Berliner Petition zur Modifizierung der Praxispflicht für Diamorphinabgabe

Bitte unterstützt die Petition Nr. 426/18 im Abgeordnetenhaus von Berlin zur Lockerung der Praxispflicht für die Diamorphinabgabe bei Opiatabhängigkeit! Leider ist noch immer kein „normales Leben“ mit einer Abhängigkeit von Heroin möglich. Deswegen ist das Ziel der Petition: das „normalere“ Leben hinsichtlich des täglichen Aufsuchens der Arztpraxis durch eine sinnvollere Take-Home Regelung fördern.

Die Petition schlägt vor, mindestens drei Tage „Take-Home“, also die Mitgabe nach Hause, zum Standard zu machen, sowie Mitgabe in den Urlaub über mindestens 14 Tage.

Nicht nur für meine Freunde ist es extrem anstrengend, jeden Tag zum Arzt zu müssen; auch die behandelnden Ärzte sind über alle Stränge belastet sowie Freundes- und Familienkreis und der Arbeitgeber durch „medizinische Extrapausen“.

Grafik zur Petition

Berlin Petition zur Lockerung der Praxispflicht bei Diamorphinabgabe

Berlin Petition zur Lockerung der Praxispflicht bei Diamorphinabgabe

Update

Die Petition wurde leider abgelehnt.

Berliner Landesdrogenbeauftragte schweigt sich über Zero-Tolerance Zonen und Cannabis als Medizin aus

Letzens kam Klaus(*Name geändert) in das Hanf Museum Berlin zur Beratung durch einen Rechtsanwalt. Das Hanf Museum bietet diesen Service. Er kommt ursprünglich aus Spanien und ist der deutschen Sprache nicht flüssig mächtig. Er wurde im Görlitzer Park bzw. in der Nähe – dem Zero-Toleranz Gebiet, ausgerufen vom Innensenator Henkel, mit einer „geringen Menge“ Cannabis aufgegriffen. Was ihm nun bevorstand, war zu viel für ihn…

Wenn man als Betroffener wie ich von den Berliner Regelungen und Gesetzen zur Drogenpolitik abhängig ist, sollte man doch meinen, sich auf der Webseite der Landesdrogenbeauftragten Christine Köhler-Azara informieren zu können. Leider ist trotzdem die Repression eine so gewichtige Säule in der Drogenpolitik von Deutschland darstellt, keinerlei Information über die sogenannte „Null Toleranz Gebiete“ zu finden. Auch das wichtige Thema „Cannabis als Medizin“, zu dem im nächsten Jahr ein Gesetz angekündigt ist, kann man dort nicht finden.

Personen wie Klaus, die mal gehört haben, dass in Berlin es ziemlich entspannt „zu geht“, was die Gesetze zu Cannabis angeht, und man erst so ab 10 Gramm Cannabis ein ernsthaftes Problem bekommt, können solche Spezialregelungen überhaupt nicht verstehen. Und dann finden sie nicht mal auf der Webseite der Berliner Drogenbeauftragten etwas, geschweige denn sogar in Ihrer Sprache? Berlin versteht sich als multi-ethnische und offene Stadt, aber bei „Drogen“ scheint wieder jeder auf sich selbst gestellt zu sein.

Zumindest in Sachen „Cannabis als Medizin“ geht die Bundesdrogenbeauftragte bzw. das Bundesministerium für Gesundheit, ihr Vorgesetzter, voran. Auf ihrer Webseite kann man den neuen Informationsbereich zum Thema bewundern.

Über die Webseite der Landesdrogenbeauftragten kannst du dich dort Beschweren. Ich würde mich freuen, wenn einige andere Interessierte das täten. Mich würde auch die Lage in anderen Bundesländern interessieren – gibt es dort Landesdrogenbeauftragte und haben diese Stellen Informationen veröffentlicht?

November 2016: Update zu den Zero-Toleranz Zonen

In Berlin waren Wahlen und die bisherige Rot-Schwarze Regierung wurde abgesetzt. Die Koaltionsgespräche laufen und offenbar werden die Zero-Toleranz Zonen als eines der ersten abgeschafft.

