesfällen:

Aus dem Discover:

Es gibt keine kristall-klaren Beweise, dass Gesetze für Medizinalhanf dazu führen, dass die Leute mehr Gras rauchen – in drei diskutieren Staaten, Montana, Rohde Island und Vermont, haben unterschiedlich viele Personen sich für das Medizinalhanfprogramm eingeschrieben, und dennoch wurde kein größerer Anstieg an Cannabiskonsum berichtet

Die Studie schaute sich auch keine Bundesstaaten an, in denen es nicht legalisiert worden ist.

Die Forschung wurde auf der Webseite des Institute for the Study of Labor’s website gepostet ist ist im Peerreview im Journal of Law and Economics.

Weitere Erklärungen könnten sein, dass Fahren unter dem Einfluss von Cannabis weniger gefährlich ist als Betrunken zu fahren. Eine Studie von 2012, veröffentlicht vom British Medical Journal  zeigte eine 10-fach höhere Gefährdung einen Unfall zu riskieren durch den Blutalkoholspiegel von 0.08, gegenüber einfachem Cannabiskonsum. „Clean“ fahren wurde noch immer als sicherste Option gegenüber Marihuana oder Alkohol angesehen.

via TimesPopular Science

Studie: Cannabinoide können Magenkrebszellen töten

Grafik zum MedizinalhanfEine neue Studie, die in dem Journal für Chemotherapie erschien, berichtet, dass die Aktivierung der Cannabinoidrezeptoren zum Tod von Magenkrebszellen führte. Cannabiskonsum und Cannabinoide können dies hervorrufen. Der Effekt, Antineoplastisch genannt, zeigte im Mausmodell Erfolg, so dass der Tumor sich nach 14 Tagen um 30% bei einer Gabe des synthetischen Cannabinoids WIN 55,212-2 verkleinerte. Autophagie, das gezielte Sterben von Zellen konnte deutlich in der behandelten Gruppe beobachtet werden.

Die gesamte Studie kann auf der Webseite der U.S. Library of Medicine eingesehen werden.

via The Joint Blog

Ruhige Feiertage? Nicht für Medizinalhanfpatienten

Grafik zu Cannabis als MedizinEs ist soweit, die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Eigentlich eine schöne Zeit, um mal etwas mehr abzuschalten. So aber nicht für etwa 150 Patienten in Deutschland, die eine Ausnahmegenehmigung besitzen und damit Cannabisblüten aus der Apotheke beziehen können. Meldungen diverser Patienten auf Facebook zufolge kann der einzige Großhändler Fagron nicht mehr liefern und habe seine „Notvorräte“ bis Januar aufgebraucht.

Ich will endlich leben dürfen wie jeder Mensch ohne Ängste und Schmerzen…ich möchte Glücklich sein und das geht nur wenn man ohne Angst leben darf (Ein Cannabispatient)

Aus den ACM-Mitteilungen: Nach Auskunft des Importeurs Fagron muss das Unternehmen der Bundesopiumstelle zu Beginn eines Jahres das zu erwartende Kontingent an zu importierendem Cannabis mitteilen. Fagron weißt darauf hin, dass dieses Kontingent allerdings unterjährig nicht modifizierbar ist und demnach bei nicht vorhersehbar exponentieller Entwicklung der Abverkaufszahlen möglicherweise in den Engpass führt. [..]

Andererseits wäre es auch wünschenswert, wenn die Bundesopiumstelle flexibler auf eine Zunahme des Bedarfs reagieren und eine Erhöhung des Kontingents im Verlaufe eines Jahres zulassen würde, denn es erscheint in der Tat nicht einfach zu sein, den zu erwartenden Jahresbedarf im voraus abzuschätzen.

Der Forderung nach einer Flexibilisierung der Bürokratie können wir uns nur anschliessen!

Havard-Uni: Cannabis verursacht keine Schizophrenie

Grafik zum MedizinalhanfEine neue Studie von der Harvard-Universität könnte Bedenken über den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie ausräumen. Während viele weiterhin das Potenzial von Cannabis zur Verursachung einer Schizophrenie diskutieren, erklären Forscher der Medizinischen Fakultät der Harvard-Universität, dass es „bisher keine überzeugenden Beweise dafür gibt, dass Cannabiskonsum Psychosen verursachen kann“. Ihre jüngste Studie, die in der Zeitschrift Schizophrenia Research veröffentlicht wurde, unterstützt die Rolle genetischer Faktoren bei der Schizophrenie, und dass Cannabiskonsum allein nicht das Risiko für die Entwicklung der Erkrankung erhöht.