English Info on German Narcotics Law

Here we go with some informations on the German Narcotics Law. Sometimes it is not easy to find: German Narcotic Laws / 2009 as PDF. If you are caught with Cannabis only and nothing else, the first step is to inform yourself what is the so called „small amount“ („geringe Menge“ in German) for the state you are. In Berlin the small amount is 10 Gramms of Cannabis. If you do not exeed this limit, there will be no punishment. You will get a letter which tells you that your case was beaten down because of lack of public interest. If there was a connection to a car or road traffic you have to expect that your data will be forwarded to the drivers license administration.

Novembre 2016: Update on the zero tolerance zones

After elections in Berlin and with the agreement on the new treaty for the political coalitions, the zero tolerance zones will be abandoned.

69 Anregungen und Fragen zum Coffeeshop in Kreuzberg

Die Grüne Bezirksführung in Kreuzberg möchte einen bzw. mehrere Coffeeshops zur Abgabe von Cannabis ermöglichen. Die Diskussion läuft – leider vor allem unter Fachleuten. Was nun die Betroffenen dazu sagen, oder wie sie sich einen solchen Coffeeshop vorstellen, wurde noch nicht gefragt. Bis jetzt. Fragen und Anregungen sollten auf der Internetplattform ASKFM eingegeben werden. Innerhalb von 10 Tagen sind 69 Anregungen und Fragen zum Coffeeshop-Modell in Kreuzberg eingegangen. Hier die Liste:

Stand: 6.10.2014
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Unterstützungspetition für Cannabis Social Clubs in Berlin auf change.org gestartet #CSCB

Auf change.org habe ich eine öffentliche Petition zur Unterstützung der im Abgeordnetenhaus laufenden Cannbis-Social-Club Petition gestartet: http://chn.ge/19HYKCC. Sie hat schon am Sonntag Abend über 250 UnterstützerInnen erhalten. Ich freue mich über diese und weitere Unterstützung! Am 26.9.2013 hatte ich eine postalische Bestätigung über den Eingang der Petition für Hanfanbauvereine erhalten. Die Petition hat das Geschäftszeichen 3655/17 im Abgeordnetenhaus erhalten.

Update

Am 15.10.2013 sind es schon über 1470 UnterstützerInnen!

Aus dem Text:

Diese öffentliche Petition soll eine “Unterschriftensammlung” für die Unterstützung der Petition zur Eröffnung eines Hanfanbauvereines, einem sogenannten “Cannabis Social Club”. Die Unterschriftenliste wird dem Abgeordnetenhaus übersendet.

Hier folgt der Petitionstext, welcher schon an das Abgeordnetenhaus von Berlin gesendet wurde, welcher auch auf der Webseite Berlin: Petition für Cannabis Social Clubs eingegangen. Dieser folgt der Kampagne des DHV, kommunale Petitionen einzureichen:

An das Abgeordnetenhaus von Berlin: Cannabisabgabe mit einem nicht-kommerziellen, nicht-öffentlichen Hanfanbauverein zur Eigenbedarfsversorgung Erwachsener Personen ermöglichen.

Hanf-Infostand auf dem Entheovision Kongress in Berlin

Entheovision Kongress LogoDer Entheovision Kongress findet dieses Wochenende im Botanischen Garten Berlin statt und wir sind mit einem Hanf-Infostand dabei. Komm vorbei, informiere dich über die aktuellen Geschehenisse rund um Cannabis:

Die Kongresse der Reihe „Entheovision“ befassen sich seit 2003 mit allen Themen rund um bewusstseinsverändernde Pflanzen und Substanzen. Dazu gehören Betrachtungen zu Ethnobotanik, Psychologie, Kunst, Spiritualität, Politik, Medizin und zu pharmakologischen Aspekten. Die Entheovision ist aus der Fachzeitschrift „Entheogene Blätter“ hervorgegangen, 2013 feiert die Kongressreihe ihr zehnjähriges Bestehen.

Der Kongress richtet sich an alle Personen, die sich privat oder beruflich mit dem weiten Themenfeld der bewusstseinsverändernden Pflanzen und Substanzen befassen, seien sie nun interessierte Laien, experimentierfreudige Psychonauten, Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen, Personal von Drogenberatungsstellen oder Menschen, die sich in der Drogenpolitik engagieren.