„Zusammengefasst folgern wir, dass Cannabis selbst keine Psychosen verursacht. Bei genetisch prädisponierten Personen gibt es keinen Hinweis, dass Cannabis Psychosen verursacht, während er den Beginn der Erkrankung, die Schwere und das Therapieergebnis beeinflussen kann.“

Das Team, das von Dr. Lynn DeLisi, Professor für Psychiatrie an der Harvard-Universität, geleitet wurde, analysierte die Krankengeschichten von Familien von 108 Schizophrenie-Patienten und 171 Personen ohne Schizophrenie, um zu bestimmen, ob Cannabis ein Faktor bei der Entwicklung der Erkrankung ist. Sie fanden heraus, dass eine Schizophrenie in den Krankengeschichten der Familien das Risiko für die Entwicklung einer Schizophrenie erhöhte, unabhängig davon, ob eine Person Cannabis konsumierte oder nicht. Die Autoren folgerten, dass „die Ergebnisse der aktuellen Studie nahe legen, dass ein erhöhtes familiäres Krankheitsrisiko für Schizophrenie die zu Grunde liegende Basis für eine Schizophrenie bei Cannabiskonsumenten ist und nicht der Cannabiskonsum selbst“.

Veröffentlicht auf Pubmed: Proal AC, Fleming J, Galvez-Buccollini JA, Delisi LE. A controlled family study of cannabis users with and without psychosis. Schizophr Res, 2. Dezember 2013 und Leaf Science vom 8. Dezember 2013.

via AG Cannabinoide als Medizin

Uni Graz: Cannabis effektiv bei der Behandlung von Morbus Crohn

Grafik zum MedizinalhanfEine neue klinische Studie, die in dem Journal für Pharmakologie und auf Pubmed veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass Cannabis effektiv ist bei der Behandlung der Krankheit Morbus Crohn. Morbus Crohn ist eine Form chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Laut den Forschern vom Institut für experimentelle und klinische Pharmakologie an der medizinischen Universität von Graz in Österreich „[..] ist Cannabis eine uralte Medizin, die weithin als Heilmittel gegen Entzündungen des Darms eingesetzt wird. Eine neue klinische Studie zeigt, dass die Medizinalpflanze Cannabis sativa die Erwartungen erfüllt hat und höchst Effektiv bei Fällen mit entzündlichen Darmerkankungen ist.“

Schon vorher wurde Berichtet, dass Cannabis sowohl bei den Symptomen hilft, als auch den Krankheitszustand verbessert, in einer Studie um 90% auf dem Crohn-Aktivitätsindex der Patienten. Dies ist nun die erste klinische Studie mit echtem Cannabis. Es konnte gezeigt werden, dass Cannabinoide anti-entzündliche Wirkungen hat und die Symptome lindert.

„In einer vielversprechenden plazebokontrollierten Studie wurde bestätigt, was durch anekdotische Berichte bekannt war, d.h. Cannabis produziert signifikante klinische Vorteile bei Patienten mit Morbus Crohn. Die beteiligten Mechanismen sind noch nicht klar, aber sie umfassen höchstwahrscheinlich periphere Aktionen der Cannabinoidrezeptoren 1 und 2 and auch könnten auch andere zentralnervöse Aktionen beinhalten.“

Die Studie kann im Volltext hier gefunden werden (Cannabis Finds Its Way into Treatment of Crohn’s Disease. Schicho R, Storr M., Pharmacology. 2013 Dec 17;93(1-2):1-3. [im Druck]) .

via The Joint Blog

Interessant ist auch..

..die folgende Meldung bei der AG Cannabinoide als Medizin: Studie – Wissenschaft/Mensch: Viele Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen verwenden Cannabis, um ihre Symptome zu behandeln.