Wir möchten ausdrücklich auch Ärzte, Psychologen und anderes medizinisches Personal ansprechen. Dem tragen wir durch den Umstand Rechnung, dass für einige Vorträge Weiterbildungspunkte beantragt sind.

Das Niveau der Vorträge richtet sich nach dem Spektrum unseres Publikums, so dass sowohl Laien als auch Wissenschaftler ihren Gewinn davon haben. Bei allen Referaten besteht die Möglichkeit, im Anschluss in einer Fragerunde das Verständnis zu vertiefen.

Neben den klassische Vorträgen bieten andere Formate wie Podiumsdiskussionen, Workshops und Performances kreative Abwechslung. Infostände, Ausstellungen und Shops sorgen für Anregungen abseits der Vorträge. Der bereits mehrfach von der Entheovision genutzte Veranstaltungsort im Botanischen Garten bietet ein Ambiente, das auch zwanglose Begegnungen am Rande des offiziellen Programms ermöglicht. Am Samstagabend gibt es eine Party.

Um ein möglichst vielschichtiges Publikum anzusprechen, haben wir den Eintrittspreis sehr moderat kalkuliert (60,- Euro VVK für beide Tage). Dies ist nur möglich weil wir ehrenamtlich und nicht gewinnorientiert arbeiten.

taz mit hanfplanage-Kommentar: Gras selbst anbauen liegt im Trend

Hier ein Taz Artikel mit ein paar Zitaten von mir zur aktuellen Situation des Cannabis Anpflanzen für den Eigenbedarf in Berlin. Leider ist eins etwas verrutscht, denn das hier ist aber keine Info von mir mehr: „Das geht nicht nur ins Geld, es erhöht auch das Risiko: Außergewöhnlich hohe Wasser- und Stromkosten seien häufige Gründe, warum Vermieter auf Indoor-Hanfplantagen aufmerksam würden.“ Ein kleiner Grow fällt kaum auf, moderne Computer ziehen mehr Strom…

Hier gehts weiter zum Artikel.

Hanfparade veröffentlicht PM zu 2012

Postergrafik zur Hanfparade 2012Am Dienstag, den 20.12. meldete sich die Hanfparade mit einer Pressemitteilung zur 16. Hanfparade am 11. August 2012 wieder. An diesen Samstag, wird in Berlin die Hanfparade unter dem Motto »Freiheit, Gesundheit, Gerechtigkeit« stattfinden. Die traditionsreiche Demonstration will das Wissen um die Kulturpflanze Cannabis und ihre Nutzung als Rohstoff, Genussmittel und Medizin in den Mittelpunkt der politischen Diskussion stellen. Auch unser Infoflyer und Poster ist deswegen angelehnt an „Die Freiheit führt das Volk“ (französisch: „La Liberté guidant le peuple“), einem Gemälde des französischen Malers Eugène Delacroix.

Die gesamte Pressemitteilung mit der (Kurzfassung) Erklärung des Motto befindet sich auf der Webseite der Hanfparade.

Diskussionsrunde zu Drogen- und Suchtpolitik

Am 17.9. war ich zum „Gläsernen Piratenmobil“ ins Yaam eingeladen, um dort über das Konzept des Cannabis Social Clubs zu referieren. Neben mir waren auch einige andere Personen eingeladen, um über andere Modelle wie Coffeeshops und der Drogenkultur als ganzes zu reden. Als zweiten Teil gab es eine Diskussionsrunde, in der verschiedene Modelle verglichen wurden.

Veröffentlicht habe ich das ganze beim Medienprojekt PSI-TV: Piratenpartei lädt ein: Vorstellungs- und Diskussionsrunde zu Drogen- und Suchtpolitik.

Hier im Folgenden habe ich die Videos ‚reingelinkt:
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Soli-T-Shirts von der Hanfparade

Grafik des Hanfparade 2011 Soli-TshirtsHelft die Hanfparade, der größten und traditionsreichsten Demo in Deutschland für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel! Es geht um die Prozesskosten gegen die Berliner Versammlungsbehörde.

Man erinnere sich: Die Versammlungsbehörde hatte der Hanfparade sämtliche Aufbauten, bis auf die Bühne, verboten. Dies mit dem Argument, dass die Veranstaltung „kommerziell“ wäre und sich auf ein aufgehobenen Urteil für die Bemessensgrundlage bezogen. Wir sehen dass als Rechtsbeugung!

Unterstütze die Hanfparade bei den Prozesskosten gegen die Berliner Versammlungsbehörde!
Soli-T-Shirts für 12.-€ + Versand (Schlüsselbändchen gibts gratis dazu), verfügbar in den Größen: M-XXL und als einzige Farbe: Weiß.

Bestellung über Mail an: info@hanfparade.de

Weitere Infos zur Soli-Kampagne im Artikel von Steffen Geyer: Hanfparade und nun?.

Die T-Shirts bekommt ihr auch im Shop des Hanf Museums in Berlin und bei dem Headshop „Klaus der Gärtner“ (sowohl online als auch vor Ort im Headshop – Strassmannstr. 33, 10249 Berlin).

Hanfparade Pressespiegel und -vergleich

Kurz nach der Hanfparade stellen wir immer einen Pressespiegel zusammen, in dem man die Realität mit den offiziellen Pressemedien vergleichen kann. Und es ändert sich was: Dieses mal gab es keinen negativen oder ironischen Bericht über die Hanfparade. Selbst die Springer-Presse berichtete neutral, was man ja durchaus schon als kleinen Sieg sehen kann. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass mit der Änderung der Gesetze für Cannabis als Medizin bzw. „Cannabisfertigarzneimittel“ nun Geld gemacht werden kann:

Hier ein kurzer Auszug aus der News der Hanfparade, auf der ihrer Webseite geht es weiter mit der Analyse sowie den Links zu den Presseartikeln.

Von der Berichterstattung über den Behördenstress und die angestrebte Klage gegen die Berliner Versammlungsbehörde wollen wir hier gar nicht erst anfangen, diesem Thema räumt dann leider wieder nur das Hanfjournal mehr als einen Absatz ein.

Leider entsteht beim Lesen insgesamt der Eindruck, als hätten sich kaum Journalisten die Mühe gemacht, zur Parade zu gehen, und stattdessen lieber den Text der dapd Nachrichtenagentur recycelt, welcher allerdings relativ positiv ausfiel. Das tat er wohl nicht zuletzt dank unserer gewissenhaft vorbereiteten Pressekampagne. Schade, dass die großen Medien für so ein wichtiges und vielseitiges Thema anscheinend nicht mehr als „Copy&Paste-Journalismus“ übrig haben. Dieser fällt besonders auf, wenn man den Artikel von Focus Online mit dem von Spiegel Online vergleicht.

Interessanterweise gibt es trotz dapd-Text große Unterschiede bei den veröffentlichten Besucherzahlen. So berichtete die Tagesschau von gerade einmal 1000 Besuchern, Spiegel und Focus Online von 2500 und die TAZ von 2700. Allerdings wurde am häufigsten angegeben, dass 2500 Besucher dagewesen wären, was ja erfreulich ist. Etwas kurios ging es bei der Berliner Morgenpost zu, diese berichtete einmal von „mehrere[n] hundert Menschen“ und einmal von „rund 2700 Menschen“.

Künast: Sind die Grünen nicht mehr für die Legalisierung von Cannabis?

Als Reaktion auf die Ansage von Renate Künast in der SUPER Illu, dass das „Recht auf Rausch“ aus dem letzten Jahrtausend stamme und nicht mehr aktuell sei, hat auf Abgeordnetenwatch Sandra Müller am 4.8. gefragt: „Sind Sie und die Grünen nicht mehr für Cannabis Legalisierung?. So sei Künast‘ Ziel, die drogenfreie Gesellschaft zu schaffen, ein Ziel, dass schon auf UNO-Ebene gescheitert ist.