Der Drogenpolitische Livetalk – 13 Mal Weiß der Geyer

13 Mal „Weiß der Geyer“
Der Drogenpolitische Talk im Google Hangout/Youtube

Länge: je Folge ca. zwei Stunden

Drogenpolitischer Jahresrückblick 2013 – Weiß der Geyer? Nr. 13
auf Youtube

Tu nix ohne Liebe… – Weiß der Geyer? Nr. 12
auf Youtube

An der schönen blauen Donau, Cannabis in Österreich – Weiß der Geyer? Nr. 11
auf Youtube

Die Partei, die Partei, die hat immer Recht… – Weiß der Geyer? Nr. 10
auf Youtube

Research Chemicals – Weiß der Geyer? Nr. 9
auf Youtube

DopePollution, Umweltschutz und Drogen – Weiß der Geyer? Nr. 8
auf Youtube

Wenn Wählen etwas ändern würde – Weiß der Geyer? Nr. 7
auf Youtube

Hopfen und Malz, Gott erhalts – Weiß der Geyer? Nr. 6
auf Youtube

Dampf machen für Cannabis als Medizin – Weiß der Geyer? Nr. 5
auf Youtube

Von Hanf ist die Rede – Weiß der Geyer? Nr.4
auf Youtube

Gedenken, Aktionen, Vorsorge – Weiß der Geyer? Nr. 3
auf Youtube

Mit Cannabis Social Clubs auf Du und Du – Weiß der Geyer? Nr. 2
auf Youtube

Drogenpolitischer Live-Videochat aus dem Hanf Museum Berlin – Weiß der Geyer Nr. 1
auf Youtube

Kanada: Datenschutzkatastrophe für 40.000 Medizinalhanf-Patienten

Grafik Cannabis als MedizinEnde November bekamen über 40.000 Medizinalhanfpatienten Briefe von einer Abteilung von Health Canada. Health Canada ist so etwas wie das Gesundheitsministerium. Die Briefe sollten die Patienten auf die Änderungen zum nächsten 1. April vorbereiten.
Aber die Briefe wurden in Umschläge verpackt, die nicht nur mit dem Namen des Patienten bedruckt waren, sondern auch explizit auf das Medizinalhanf-Programm hinwiesen.

George Da Pont, stellvertretender Minister bei Health Canada hat sich auf der Webseite entschuldigt und nannte es einen Verwaltungsfehler.

Der Nutzer von medizinischem Cannabis Marcel Gignac sagte, die Aktion hat eine Zielscheibe auf den Rücken der Patienten in ganz Kanada gemalt – viele haben nun Angst vor Überfällen.

Gignac, der auch Sprecher für die Allianz der Medizinalhanfpatienten ist, sagte, das Outing stelle die Patienten sozial blank, als auch als Zielscheibe für Diebstähle. Er sagte, bisherige Briefe vom Programm hätten keine Hinweise darauf enthalten.

Health Canada ändert zur Zeit das Medizinalhanfprogramm, so dass einige dutzend lizensierte kommerzielle Unternehmen das Produkt für die Patienten zur Verfügung stellen und den Eigenanbau zurückdrängen sollen.

via globalnews u.a.

Buch: Hanf heilt von Wernard Bruining

bruining-hanf-heiltMich erreichte das neue Buch „Hanf heilt“. Es stellt sich dar als das erste Buch, das ausführlich anhand von 42 Fallstudien die therapeutische Wirksamkeit von psychoaktivem Hanfblütenöl bei diversen Problemen und Krankheitsbildern dokumentiert. Leider bleibt es auch dabei.

Ähnlich wie Rick Simpson, dessen Video-Dokumentation „Run from the Cure“ eine heilungsfördernde Wirkung von Hanfblütenöl bei bestimmten Krebsarten aufzeigt, dokumentiert Wernard Bruining in seiner Arbeit, dass der Einsatz von psychoaktivem Hanföl auch in vielen anderen Fällen, zum Beispiel bei chronischen Schmerzen, Autismus und „sozial unangepasstem Verhalten“ zu Besserungen führen kann.

Leider ist das Werk wenig wissenschaftlich. Zum einen kommen die Patienten nicht zur Sprache, bei denen es nicht geholfen hat – zum anderen ist das Gesülze über Indigokinder völlig daneben. Klar – alle möchten sich gerne „besonders“ Fühlen. Aber nicht mit solchen Allgemeinplätzchen!

Was die Seriösität des Verlags angeht – dieser Macht am Buchende Werbung für „Wundermittel“ wie MMS (Chlordioxid-trinken, klar – trinken auch alle immer Klo-Chlorreiniger gegen ihre Krankheiten) – rege ich mich gerade über die weiteren Inhalte deren Verlagsprogramms auf (Verschwörungen, Quacksalberei usw.). Es fragt sich, warum das Buch nicht in einem seriösen Verlag, wie Nachtschatten o.ä. rausgegeben wurde.

Hanf heilt – erschienen im Mosquito Verlag. 24€, 250 Seiten, durchgehend farbig bebildert, ISBN: 978-3-9814098-8-8

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