Update – die Antwort

Sehr geehrte Frau Müller,

Wir Grünen sind nach wie vor für die Entkriminalisierung von Cannabis. Die Kriminalisierung von Cannabis-KonsumentInnen ist gescheitert. Das Festhalten an den gesetzlichen Vorgaben im Betäubungsmittelgesetz hat sich in der Praxis längst als kontraproduktiv erwiesen. Die Forderung nach einem Ende dieser Politik ist deshalb nur vernünftig: Denn eine nachhaltige Prävention, einen guten Jugendschutz und eine effektive Eindämmung der Drogenkriminalität wird es nur mit einem regulierten Markt für Hanfprodukte geben.

Unser Ziel ist es gleichwohl, dass die Menschen drogenfrei leben können oder zumindest auf gesundheitlich riskante Konsumformen verzichten. Dazu wollen wir die Prävention stärken.

Wer ein Leben mit Drogen führen will, dem können und wollen wir diese Sicht nicht aufzwingen. Schon gar nicht mit den Mitteln des Drogenstrafrechts. Selbstbestimmung spielt für uns auch in der Drogenpolitik eine zentrale Rolle.

Gleichwohl bin ich der Meinung, dass es kein „Recht auf Rausch“ gibt, das sieht auch das Bundesverfassungsgericht so.

Mit freundlichen Grüßen,
Renate Künast

Der BVerfG-Spruch zum „Recht auf Rausch“, auf den sich Künast bezieht, hat übrigens den Rahmen gegeben mit dem Kommentar, dass sich die gesellschaftliche Akzeptanz wandeln kann – und damit auch der Rahmen.

PSI-TV: Rausch und Terror mit Bommi Baumann

Medienprojekt PSI-TV präsentiert eine Videodokumentation der Lesung und Diskussion mit Bommi Baumann aus seinem neuen Buch „Rausch und Terror“ im Hanf Museum in Berlin.

„Ein Buch über die Architektur des Drogenkapitalismus und die Zerstörung der radikalen Linken durch Heroin – ein politischer wie persönlicher Erlebnisbericht“

Stern schickt wieder Kinder auf den Strich

Das Image einer Generation: Es scheint derzeit eine Neuauflage des Drogenhorrorklassiker-Films „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ von 1981 zu geben. Jedenfalls hängen in Berlin so einige Plakate, die den Film anpreisen. Interessanterweise gibt es keinen Urheber für die Plakate, nur der Filmvertrieb wird genannt.

Meine liebe 70er/80er Generation, die dort angesprochen wird, wie fühlt ihr euch dabei, dass ihr auf „Heroindrücken im Bahnhofsklo“ reduziert werdet? Dass für eine Drogenhorrorstory ein „fast noch“ Kind auf den Strich geschickt und für das geifernde Stern-Magazin ausgenutzt wurde? Dass dieser Film für die Gehirnwaschung von tausenden junger Menschen verantwortlich ist und eine realistische und effektive Herangehensweise an die Drogenproblematik durch die Stigmatisierung blockiert?

Zu der Geschichte des Films, frei aus Wikipedia:

Christiane F Kinoplakat

Bei Recherchen zum Thema Drogenszene und Beschaffungsprostitution beobachtete Horst Rieck, ein Journalist der in den 1960er Jahren unter anderem für Spiegel, stern, Die Zeit und Quick schrieb, am 8. Februar 1978 am Amtsgericht Moabit in Berlin einen Prozess gegen einen Geschäftsmann, der jugendliche Prostituierte für sexuelle Dienstleistungen mit Heroin bezahlt hatte.

Dabei bat er eine der Zeuginnen, die damals 15-jährige Christiane Felscherinow, um ein Interview. Rieck erkannte, dass die Aussagen des jungen Mädchens Stoff für eine größere Veröffentlichung boten. Aus dem ursprünglich für das Interview geplanten Nachmittag wurden zwei Monate, in denen sich Rieck und sein von ihm hinzugezogener Kollege Kai Hermann fast täglich aus der Lebensgeschichte der jungen Christiane berichten ließen. Die von Rieck und Hermann niedergeschriebenen Tonbandprotokolle erschienen nach einem teilweisen Vorabdruck im stern im Herbst 1978 als Buch unter dem Titel Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Dieses wurde in den Jahren 1980 und 1981 zum meistverkauften Buch in der Bundesrepublik Deutschland, in 15 Sprachen übersetzt und weltweit in mehr als drei Millionen Exemplaren verkauft. In zahlreichen deutschen Schulen ist Wir Kinder vom Bahnhof Zoo Pflichtlektüre. Bei der 1980/81 entstandenen Verfilmung des Buchs unter dem Titel Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo von Uli Edel (Regie) und Herman Weigel (Drehbuch) übten Horst Rieck, Kai Hermann und Christiane Felscherinow gewisse Mitspracherechte aus.

Christiane F KinoplakatIch gehe dabei mit der Argumentation von Friedrich Koch, einem Erziehungswissenschaftler:

Der Film ‚Christiane F.‘ umgeht nahezu alle Fakten, die zu wissen nötig sind, um die Genese [Entstehung] drogenabhängigen Verhaltens zu verstehen. Wo das Drehbuch Präventionspädagogik vorgibt, verfolgt die szenische Realisierung eine fragwürdige, weil unglaubwürdige Abschreckungsstrategie, die sowohl in der Drogenprävention als auch in der allgemeinen Erziehung längst als wirkungslos erwiesen ist. Schlimmer noch: unter Umständen kann sie sogar stimulierend wirken. Diese Tendenz wird nicht zuletzt durch eine unkritische Ästhetisierung der Drogenabhängigkeit unterstützt, die in einigen Szenen fast zur Heroisierung der Hauptfiguren wird.“ [Friedrich Koch In: Johannes Bastian (Hg.): Drogenprävention und Schule. Grundlagen, Erfahrungsberichte, Unterrichtsbeispiele. Hamburg 1992, Seite 157 ff.]

Berlin: Hanf-Infos sind nicht politisch Meinungsbildend bei der Hanfparade, sagt die Versammlungsbehörde

Berlin: Die Versammlungsbehörde von Berlin sieht den Abschlussplatz der Hanfparade mit Nutzhanfareal, Markt d. Möglichkeiten und Forum für Hanfmedizin nicht als Demoteil an. Sie sagen, dass bei diesen Teilen „im Einzelfall immer wieder punktuell für kurze Zeit versammlungsimmanente Elemente auftreten, eine Behandlung der gesamten Veranstaltung als Versammlung i.S. des Grundgesetzes und des Versammlungsgesetzes [liesse] sich darauf jedoch nicht ableiten.“ Wir gehen natürlich dagegen vor, denn auch diese Elemente gehören zur politischen Meinungsbildung und -äusserung dazu!

Wir sehen uns alle auf der HANFPARADE am 6.8. in Berlin, Treffpunkt: 13 Uhr Alexanderplatz, Weltzeituhr zur Demonstration durch die Stadt mit dem Motto: „40 Jahre sind genug! BtMG ade!“

Abschluss ab etwa 17 Uhr am Brandenburger Tor, Str. des 17. Juni bis 22 Uhr mit Bühne, Markt d. Möglichkeiten, Forum für Hanfmedizin und Nutzhanfareal!

Mehr Infos: www.hanfparade.de klicken oder auf Facebook auf dem neuesten Stand bleiben: http://facebook.com/hanfparade

Hanfbewegung auf der Spreeparade

Am Samstag, den 16.7.2011 ab 16 Uhr: SPREEPARADE ab Frankfurter Tor. Demothema: Bürgerentscheid umsetzen – steigende Mieten stoppen! Und mittendrin die Hanfbewegung mit dem tollen neuen Paradewagen der Hanfparade!

Grafik Banner der Spreeparade 2011 in Berlin

An dieser Stelle folgt die Kurzinfo zur Demo, weiteres auf der Webseite, um dorthin zu gelangen, klicke den Banner!
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10 für Berlin – Cannabispflanzen für den Eigenbedarf

Die neue Kampagne der Partei die Grünen hat mich inspiriert, hier gleich mal einen Artikel zu setzen: Nachdem wir vor einigen Jahren schon fünf Pflanzen für alle gefordert haben – es war sogar ein Motto der Hanfparade „Gib mir Fünf“ , wollen wir nun 10 Hanfpflanzen für den Eigenbedarf.

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